Guten Tag. Ich bin ein Platzhalter, an dem bis heute niemand nichts ergänzt hat.
Listing
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Die Auswahl ist vollkommen unvollständig. Ein Tag geht von 6:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Die Machine wird trainiert, wird aber nie perfekt sein. Das Listing hier zerstört sich in dem Moment selbst, in dem dogfood wieder Zeit für allesaussersport.de findet. Eine Vorschau über den aktuellen und den Folgetag hinaus gibt es hier. Dort können außerdem Wünsche und Anmerkungen hinterlassen werden.
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Menü des Tages
Fußball
Champions League – Playoffs Viertelfinale, Rückspiele
21:00 Atlético Madrid – FC Barcelona (2:0)
21:00 FC Liverpool – PSG (0:2)
WM-Quali Frauen Liga A, u.a.
18:15 Deutschland – Österreich
19:00 Schweden – Dänemark
20:00 England – Spanien
20:45 Niederlande – Frankreich
—–
Eishockey
DEL
Playoffs Halbfinale
19:30 München – Mannheim (0:3)
NHL, u.a.
01:00 New York Islanders – Carolina Hurricanes
02:00 Minnesota Wild – Anaheim Ducks
03:00 Utah Mammoth – Winnipeg Jets
—–
Basketball
BBL
18:30 Jena – Braunschweig
20:00 München – Ludwigsburg
—–
Tennis
ATP – Barcelona, u.a.
10:00 De Minaur – Ofner
12:30 Landaluce – Musetti
16:00 Alcaraz – Virtanen
ATP – München, u.a.
12:30 Cobolli – Dedura
12:30 Engel – Kopriva
12:30 Zverev – Kecmanović
14:00 Bergs – Topo
14:00 Čilić – Altmaier
WTA – Stuttgart, u.a.
14:00 Mertens – Seidel
18:30 Lys – Badosa
20:00 Korpatsch – Shnaider
—–
Snooker
WM, u.a.
12:00 Bingham – Stevens
—–
Baseball
MLB, u.a.
00:40 Pittsburgh Pirates – Washington Nationals
04:10 Los Angeles Dodgers – New York Mets
@Uwe:
Vielen Dank für die heutige Vorschau.
Ist hoffentlich alles ok bei dir? Wenn selbst Du dafür schon das korrekte Wort Eishockey verwendest, fange ich an, mir Sorgen zu machen.
Am Anfang dachte der Schweizer Nationaltrainer wohl, dass es eine gute Idee sei sein Corona-Impf-Zertifikat zu fälschen.
https://www.n-tv.de/sport/Eishockey-Trainer-faelschte-Corona-Impfnachweis-fuer-Olympia-id30711177.html
War ja klar, dass Bayern jetzt noch mit einer (komplett bescheuerten) Idee zur Regionalligareform um die Ecke kommt:
https://www.kicker.de/regionalliga-reform-bayerische-klubs-haben-ploetzlich-ganz-neue-ideen-1210255/artikel
Am Wochenende ist WrestleMania und der Eigentümer der WWE hat dieses Jahr die Idee auf Celebrities zu setzen. Genauer gesagt auf Pat McAffee und Jelly Roll.
Ich hasse Pat McAffee.
Du hast Lil Yachty vergessen.
@Markus
Ist an den Gerüchten etwas dran und auch Tom Brady könnte einen Auftritt haben?
Und iShow Speed, der ein Match haben wird.
@guelph: Das gerüchtet, ja. Ob es so sein wird, keine Ahnung. Ausschließen würde ich momentan gar nichts.
Die spinnen, die Bayern!
Jelly Roll, wer immer das auch ist, hat auch den offiziellen FIFA Wold Cup Song beigesteuert. Kid Rock hatte wahrscheinlich keine Zeit.
https://www.youtube.com/watch?v=n5LixsSFMTg
Da sind mal wieder echte Praktiker in Bayern am Werke.
Vielleicht könnte man nach der Hinrunde auch noch Playoffs machen. Erst 15. gegen 18. und 16. gegen 17. Die beiden Sieger und die Plätze 1 bis 14 spielen dann in Best of 3 (1. – 15/18, 2 – 16/17 usw.) die Teams aus, die dann in der Rückrunde in die 4 aufstiegsberechtigten Ligen dürfen. Das ergibt doch dann erst richtig Sinn.
Die Bayern halt ;-)
Breaking News; Die Russen sind nicht mehr böse. zumindest wenn sie schwimmen.
@Hotte
Ja, alles paletti.
In Vertretung für Bregalor versuche ich dem Publikum die beste UX zu liefern und verzichte auf persönliche Befindlichkeiten.
Hast Du alle Handball-Termine unter der Woche abgesagt oder warum gibt es nichts relevantes bis Donnerstag?
Keine Ahnung, ob es schon geteilt wurde, hier gibt es eine Übersicht, welcher Sender welche Spiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer überträgt.
@Sascha72:
Das war gestern schon eine Breaking News. ;-)
http://www.allesausseraas.de/montag-13-04-2026/#comment-971551
@Uwe:
Dann bin ich beruhigt und freue mich auf weitere meinem Alter entsprechend zugeschnittene Vorschauen.
Ich habe da leider keinen Einfluss, was die Terminsetzung betrifft. Hatte denen nur gesagt, dass ein Hotte bis Donnerstag keine Zeit hat.
#Snooker
Auf Youtube streamt World Snooker den ersten Judgement Day mit acht Spielen in der Konferenz. https://www.youtube.com/watch?v=d5Bfz4WuJXU
Leider ohne Umut Dikme, der gestern ausgeschieden ist.
@guelph stark, ich hatte es noch nicht vorliegen, danke dir! Dann stelle ich mir schon mal den Wecker für Haiti-Schottland am 13.06. um 3 AM.
Es war WNBA-Draft.
Erstmal dieser Fakt:
Allein das “Rookie Minimum” ist höher (270000$) als das bisher höchste Gehalt der WNBA (Kelsey Mitchell / Fever) überhaupt. Der neue Rahmenvertrag haut ordentlich rein.
Enorme Breite dieses Jahr. Es dominierte der College-Champion UCLA mit fünf Spielerinnen in der 1. Runde (aber nicht auf den drei Top-Plätzen).
Azzi Fudd wird sogar eine halbe Million (im 1. Jahr) verdienen als #1-Pick, es kommt zur erwarteten Reunion mit Paige Bueckers in Dallas. Zwei tolle Guards – aber ob das direkt reicht, um Richtung Playoffs anzugreifen: fraglich.
Kurzfristiges Highlight für den Titelkampf aber die Lynx-Verpflichtung Olivia Miles (#3) – Minnesotas Team hatte schon alles außer einer Spielmacherin und bekommt jetzt die genialste der letzten College-Jahre dazu.
Die Seattle Storm ergänzen den internationalen Frontcourt aus Dom Malonga (FRA, bekannt aus unzähligen Dunk-Kompilationen) und Ezi Magbebor (AUS) mit Spaniens Hoffnung Awa Fam (#2) und müssen jetzt nur noch rauskriegen, wie sie die alle unterm Korb unterbringen.
Wichtig dabei zu beachten: Awa Fam ist 19, muss man anders (perspektivischer) bewerten als die nach 4 NCAA-Saisons deutlich älteren College-Abgängerinnen. Hat aber anderweitig durchaus Vorsprung durch Euroleague- und NM-Erfahrung
Die Storm bekommen außerdem mit Flaujoe Johnson die langjährige Leaderin von LSU, fast schon zu einfach (#9).
