176 Comments

Dienstag, 18.11.2025

Guten Tag. Ich bin ein Platzhalter, an dem bis heute niemand nichts ergänzt hat.

Listing

Übertragung für den hinzufügen+
Dies ist ein Versuch das legendäre Listing von allesaussersport.de zu ersetzen. Eine Maschine liest Sendungen aus. Die Leserinnen dürfen diese ergänzen. Mit Doppelklick auf eine Sendung kann ein Kommentar hinzugefügt werden.
Die Auswahl ist vollkommen unvollständig. Ein Tag geht von 6:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Die Machine wird trainiert, wird aber nie perfekt sein. Das Listing hier zerstört sich in dem Moment selbst, in dem dogfood wieder Zeit für allesaussersport.de findet. Eine Vorschau über den aktuellen und den Folgetag hinaus gibt es hier. Dort können außerdem Wünsche und Anmerkungen hinterlassen werden.

176 comments

  1. Bregalor

    Guten Morgen,

    Fußball

    Qualifikation Weltmeisterschaft 2026
    Gruppenphase

    Gruppe B
    20:45 Uhr
    Kosovo – Schweiz
    Schweden – Slowenien

    Gruppe C
    20:45 Uhr
    Belarus – Griechenland
    Schottland – Dänemark

    Gruppe E
    20:45 Uhr
    Bulgarien – Georgien
    Spanien – Türkei

    Gruppe H
    20:45 Uhr
    Österreich – Bosnien-Herzigowina
    Rumänien – San Marino

    Gruppe J
    20:45 Uhr
    Belgien – Liechtenstein
    Wales – Nordmazedonien

    Qualifikation U21-Europameisterschaft
    Gruppenphase
    u.a.
    Georgien – Deutschland

    U17-Weltmeisterschaft
    Achtelfinale

    13:30 Uhr
    Italien – Usbekistan
    Uganda – Burkina Faso
    14:00 Uhr
    Mexiko – Portugal
    14:30 Uhr
    Brasilien – Frankreich
    15:45 Uhr
    Schweiz – Irland
    16:15 Uhr
    Nordkorea – Japan
    16:45 Uhr
    Marokko – Mali
    Österreich – England

    Tennis

    Davis-Cup
    Viertelfinale

    Frankreich – Belgien

    Basketball

    Eurocup
    Gruppenphase 8. Spieltag
    u.a.
    19:00 Uhr
    KK Buducnost – Ratiopharm Ulm
    20:00 Uhr
    Trento – Niners Chemnitz

    Champions League
    Gruppenphase 5. Spieltag
    u.a.
    18:30 Uhr
    MLP Academics Heidelberg – Promitheas Patras

    FIBA Europe Cup
    Gruppenphase 6. Spieltag

    NBA
    Regular Season

    01:00 Uhr
    Orlando Magic – Golden State Warriors
    01:30 Uhr
    Atlanta Hawks – Detroit Pistons
    Brooklyn Nets – Boston Celtics
    02:00 Uhr
    San Antonio Spurs – Memphis Grizzlies
    Los Angeles Lakers – Utah Jazz
    05:00 Uhr
    Portland Trail Blazers – Phoenix Suns

    Handball

    European League
    Gruppenphase 4. Spieltag

    18:45 Uhr
    Fernecvaros Budapest – mT Melsungen
    IK Savehof – TSV Hannover-Burgdorf
    THW Kiel – BSV Bern Muri
    20:45 Uhr
    SG Flensburg-Handewitt – Potaissa Turda

    Eishockey

    Champions League
    Achtelfinale Rückspiel

    17:30 Uhr
    Rauman Lukko – Storhamar Dragons (3:2)
    18:00 Uhr
    Kometa Brno – Lulea HF (1:6)
    Sparta Prag – EV Zug (0:6)
    19:00 Uhr
    Frölunda HC – Grenoble (3:1)
    19:45 Uhr
    SC Bern – Brynäs IF (2:1)

    NHL
    Regular Season
    01:00 Uhr
    Detroit Red Wings – Seattle Kraken
    Tampa Bay Lightning – New Jersey Devils
    Toronto Maple Leafs – St. Louis Blues
    02:00 Uhr
    Dallas Stars – New York Islanders
    Winnipeg Jets – Columbus Blue Jackets
    02:30 Uhr
    Chicago Blackhawks – Calgary Flames
    04:00 Uhr
    San Jose Sharks – Utah Mammoth
    Vegas Golden Knights – New York Rangers

    Volleyball

    CEV-Pokal
    Runde 2 Rückspiel

    18:00 Uhr
    MAV Elore SC – TSV Giesen (2:3)

    Beachvolleyball

    Weltmeisterschaft
    Runde der letzten 32 Männer und Frauen

  2. Uwe

    Guten Morgen, Bregalor.
    An Deinem Reisebericht “deutsche N11 in Leipzig” arbeitest Du sicher noch.
    Ein Uwe ist schon sehr gespannt.

  3. neuronal

    Bißchen WM-Playoff-Beachvolley am Morgen – Paul/Kunst haben ihren Lauf fortgesetzt und sind im Achtelfinale. Die Schweden Ahman/Hellvig haben vom dritten Platz aus die polnischen Gruppensieger weggeschossen (das haben sie schon bei Olympia so gemacht, bis zur Goldmedaille).

    Müller/Tillmann wackeln im Moment beträchtlich gegen Orsa Toth/Gottardi, der erste Satz ist schon mal zu schnell weg.

  4. neuronal

    Tillmann prallt zweimal hart an Gottardis Block ab, 22:24 im 2., the end. Zweiter Satz war ganz ok, aber es war nicht das Turnier der beiden.

    Bock/Lippmann sind um 9:30 dran, ihre Gegnerinnen aus NZL haben genau dieses ITA-Team in der Vorrunde geschlagen.

  5. Bregalor

    Hallo Uwe, der Part “Betriebsstörung zwischen Erfurt und Weimar” der heute noch dazu kommen wird, soll nicht unerwähnt bleiben, daher verzögert sich der Reisebericht noch.

  6. RugbyLeaguer

    Ergebnisse Autum Internationals

    Italien vs Südafrika 14-32
    England vs Neuseeland 33-19
    Wales vs Japan 24-23
    Frankreich vs Fidschi 34-21
    Irland vs Australien 46-19
    Schottland vs Argentinien 24-33

    England gewann erstmals seit 2019 wieder gegen die AllBlacks. Seit 2012 war es auch wieder der erste Heimsieg.

    Den ersten Heimsieg seit 2023 konnte auch Wales wieder verbuchen. Mit dem letzten Kick konnte man das Spiel noch gegen Japan gewinnen

    Für Irland war es der bisher höchste Sieg gegen eine australische Auswahl. Diese musste im dritten Spiel, die dritte bittere Niederlage hinnehmen.

    Argentinien mit einem ganz starken Comeback. Nach 45 Minuten lag man gegen die Schotten mit 0-21 zurück. In der 64. Minute führte die Schotten noch mit 24-12. Danach erzielten die Pumas drei Versuche und gewannen das Spiel. Es war der erste Sieg auf schottischen Boden seit 2009.

    Weitere Ergebnisse:

    Georgien vs Kanada 38-17
    Portugal vs Hong Kong 58-12
    Rumänien vs USA 18-26
    Spanien vs England A 25-29
    Uruguay vs All Blacks XV 21-45 (in Beziers, Frankreich)

  7. RugbyLeaguer

    Heute stehen die beiden letzten Spiele des finalen Qualifikationsturnieres zur WM an. Dabei trifft Namibia auf Brasilen, während sich Samoa und Belgien messen.

    Nach der überraschenden Niederlage Namibias gegen Belgien wird die WM erstmals seit 1999 ohne die Afrikaner stattfinden.

    Das Match zwischen Belgien und Samoa ist dann auch das Endspiel. Der Sieger fährt zur WM. Für Belgien wäre es die erste WM-Teilnahme und ein Riesenerfolg. Allerdings ist man gegen Samoa Außenseiter.

    Beide Spiele gibt es ab 14:00 Uhr auf „Rugby Pass“ kostenlos. Nur eine kurze Anmeldung ist nötig.

  8. RugbyLeaguer

    Gestern wurde auch der Spiel der „World Rugby Nations Championship“ veröffentlicht. Dies ist ein vom Weltverband geführter neuer, nicht unumstrittener Wettbewerb. Waren die bisherigen Touren Mitte und Ende eines Jahres ohne großen sportlichen Wert, reine Test- bzw Freundschaftsspiele, ändert sich diese nun.

    Die Nations Championship soll in den Jahren, ohne WM oder Lions-Tour ausgetragen werden. Also in der Regel alle 2 Jahre. Im Juli 2026 geht es los.

    Wie bisher fliegen dann die europäischen 6-Nations Länder in den Süden. Aber wie bisher nur gegen ein Land, in einer Match Serie zu spielen, trifft man in drei Wochen auf drei verschiedene Gegner.

    Im Herbst 2026 reisen dann die südlichen Länder (und Japan) wie gehabt nach Europa und bestreiten ebenfalls drei Matches.

    Den Abschluss bildet dann ein Turnier in London, in dem der Sieger gekührt wird

    Die Teams der „Championship Division“ sind in zwei Gruppen eingeteilt. Hier hat man seiner Kreativität freien lauf gelassen und eine „Northern Hemisphere“ mit England, Schottland, Frankreich, Wals, Italien, Irland gebildet, sowie eine „Southern Hemisphere“ mit den Ländern Neuseeland, Argentinien, Südafrika, Australien, Japan und Fidschi gebildet.

    Für die Europäer heißt es im Juli Flugkilometer sammeln. Irland wird z.b sein erstes Match in Australien bestreiten, bevor es eine Woche später nach Japan geht und zum Abschluss nach Neuseeland. England hat sein erstes Match in Südafrika, dann gegen Fidschi und zum Abschluss geht es nach Argentinien.

    Am Ende spielen die beiden letztplatzieren gegeneinander, dann die beiden vorletzten. Bis die beiden erstplatzierten jeder Division das Endspiel in Twickenham bestreiten.

    Spiele innerhalb der Divisionen wird es nicht geben. Dafür gibt es weiterhin das 6-Nations, bzw die Rugby Championship.

    Aber es gibt quasi eine „zweite Liga“ . Diese nennt sich „World Rugby Nations Cup“. Auch hier gibt es zwei Gruppen.

    Gruppe A bilden Portugal, Spanien, Georgien, Rumänien, Simbabwe , Hong Kong. In Gruppe B wurden die USA, Chile, Kanada, Tonga, Uruguay und Belgien/Samoa eingeteilt.

    Der genau Spielplan steht noch nicht fest. Wird wohl erst festgelegt, wenn man den Sieger aus dem Spiel Belgien vs Samoa kennt.

    Kenner haben bestimmt erkannt, dass alle Länder in diesem Wettbewerb auch an der WM 2027 teilnehmen Es im Prinzip vorgezogene WM Spiele sind. Sportliche bestimmt eine gute Idee. Gerade die Teams im „Cup“ können sich jetzt mehr messen. Könnte eine gute Vorbereitung für diese Teams im Hinblick auf die WM sein.

    Ab der dritten Ausgabe der World Rugby Nations Championship, im Jahr 2030 soll es dann einen Auf- und Abstieg zwischen der Championship Division und dem Nations Cup geben. Ob weitere Länder die Möglichkeit haben in den Nations Cup zu kommen, steht noch nicht fest.

  9. neuronal

    Schöner Sieg für Bock + Lippmann, sah sehr stabil aus am Ende (mehr hab ich nicht gesehen).
    Im Achtelfinale warten… ach nö, Orsi Toth / Gottardi, muss das sein? (Ja, da hätten sonst auch schon wieder Müller/Tillmann gewartet.) Naja.

  10. neuronal

    Wemby: zwei bis drei Wochen Pause mit Wadenzerrung (Spurs sind vorsichtig wg. Achillessehne nach den traurigen Playoff-Ereignissen im Frühling)

  11. Conejero

    Wemby scheint ein Reus zu sein:
    Begnadetes Talent, aber der Körper kommt da nicht so wirklich mit.

  12. Hotte

    Aus Krankheitsgründen muss ich leider meine Tour zum Deutschen Fussballmuseum und den Stadien in Dortmund und Gelsenkirchen absagen. Das ist natürlich nicht so wichtig, um das hier reinzustellen. Aber es gibt da den Vergleich zwischen dem BVB und S04.

    Für beide Stadien hatte ich nämlich am Wochenende online jeweils eine Tour vorgebucht. Für die Bierarena reichten ein paar persönliche Angaben und bezahlen muss man erst vor Ort. In der Bestätigungsmail ist ein Link enthalten, falls man den gebuchten Termin ändern oder stornieren will. Also konnte ich meinen heute ohne großen Aufwand absagen. Ach ja, als eine Art Ticket gilt die beschriebene Mail und Geld habe ich nicht bezahlt.

    Für einen Besuch im Versicherungsstadl dagegen musste ich einige Angaben mehr machen und habe nun zwangsweise (vorübergehend) einen BVB-Account. In der Bestätigungsmail wurde ich aufgefordert, das beigefügte Ticket auszudrucken und beim Eintritt vorzulegen, wobei man das Ticket wohl auch als e-Ticket nutzen kann (was jedoch nicht konkret beschrieben wird). Das ebenfalls gebuchte Ticket für das Borusseum dagegen muss auf jeden Fall ausgedruckt sein, um in dieses Museum zu kommen. Und im Gegensatz zu S04 kann ich die Tickets nicht stornieren, so dass ich nun das Geld krankheitsbedingt abschreiben muss.

    Fazit: Jetzt ist mir klar, warum der BVB mehr Umsätze hat als S04 und wie man sich Kunden und dessen Geld sichern kann. Kein Vorwurf, sondern nur meine nun gemachte Erfahrung.

    Und damit gebe ich ab an die Gesunden hier.

  13. Das war glaube ich hier noch kein Thema:

    Davis-Cup: Carlos Alcaraz hat seine Teilnahme an der Finalrunde des Nationenturniers kurzfristig abgesagt. Der Weltranglistenerste laboriert an einem Ödem im rechten Oberschenkel und kann “auf medizinische Empfehlung” nicht antreten, das teilte der US-Open-Champion bei Instagram mit.

    Wurde ja bereits die Tage gemunkelt.

    Zverev ist nun das einzige Top 15-Spieler im Einzel, der am Davis Cup Finale teilnimmt.

  14. Franzx

    dasdo, hast Du Lorenzo Musetti vergessen? Australien und USA sind ja trotz Bestbesetzung in der letzten Runde ausgeschieden, d.h. z.B. Fritz und de Minaur konnten sich mit ihren Teams nicht qualifizieren.

    Ich bin morgen bei Italien vs. Österreich, am Donnerstag bei Spanien vs. Tschechien und Deutschland vs. Japan und am Freitag beim ersten Halbfinale. Für die Partien ohne italienische Beteiligung gibt es noch massig Karten.

  15. Nein, tut er nicht.

    “Wir haben beschlossen, dass ich aufgrund meiner körperlichen Verfassung und meiner familiären Situation nicht am Davis Cup teilnehmen werde”, sagte Musetti, der in wenigen Tagen Nachwuchs erwartet: “Natürlich bin ich sehr enttäuscht und bedauere das sehr.” Italien trifft im Viertelfinale auf Österreich.

  16. Franzx

    Kommando zurück, hatte die Absage nicht mitbekommen (sorry); damit hat Österreich sogar eine recht realistische Chance mit dem zweiten Einzel und dem Doppel.

  17. Franzx

    Münchner Löwe, Rodionov und Neumayer haben in der vorherigen Runde in Ungarn Maroszan und Fucsovics in den Einzeln besiegt, die beide in der Weltrangliste vor Berrettini stehen. Klar, gegen Musetti und Cobolli (mit dem Doppel in der Hinterhand) wäre die Chance bei max. 10 % gelegen, jetzt ist man zumindest bei 25 % (und tatsächlich sehe ich hier die Chance bei Rodionov höher als bei Misolic, auch wenn Cobolli in der Halle nicht wirklich gut drauf war).

    Nach der Absage von Alcaraz ist Tschechien für mich klar favorisiert gegen Spanien, ebenso Frankreich gegen Belgien. Deutschland gegen Argentinien sehe ich auch als Favoriten, wenn auch nicht so klar wie das teilweise in den Medien dargestellt wird. Bin gespannt, ob Kohlmann Struff oder Hanfmann im zweiten Einzel aufstellt. Bis zum letzten Challenger in Lyon hätte ich fast Hanfmann, der einen super Herbst hatte, aufgestellt. Jetzt wird es vermutlich doch Struff, der den Einsatz auch verdient hätte.

  18. neuronal

    Sonego ist auch noch im Team bei Italien.

    Die Tschechen sehen nicht ungefährlich aus in der Tiefe, mit Lehecka, Mensik und Machac (der auch gut Doppel kann) vor Ort. Sind aber auch drei Wundertüten.

  19. Ich werde sicherlich die Tage mal reinschauen. Durch die Absagen von Sinner und Alcaraz scheint mir der Cup ziemlich offen zu sein und mein Interesse hat direkt zugenommen :-).

    Vielleicht gibt es mal einen Überraschungserfolg von Belgien… oder Deutschland?

  20. Franzx

    Für mich spricht einiges für ein Finale Frankreich gegen Tschechien (Tschechien dürfte um einiges unangenehmer für Deutschland sein als Spanien).

    Aus rein egoistischer Sicht wäre ich natürlich am Freitag für ein stimmungsvolles Halbfinale Frankreich gegen Italien.

    Der Kartenverkauf für heute und Donnerstag (ohne italienische Beteiligung) ist aber wirklich extrem mau.

  21. Franzx

    die TV Situation ist natürlich komplette Grütze. Der Tennis Channel ist ja in Deutschland praktisch abgewickelt (gibt auch keine eigene Redaktion mehr), daher wird vermutlich wie beim BJK nur noch das World Feed durchgeschleift. In Österreich hat sich zumindest der ORF für den Mittwoch eine Sublizenz geholt und überträgt auf ORF 1.

    Dass aber der Tennis Channel in DEutschland keine Sublizenz erteilt hat (oder es kein Interesse von Seiten Sky, Joyn, Discovery, Sport.Europe oder DAZN gab), ist schon ziemlich määäähh.

  22. Mir reicht der World Feed und von mir aus eine Übetragung via YT.

    Aber für mich gehören die Turniere der ITF (Davis Cup, Fed Cup, Hopman Cup und gerne auch der Orange Bowl) einfach in die Übertragungs-Pakete der ATP / WTA.

    Es ist mir als Zuschauer auch komplett egal, wer und welcher Verband irgendwas organisiert oder überträgt.

  23. alex

    Der Davis Cup ist doch Geschichte. Meine Schwester ist im Tennis Verein und dort gab es jedes mal ein “Public Viewing” bei Davis Cup. Selbst bei Spielen ohne Deutschland. Nun schaut es wirklich gar keiner mehr an, weder im Vereinsheim noch Privat.

  24. Sehr schön!

    Beglien führt im Davis Cup – Collignon gewinnt gegen Moutet. Letzterer fliegt mit seiner gezeigten Arroganz heute nicht grundlos auf die Klappe.

  25. RugbyLeaguer

    Erwartungsgemäß hat sich Samoa als letztes Land für die Rugby Union Weltmeisterschaft qualifiziert.

    Es war allerdings knapp. Belegten erkämpft sich im entscheidenden Spiel ein 13-13.

    Samoa hatte damit das Turnier mit einem Punkt Vorsprung gewonnen. Ausschlaggebend war der Try Bonuspunkt

  26. Hotte

    90+16 = Irak

    In der 16. Minute der Nachspielzeit verwandelt der Irak einen für mich zweifelhaften Handelfmeter zum 2:1 und erreicht damit das Interkontinentale Quali-Turnier.

  27. trempot

    In Irland läuft heute Wales – Nordmacedonien auf TWO und Schottland – Dänemark auf THREE

  28. Koepperner

    Heute sind wir doch alle Österreicher.

    Man denke nur an dem armen Franz Ferdinand.

  29. Bregalor

    Flensburg-Handewitt – Potaissa Turda…aber auch noch weil ich mich noch erfolgreich gegen die Preise von DAZN wehre

  30. Uwe

    @Bregalor
    Berni sei Dank kann man nun den Datzn aktuell für 9,99 € im Monat ein Jahr lang kaufen. Danach dann 24,99 €, falls die Kündigung vergessen wurde.

    Nur so als Service-Nachricht.

  31. Belgien gewinnt auch das 2te Einzel. Frankreich damit besiegt und den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht.

    Passend zur EM Quali fertig. Auch hier läuft Schottland bzw. Österreich via DAZN.

  32. Zweimal spielt übrigens rot gegen blau. Einmal bin ich für die roten (Österreich), einmal für die blauen (Schottland). Mein armes Hirn.

  33. Hotte

    @Münchner Löwe:

    Und dann noch, dass die eine Deiner Mannschaften auf das rechte Tor und Deine andere auf das linke Tor spielt (es sei denn, das ORF zeigt ein anderes Bild). Echt herausfordernd.

  34. Konni!!!

    VAR nimmt zurück wg. eines angeblichen Fouls weit vor dem Torschuss bei der Balleroberung eine halbe Minute davor. Das ist absurd!

  35. Franzx

    die Servus Kommentatoren sind erstaunlich fair, was man vom Servus Schiriexperten Lutz Wagner nicht sagen kann, der wieder mit der glasklaren Fehlentscheidung kommt.