Washington Mystics auch ein Gewinner, haben Lauren Betts an #4 und Rori Harmon, Heart and Soul der Texas Longhorns an #34 (wtf?) gezogen – sie haben letztes Jahr ebenfalls stark gedraftet (Citron + Iriafen – beide durften schon zur WM-Quali mit) und sind in exzellenter Startposition für die nächsten Jahre.
Interessant noch Raven Johnson bei den Fever als defensive Ergänzung zu Caitlin Clark. (Die beiden haben den einen oder anderen Strauß in der March Madness ausgefochten)
Flau’jae Johnson, das war flaued von mir, sorry. (Aber k.A., warum sie in ihrer Freizeit auf dem Empire State Building abhängt)
https://www.instagram.com/reels/DXFgF3UAXyG/
FJ is on top of the world, neuronal, figuratively.
Was wird das mit Betts / Harmon in Washington?
Ein Uwe ist Harmon-Fanboy.
Frieda Bühner Runde 2 Pick 2 nach Portland würde ich mal noch erwähnen.
DEL2
Krefeld und Kassel können beide aufsteigen, oder? Damit gehen die Dresdner endgültig runter.
Die Münchner Terminplanung muss ich jetzt auch nicht verstehen. Drei Deutsche (darunter Zverev) spielen fast zeitgleich das 2. Match.
@Martin Oh ja, danke, war vorhin nur auf den Ami-Seiten unterwegs. Bin Frieda-Fan, ist mir echt durchgerutscht. So ein Expansion-Team ist vielleicht nicht schlecht zum Reinfinden. (Und Luisa Geiselsöder ja auch on Fire)
@Uwe Ist die Frage, ob Harmon mit 1,70 auf Zehenspitzen die Chance kriegt bzw. die Teamschlüssel in die Hand. Könnte ein tolles Leaguepass-Team werden.
NBA-Aufteilung in den USA:
Prime zeigt die Playins und die ersten drei Samstag-Spiele (Cavs, Nuggets, Knicks).
NBC hat die Sonntagnacht (Pistons und Spurs).
Dürfte auf Europa anwendbar sein (NBC -> Sky). Dazwischen das späte Samstag-Spiel und der frühe Sonntag bei ESPN/ABC – weiß der Geier, wie bzw. ob das mit den Übertragungen in Europa gelöst wird. (Ich tippe mal: Samstag komplett Prime, Sonntag komplett Sky)
So oder so wird es erheblich mehr außerhalb des Leaguepass geben als in den letzten Jahren (wenn nicht sogar alles).
Zverev zieht sein Erstrundenmatch (Schiedsrichter: Renaud Lichtenstein; da war doch was in Paris 2024?). Dann schauen wir mal, ob der Justin nachziehen kann.
ich hab mir gerade auch mal das Barcelona-Tableau angeschaut. Natürlich sind da Alcaraz und Musetti dabei. Dahinter kann es München aber problemlos dieses Jahr mit Barcelona aufnehmen.
Ja, sind objektiv etwa gleich stark besetzt. Allerdings nehmen mehr Leute die Woche frei als sonst, sieht man auch in Stuttgart.
Da wirken sich die Erfahrungen mit den überlangen 1000ern langsam aus.
Könnte man sich ja richtig aufregen, was sich der Bayrische Verband so denkt jetzt mit so einem Vorschlag zu kommen. Es ist ja nicht so, dass es keine AG gab…
Aus allen Regionalligen die II. Teams rauswerfen und dann im Kompass Modell auf 4 Ligen aufteilen und schon können die Meister aufsteigen. Wo ist da das Problem und die Nachteile? Die Fahrtwege werden dadurch doch nicht wirklich länger, ob Burghausen nach Hof oder Zwickau oder Balingen fährt macht doch keinen großen Unterschied.
neuronal, wobei in Stuttgart neun der Top 15 am Start sind. Das ist schon ein fantastisches Feld außerhalb eines Grand Slams (weiss nicht, ob Rom und Madrid soviel besser besetzt sein werden).
Es gibt eine neue Nummer 1 im Tennis: Boris Becker.
http://www.mopo.de/sport/sportmix/unfassbare-summe-becker-pokal-sorgt-fuer-tennis-rekord/
In Hamburg gibt es tatsächlich ein paar aktive Olympiabefürworter. Gegen etwas zu sein, ist sicherlich einfacher.
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/olympja-hamburger-olympia-befuerworter-gruenden-neues-buendnis,olympja-hamburg-100.html
Als absoluter Olympia-Nerd beschäftigt mich das ganze Bewerbungsthema jedoch nicht groß. Falls man sich irgendwann mal einig ist, wen Deutschland dort ins Rennen schickt und es dann tatsächlich eine realistische Möglichkeit geben sollte, dass man Ausrichter wird, vielleicht.
Die 500er Turniere sind von der ATP durch die längeren Masters-Turniere deutlich entwertet worden. Die 250er Turniere spielen kaum noch Rolle für die Topspieler. Zwar kann sich München mit dem 500er-Status etwas besser im Vergleich zum 250er-Status der Vorjahre positionieren, aber großartig Starpower haben sie in der Breite weiterhin nicht am Start. Das bleibt unverändert.
Barcelona war letztes Jahr noch etwas stärker besetzt, aber leidet nun auch unter dem Turnierkalender.
So ein 500er würde ich mir vor Ort sicherlich anschauen, aber TV-Zeit bekommt es bei mir nicht.
btw: Noch schlimmer hat es Hamburg mit dem 500er direkt von den French Open. Da darf man froh sein, wenn Zverev spielt. So wirklich Lust kommt da keine auf. Passt aber zum Tennis in Deutschland. Alles ganz nett, aber ohne die große Relevanz.
Bublik hat sich sehr schnell verabschiedet. Das ist für ein 500er auch nicht unüblich. Er wird ein gutes Startgeld bekommen haben (was die 500er ja im Gegensatz zu den meisten 1000ern, Ausnahme: Monte Carlo und Shanghai, zahlen dürfen).
Ich bin in München ab Donnerstag jeden Tag auf der Anlage und nicht unglücklich darüber, dass die meisten Favoriten sich durchgesetzt haben (freue mich vor allem sehr auf ein Wiedersehen mit Flavio Cobolli; die Reisegruppe AAAAS hat ihn ja letztes Jahr in Paris gegen Arnaldi in 5 Sätzen erlebt).
Alcaraz mit Problemen im Unterarm. Da droht Barcelona auch seine Nummer 1 zu verlieren (würde vor Madrid, Rom und Paris keine Verletzung riskieren).
Wer mit dem Zug von Penn Station in die Meadowlands fährt, zahlt normalerweise dafür 12,90 US-Dollar (Hin- und Zurück). Bei der WM werden es 100,- US-Dollar sein:
https://www.nytimes.com/athletic/7193375/2026/04/14/metlife-stadium-world-cup-train-tickets/
1994 fuhr man (ich) noch mit dem Shuttle-Bus von der Port Authority Bus Terminal in NYC zum alten Stadion, nur um sich dann die Niderlage von Deutschland gegen Bulgarien live anzuschauen (direkt hinter dem Tor von Bodo Illgner). Blöderweise hatte man (ich) auch schon Tickets für das Halbfinale Italien gegen Deutsch…., äh Bulgarien. Die Tickets hat man damals schriftlich bei einer Agentur in den USA bestellt und anstandslos bekommen.