  36. Franzx

    Chefren, das Schirimastermind hinter dem Blog Law 5 sieht den Eingriff als falsch an. Da bin ich bei ihm, Pinheiro sieht den Zweikampf auf dem Feld, lässt sofort weiterspielen und fordert den Spieler Bosniens noch auf, aufzustehen und nicht so theatralisch zu sein. Für mich ein Paradefall dafür, dass der Schiedsrichter die Situation wahrnimmt, sie in der Originalgeschwindigkeit vertretbar einschätzt und dann von einem übereifrigen VAR zurückgepfiffen wird. Dafür ist der VAR nicht gemacht.

  37. Franz, was ist mit der glasklaren Fehlentscheidung falsch. Immerhin stand der Schiri direkt daneben und hat nichts gepfiffen. Und hat dann ewig gebraucht, bis er revidiert hat.
    Und es steht wahrscheinlich nirgends explizit in den Regeln, aber je weiter weg (räumlich und zeitlich) das Vergehen vom Torschuss her ist, desto klarer muss es sein.

  38. Franzx

    Münchner Löwe, ich bin ja bei Dir. Für mich niemals ein Fall für den VAR oder wie es Chefren sagt:”…I think Pinheiro was in a good position to see it. It looked like he was about to whistle (it happens very often in his games), then he played on. But he saw wha had happened, then why allowing game to continue? Once taken this decision, he should have confirmed it at monitor, otherwise, if the OFR is correct, must be assessed as very big on field mistake by the Portuguese referee.,,”

  39. neuronal

    Ultrasofte gelb-rote Karte für Kristensen, ein Hauch von Konzessionsentscheidung.

  40. Embolado

    Aber eher ein sehr limitierte Zweitligist (Ö) gegen einen destruktiven Regionalligisten mit ein paar einst sehr guten Spielern, die ganz selten gefährlich werden können.

  41. Franzx

    weiterhin erstaunlich faire und objektiv Doppelkommentierung im AUT-Fernsehen. Auch ein durchaus denkbarer Elfmeter wurde nicht groß kommentiert.

    Aber schon erstaunlich wie der bosnische Bus da weiterhin sicher parkt.

  42. neuronal

    Na ja, ästhetisch unbefriedigendes Tor in Wien.

    Bin gerade erst rein, aber die Schotten spielen so wie die 1:16 Schüsse es nahelegen. Auch die Überzahl hat bis jetzt nicht viel gebracht.

  43. neuronal

    Shankland wird von der BBC umstandslos zum Nationalhelden erklärt, dabei hätte er genauso gut zurückziehen können.

  44. Hotte

    Wenn ich diese beiden Nervenschlachten sehe, bin ich ja froh, dass „uns“ das gestern erspart geblieben ist.

  45. Franzx

    ich bin ehrlich, ich gönne es dieser österreichischen Generation um die so unterschiedlichen Typen Arnautovic, Alaba, Sabitzer und Laimer sehr, dass sie nach zwei Europameisterschaften jetzt auch eine WM mitspielen dürfen.

  46. Hotte

    Was haben Norwegen, Österreich und Schottland gemeinsam? Letzte WM-Teilnahme war 1998. Schön, dass sie wieder mal dabei sind.

  47. neuronal

    Der eloquente BBC-Kommentar gerade beim 4:2: “Shoot” (heiser) “Shooot” “Waaaaahhhh”

  48. Ex-Michael

    SCOTTTTTLAAAAAAAND! Geil, dass die es geschafft haben.
    Was für ein Ende da in Glasgow! Was für tolle Tore auch!
    (hätte die 20 ihren Fuß nicht reingehalten, wäre sogar noch eine direkt verwandelte Ecke dabei gewesen)

    Und Österreich packt’s auch noch, hätte ich nicht erwartet, dachte, die sterben wieder in Schön- und Dummheit.

    Leider kriege ich so langsam doch richtig Lust auf diese WM und zwar auch auf die alberne Vorrunde, weil so viele Teams dabei sind, mit denen man dann mitfiebern kann. Mal sehen, wie es sich im Sommer letztlich ausgeht.

  49. Ich weiß nicht, ob ich es so sehr feiern würde, wenn sich bei einer WM mit 48 Teilnehmern plötzlich Länder qualifizieren, die seit Jahrzehnten nicht dabei waren.

    Das soll der Freude der Leute im Stadion gar kein Abbruch tun – und hätte ich es geguckt, dann hätte es mich vielleicht auch angesteckt. Aber nüchtern betrachtet lässt es mich dann doch ehrer kalt.

    Die Vorrunde überstehen ist das neue die Quali schaffen.

  50. Heiner

    Die Schotten sind aber auch ein spezieller Fall. Da gibt es eine sehr starke Identifikation mit dem eigenen Versagen. “Glorious failure” konnte man sehr häufig lesen. Da werden die wenigen Erfolge besonders gefeiert.

  51. MarioP

    Als sich die Schotten letztmals qualifizierten gab es 15 Startplatze für Europa. Diesmal 16. ist also viel einfacher geworden…

    Ich denke sie haben allen Grund zu feiern. Wie auch Curacao, Haiti und Panama. Aber auch da werden einige (typisch Deutsch) einwenden die haben bei einer WM nichts verloren…

  52. neuronal

    Die Schotten müssen sich nicht entschuldigen, die haben ihre Gruppe gewonnen. Aufgefüllt wird ja eher aus den Playoffs.
    Außerdem war es einfach ein wunderschönes Freakspiel. Wem das keinen Spaß gemacht hat, den hat die Fifa endgültig gebrochen. (Was ja auch wiederum verständlich ist.)

    Die 6 bis 7 Concacaf-Teilnehmer (plus sort of Heimvorteil im Qualiturnier) sind natürlich ne Farce. Gut verhandelt.

  53. neuronal

    Wobei mir hier zu kurz gekommen ist, dass die groteske gelb-rote Karte gegen Kristensen bei der Spektakelgenese stark geholfen hat.

    Beachvolley: Ittlinger/Grüne, Ehlers/Wickler -> Achtelfinale. Bisher 4/5 DVV-Teams weiter, nur das beste (WR #4 Müller/Tillmann) nicht.

  54. MarioP

    Nach dem 98er Revival in Europa könnte es auch eines von der WM 74 geben. Die Rückkehr von Haiti und vielleicht “Zaire”.

  55. Lurker

    Teilnehmer aus Europa bei den letzten Weltmeisterschaften:

    13, 14, 13, 13, 14, 15, 15

    Da ist bei 16 Teilnehmern 2026 natürlich die Vorrunde die eigentliche Qualifikation.

  56. @Heiner, neuronal: Hachja, die Schotten. Sollen sich meinetwegen freuen, hab ich – wie gesagt – nix gegen. Ob sie da jetzt was zu suchen haben oder nicht.

    Mir gehts da auch mehr um Teilnehmer wie Österreich (oder übrigens auch Deutschland, die Quali-Gruppe war schon einigermaßen lächerlich). Das mag der gemeine Österreicher anders sehen, soll er auch, aber ich persönlich, für mich haben die nix großes erreicht. Ich gratuliere dann ggfs. nach der Vorrunde.

    Wobei ich zugeben muss, dass sich für mich das ganze eh im Konjunktiv abspielt. Wir kriegen dank der Landesverräter von der Merz-Spahn-Reiche-AfD-Bande und ihren permanent masturbierenden Helfern in den bis auf einzelne Feigenblätter komplett rechtspopulistisch bis rechtsradikal unterwanderten öffentlich-rechtlichen und Konzern-Medien ohnehin jeden Tag das Trommelfeuer derjenigen auf die Ohren, die endlich auch Deutschland an den Trumpismus verfeuern wollen. Da muss ich mir nicht auch noch eine PR-Veranstaltung des Originals reinziehen; das werde ich verpassen.

  57. NoBlackHat

    “…bis auf einzelne Feigenblätter komplett rechtspopulistisch bis rechtsradikal unterwanderten öffentlich-rechtlichen und Konzern-Medien”? Der ÖRR wird meiner Wahrnehmung nach zumeist doch eher als links-grün unterwandert angesehen. Bei solch unterschiedlicher Wahrnehmung scheint ja dann doch alles in Ordnung zu sein. Nicht links, nicht rechts, also doch Mitte? Ich bin verwirrt ;)

  58. Heiner

    @NoBlackHat

    Ob rechts oder links, wer Fleischhauer eine Sendung gibt ist einfach komplett verloren.

  59. Herr Holle

    Lieber Sternburg, NoBlackHat hat recht. Und es gibt neue Medienhäuser (Correctiv, Krautreporter um mal zwei zu nennen). t-online, da arbeiten tolle Journalist*innen. Solange die nicht rechtspopulistisch unterwandert sind oder verboten, mache ich mir keine Sorgen um unsere vierte Gewalt

  60. Ein Gruppen Sieg ist ein Gruppen Sieg ist ein Gruppen Sieg. Da gibt es Nix zu deuteln, und alle haben sich die WM Teilnahme verdient. Der groteske Wahnsinn am 48er-Feld sind ja weniger die 16 europäischen Teilnehmer, sondern die acht (!) CONCACAF und 9 aus Asien. Das sage ich in aller europäischer hochmütigkeit.
    Und die verfluchten acht besten Dritten machen das Turnier am Anfang zur absoluten Farce. Ausscheiden vor der k.o. Runde scheint praktisch unmöglich.

  61. Ex-Michael

    @sternburg:
    Aber Europa hat nun mal kaum Startplätze hinzugewonnen, wie ja schon von einigen hier erwähnt (geh doch mal auf so Argumente auch ein?) – die Quali ist tatsächlich fast der gleiche Schwierigkeitsgrad und Erfolg wie in den vergangenen 30 Jahren. Gerade Österreich rastet doch aus jetzt, die waren seit 1998 nicht dabei, für die ist das überhaupt keine Selbstverständlichkeit. Wo du recht hast: Die nun folgende Vorrunde ist dann für fast alle europäischen Teams auch nicht schwerer und sollte locker zu schaffen sein. Schottland wird aber natürlich trotzdem wie immer scheitern.

    Gucken musst du die WM ja trotzdem nicht, zwingt dich keiner zu. Aber du wirst es vermutlich noch ein paarmal erwähnen bis dahin :)

    Zu dem letzten Teil: Uff…. bitte??? Selbst wenn ich rausrechne, wie schwarz-weiß du Dinge halt immer runterframest, machen mir solche Aussagen Sorgen. Lese solche Anwürfe in den linken Bluesky-Bubbles ja häufiger inzwischen, aber so explizit wie von dir hier dann doch eigentlich nicht.
    Der ÖRR und die “Konzern-Medien” quasi komplett rechts unterwandert, das ist halt auch nicht besser als die unsinnige Kritik von rechts, dass der ÖRR links-grün-versifft sei. Das delegitimiert dann auch Kritik an einzelnen rechts-offenen Texten und Positionen dieser Medien, die man ja zurecht haben kann, wenn man das so komplett rasiert.