@dasdo: Du sprichst von Herrenturnieren in Deutschland oder? Da würde ich tatsächlich Halle an 1 und München an 2 sehen. Halle an 1, weil 500er-Rasen (damit interessanter für die Spieler wegen weniger Turnieren auf dem Belag) und perfekte Vorbereitung vor Wimbledon. In München hilft der 500er-Status enorm. Hier ist das unkalkulierbare Aprilwetter einfach ein nicht zu lösendes Problem. Mit Hamburg würde ich dennoch nicht tauschen wollen, weil der Termin direkt vor den FO komplett mies ist. Das ist klar an 4, Stuttgart trotz 250er-Status an 3 vor Hamburg. So wäre meine Reihenfolge
Bei den Frauen ist Berlin von der Besetzung besser also manches 1.000er, mit 18/20 der Weltrangliste teilweise. Bad Homburg ist auch gut, aber Stuttgart von der Besetzung her eigentlich noch davor. Erneut ist Hamburg klar Nr. 4. Das ist ja noch unbedeutender als bei den Herren. Berlin > Stuttgart > Bad Homburg > Spaziergang > im Stau stehen > Hamburg ist da meine Reihenfolge.
veniat, völlig d’accord mit Deiner Reihenfolge. Irgendwie hätte ich rund um die Termine in Wien/Basel/Paris in Deutschland gerne noch ein Hallenturnier. Das werde ich so schnell aber nicht mehr erleben.
Zum Zustand des deutschen Herren-Tennis: Während die Niederlage von Hanfmann gestern unnötig war (50/50-Spiel) und keiner was dafür kann, dass Struffi krank ist, ging das heute bei den Herren erwartungsgemäß bis leicht über die Erwartungen aus. Zverev mit den üblichen Problemen am Start einer Woche, Altmaier mit einer erstaunlich starken Leistung gegen Cilic. Dedura und Engel im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr solide und Topo wird sich freuen, dass er tatsächlich mal bei seinem Heimatclub im Hauptfeld war.
Ab Donnerstag werden in München übrigens durchgehend 20 Grad und Sonne erwartet.
ATM vs BAR 1:4 (nach einer frühen Roten Karte für ATM)
PS: Ich mache mir Sorgen um Denis!
@Jan!: Was der bayrische Verband da macht, ist schlicht und ergreifend eine bodenlose Frechheit. Mehr kann man zu dem inhaltlichen Schwachsinn und vor allem zu der Art und Weise nicht sagen. Zu diesem Zeitpunkt parallel am von allen zumindest mal akzeptierten Gremium vorbei aus dem Nichts so einen Vorschlag hinzuknallen passt genau du der Hybris, die der Rest der Republik mit diesem Bundesland oft assoziiert. So wieder Maggus S. in der Politik den Föderalismus überstrapaziert und ganz Deutschland für bayrische Partikularinteressen in zumindest verbale, manchmal tatsächliche Sippenhaft nimmt, zeugt dieses Gebahren von keinerlei Respekt gegenüber anderen Verbänden und keinem Verständnis der eigentliche Sache selbst, um die es geht.
Die mit Abstand schwächste Regionalliga ist die in Bayern. Da finden sich mit mit Mühe und Not zwei Clubs, die überhaupt aufsteigen wollen, die aber nicht mal Meister in dieser eigenen Privatliga werden. Der Nordosten hat ein Hauen und Stechen, der Norden ist zumindest in der Spitze und ich behaupte auch Breite klar vor Bayern (direkte Duelle wurden immer oder fast immer gewonnen in den unsäglichen Relegationen, angefangen bei uns gegen Südwest, Hannover gegen Würzburg, Havelse gegen Lok Leipzig). Der Westen ist gar nicht so toll, wie immer kolportiert sind. Der ist inzwischen verkommen zu einem Hort von Zweitvertretungen der Bundesligisten aus Liga 1 und 2 sowie wenigen “Traditionsclubs” (sic!) mit etwas Flair wie RWO oder Wuppertal. Aber das ist auch die Liga mit einigen Insolvenzen gerade in der letzten Saison, die einen seriösen Ablauf bis hin zum Direktaufsteiger zwischenzeitlich akut beeinflusst haben. Und der Südwesten ist irgendwo unklar dazwischen, aber auch nicht sakrosankt unangefochten das beste, was Liga 4 zu bieten hat.
Sich in diesem Moloch nun als Regionalliga Bayern ernsthaft hinzustellen und derart protektionistisch die eigene Privatliga versuchen zu retten, treibt einem Drrainerkoch die Tränen in die Augen. So eine Dreistigkeit hat selbst er sich nicht immer – zumindest nach außen hin – getraut zur Schau zu stellen. Aber wenn der Frymuth im Insovelnz-Zweitvertreter-Westen das kann, darf das heilige Bayern natürlich nicht klein bei geben im Rennen um das größte Egogebahren. Die Fußballlandschaft wurde durch die letzte Reform jenseits von Liga 3 maximal gegen die Wand gefahren hat und der Osten ist neben dem Norden der größte Verlierer. Und da schließt sich der Kreis zur Politik. Aber auch hier gibt es ja immer wieder Verfechter, die die föderalistische Verbandsmeierei noch gutheißen. Das steht jedem zu, aber genauso darf ich das als Sargnagel für ein Miteinander bezeichnen. Man sieht ja, dass es nur um ein Bewahren der eigenen, erlobbyierten Vorteile geht und nicht im Geringsten um irgendwelche GEMEINSAMEN Verbesserungen für ALLE.
Wenn der Sport also genauso durchtrieben von ekelhaftem Machterhalt innerhalb komplett intransparenter Strukturen ist und föderalistische Ineffizienz einfach als gott- oder verbandsfürstgegeben nicht zur Disposition steht, dann war es das irgendwann auch da. Das macht keinen Spaß mehr, mir zumindest nicht. Da, wo zumindest noch Menschen aus verschiedensten Schichten und Sphären zusammenkommen und das Miteinander durchlässig zelebrieren und spätestens dann, wenn die eigenen Mannschaft ein Tor schießt, miteinander als Gesellschaft sich vereinen, kommen entweder ekelhafter Vollkommerz (CL vorne weg) oder eben so ein sportlich unfaires Ungleichgewicht raus. Man hat mit denselben verabscheuenswürdigen Personen mit viel zu großer singulärer Macht zu tun wie eben früher Drrainerkoch und heute einem Frymuth. Dass der Vertreter aus dem Norden einfach gar keine Stellung bezieht, ist da fast noch unfassbarer als das billige, durchschaubare und dennoch eben verabscheuenswerte Verhalten von Frymuth. Noch mehr kann man gar nicht versagen. Das ist exakt das, was in der Politik am Ende zu Verdrossenheit führt. Oder eben zu Gewalt oder fanatischen Aktionen von Anhängern, die schnell in klare Straftaten münden.
Das, was gerade unterhalb der eingleisigen und damit nicht-föderalen 3 Liga abgeht mit allen Prozessen, Diskussionen, Wortmeldungen, Akteuren und Abläufen inklusive völlig unklarem Ausgang, ist eine 1zu1-Kopie der Probleme und Konsequenzen, die die indiskutable Politik gerade vormacht. Das Chaos in der Politik unter Friedrich Merz aktuell ist unter anderem so schlimm, weil man sich vor Reformen und deren Umsetzung sträubt aus Angst vor Gegenwind bei so vielen Landtagswahlen in diesem Jahr. Daher ist erst Nichts und dann nur Halbgares passiert, als es gar nicht mehr anders ging, weil der Michel sein TöffTöff nicht mehr befüllen kann mit einer Technologie aus dem vorletzten Jahrhundert. Genauso wirkt es, wenn Menschen für Frymuth Regionalligareformen bedeutend mitbestimmen, aber gleichzeitig in ihrem Landesverband wiedergewählt werden wollen, um weiter die Privilegien genießen zu dürfen, und das als hauptsächliche Funktion ihrer Amtsausübung ansehen. Natürlich könnte in einer Demokratie, in der Politik wie im Sport, das Volk Änderungen erwirken. Aber das Problem ist, dass durch die föderalen Strukturen und extrem vielen Ebenen der Repräsentation und nahezu keiner direkten Macht dieser Einfluss stark verwässert. Und genau das ist das Problem, was ich mit dem Föderalismus im Sport und auch in der Politik habe. Die so zusätzlichen eingezogenen Machtebenen erhöhen die Anzahl der Aktuere, die wie Spahn oder Frymuth an ihrer Macht kleben, was nicht zu mehr Wettbewerb und Korrektiv, sondern zu Stagnation und vor sich hin vegetieren führt.
In der Politik resultiert das zunächst in Nichtwählern, die danach von radikalen Bauernfängern mit absurden Versprechungen eingesammelt werden. Wir sehen diese Entwicklung ja gerade mindestens zum zweiten Mal in der Geschichte unseres Landes. Im Fußball als der monopolistischen Sportart Nr. 1 in Deutschland entlädt es sich dann im 50+1-Kampf oder aber ultragetriebener Wir-gegen-Die-Mentalität, die solange akzeptabel ist, bis Wut in Zerstörung, Gewalt und Straftaten mündet. Das ist dann die Radikalisierung im Sport. Beides ist gefährlich und unnötig, weil es uns immer noch extrem gut geht. Und ich behaupte natürlich nicht, dass der Föderalismus in Politik oder Sport dafür auch nur ansatzweise der Auslöser ist. Es ist aber der Nr. 1 Katalysator für Langsamkeit und reformaversen Protektionismus, der sich irgendwann so aufschaukelt, dass es richtig knallt wie aktuell rund um diese Reform, oder aber in letzter Instanz irgendwann doch noch eine Lösung geschieht, die dann meistens mit sehr faulen Kompromissen einhergeht. Wir hatten ja die Debatte um die Montagsspiele. Die wurden durch die Macht der Ultras abgeschafft, dann aber gleich komplett, was ich auch nicht gut finde.
Fazit: Dieser unabgesprochene Vorstoß des bayrischen Verbands ist nichts anderes als das, was Maggus Söder mit seiner CSU für den Rest von Deutschland fortwährend macht. Egoistische, narzistische Folklore, die dem lokalen Stammtischseppel (!=Deutschland-Michel) gefallen muss.
Ich bin jedenfalls maximal genervt und sehe tatsächlich weder für die politische noch die fußballpolitische Bühne eine Lösung, die im System des Föderalismus funktioniert. Und ich bin es Leid, die Argumente wie “historische Bedeutung des Föderalismus” noch länger gelten zu lassen. Immerhin leben wir gerade bekanntermaßen in Selbigen und mein Eindruck ist, dass er eben die Entzweiiung der Gesellschaft und die Radikalisierung noch befördert. Der Föderalismus ist für mich gescheitert und kann nicht oder nur noch dann gerettet werden, wenn mehr direkte Macht dazu führt, dass Provinzfürsten sich genau nicht mehr sicher sein können, über die zu vielen Ebenen der Repräsentanz fest im Sattel zu sitzen.
Achso, falls jemand nun das Argument anführt, es könne mir ja vielleicht bald egal sein, was unterhalb von Liga 3 passiert: Mitnichten. Und zwar nicht nur, weil das noch hypothetisch ist, sondern weil mich diese Struktur und sportliche Ungerechtigkeit innerhalb des Landes ganz generell stört. Hier werden Fans verschiedener Clubs gegeneinander ausgespielt nur auf Grund der geographischen Herkunft. Eine Reform ist unbedingt nötig, um allen eine gleiche Chance zu geben, egal ob es in dem Moment den eigenen Club tangiert oder nicht.
So, ich merke, wie mich das schon wieder alle nervt, obwohl Sport (schauen) Freude bereiten sollte. Das tut es aber nicht und alleine schon der Gedanke daran, dass ab morgen Abend wieder FC Bayern TV auf allen Kanälen droht, lässt mich für Real Madrid sein, denen ich ansonsten wirklich alles erdenklich Unerfolgreiche wünsche. Ich bin raus, heute ohne konstruktiven Vorschlag. Davon gibt es genug in Sachen Regionalligareform, aber da halt den Bayern ja nicht ab, die eigene Hybris zur Schau zu stellen.
Wegen mir muss sich keiner Sorgen machen, Conejero. Ich fühle mich aber geehrt und mir gehts gut. Danke!
Manchmal muss eine Pause sein, wenn das genervt sein die Freude am Austausch überwiegt. Und so ging es mir in den letzten 1-2 Wochen.
Auf der anderen Seite bin ich auf etwas gestoßen, was in den weiten des Internets genau ausschließlich hier eine Chance hat gewürdigt zu werden; Fast jeder kennt ja die Bilder von dem Fußballstadion in der Slovakei, durch das ab und zu im laufenden Spielbetrieb eine Dampflock fährt.
Was ich bislang aber noch nicht kannte ist die Skisprung-Anlage in Schweden, bei der mitten im Hang einfach ein Bahnhof gebaut wurde. Und eine Tankstelle unter dem Auslauf. Herzlich Willkommen in Örnsköldsvik. Drauf gestoßen bin ich natürlich (!) durch ein Video von einem Deutschen, der mit seinem Elektroauto zum Nordkapp gefahren ist und den Hin- und Rückweg im Bewegtbild festgehalten hat. Weil er es kann.
Ansonsten ist nicht viel passiert:
– Die Islanders verpassen die Playoffs
– Die Mets verlieren alles
– die Alba Frauen verlieren erwartungsgemäß die ersten beiden Halbfinal-Spiele in Keltern
– TeBe wird durch die nun schon seit Anfang des Jahres anhaltende Unfähigkeit des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf gezwungen auf fremden Plätzen zu spielen.
Letzten Mittwoch wollte man das Spiel deshalb das Abstiegsduell gegen Schwerin verlegen, bis das Mommsenstadion wieder spielbereit ist. Fand der Fascho-NOFV gar nicht gut (auch Schwerin witterte die Chance auf eine Wertung durch den Verband) und zwang TeBe auf dem offiziellen Zweitplatz, einem einfachen Kunstrasen-Sportplatz auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage zu spielen. Dort konnte TeBe dann “Ausverkauft!” vermelden. Was allerdings genau 150 Zuschauer bedeutet, denn aus Sicherheitsgründen waren mehr nicht zugelassen. Das war bereits mit den Dauerkartenbesitzern erreicht, eine Abendkasse gab es nicht. Gästefans auch nicht. Ziemlich schwer da nicht schon aufgrund der Fixkosten kein großes Minus anzuhäufen, denn die angesetzten Schiedsrichter kamen natürlich aus: Sachsen.
Dazu fallen mir keine einleitenden Worte ein:
http://www.deichstube.de/news/werder-bremen-ex-marvin-ducksch-alkohol-am-steuer-stuermer-autounfall-verwickelt-birmingham-zr-94262125.html
Gibt doch immer noch nie gesehene Tore wie das 1:0 von England gegen Spanien, erstaunlicher Reflex von Russo (und auch erstaunlich, wie sich Putellas den halb selber reinlegt) – ich verlinke später.
Eva Lys jetzt 5:4 im 2. nach einem bis vorhin schon etwas trostlosen 2:6 1:4 gegen Paula Badosa.
@Denis
Schön, Dich zu lesen. Erlaube mir die Nachfrage, was hat Dich in den letzten Wochen genervt und was kann getan werden, dass die Freude wieder überwiegt?
Ein Uwe hingegen macht sich Sorgen um Bregalor.
Danke. Es ist so gut nachvollziehbar.