  62. Randfichte

    Guten Morgen und schönen Feiertag den Sachsen,

    früher war ich so gern hier. Leider hat sich das inzwischen geändert.
    Wenn ich direkt angesprochen werde, z.B. in Sachen Sport-Streams, versuche ich zu antworten (falls nicht überlesen).
    Ansonsten Euch noch viel Spass hier.

    Grüsse und Glück auf aus dem Erzgebirge.

  63. Denis

    Schade @Randfichte. Ich hab dich immer gerne gelesen und mache das auch noch immer.

  64. Bregalor

    Das ist wirklich schade @Randfichte.

    Was hat sich für dich geändert?

  65. @Lurker: mit diesen Details hab ich mich nicht befasst, aber es interessiert mich auch nicht. Du qualifizierst dich für ein 48er-Turnier mit Neu-Kaledonien, Katar und den Bahamas oder so, und exakt soviel ist das auch wert. Wenn die Europäer sich noch zusätzlich haben verarschen lassen ohne aufzumucken, was soll ich dazu sagen, außer: was kann ich denn dafür, ich hab mir weder das eine noch das andere ausgesucht. Wenn du nicht willst, dass ich deinen „Erfolg“ lächerlich finde, dann musst du dir halt einen anderen Wettbewerb suchen.

  66. @MarioP – Ich weiß nicht, was es mit typisch deutsch zu tun hat, wenn bei einer WM die besten Mannschaft sehen will und kein endloses Turnier mit Spielen auf Quali-Level.

    Für mich bleibt es ein pseudo-Vorwand “die kleinen”, um eine WM weiter aufzublähen und auszuschlachten.

    Aber dann bin ich halt typisch deutsch.

  67. Alcides

    Mir geht es da wie Randfichte und ich kann auch mal kurz schildern, warum das so ist. Ich scrolle meist noch täglich hier drüber, in Sachen Sport ist es einfach unschlagbar (bspw. wenn fernab der Massenmedien für uns spannende Dinge laufen). Der politische Ton hier jedoch lässt mich oft in Selbstzweifel zurück. Wenn ich sowas wie heute Morgen lese, dass die ÖR in D den Trumpismus befeuern und CDU-Minister (so diskussionswürdig die auch sind) in einen Topf mit der AfD geworfen werden, dann habe ich mich hier von inhaltlichen Diskussionen oder allein der Lust dazu längst verabschiedet. Gerade die ÖR zeigen doch bspw. in ttt oder Mit offenen Karten die Realität sehr sachlich und kritisieren Regime wie jene in den USA, Russland oder Nordkorea aufs Schärfste.

    Aber kurzum: Für mehr als das Abgreifen von Sportinfos ist das hier nicht mehr mein Medium. Ich will mir nicht den Vorwurf anhören müssen, rechtsradikal zu sein, wenn ich bspw. bei der Stimmabgabe bei der letzten Bundestagswahl zwischen SPD und CDU/CSU geschwankt haben sollte. Das passt für mich an so vielen Stellen nicht zusammen.

  68. Franzx

    Sternburg, ich kann das nur aus österreichischer Perspektive beurteilen, aber wenn man erwachsene Männer so emotional sieht wie z.B. Arnautovic gestern Abend, dann versteht man was diese Qualifikation für ein kleines Land mit 9 Millionen Einwohnern bedeutet.

  69. Ex-Michael

    Ok, sternburg (10.23 Uhr), du interessierst dich eh nicht für Fakten oder Argumente, es geht dann eben nur darum, eine gespürte Meinung abzulaichen, die dafür umso stärker, wortreicher und mackerhafter vorgetragen ist. Das kann man schon machen, aber dann sollten wir anderen mit dem Rumgetrolle vielleicht auch so umgehen, wie man mit Rumgetrolle eben umgehen muss, also gepflegt ignorieren? Wäre irgendwie auch schade.

  70. Rob Sweater

    Meine Güte, was für ein Rumgeheule weil hier eine (meinetwegen weit links von der Mitte liegende) Meinung geäußert wurde.

    Hier gab es in der Vergangenheit durchaus auch vertretene Meinungen die auf dem rechten Spektrum lagen. Da wurde dann halt gegenargumentiert. Und nicht rumgeheult, dass man keine Freude mehr hat, hier zu posten.

  71. dermax

    Ich suche immer noch das konkrete Beispiel, wo jemand, der Union wählt, allein deswegen als rechtsradikal bezeichnet wurde. Und nein, irgendwelche Honks im I-Net zählen nicht.
    Was die WM-Quali angeht: wir kennen hierzulande das Konzept “nicht qualifiziert” nicht, da sollte man auch respektieren, wenn Nationen mit einem Zehntel unserer sportlichen Ressourcen steil gehen, weil sie nach knapp 30 Jahren auch mal im Sommer mitfiebern dürfen.
    Oder dass wir mit 9% der Weltbevölkerung “nur” noch ein Drittel der Teilnehmer stellen.

    Wie absurd und hirnrissig und kapitalistisch und sportlich wertlos es ist, dann 72 Spiele zu brauchen, um 48 Teams auf 32 zu verkleinern, ist ein anderes Thema.

  72. Klappflügel

    Merz, Spahn, Reiche, Klöckner sind eine Schande für das Land und auch nicht viel besser als der Haufen um Donald Trump.
    Dazu hat Merz neben der Jungen Union auch die Senioren Union beim Thema Rente nicht unter Kontrolle.
    Den deutschen Jounalismus, da mittlerweile auch die NZZ dazu gehört passt das, sollte man weiterhin weitesgehend ignorieren und sich anderswo umschauen.

  73. MarioP

    Schon schlimm, das es Leute in der Union gibt die nicht einfach ja zu allem sagen was von “oben” kommt. Die haben eventuell sogar eine eigene Meinung…

  74. MarioP

    #typisch deutsch

    Wie wurde hier über die Nations League geschimpft. Offensichtlich ist das für viele, vor allem kleine Verbände aber ein echtes Highlight. Die interessieren hier aber nicht

    Bei der WM ist es nun genauso. Sicher ist der Modus fragwürdig und ich bin auch gespannt ob mein Interesse fast 6 Wochen hoch bleiben wird.

    Aber ich freue mich auf Jordanien, Haiti usw.

    Ich habe den Eindruck, das die Kritik an den Entscheidungen von UEFA und FIFA in Deutschland besonders laut ist. Funktionärsbashing ist bei so manchem immer gern gesehen

  75. #WM

    MarioP, mehr Totschlagargumente und Pauschalität gehen kaum, oder?

    Du verbindest hier zwei Themen, die nicht zusammengehören. Wenn du Jordanien, Haiti sehen willst, dann mach das. Diese Teams spielen aber auch außerhalb der WM regelmäßig.

    Dein „Euch interessieren die Kleinen nicht“ ist oberflächlich. Die FIFA hat aber ihr Ziel erreicht, wenn Leute mit dieser Argumentation den Overload-Modus verteidigen. Genau das wollte man verankern.

    Meine Kritik richtet sich ausschließlich gegen den Modus mit dem aufgeblähten Format und der erwartbaren Langeweile in der Gruppenphase. Die Quali wird ins Turnier verlagert. Einzig mit dem Ziel mehr Geld einzusammeln.

  76. Thor

    Mich stört weder Curacao noch Österreich bei einer WM – eher im Gegenteil.
    Mich stört der Modus. Dann lieber gleich 64 Teilnehmer und 16 Vierergruppen und der Gruppensieger kommt ins Achtelfinale.

    Und natürlich ist eine Trump-WM ätzend. Ich persönlich glaube aber nicht, dass dem aktuellen Rechtsruck mit populistisch-markigen Gegenparolen beizukommen ist.

    Liebe verbreiten und Apfelbäume pflanzen wären ja auch gute Möglichkeiten.

  77. Uwe

    Verzeiht mir den paternalistischen Ausflug und denkt bitte an die 1. Regel auf aaaas.de:
    1. Liebe verbreiten!

    Es sind düstere Zeiten, aber hier hilft innere Stärke, Moral und Aufrichtigkeit.
    Verschiedene Meinungsspektren waren hier immer präsent, aber auch die Verirrten wurden ausgehalten.
    Ich wünsche Euch die Kraft, die es braucht, um das alles auszuhalten und sich nicht von den verbalen Ausfällen anfassen zu lassen.

    Am Ende verbindet uns eine Liebe:
    Die Ablehnung der Sportkommentatoren und die Ausführungen zur Non-Performance der Deutschen Bahn.

    Alcides, Du fehlst.

  78. Die FIFA kommt doch genauso, “ihr wollt doch nicht die kleinen Nationen” ausschließen. Endlich mal für alle die Chance. Und wenn man dagegen was sagt, wird man schön in die Schublade gesteckt.

    Das 64er-Format wurde auch schon diskutiert.

    https://www.theguardian.com/football/2025/oct/16/conmebol-64-team-world-cup-expansion

    Warum nicht direkt ein 128er-Format?

    Noch besser: Es dürfen alle Nationen mitspielen. Aber weil das gleichzeitig dann doch etwas zu viel ist und es kaum Länder geben wird, die das Turnier ausrichten können, lässt man in den Monaten zuvor auf jedem Kontinent bereits die ersten Runden spielen und die besten Nationen spielen dann den Sieger aus. Vielleicht nennen wir das dann Pre-WM?

  79. MarioP

    @dasdo

    Sorry das ich so oberflächlich bin. Würde auch gern so tiefschürfend argumentieren wie du das regelmäßig tust. Geht aber nicht…😉

  80. @NoBlackHat, Herr Holle, Ex-Michael: seid mir bitte nicht böse, wen ich das nicht am Handy während der Arbeit beantworten möchte. Tue ich später, die Nachfrage ist nur fair.

  81. Denis

    Eine Uwe besinnt uns auf die wichtigen Dinge. Dafür möchte ich dir danken und mit dir anstoßen, @Uwe.

  82. Passend zur WM-Debatte weiter oben (wenn man das Debatte nennen darf, es sind doch letztlich Geschmacksentscheidungen):

    Markus Bark verlinkt seinen Sportschau-Text über Curacao auf der Mikroblogging-Plattform Bluesky mit einem ein ganz klitzekleines Stückchen pointierteren Kommentar als im Text selber formuliert:

    WM wird auf 48 Teams aufgebläht, Curacao gehört zum Königreich Niederlande. Alle Spieler sind in NL geboren, viele spielen in der Eredivisie. Einer muss ja wieder der Miesmacher sein. Geile Geschichte, aber halt bei weitem nicht so sensationell, wie sie scheint.