#Tennis
Eva Lys nun im 3. Satz
nunja, es gab auch schonmal qualitativ besseres Tennis als Lys-Badosa
Wir haben ein Spiel in Madrid.
und ganz schön Stimmung dazu.
Umlenker, ich war schon kurz davor, eine Sehempfehlung dafür hier auszusprechen. Wenn nicht gar einen Sehbefehl!
Égalité in Madrid
shit… :-(
@conejero
wenn das 1:4 ausgeht, dann habe ich einige Anliegen
was ein Spiel!
Von wegen Bologna. Meine Stadt ist heute Madrid.
Das Spiel im Wanda begeistert einen Alcides.
#Snooker
Der erste Judgement Day ist rum und es haben sich drei Youngstars für das Cruicible qualifiziert.
Antoni Kowalski wird der erste polnische Spieler bei der Snooker-WM, Stan Moody, der sich selbst aus dem Krankenhaus entließ um heute spielen zu können, und Liam Pullen sind weiter. Moody brauchte den Decider und gewann 10;9.
Ebenfalls weiter sind Matthew Stevens, Hassaei Vafaei, David Gilbert, Zhou Yuelong und Pang Junxu.
Morgen um 12 Uhr geht es weiter, Donnerstag morgen ist die Auslosung.
England bleibt die Meisterin des Ergebnisfußballs – das 1:0 gegen Spanien resolut über die Zeit verteidigt, wenn auch mit erheblicher Beteiligung von Hannah Hampton.
Das Abseits von Barca darf man live schon erkennen
Argh, ich finde, das sollte jetzt mal ein absichtlicher Rückpass sein :).
Was ein Powerplay von Barca.
Pool auf dem 2nd screen könnte sich da im Regen eigentlich gut noch zurückkämpfen. I would approve. Spielt aber immer gerade wahnsinnig ungenau, wenn ich hingucke.
So jetzt auch live dabei. Vamos, Atleti!
Hab gerade den Tag überflogen und die Meldung noch nicht gelesen:
RIP Roger Prinzen
Im Prinzenpark hingegen bald ein CL-Halbfinale: Paris führt in Liverpool.
Klares Rot!
jetzt noch 10 Minuten Schmerz verzerrt rumliegen und zwei Rudelbildungen und schon ist Halbfinale.
Turpins Assistenten mit sehr schwachen Entscheidungen heute
Ich bin positiv überrascht, dass da niemand rumliegt.
Insgesamt mag ich Atletico ja überhaupt nicht, aber es ist schon bewundernswert, wie die ihren einzigartigen Stil seit Jahren so erfolgreich spielen.
SLOT OUT!
Atletico im Prinzip doch auch favorisiert gegen Arsenal, oder? Weil 100mal abgewichster
So wie Arsenal zurzeit spielt, würde ich Atléti tatsächlich knapp favorisieren. Zunächst mal müssen aber London und München den Olympia-Grand-Slam (Embolado letzte Woche) perfekt machen.
Arsenal bzw. Arteta jedenfalls nicht sehr flexibel im Spiel beim Regieren auf Situationen.
Andererseits: sind eigentlich defensiv gut genug, um sich gegen Atletico nix zu fangen und es ist wegen der Standards immer ein bißchen ne Lotterie, gegen sie zu spielen. Form ist gerade grottig, aber das kriegt Arteta oft schnell wieder hin.
Erstmal ist ja auch morgen noch was.
Dann also rein in die NBA-Playoffs bzw. erstmal -ins. Los geht’s mit den heißen Hornets gegen die schwer einzuschätzende Überraschungstüte aus Miami.
Amazon mit Körner und Vogel am Start – top.
Vorm Spiel NBA.tv mit dem Dirkster – top.
Bin bei POR at PHX, aber verrate natürlich nix …
@veniat®
Klingt vieles richtig was Du schreibst. Ob der Föderalismus Schuld ist oder einfach nur die Egos der Verbandsfürsten?
Die Struktur ist hier wohl das Problem. Wenn anstatt der Verbände, die Vereine (Liga 1 bis 6) abstimmen dürften, hätte man zumindest eine direkte Wahl. Ob es dann zu der Reform kommt? Ich hoffe doch schon das die meisten Vereine den Sinn der Reform verstehen.
Wenn die Play-offs halten, was die ersten Play-Ins versprechen, werden das 2 tolle Basketball-Monate. Wer nur für ein Spiel Zeit hat: Sehbefehl für Charlotte!
Großartige condensed-Game-coverage bei nba.com mit einer kleinen Einschränkung: Sie zeigen nach wie vor fast keine Fehlwürfe, das heißt, man kann fast sicher davon ausgehen, dass ein Angriff erfolgreich ist
@ jan!: Ich würde dein “oder” in der Frage zu einem kausalen Konstrukt umfomulieren wollen. Meine Aussage ist daher “Weil es den Föderalismus auch in der Sportpolitik gibt, können die Egos der Verbandsfürsten überhaupt so eine Rolle spielen.” Genau das ist das Hauptproblem aus meiner Sicht. Je mehr machthierarchische Zwischenebenen man einzieht – und die gibt es eben naturgemäß im Föderalismus viel mehr als in einem zentralistischen System – desto mehr Akteure bekommen in Position mit Macht und Privilegien einen Platz. Genau diese besetzen Charaktere wie Drrainerkoch oder Frymuth, was zu den genannten Effekten (Machterhaltungstrieb vor allem anderen, Seilschaften/Vetternwirtschaft, Lobbyismus und Protektionismus) führt.
Oft kann man solche Situationen ja als “Henne-Ei”-Problem kaum auflösen, weil nicht klar ist, wer das Problem verursacht bzw. was geschehen muss, um es aufzulösen. Hier ist das aber nicht der Fall, denn hier werden Machtasymmetrien für das eigene Wohl genutzt komplett auf Kosten anderer. Der Westen und der Südwesten werden ihr Privileg des direkten Aufstiegsplatzes niemals freiwillig aufgeben, Bayern wird das absurde Privileg einer eigenen Regionalliga nur für sie niemals freiwillig aufgeben. Genau das sieht man ja aktuell: Frymuth im Westen ist laut, weil auch größere Vereine bis hoch zu Schalke 04 sich gegen ihn stellen, Südwest-Chef ist ruhig, weil die große Mehrheit der Clubs dort egoistisch keine Veränderungsnotwendigkeit sieht, und Bayern sieht die eigenen Felle davonschwimmen und haut daher aus der Not einen sog. “Vorschlag” raus, den selbst der Kicker komplett innerhalb von Stunden zu Recht zerreißt, bei dem aus jedem Kern die Verzweiflung schreit. Und das alles zu Lasten des Nordostens, der überhaupt erst alles in Gang gebracht hat und des Nordens, wo sich die großen Clubs (VfB Lübeck, VfB Oldenburg, SV Meppen und BSV Kickers Emden) einig sind, aber der eigene Verbandschef sich der Aussage enthält. Bei dem ist der Barsinghausener Nord-FV-Machtapparat aber bekanntermaßen so groß, dass schon diese Enthaltung als größtmöglicher Erfolg der Befürworter einer Reform gesehen werden muss. Mehr ist aus dem Amateurverband mit seinen Paradebeispielen, wie man als Provinzfürst seinen Sessel mit Klebstoff einreibt, bevor man sich selbst hinsetzt, nicht zu erwarten. Eine Reform wird immer gegen die eigentliche Meinung des eigenen Verbandschefs im Norden durchgehen müssen – genauso in West und Südwest.