  83. @Ex-Michael: Weil ich das jetzt noch lese, ich fände es grundsätzlich angenehm, wenn wir uns hier gegenseitig eine gewisse Ungleichzeitigkeit zugestehen würden.

    Ich hab doch auch nicht geahnt, dass meine kleine geschmäcklerische Wegwerfbemerkung von gestern abend so einen Wirbel auslöst. Ich bin um 8:36 Uhr auf die Schotten eingegangen, um 10:23 Uhr auf die Sache mit den europäischen Startplätze und eben jetzt auf den Widerspruch zu einem zugegeben scharf formulierten grundsätzlichen persönlichen Empfinden (bei dem ich ehrlich gesagt die Sprengkraft nicht sehe – das kann man ja in Teilen anders sehen, und das bisherige Anderssehen hier hat mich auch nicht überrascht; aber dann sieht man das halt anders, das ist doch kein Verbrechen). Ich finde das wirklich nicht zu langsam. Jemandem vorzuwerfen, nur Meinungen abzulaichen, sollte schon etwas mehr Geduld voraussetzen imho.

    Meine ich jetzt nicht böse, dafür hab ich Dich zu lieb. Aber ich finde im übrigen, das hättest Du selbst bei mehr Zeitablauf von mir auch anders erfahren haben können. Bisschen unfair find ich das schon.

  84. Ex-Michael

    @sternburg: Irgendwie habe ich jetzt den Faden verloren – was hat denn jetzt der Zeitablauf, früh, spät, schnell, langsam, gleichzeitig damit zu tun? Aber ist auch nicht soooo entscheidend jetzt, jedenfalls nicht für mich und hoffentlich auch nicht für dich.

  85. mik

    @sternburg: Ist doch wunderbar für Curacao, wenn gute Ausbildung in den Niederlanden auch dort Wirkung zeigt.

  86. Kurze Wortmeldung: Ich wurde abgelenkt und dann hab ich mich abngelenkt und jetzt ist es spät und ich antworte hier heute nicht mehr. Dafür morgen, versprochen. Nur falls es noch jemanden interessiert.

  87. Lieb von Dir. Ich versuchs mal. Nicht ganz einfach, weil ich in zwei Nebensätzen schlecht gelaunt nen ganzen Zoo an mir seit langem selbstverständlich erscheinenden Beobachtungen zusammengewürfelt habe, die hier nicht jedem zustimmungswürdig erscheinen. Muss man erstmal auseinander knoten – und dabei wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass nicht jeder dieselbe Realitätswahrnehmung hat. Insofern zwei Vorbemerkungen:

    Ab hier Slash Befindlichkeitsbloggen. Wens juckt okay; wen nicht, auch okay.

    “Es sind düstere Zeiten, aber hier hilft innere Stärke, Moral und Aufrichtigkeit.” Das ist mir seit längerem nicht mehr gegeben. Aber ich beglückwünsche jeden, der das noch schafft.

    [Vorbemerkung zweieinhalb: das gehört vermutlich auf Meta aber scheiß drauf; Vorbemerkung zweidreiviertel: dass ich hier einen User ignoriere, wird aufmerksamen Lesern nicht neu sein]

    @Ex-Michael: “Der ÖRR und die “Konzern-Medien” quasi komplett rechts unterwandert, das ist halt auch nicht besser als die unsinnige Kritik von rechts, dass der ÖRR links-grün-versifft sei. Das delegitimiert dann auch Kritik an einzelnen rechts-offenen Texten und Positionen dieser Medien, die man ja zurecht haben kann, wenn man das so komplett rasiert.”

    Ich verstehe, was Du meinst, und stimme dem so auch zu. Aber mit Verlaub, exakt diese Gleichsetzung ist doch die Übernahme der von den Rechten mit ihrem immerwährenden Anspruchsdenken geprägten Mär vom linksgrünen Rotfunk. Was übrigens seit Jahrzehnten dieselbe Verschiebung der Koordinaten bedeutet: Ein Bednarz oder heutzutage ein Restle machen noch keinen Linksfunk.

    Oder drehen wir das mal um und gucken uns an, was die ~Konservativen~ am linksgrünen Rotfunk beständig wutschäumend super empörend links adressieren:

    Da wäre erstmal Jan “Polizistensohn” Böhmermann. Der greift hier und da rechte Lügen und Strukturen an, und das macht ihn zum Hassobjekt der Rechten und Rechtsextremen. Irgendeine dediziert linkspopulistische Agenda von ihm wäre mir neu.

    Die “Heute Show” ist in sich strukturell reaktionär (sage ich als Welke-Fanboy).

    Und die ganzen nachrichtlichen Formate von der Tagesschau bzw Heute über die Tagesthemen etc sind im besten Sinne staatstragend und im Zweifel einen bösen false balance im Sinne einer falsch verstandenen Neutralität am transportieren. Für die Rechtsextremen natürlich trotzdem Hassobjekt, weil man für die nie “neutral” genug sein kann. All diese Leute – und das betrifft dann auch die wenigen noch journalistisch arbeitenden Privatmedien – werden noch auf der Rampe stolz erzählen, wie neutral sie berichtet haben. Nunja, nicht mein Problem. Wie dem auch sei, links jedenfalls ist daran nichts (wäre btw auch falsch).

    Und dann sind da noch die ganzen Sendungen, die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Wahrheiten aussprechen. Nehmen wir mal als zwei Beispiele von vielen die Formate mit Mai Thi Nguyen-Kim und Harald Lesch. Das ist alles sehr wertvoll und das wird alles von rechtsaußen unendlich angefeindet, aber was passiert denn da? Da wird die unbestreitbare Realität abgebildet. Seit wann ist das “links” oder “grün” oder sonstwas, einfach nur die Wahrheit zu sagen? Aber anscheinend ist es das.

    Im Raum verbleibt Die Anstalt. Die haben definitiv ne linke Agenda, aber das guckt kein Schwein, und selbst bei den Dauerempörten regt sich niemand drüber auf. Fantastisch dieser Linksfunk.

    Als Ausgleich zu dieser schlimmen Linkslastigkeit werden im Deutschlandfunk jeden Morgen Rechtsextremisten normalisiert. Als Ausgleich bekommen Faschisten im TV unkritische Sommerinterviews. Als Ausgleich beugt der Intendant des ach so linken WDR öffentlich das Haupt wegen einer völlig banalen Musiknummer über klimaschädliche Bommer. Und als Ausgleich haben wir für die – Gebührengelder in Dimensionen absaugenden – Anbieter sogenannter Politik-Talkshows jede Menge Programmfläche, ohne die damals der Schröder-Maschmeyer-Neoliberalismus keine Chance gehabt hätte und ohne die aus der AfD niemals etwas anderes geworden wäre, als das skurrile Projekt dauerbeleidigter Professoren, das es am Anfang war.

    Und gleichzeitig sehe ich selbst bei den reflektierteren unter den ÖR-Journalisten einen absoluten Beißreflex, sobald diese Schuld des ÖRR am Aufstieg der AfD zur Sprache kommt. Ich kann da mittlerweile nur noch mit den Schultern zucken, wenn mal wieder jemandem Programmfläche geboten wird, der den ÖRR und den unabhängigen Journalismus als Konzept abschaffen will. Der ÖRR war schon immer in der Summe eher rechtsorientiert, das mag in einem ziemlich rechten Land als Abbild desselben vielleicht auch nicht falsch sein. Das hat über Jahrzehnte als Korrektiv innerhalb der von der Verfassung vorgegebenen Ordnung halbwegs funktioniert. Aber angesichts des Trumpismus legt sich diese Art Journalismus schwanzwedelnd auf den Rücken und präsentiert stolz und ausgewogen die Kehle. das ist doppelt tragisch, weil einerseits bräuchten wir diesen Wachhund und andererseits wird seine Kehle als erstes durchgebissen werden.

    @Alcides: “CDU-Minister (so diskussionswürdig die auch sind) in einen Topf mit der AfD geworfen werden”

    Das alte Mantra: Bitte rechts und rechtsradikal nicht verwechseln. Gehe ich mit. Ich hab da – nachweisbar öfter verwendet – seit einiger Zeit eine griffige Formel: Walter Lübcke war rechts. Walter Lübcke war jemand, der rechts war. Wer pauschal gegen Menschen ist, die rechts sind, der ist gegen Walter Lübcke.

    Ebenfalls rechts war die Merkel-CDU während ihrer Kanzlerschaft. Die Merkel-CDU war in ganz, ganz vielen Dingen (lass uns das jetzt hier nicht ausführen) absolut konträr zu meinen politischen Überzeugungen. Und sie trägt massive Schuld an diversen Versäumnissen, wegen deren wir, unsere Kinder und Menschen überall auf der Welt es heute und in Zukunft schlechter haben als früher. Aber eins war sie nicht: Von Lügen geprägt, wie der Trumpismus es ist. Statt Lügen hat sie gesellschaftliche Realitäten willentlich verlangsamt oder gar nicht aufgenommen. Man weiß ja nichts so sehr über die Merkel-Ära der CDU, wie wenn man sich vergegenwärtigt, wie lange es gedauert hat, bis endlich mal jemand die “Ehe für alle” durchwinken durfte. Für die es in der Gesellschaft und im Parlament schon viele Jahre vorher eine klare Mehrheit gab.

    Guck mal nach, wer damals gegen die Ehe für alle gestimmt hat, und wer jetzt Bundesminister:in ist.

    Ich bin an sich Gesetzespositivist, einer meiner schlimmsten Charakterfehler. Ich hätte es doch auch gern, wenn wir in einem Land leben, in dem die Verfassungsorgane robust die Verfassung verteidigen und die Konservativen mit Zähnen und Klauen den Status Quo bewahren, so beschisssen ich ihn auch finde. Aber das ist ja nicht der Fall.

    In einer ernstzunehmden Demokratie wären weder Trump noch die AfD wählbar. Hätte ich eine Zeitmaschine und würde meinem früheren Ich davon berichten, mein früheres Ich würde jede einzelne seiner Klausuren versemmeln.

    Und ich kann doch auch nichts dafür, dass Jens Spahn und seine Kumpels Trump und seine Ansprechhaltung so unfassbar geil finden, dass Friedrich Merz beständig AfD-Sprech verwendet und dass wir in diesem Land, also wir als medial-politischer Komplex beständig auf diese ganze Shitshow reinfallen, in dem Auslander raus und Solidarität mit Schwächeren unsere großen Probleme sind und nicht etwa unsere tatsächlichen Probleme.

    Ich hab wirklich nichts gegen Konservative. Ich persönlich kapiers nicht, aber muss wohl jeder selbst. Aber diese Konservativen sind nicht konservativ. Die wollen alles kaputt machen. Move fast and break things, hat im Silicon Valley funktioniert, hat bei Trump funktioniert, warum drauf verzichten.

    @NoBlackHat: “Bei solch unterschiedlicher Wahrnehmung scheint ja dann doch alles in Ordnung zu sein. Nicht links, nicht rechts, also doch Mitte?”

    Nunja, das ist exakt diese Form von durch den Trumpismus verschobenen Wahrnehmungsfenster, den ich meine.

    Wenn ich an die oben erwähnten Konservativen denke, dann denke ich z.B. an Dich. Wir sind beide sehr unterschiedlich, wir haben extrem unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt und daraus resultiernde polistische Überzeugungen, aber wir respektieren einander. Wir sind zwei Menschen, die sich innerhalb eines demokratischen Spektrums zwar ziemlich weit voneinander entfernt befinden, aber gleichwohl innerhalb dieses Spektrums. Deshalb können wir trotz unser Unterschiedlichkeiten miteinander reden – oder zumindest gleichzeitig ohne Ekel am selben Ort sein.

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster: soweit wirst Du das unterschreiben.

    Es gibt so ne Sache, an die ich in letzter Zeit viel denke. Und das war, als eine strukturell konservative Richterin aus dem strukturell konservativem Pool deutscher Spitzenjuristen für das BVerfG vorgeschlagen wurde, und wegen einer juristischen Einzelposition, die zum einem seit Jahrzehnten juristisch überzeugend ist und zum anderen gewissen Leuten extrem gegen den Strich geht, auf rechtsextremistischen Pöbelportalen wie Nius und “X” einen bis dahin für den geruhsamen deutschen Richterwahlprozess beispielslosen Shitstorm erlebte. Was erstmal nicht die Story ist. Das ist halt, was im Zeitalter des Trumpismus zu leben für uns alle bedeutet, dass selbst solche Menschen (Frauen insbesondere) als Ziel markiert und angegriffen werden.

    Aber das besondere und neue daran war, dass die CDU-Fraktion im deutschen Bundestag – angeführt oder nicht eingefangen scheißegal vom bekennenden Trumpisten Jens Spahn – diese infamen Lügen und Verleumdnungen irgendwelcher rechtsextremistischer Scheißhaus-Parolen streuender Fascho-Outlets wie Nius für bare Münze genommen und zu realer Politik gemacht hat.

    So etwas gab es früher nicht.

    Es gab in der Geschichte BRD ne Menge Scheiße, aber sowas nicht.

    Anderswo hingegen schon. Und das Muster ist ja auch klar, als allererstes unliebsame Richter:innen zu verhindern, wo es eine Wahl gibt. Sorry Herr Trump, und sorry Herr Urban, aber das haben Sie nicht erfunden.

    Damals ist in mir was kaputt gegangen. Was hab ich mich gefreut, als mir gewahr wurde, dass die Bildzeitung keine Kampagnenfähigkeit mehr besitzt. Stattdessen hat jetzt irgendson mediokrer Pharmatech-Milliardär, der Unsummen in ein rundum unseriöses Webvideoportal steckt, Kampagnenmacht gegenüber der CDU-Fraktion in Prozessen unseres Staates, von denen Springer nie feucht geträumt hatte, na bravo.

    Und ich erinnere mich noch, wie ich das hier auf aaaas erwähnt habe. Und genau von Dir, lieber und respektierter NoBlackHat sinngemäß ein “Hä, was ist denn passiert” kassierte.

    Und da ist endgültig was in mir zerbrochen. Ich hab länger überlegt, was ich darauf antworten könnte. Aber alles lief auf eines hinaus: Wenn Du das schon nicht verstehst, was hier gerade passiert, was für einen Sinn macht es dann, überhaupt irgendwas zu sagen?

    Ich bin Linker, teilweise linksextremistisch sogar (auch wenn das sehr viele ~wirklich Linke~ ganz anders sehen; die sollen sich ficken imho), und das finde ich auch richtig. Aber im Kampf gegen den Faschismus setzt mich das unangenehm aus dem Spiel. Der Faschismus hat historisch noch nie von sich heraus die Macht ergriffen. Es waren immer die gemäßigten Rechten, die Zentralisten, die ihn an die Macht ließen. Aus Eigeninteresse, aus Selbstüberschätzung, aus Ekel vor der Alternative. Und so ist das auch heute: Ich muss meinen Staat in die Hände der Walter Lübckes, der NoBlackHats, der Angela Merkels überantworten und auf das beste hoffen.

    Aber ich sehe überall nur Franz von Papens. Ich kam, um Kaugummi zu kauen und Hoffnung zu haben und ich habe echt noch viel Kaugummi.

  88. Uwe

    @sternburg
    Vielen Dank für die in ungewohnter Sachlichkeit vorgetragene Argumentation.
    Ich denke, wenn Du Deinen Punkt nicht unausgeschlafen mit Bluesky-Blutdruck gebracht hättest, wäre das hier nicht so hochgekocht.
    Sind doch alle empört, jeder in seiner Bubble.

  89. Thor

    Es gab in der Geschichte BRD ne Menge Scheiße, aber sowas nicht.

    Bei beidem stimme ich Dir zu. Aber wenn wir uns den Scheiß mal genauer ansehen, dann war der nicht ohne und durchaus heutigen Zeiten und Möchtegernherrschern würdig.

    1978: Der niedersächsische Verfassungsschutz täuscht einen RAF-Anschlag vor, V-Männer sprengen ein Loch in das Gefängnis in Celle und fingieren einen Befreiungsversuch für den inhaftierten RAF-Terroristen Sigurd Debus.

    1981: Massenverhaftungen im Nürnberger Kommunikationszentrum
    Gekürzt aus Wikipedia: Nach einer Filmvorführung im Nürnberger Jugendzentrum KOMM über die holländische Hausbesetzerbewegung kam es zu einem spontanen Demo-Zug durch die Altstadt. Dabei wurden sechs Schaufenster eingeschlagen und einige Autoantennen umgeknickt. Der Sachschaden belief sich auf etwa 30.000 D-Mark. Die Polizei beobachtete das Geschehen, griff aber nicht ein. Erst nachdem alle Demonstranten kurz vor Mitternacht wieder ins KOMM zurückgekehrt waren, wurde das Gebäude von der Polizei umstellt und abgeriegelt. Nach vierstündiger Belagerung wurden alle 141 Personen inhaftiert, darunter 21 Minderjährige, 78 von ihnen wurden letztlich angeklagt.Das erste Verfahren gegen 10 Angeklagte begann am 3. November 1981 unter massiver Polizeipräsenz und offenbarte ein Komplott zwischen Staatsanwaltschaft, Richtern und Polizei. Drei Wochen später wurde das Verfahren ausgesetzt, kurze Zeit später waren alle Staatsanwälte und Richter „abgezogen, zum Teil versetzt und wegbefördert. Ein Jahr später wurde das Verfahren beendet, indem der Eröffnungsbeschluss des Verfahrens zurückgenommen und somit eine juristische Aufarbeitung unmöglich gemacht wurde.

    1983: Wörner-Affäre
    Generalleutnant Günter Kießling, ein hochrangiger Bundeswehr-Offizier, wurde 1983 vom damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Grund waren Gerüchte, Kießling verkehre in homosexuellen Bars. Die Vorwürfe stellten sich später als haltlos heraus. Es kam zu einem politischen Skandal, weil Kießlings Ruf beschädigt wurde und die Ermittlungen des Militärischen Abschirmdiensts (MAD) als fehlerhaft und voreilig kritisiert wurden.

    1986/1987: Die bayerische Polizei setzte auf Druck der Staatregierung bei Demonstrationen gegen die atomare Wiederaufrüstungsanlage in Wackersdorf CS Gas ein.
    Nur ein paar Stichpunkte:
    Der Bau hatte noch gar nicht begonnen, das künftig Baugelände war mit einem nicht überwindbaren, massiven Metallzaun mit Nato-Stacheldraht umschlossen. Trotzdem rückte die Polizei aus diesem gesicherten Gelände aus, versprühte CS-Gas und prügelte wahllos auf Demonstranten ein.
    CS-Gas ist seit 1929 und bis heute im Krieg verboten.
    In dieser Zeit wurde auch das Polizeiaufgabengesetz (Art. 17 und 20) dahingehend geändert, dass die Möglichkeit zum Unterbindungsgewahrsam auf 14 Tage ausgedehnt wurde.
    Einer der zuständigen Staatsanwälte war damals Heribert Prantl, der aufgrund dieser Gesamtsituation die Justiz verließ und bei der SZ anheuerte

    1986: Bayerischer Rundfunk steigt aus Übertragung einer kritischen Kabarett-Sendung aus.
    Zugegeben, klingt heute lächerlich. Aber in Vor-Internetzeiten, als es keine irischen Laster gab, war das schlicht Zensur des ÖRR.
    Hintergrund (gekürzt aus Wikipedia):
    Am 22. Mai 1986, wenige Wochen nach der Katastrophe von Tschernobyl, nahm Helmut Oeller, damaliger Fernsehdirektor des BR, an einigen Passagen des Manuskriptes für die Sendung „Scheibenwischer“ Anstoß. Da er kein Gehör für seine Forderung nach ARD-weiter Absetzung der Folge fand, kam es zu der denkwürdigen Entscheidung der Ausblendung, so dass dieser Scheibenwischer in Bayern nicht zu empfangen war.

    1987: Internierungsplanung AIDS-Kranker in Bayern
    Auf Betreiben Peter Gauweilers beschließt Bayerns Regierung einen umstrittenen, bundesweit einmaligen Maßnahmenkatalog. Ansteckungsverdächtige wurden zur Durchführung des HIV-Tests vorgeladen. Als ansteckungsverdächtig gelten Prostituierte, Junkies und Schwule. Bei Nichterscheinen veranlasste die Gesundheitsbehörde die Aufenthaltsermittlung und Vorführung durch die Polizei.
    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Horst Seehofer wollte Erkrankte in speziellen Heimen “konzentrieren” (seine Wortwahl).

    Damit bin ich groß geworden, das war Alltag, insbesondere in Bayern. Bin gerade zu faul mal zu recherchieren, wie die Richterstellen am bayerischen Verfassungsgericht damals besetzt wurden…
    Mit dieser Prägung sehe ich das Verfassungsgerichtsdebakel vielleicht auch etwas achselzuckender.

    Und trotzdem stimme ich Dir zu: So etwas wie mit Frauke Brosius-Gersdorf gab es in der BRD noch nicht, denn gerade das Verfassungsgericht war auch in diesen düsteren 80er-Jahren ein gewisser Garant dafür, dass eben Staatsregierungen, MAD, Verfassungsschutz etc. nicht komplett freie Hand hatten. Dass diese Bastion jetzt angegriffen wird, ist definitiv deutlich gefährlicher als einen 4-Sterne-General zu diffamieren.