Letztlich kann man am Beispiel der obersten deutsche Ligastruktur, die nicht zentral, sondern föderal in den Landesverbänden organisiert ist, exakt das sehen, was in der Politik in unserem Land aktuell passiert. Wir haben immer noch nach 26 Jahren keine “Wiedervereinigung” in der Form, dass naturgegeben und selbstversändlich die gedankliche Trennung West/Ost nicht mehr existiert. Inzwischen gehe ich soweit zu befürchten, dass auch mit mehr Generationen dazwischen dies nicht mehr erreichbar ist. Wir haben im September in Sachsen-Anhalt eine Landtagswahl, bei der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich eine rechtsextreme Partei klar die Mehrheit bekommt. Aktuelle Umfragen weisen aus, dass im Extremfall die SPD sogar unter 5 % rutschen kann, genauso wie ziemlich sicher auch Grüne und FDP. Das BSW kämpft noch um 5 %, aber der Trend ist eindeutig abwärts in Richtung unter 5 %. Die Zahlen geben also her, dass bei Berücksichtung derer, die über 5 % kommen, die AfD auf genauso viele Prozentstimmen kommt wie CDU und Linke zusammen. Anders formuliert: Es könnte eine absolute Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt geben. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen und alleine das sollte ALLE Alarmglocken schrillen lassen. Es ist kein Zufall, dass das im Osten das erste Mal so kommen könnte. Genauso war der Aufstieg der AfD aus den östlichen Bundesländern heraus kein Zufall vor einigen Jahren. Das sieht man schön an den Einfärbungen der letzten Bundestagswahlen. Diese Bauerfänger sammeln genau diese Unzufriedenen auf, die durchaus auch teilweise zu Recht unzufrieden sind. Wirklich jeder sollte absolut schockiert darüber sein, dass man eindeutig bei der Bundestagswahl 2025 am ” Zweitstimmenergebnis nach Wahlkreisen ” exakt sehen kann, wo die ehemalige Grenze zwischen Ost und West verlaufen ist – sogar innerhalb Berlins.
Worauf möchte ich hinaus? Ich behaupte, dass es in den Köpfen vieler Menschen nie eine echte Wiedervereinigung gegeben hat, in Ost und in West gleichermaßen, sondern wenn überhaupt eine Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland. Das gilt sicher nicht für alle Menschen, natürlich nicht, aber wenn man sich jenes verlinkte Wahlergebnis aus 2025 anschaut, dann kann das doch niemand in Zweifel ziehen, dass da einiges schief gelaufen ist und nie richtig korrigiert wurde. Weil es eben keine Vereinigung, sondern eine Angleichung war, entsteht doch zwangsläufig eine Art Minderwertigkeitskomplex bei einer ausreichend großen Zahl an Menschen, was sich in Blockadehaltung, Verzweiflung, Resignation und dann leichterer Radikalisierung ins andere Extrem ausdrückt. Und wenn die einzige Partei, die nennenswert zwischen den Extremen rechts und links in Sachsen-Anhalt existiert, ausgerechnet die CDU ist, deren damaliger Kanzler genau das zwar erreicht hat (was natürlich gut ist – nur um das mal zu sagen), aber beim WIE danach völlig versagt hat (#blühende Landschaften), macht es nur noch schlimmer. Selbst in Berlin gibt es alle Optionen leider, dass im September die AfD zweitstärkste Kraft wird – sie könnte auch nur fünft stärkste werden, so verworren sind die Verhältnisse im Schmelztiegel einer einzigen Stadt, die die Teilung noch heftiger erlebt hat als alle Menschen eh schon.
Führen wir das mal zurück in Richtung Sport: Wenn heute noch in Rostock die organisierten Fans von Hansa bei einem Drittligaspiel gegen den SV Meppen “Wessischweine” parolieren, was von nicht minder idiotischen “Ossischweine” von einigen der in knapp dreistelliger Zahl angereisten Fans aus dem fernen Emsland erwidert wird, dann kann man das als Folklore und normalen Austausch zwischen Fanlagern wegwischen. Mein Eindruck als jemand, der aus 30 m Entfernung in die Blicke aller Beteililgten rund um den schon legendär dämlich organisierten Zaun samt gestürmten Pufferblock, der den Hansa-Ultrablock vom Gästekäfig trennt, war aber mehr als Folklore oder etwas, das auch zwischen Mannheim und Meppen ausgetauscht würde/wurde. Warum wird denn mit einem teilsüffisanten Unterton heute noch “im Westen wirste doch nur beschissen” gerufen, und das mit durchaus ernst gemeintem und nicht wie hier ab und an humoristischen Hintergrund? Für mich klingt daraus im sportlichen Kontext genau dieselbe Antipathie gegen über dem Westen mit seinen Westclubs und dem DFB als Westverband, der den Osten nicht leiden kann, wie er in der Politik zu den Verhältnisse führt die man u. a. in Sachsen-Anhalt, aber auch Sachsen oder Thüringen sieht.
Und genau in diese Lage, wo fortwährend eine Art Minderwertigkeitskomplex bei einigen Menschen, die im Osten aufgewachsen sind und vieles erlebt haben inkl. der Wende, aber eben auch jüngere Generationen mit Jahrgang nach 2000. Und das muss allen Sorgen machen, denn es kann und darf nicht sein, dass wir alle als Gesamtland dies zulassen. Und in genau diese gesamtgesellschaftliche Situation des gefühlten, aber auch durchaus reellen asymmetrischen Verhältnisses, bei dem “der Westen” gegenüber “dem Osten” Vorteile hat und bewahren will, kommt die Situation rund um die Regionalligareform. Hier hat man beim Thema Fußball als monokulturistischem Leuchtturm, der alles andere deutlich in den Schatten stellt eine entsprechende Relevanz, weshalb man es nachvollziehbar sieht. Wie ich gestern schon schrieb hat Sport, und Fußball im Besonderen die Fähigkeit, Menschen aus verschiedenen Schichten zusammenzubringen, was in unserer Gesellschaft äußerst selten geworden ist. Und so entsteht der Effekt, dass nicht zwischen den gesellschaftlichen Schichten ein Konflikt entsteht, sondern innerhalb einer Region (sic!) ein Zusammenhalt zwischen diesen. Und in der Folge ein Konflikt mit anderen Regionen. Lokal/regional sind dass dann die vielzitierten “Ostderbys”, die “auf jeden Fall bewahrt werden müssen”, aber auch die Diskussionen um die faire Behandlung der Clubs, egal wo sie herkommen. Und genau die gibt es eben nicht, weshalb man zu dieser festgefahrenen Situation kommt, wo Protektionismus (West/Südwest) auf Hybris (Bayern), auf Kleinmachen (Nord) und Verascht-Werden (Nordost) stößt.
Und wenn dann die Machtverhältnisse komplett auf einem föderalistischen sportpolitischen System aufgebaut, das die historischen Effekte einpreist und damit automatisch die Verbände in den neuen Bundesländern benachteiligt, dann kann das eben nicht fair und balanciert sein. Der Osten ist wesentlich dünner besiedelt, es gibt weniger große Städte, er ist tendentiell ländlicher und daraus ergibt sich logischerweise die Konsequenz, dass es dort weniger Sportvereine gibt, weniger Spitzensport gibt. Es gibt doch einen Grund, wieso jenseits der Bundeshauptstadt mit immer einer gewissen Sonderrolle genau ein Verein in Liga 1 spielt (RB Leipzig). Und dass dieser “Verein” nun wirklich nichts außer standorttaktischen Entscheidungen bei Red Bull zu verdanken hat, ausgerechnet in Leipzig gelandet zu sein, ist jedem klar. Nur zur Erinnerung: Red Bull wollte 2008 den SV Meppen übernehmen [Anm. Leider Springer Paywall] samt Änderung des Logos und den Vereinsnamens, was wir direkt trotz äußert prekärer Lage ausgeschlagen haben, weil es bei uns ein moralische Rückgrat gibt. Sonst gibt es im Osten nur Dynamo Dresden, gerade Aufsteiger und im Abstiegskampf zu Liga 3, und den1. FC. Magdeburg noch darunter punktgleich mit dem Vorletzten. Der Osten ist in den ersten beiden Profiligen auch 26 Jahre nach der Wende nicht etabliert abseits eines internationalen Investorenkonstrukts, dem der Osten genauso egal ist wie einem Frymuth oder Drrainerkoch.