    Aber die 80er-Jahre haben mir auch gezeigt, dass man sich wehren kann, dass es breite Solidarität gibt, dass Bild, BR und im Schatten operierende Staatsdienste die Macht nicht komplett an sich reißen können. Die Herausforderungen sind heute viel größer. Aber unsere Möglichkeiten uns zu wehren, Transparenz zu schaffen (vgl. zu 1985) auch!
    Wenn wir resignieren, können wir tatsächlich einpacken. Wenn wir uns untereinander Respekt absprechen und uns nur in der eigenen Bubble frei bewegen wollen und alle außerhalb der Bubble entweder für Feinde oder für Blinde oder für Gleichgültige halten, dann haben die Spalter, dann haben die Nazis ziemlich easy gewonnen. Und darauf hab ich echt keinen Bock.

  90. mik

    Es mag nicht in der Zeit der BRD gelegen haben, aber Brosius-Gersdorfs Doktorvater Horst Dreier wurde vor einigen Jahren doch ähnlich abgewickelt.

  91. moris1610

    @Uwe Dankeschön, aber über was soll ich denn schreiben wenn die Bayern alles gewinnen? Das wir den Bienen hoffentlich bald Schlotterbeck wegkaufen während sie Kovac ins Mittelmaß führt?

    Anmerkung zu @thor: zu Aids in den 80ern in München kann ich den Podcast I will survive sehr empfehlen. Das Thema war mir komplett unbekannt, lag fairerweise auch knapp ne Dekade vor meiner Geburt.

    Für sowas zahle ich sehr gerne GEZ, aber für jede Doku über Ex-Profis, die echt viel Scheiße gebaut haben, milde gesagt, die nur dank Kohle und Macht wohl nicht im Knast sitzen, können sie sich echt ins Knie ficken.

  92. Redaktionelle Anmerkung: Moris spielt auf diese ARD-Doku (BR um genau zu sein) über Jérôme Boateng an (Tennis Borussia mentioned btw vermutlich).

    “Folge 1: Gegen alle Widerstände”

    Auch rassistische Anfeindungen auf und neben dem Platz können ihn nicht aufhalten. (…) In dieser Zeit beginnt auch eine Beziehung, die Jahre später in einem langwierigen Prozess enden wird.

    Jungejungejungejungejunge.

    Ich meine, I get it. Jérôme Boatengs Lebensgeschichte bis hierhin erzählt a shit ton of load über Berlin, über Fußball in Berlin, über das Aufwachsen als Mensch mit dunkler Hautfarbe in Deutschland, als talentierter Jungfußballer, über den Profifußball, über einige der ikonischsten Jahre der deutschen Fußballnationalmannschaft und über toxische Maskulinität, über Feminzide allgemein, über letzteres in dieser besonderen Sphäre der Reichen und Berühmten im besonderen und einiges an Flaws in unserem aktuellen Zivil- und Strafprozessrecht sobald solche Leute involviert sind. Und selbst das ist nur eine rasche Zusammenfassung. Der Mann ist nicht mal 40 und sein Leben ist absolut komplett Doku-worthy. Zum einen in sich und zum anderen – und dabei muss es bei so einem Projekt immer gehen – in Bezug darauf, was man anhand seiner Lebensgeschichte über die Gesellschaft, in dem sie stattfand, erzählen kann.

    Da ist so viel, was man daran richtig tun kann und was es das wert macht.

    Und ich habs nicht geguckt und ich werds auch nicht gucken, also geben wir dem ruhig den Zweifel des professionellen Anspruchs. Vielleicht ist diese Doku-Serie inhaltlich komplett angemessen und interessant und legit. Weiß ich ja nicht, kann schon sein. Der bayerische Rundfunk hat bei der – btw unbestreitbaren – sportlichen Legende dieses ehemaligen Spielers des FC Bayern sicherlich die richtige journalistische Distanz.

    Aber wie das verkauft wird, wer da nicht spontan denkt “uiuiui, another problematischer Mann erlebend die volle Strafe der schlümmen Cancel Culture”, dem kann ich auch nicht helfen.

    Und let’s get honest, 99,9 % des Publikums wird exakt die Erfahrung teilen, die ich gerade beschrieben habe: Davon erfahren, dass es existiert, und vielleicht noch den Anreißer lesend, aber niemals auf das Video klickend. Grüße an die 0,1 %, die diese Doku gucken, wenn einer von denen anwesend ist, berichtet ruhig mal, es würde mich interessieren. Aber ihr macht nicht die Wirkung dieser Produktion aus.

    Ich will mir wirklich nicht ausmalen, wie die Hinterbliebenen von Frau Katarzyna „Kasia“ Lenhardt sich wohl fühlen, wenn sie diese Medienproduktion erblicken. Oder eine der Social Media Kacheln, die einem bei Benutzung des Internets darob reingereicht werden.

    @Thor: Beeindruckend aufbereiteter argumentativer Ansatz, muss ich sagen. Und nichts, was Du sagst, ist falsch.

    Ich kann dazu trotzdem nur eines sagen: Ich hoffe inständig, Du behältst diese Haltung. Und ich drücke uns allen die Daumen, dass Du damit am Ende richtig liegst und ich falsch. Ich würde überhaupt nichts so sehr lieben, wie die Vorstellung, dass ich mit allem, was ich derzeit empfinde, komplett falsch liege. Aber … kein aber. Lass es uns einfach dabei belassen.

    ————————————————————————————————————–

    Ich möchte trotzdem mal einen Randaspekt völlig unangemessen rausschneiden, der hier bitte überhaupt nicht dazu passt, auch nichts dazu aussagen soll, nur weil mir das in den letzten Wochen und Monaten immer wieder mal über den Weg lief (und hier im Grunde der völlig falsche Anlass, aber ich nehme den mal):

    Wenn wir uns untereinander Respekt absprechen und uns nur in der eigenen Bubble frei bewegen wollen und alle außerhalb der Bubble [doof finden]

    Hast Du nicht gesagt, hat auch oben Ex-Michael nicht gesagt, aber ich höre und lese das halt häufiger (meistens nicht mir gegenüber aber schon auch) und vernehme das hier von euch auch son bisschen zwischen den Zeilen tbh: Unangenehm, wie du dich auf BSky in deiner linken Bubble einnistet, wo ihr euch gegenseitig radikalisiert und keine anderen Meinungen zulässt.

    Ich finde das aus mehreren Gründen – mit Verlaub – anmaßend, hier sind ein paar:

    – Ich bin nicht das Auswärtige Amt oder sowas. Son Ding wie Twitter früher oder heute BSky kann jeder nach seinen Wünschen nutzen. Das ist ein Hobby als Privatvergnügen. Und wenn Menschen wünschen, in diesem persönlichen Space keinen Kontakt zu Arschlöchern zu haben, den Algo zu ignorieren, und nur ihren Leuten zu “folgen”, dann ist das deren Entscheidung. Ich geh doch auch nicht zu dir nach Hause, nehme die Fernbedienung, und schalte von der Sportschau um auf Arte, weil das jetzt klüger und richtiger wäre. Lasst doch die Leute in Ruhe.

    – Das ganze Internet und unsere komplette Medienlandschaft ist voll von anderen Sichtweisen. Man kann denen literarisch nicht aus dem Weg gehen. Ich kann kein noch so generisches Wort der deutschen Sprache googlen, ohne dass mir Alphabet zuerst irgendeinen “KI”-Müll reinreicht, dann noch die tollsten Wortmeldungen unserer seriösesten Medien wie Focus, der BZ und Welt, und im Anschluss noch tolle Youtube-Videos absoluter Mega-Auskenner. Und das ist nur Google. Okay, man kann auch Duckduckgo oder so nutzen, aber schalte mal den Fernseher ein oder geh vor die Tür. Überall prasseln ~Meinungen~ auf dich ein. Und die allermeisten davon sind die beschissensten Ansichten known to men. Niemand hat heutzutage einen Mangel an anderen Sichtweisen.

    – Ich finds seltsam, was damit darüber ausgesagt wird, wie sich Leute in einer Bubble radikalisieren. Mag passieren, will ich nicht bestreiten (btw: wer mag, der kann ja mal zählen, wie viele der Accounts, die ich auf BSky in der kurzen zeit bis heute geblockt habe, dediziert linke Accounts sind, das ist alles öffentlich). Gibt überall seltsame Menschen. Aber ich z.B. ich wurde durch zwei Ereignisse in meinen Ansichten “radikalisiert”: a) als ich als Kind im TV den Progrom in Rostock-Lichtenhagen verfolgen musste und b) als die SPD in der Folge damals dem sogenannten Asylkompromiss zustimmte.

    Es gab noch ein paar andere Dinge, die mich zwischenzeitlich empörten (nur zwei Stichworte: die Klimakatastrophe und der Biodiversitätskollaps), aber an meiner Grundhaltung hat sich seitdem nicht so wahnsinnig viel verändert.

    Die Idee, jemand wie ich würde sich in diesem Alter weiter radikalisieren, nur weil er in 1 Webspace, in dem er sich bewegt, weitgehend von Ja-Sagern umgeben ist, finde ich einigermaßen abenteuerlich. Als würde die Realität um uns rum dazu nicht genug tun.

  93. Franzx

    Hab nur die FAZ-Kritik gerade überflogen und die ist so kritisch wie man es von der FAZ nicht erwarten würde. Da schaue ich lieber was sonst so in den Mediatheken läuft. Sportswashing durch die ÖR brauche ich nicht unbedingt.

    Zur Bubble: Schwieriges Thema, aber am Ende spricht nichts dagegen, sich primär mit Menschen (auch auf Social Media) zu umgeben, die eine ähnliche soziale und politische Einstellung haben wie man selbst bzw. zumindest aus ähnlichen Verhältnisse kommen.

    Wenn wir ehrlich sind, tun wir das doch unbewusst mehr oder weniger alle. Mittlerweile bin ich aber tatsächlich auch ein Verfechter der Theorie, wonach genau dieses Verhalten auch dazu geführt, dass z.B. Trump 2024 noch einmal gewählt wurde oder auch der Aufstieg der Grünen so je geendet hat. Man bewegt sich gerne so in der eigenen Blase, dass man überhaupt nicht mehr realisiert was die Realität vieler anderer Menschen da draußen so ist (vor allem wenn man eher aus gutbürgerlichen weißen Verhältnissen kommt).

    Bill Maher, von dem ich ausgehe, dass er für viele als „reaktionär“ gilt, hat sich gestern zumindest am Rande auch dem Thema Bubble angenommen (am Beispiel des Ghostings von Familienmitgliedern an Thanksgiving) und wie immer ist sehr vielen von dem was er sagt subjektiv einfach richtig (auch wenn das vermutlich nicht allen passt): https://www.youtube.com/watch?v=TnMiRMl6FLc

    Es geht hier nicht um Relativierung und Gleichsetzung, es geht schlichtweg um das Akzeptieren von Realitäten. Daher verbreitet alle Liebe und Wärme. Wenn man es nicht selber tut, darf mann sich nicht wundern, wenn die Welt um einen selbst noch deutlich unangenehmer wird (was sie sowieso wird).