Stattdessen spielt sich der Ostfußball etwas in Liga 3 ab (Cottbus und Hansa vorne dabei, Aue nach langer Zeit quasi sicher abgestiegen) und eben ganz wesentlich der Regionalliga Nordost ab mit all den strauchelnden Traditionsclubs wie Erfurt, Chemnitz, Jena, und zahlreichen anderen. Und natürlich ist deshalb der Fokus so sehr auf einer fairen Behandlung in wenigstens dieser vierten Liga. Die gibt es nun aber bekanntlich nicht, sondern man muss den Umweg über eine Relegation gehen. Seit dem Beschluss 2019, ab 2022 den aktuellen Modus festzusetzen (als West und Südwest fix, die anderen drei rotierend), haben die OStvertreter so abgeschnitten:
2022: BFC Dynamo Berlin gegen Oldenburg -> Oldenburg gewinnt, Osten verliert
2023: Energie Cottbus – Unterhaching, nachdem Schwabl sich dann entschieden hatte, dass sie antreten -> Sieg Unterhaching, Osten verliert
2024: Direktaufstieg Nordost (Cottbus)
2025: Lok Leipzig – TSV Havelse -> Havelse setzt sich durch, Osten verliert.
Oder anders gesagt: Der Osten hat in ALLEN drei ausgetragenen Aufstiegsspielen seit der letzten Änderung den kürzeren gezogen und sich nie durchgesetzt. Die Gegner sind übrigens alle krachend direkt wieder abgestiegen oder sind gerade dabei, es zu tun (Havelse). Natürlich kann man jetzt hingehen und sagen, dass das halt Sport ist und der Osten selbst Schuld. Natürlich ist das Sport und natürlich kann man diese Spiele verlieren. Man muss ja nur mal in Mannheim beim Waldhof nachfragen. Aber es ist die (sport-)politische Aufgabe, für faire Rahmenbedinungen zu sorgen. Und die gibt es nicht, weil eine föderalistisch geprägte Dominanz strukturell den Westen bevorteilt und der sich als Erstes bis aufs Blut und im Zweifel natürlich bis zur kompletten Aufgabe anderer Teilnehmer schützt. Und das geht überhaupt NUR in diesem föderalistischen, dezentralen und dazu noch indirekten repräsentativen System. Daher wird sich das System nicht ändern und daher auch weder in der Politik noch dem Teilbereich Sportpolitik. Weil die Akteure, die es ändern könnten, es nicht wollen, und die, die es wollen, es nicht können. Und das ist eben mein großer Kritikpunkt am Föderalismus, hier mal im Detail am Beispiel der höchsten dezentralen Spielklasse im Fußball erklärt.
Als letztes steht natürlich noch im Raum, wieso nicht der Norden und Bayern dieselben Probleme haben wie der Osten und wieso die drei zu dritt nicht die Mehrheit stellen. Das ist natürlich schnell erklärt:
1. Im Osten kommen die beschriebenen strukturellen Nachteile voll zur Geltung (dünnere Besiedlung = weniger Sportvereine = weniger Einfluss des Ostverbandes in Deutschland gesamt). Da sind Bayern und Niedersachsen besser aufgestellt, ohne etwas dafür geleistet zu haben jenseits eines Strukturvorteils. Genau deshalb haben übrigens auch Nord und Bayern auf Grund der vielen gemeldeten Vereine einen weiteren DFB-Pokalplatz. Was dazu führt, dass man in Niedersachsen den unsäglichen, zweigeteilten Landespokal hat mit Liga3/4 zusammen und alles unterhalb Liga 4 separat, die jeweils einen Platz ausspielen. In Bayern hat man es so gelöst, dass (soweit ich es aus dem Kopf weiß) der Meister der Regionalliga Bayern automatisch im DFB-Pokal spielen darf. Zumindest wird der Meister also in jeder Saison irgendwie belohnt – was eben finanziell nochmal mehr für Vorteile sorgen kann.
2. Bayern weiß genau, dass ihre Privatliga ein großes Privileg ist, das sie nur dem überbordenden Einfluss von Drrainerkoch beim DFB zu verdanken haben. Daher sind sie per se nicht an einer Änderung interessiert, weil sie eigentlich nur verlieren können. Sie wollen nur in ihrem Bundesland agieren und der größte Affront ist maximal, dass Vereine selbst aus freien (!= freistaatlichen) Stücken es machen wie Bayern Alzenau. Einfach selbst das Kompassmodell für sich durchsetzen, weil sie sich dem hessischen Verband anschließen, da es wesentlich mehr Sinn ergibt. Das wäre natürlich genauso mit dem Nordosten von Bayern möglich, wo die Wege von Hof, Bayreuth oder Bamberg nicht zwingend weiter sind (oder definitiv nicht sind) als nach Oberbayern. Aber das kann man eben mit der bajuvarischen Hybris von (Sport-)Politikern nicht vereinbaren, weshalb man diesen Alternativ”vorschlag” aus der Schublade zieht aus Angst, dass trotz aller Versuche, die Reform auf anderem Wege zu torpedieren, diese könnte doch passieren. Was gibt es schließlich Schlimmeres, als die 1,5 h als SpVgg Bayreuth nach Zwickau oder Jena fahren zu müssen, wenn man stattdessen innerhalb von Bayern (B-A-Y-E-R-N !) auch 3,5 h nach Burghausen fahren kann.
3. Der Norden stellt sein Licht schon seit ich denken kann unter den Scheffel. Selbst als man den DFB-Präsidenten stellte, gab es keinerlei selbstbewussteres auftreten. Hier liegt es aber daran, dass man mit gleich zwei kleinen Stadt-Staaten-Bundesländern zwei Mikroverbände hat, die komplett andere Interessen und Ideen haben als die Flächenländer Niedersachsen und Schleswig Holstein. Natürlich beharren Bremen und Hamburg auf ihren Interessen, aber dass ein Team wie Dassendorf als Hamburger Serienmeister jetzt das erste Mal überhaupt aufsteigen kann/will, zeigt die Interessenskluft, die in dieser obersten Föderalliga zusammenprallen. Daher konnte Bayern die Privatliga durchbringen, während der Norden sich erstmal im subföderalen Klein-Klein von vier Landesverbänden mit komplett gegenteiligen Interessenslagen selbst auffrisst in Organisation und Zwischenebenen (Stichwort NFV (nur Niedersachsen Nord-FV (alle vier Verbände). Hier kickt der Nachteil des Föderalismus also gleich mit noch mehr Unterebenen rein durch diese Zwischenlogistik, die man erstmal ganz in Ruhe über mehrere Saisons im Sporthotel zu Barsinghausen aus”diskutieren” muss.
Und somit bleibt nur das, was wir jetzt sehen in Bezug auf die Regionalligareform als sportliche Ausprägung dessen, was gesamtpolitisch in diesem Land nachweislich inzwischen nicht nur inhaltlich, sondern eben vor allem strukturell schief läuft: ein krachend gescheiterter Föderalismus
Konkrete Parallelen sind:
– Gegeneinander der Landesverbände -> Gegeneinander der Bundesländer
– Was als positiver Wettbewerb und als gesundes Korrektiv und “aus der Vergangenheit lernen” gut und richtig gedacht ist, ist faktisch gescheitert. Es herrscht alleine ein Trieb des Vorteilbewahrens beim in Kauf genommenen Gang über (sportliche/politische) Leichen, der unser Land insgesamt gegeneinander ausspielt zu Lasten der Schwächeren. Das gilt gesamtdeutsch, aber leider wie die Wahlergebnisse als Konsequenz zeigen auch zwischen West-Ost. Ein Jens Spahn würde sich perfekt mit einem Peter Frymuth versehen. Ein Markus Söder ist vermutlich auf Du und Du mit Drchristophkern.
Dystopische Zukunft:
Es wird sich gar nichts ändern, man wird sich vertagen und bewahren mit der West-Mehrheit samt Bayern. Der Streit darum wird die Lager noch weiter Spalten und die beschriebenen Effekte werden sich noch mehr zeigen und man noch mehr das Gefühl eines Klaasenkampfes. Logisch Analogie wäre dann, dass sich der Ostverband mangels anderer Chancen irgendwann vom DFB abwendet, wie auch immer das möglich sein kann. Übertragen auf die Politik ist klar, was das hieße.
Meines Erachtens richtiger Weg:
1. Änderung der föderalistischen Strukturen mit einhergehenden Machtasymmetrien und mehr Macht für den Bundestag, der nicht mehr nur eine Instanz ist, die exakt diese Asymmetrien aus den Bundesländern zu einem zentralen Organ hochreicht. Sondern ein autarkerer Bundestag – wenigstens so, besser noch deutlicher zentral organisieren mit dem Weg nach unten von oben, nicht von unten nach oben. Das “Oben” wird aber natürlich direkt von “unten”, also den Vereinmitgliedern gewählt ohne Zwischenebene. Damit müsste “ganz oben” nämlich aus eigenem Interesse dem “ganz unten” zuhören, statt sich mit dem Verbandschef gut zu stellen, der sich wiederum mit dem Vertreter Westfalen-Lipp gutstellt, der sich wiederum mit dem Kreisvertreter Herne-Eickel nicht so gut versteht…
2. Den strukturellen Nachteilen des Osten Rechnung, indem die Sportpolitik auf Bundesebene die Rahmenbedingungen schafft. Also dem nachkommt, was Politik in der Demokratie eigentlich machen sollte. Das heißt ganz konkret: Hansa Rostock muss ziemlich weit durch die Republik fahren zu den meisten Auswärtsspielen. Wehen Wiesbaden hat als zentral gelegener Verein mit perfekter Anbindung in alle Richtungen und über alle Verkehrsmittel hinweg geographische Vorteile. Dafür kann Wiesbaden nichts, Rostock aber auch nicht für die Nachteile. Daher wäre in einem zentral organisierten Land völlig sinnvoll, dass man diesen Kostenfaktor bespielt. Im Föderalismus wird das nie passieren aus genanntem Egoismus heraus. Wäre aber ein echter nichtföderaler Verband für die Durchführung der Regionalligen verantwortlich, wären das komplett logisch Vorschläge:
a) Man macht das Kompassmodell, um vor jeder Saison per se die Reisekosten durch bestmögliche Ligenzusammenstellung zu koordinieren. Da spielt dann rein, dass es zwar theoretisch von Meppen nach Bremen oder Hamburg ein kurzer Weg ist, praktisch aber alles gen Süden via A31 oder mit der Bahn, also Lotte, Oberhausen/Duisburg/Essen/NRW generell viel leichter erreichbar ist. Genauso gilt das natürlich für das BayreuthZwickau/Jena-Beispiel und alle anderen.
b) Man eben die Fahrtwege nimmt und dann mit einem Schlüssel einen geographischen Ausgleich hat. Naturgemäß bekäme Hansa Rostock dann genauso wie Wacker Burghausen oder Erzgebirge Aue mehr Ausgleichsgeld aus einem Gesamttopf als Wehen Wiesbaden oder Viktoria Köln. Es geht hierbei in keiner Weise um eine Bevorteilung von Hansa Rostock und Co., sondern eine zweckgebundene und auf Nachweis genau dokumentierte Ausgleichszahlung für Mehr-Reisekosten (+mehr Übernachtungen), um alle diesbezüglich gleich starten zu lassen. So würde man einen strukturellen Nachteil rausnehmen, fairere Rahmenbedingungen schaffen und den Sport dennoch im Vordergrund lassen. Ganz nebenbei würde man plötzlich dafür sorgen, dass selbst die teilweise durchaus “herausfordernden” Fans wie eben die von Hansa Rostock vielleicht weniger Grund haben, “Wessischweine” und Wessi-Verschwörungen zu rufen, weil man eben zumindest zeigt, dass einem (einer zentral nichtgeklüngelten Dachorganisation) alle Ecken der Republik gleich bedeutsam sind. Und so hast du plötzlich eine Übereinstimmung von Menschen aus Rostock und Burghausen. Und keine in Köln hat dadurch einen Nachteil, da eben nicht wie beim Soli anlasslos Geld fließt und dazu nur in den Osten, was direkt Ost-West-Konflikte schürt.
Es ist nicht so schwer, aber das Problem ist einfach, dass es für mich undenkbar ist, wie dieses machtgetriebene, föderalistische, partikularverbandsgetriebene System verändert werden könnte. Es bräuchte einen großen Knall und eine große Reform, die es aber nicht geben wird. Genauso wenig wie eine echte Gesundheitsreform in der echten Politik. Stattdessen gibt es im Sport den Schwachsinn eines Kern und in der echten Politik den Schwachsinn von Kern-Energie.
Ich habe fertig und bin inzwischen schon wieder so genervt, dass ich mich bis auf Ausnahmen zu Spielen des SVM und der Regio Nord (siehe heutiger Tagesthread) erstmal weitestgehend zurückziehe.
Es sind mittlerweile 36 Jahre, lieber veniat!
Ansonsten viel Zustimmung. Man muss natürlich auch bedenken, dass der Osten insgesamt immer noch abgehängt ist. Kein DAX-Unternehmen hat dort seinen Sitz.
Es gäbe eine (zu?) einfache Lösung. 5 Regional-Ligen, 5 Aufsteiger in die, 5 Absteiger aus der 3. Liga. Letztlich egal, ob die 3. Liga 20 oder 22 Teams hat. Ist nicht gewünscht, keiner der Ablehnungsgründe ist für mich ansatzweise nachvollziehbar angesichts der Riesenvorteile, die das mit sich bringen würde. Respektive der zum Zeit esäxistenz-gefährdenden Nachteile des Status Quo.
Ein Ostteam gibt es schon in der ersten Liga. Und ich meine nicht Leipzig…
@Münchener Löwe: 36 Jahre, logisch. Weil ich von Jahrgang 2000 schrieb an einer Stelle, hatte ich von da gerechnet.
@MarioP: Korrekt. Union hatte ich nicht einberechnet gedanklich, weil Berlin einfach nochmal so besonders in seiner Rolle zwischen Ost und West. Aber natürlich ist Union ein Ostdeutscher Fußballverein, ohne Frage.
@veniat
Auch von mir viel Zustimmung.
Nur bei einer Sache wirklich Widerspruch:
Stichwort “Länderfinanzausgleich”
Praktische Anwendung bspw 3.Liga wäre, wenn x% der TV-Gelder anteilig so verteilt wurden, dass in einer Saison alle den gleichen finanziellen Aufwand für die Gesamtkosten der Auswärtsspiele hätten.
Just my 2 Cents