  94. NoBlackHat

    @sternburg 21.11.2025 | 04:33

    Habe erst etwas überlegen müssen, wie und worauf ich zu deinem Post antworten sollte. Ich beschränke mich mal auf die mich direkt betreffenden Stellen.

    Respekt
    Hierzu danke für deine Worte, diesen Respekt empfinde ich auch für dich als hiesigen Moderator und als sehr engagierte Person, aber nicht unbedingt für deine politische Ausrichtung. Du bist sicher nicht linksextrem, aber in meinen Augen so ideologisch verfestigt in deinem linken Denken, dass du manchmal weit über das Ziel hinausschießt. Ein Beispiel: ich bin dir eine Zeit auf Twitter gefolgt, habe das dann aber entnervt storniert. Grund waren deine damals häufigen und schlimmen Ausfälle gegen Autofahrer, die ich völlig überzogen und viel zu verallgemeinernd fand. Das Grundthema Reduzierung des innerstädtischen Autoverkehrs und Förderung anderer Mobilitätsarten sehe ich ja auch als essentiell an, es muss aber eben praktikabel und nicht ideologisch getrieben umgesetzt werden. Ähnlich übrigens wie die deutschen Aktivitäten zum Umweltschutz, wie sie zB Habeck betrieben hat (den ich ansonsten sehr schätze). Da bewegen wir uns in einem mehrdimensionalen Problembereich (Umweltschutz, Wirtschaftsentwicklung, Rechtsvorgaben, Außenbeziehungen usw.), da gibt es eben keine einfachen Lösungen, auch wenn viele so tun als ob. Leider ist hier mittlerweile viel Zeit vergeudet worden, weshalb so ein Hinweis auch immer als weiteres Aufschieben gewertet werden kann. Hier liegt eben unser Dissens, du bist ideologisch fixiert und ich bin, auch beruflich, eher pragmatisch eingestellt und versuche machbare Lösungen zu finden, auch wenn diese nicht immer optimal sind. BTW: Die Geschichte des Silicon Valley ist viel facettenreicher, als du sie mit einer Phrase beschreibst, und mich in die Entourage von Peter Thiel zu stecken, muss ich mir verbitten. Ich verfüge weder über seine Geisteshaltung noch über sein Vermögen ;)

    “Hä, was ist denn passiert”
    Ich weiß jetzt nicht, worauf du das beziehst. Die “Suche” hier funktioniert ja nicht wirklich, also vielleicht hilfst du mir mit einem Link oder Hinweis dazu.
    Wenn es um die Causa FBG geht, dann verstehe ich es nicht wirklich. Da sind wir, glaube ich, weitgehend einer Meinung. Ich habe mich mit dem Fall in einem anderen Forum intensiv befasst, ihre Aussagen zum Thema Abtreibung studiert, den Bericht der Kommission, der sie vorstand, in den entsprechenden Teilen gelesen und auch die “Beweise” zu den Plagiatsvorwürfen gegen sie analysiert. Meine Haltung dazu war völlig klar: sie ist eine hervorragende Juristin und hätte in das BVerfG gewählt werden sollen, das ist aber leider auf schmierige Art verhindert worden. Dass es Zweifel an ihrer Haltung zum Thema Abtreibung gab, kann ich aber verstehen, dazu müssen diese gesteuerten Mailingaktionen auch nicht unbedingt beigetragen haben. Ihre Haltung hat mich aber nicht wirklich gestört, denn ein so geartetes Abtreibungsgesetz wäre wohl nie durch den BT gekommen. Die ganze Geschichte ist vor allem von Spahn ziemlich dilettantisch behandelt worden, ansonsten gab es für/gegen FBG durchaus sachliche Parteinahmen, die ich auch nachvollziehen konnte.

    ÖRR
    Hieran entzündete sich ja diese Debatte. Es gibt für mich keine vernünftigen Zweifel daran, dass die meisten Anstalten des ÖRR eher links ausgerichtet sind, Ausnahme natürlich der BR. Vor einiger Zeit gab es ja den Fall Julia Ruhs, der missglückte Versuch des NDR (und BR) auch eher konservative (oder rechte) Klientel für das Programm zu interessieren. Nun finde ich Frau Ruhs nicht so wirklich interessant, aber die ganze Geschichte war für den NDR schon ein Desaster und zeigte auf, welche unterschiedlichen Strömungen hier eine Rolle spielten. Bestimmend waren aber letztlich sicher keine Rechten oder Konservativen. Im Jahr 2020 erbrachte eine Umfrage unter Volontären der ARD und des Deutschlandradios, dass diese zu 57 Prozent Grün wählen, 23 Prozent neigen der Linkspartei zu. Weniger als 5 Prozent würden ihr Kreuz bei der CDU machen (Quelle SPON). Gilt so krass wohl nicht für alle Anstalten, aber rechte Politik macht der ÖRR sicher nicht. Ich weiß nicht, wie man zu dieser Wahrnehmung kommen kann. Aber wer weit links steht, für den sind eben fast alle anderen rechts, das hat sogar eine Logik.

    Bubble
    Aus aktuellem Anlass nehme ich das noch mit auf. Die meisten werden sich wohl in mehreren Bubbles bewegen, in nur einer Bubble zu sein stelle ich mir zwar stressfreier aber auch langweiliger vor. Ich selber werde wahlweise in unterschiedlichen Bubbles entweder als “konservativ” oder als “woke” tituliert, dabei versuche ich schon, meine Standpunkte unverändert zu vertreten. Dabei versuche ich aber auch immer andere Standpunkte nachzuvollziehen, solange sie sich inhaltlich und im Sprachgebrauch in einem ordentlichen Rahmen bewegen. Ich denke, bei dir wird das ähnlich sein, allenfalls sehe ich manchmal einen eingeschränkten Toleranzbereich zur weitergeführten Diskussion bei dir. Kann ich aber auch verstehen.
    Zum Problem der eingeschränkten Sichtweise in einer Bubble hier mal ein Beispiel: auf LinkedIn wurde ich kürzlich aufmerksam auf https://democracy-intelligence.de/. Unter der Prämisse “flooding the zone with sense” (sollte einem bekannt vorkommen ;) werden öffentliche Äußerungen, vorwiegend von Politikern, untersucht um Desinformation zu entlarven und Vertrauen messbar zu machen. Ein engagiertes Vorhaben, was ich anfangs durchaus begrüßte. Der Kopf dahinter, Mirko Lange, macht einen sehr engagierten und kompetenten Eindruck und ist gerade dabei, das ganze weiter auszubauen und alle Bewertungen in einer Datenbank jederzeit abrufbar zu machen. Tolles Projekt, aber kann das wirklich funktionieren, ich habe da meine Zweifel. Mirko Lange würde ich dem links/grünen Spektrum zuordnen und 95% der Kommentatoren ebenfalls. Da man sich nicht nur auf einen Faktencheck beschränkt, sondern auch “weiche” Kategorien wie Framing, Verzerrungen, Delegitimierung bewertet, ist der politischen Positionierung der Bewertenden durchaus eine Bedeutung beizumessen. Neutralität wird da kaum einzuhalten sein, egal ob bewusst oder unbewusst. Beifall allein aus der Bubble wird für einen Fortbestand dieses Projektes aber kaum ausreichen. Wäre schade.

  95. Klappflügel

    @ NoBlackHat
    Was genau war das Problem mit Habeck?
    Beim Heizungsgesetzt hat er ein CDU Gesetz verbessert und entschärft, wurde dafür aber von der Springer-Presse verbrannt.

  96. neuronal

    Naiver Ansatz mit den Volontären bei den Öffis, wenn du mich fragst.
    Wer verteilt Gelder, wer bestimmt die Intendanten, wie sind Rundfunkräte zusammengesetzt, wer wird Intendant (wie viele davon wählen Grün oder Linkspartei), wer schließt Spartensender oder schränkt sie inhaltlich ein, wer besetzt Polit-Talkshows, was passiert mit jungen idealistischen Journalisten auf dem typischen Öffi-Karriereweg (Grüße an Caren Miosga)? usw. usf.

  97. neuronal

    Man könnte sich natürlich angucken, inwiefern die Idee des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks an sich inzwischen als “links” konnotiert wird, weil es natürlich im Interesse mancher Leute ist, dass die ganze öffentliche Sphäre in privater Kontrolle ist. Da wirst du vielleicht eher fündig.

  98. NoBlackHat

    @Klappflügel
    Habeck hat sicher ein schwieriges Erbe angetreten und musste dazu auch noch mit einer immer schlechteren weltpolitischen Lage und ihren Auswirkungen umgehen. Ein Wirtschaftsminister hat aber einige Instrumente, die er einsetzen kann, um neue Entwicklungen anzustoßen.

    – Wachstumspakete schnüren, unter anderem zur Förderung von Wohnungsbau und Elektroautos
    – Vermeidung von zu viel Ideologie bei der Energiewende (AKW hätten als Überbrückung einige Jahre weiter betrieben werden müssen)
    – Anstoßen von längst überfällige Reformen in bürokratischen Bereichen

    Hinzu kamen:
    – Fiasko um das Heizungsgesetz, schlechte Vorbereitung und zu viele Leaks
    – Einkassierte Umwidmung von Coronamitteln zum Klimafond
    – Ungeschicktes Hantieren im Personalbereich des eigenen Hauses. Nicht weltbewegend, aber machte unglaubwürdig.

    War mir schon sympathisch, aber eben bei den vielfältigen Aufgaben überfordert, eher ein Umwelt- als ein Wirtschaftsminister. Zudem mit schwachen Koalitionspartnern und einer blockierenden Opposition (Schuldenbremse) fast chancenlos.

  99. Klappflügel

    @NoBlackHat
    -Schweirig wenn man die Schuldenbremse einhalten muss und die Fehler wurden auch schon deutlich vor Habeck begangen insbesondere was den Wohnungsbau angeht. Ihm die Fehler der letzten Jahrzehnte dort anzulasten ist ziemlich unfair.

    Die Laufzeit der AKWs weiter zustrecken war wenn ich mich richig erinnere aus mehreren Gründen nicht möglich. Meine selbst die Betreiber meinten es geht nicht länger.

    Beim Heizungsgesetz halte ich das eher für die Schuld der Medien als Habeck und da unklar ist wer da Infos durchgestochen hat halte ich wegen der Leaks zurück.

  100. MarioP

    Zusammenfassend: Die deutsche Wirtschaftsmisere verantworten Corona, Trump, Putin, die AFD, die Vorgängerregierungen usw.

    Habeck kann da überhaupt nichts dazu…

  101. Sauereien hat es früher natürlich auch gegeben. Ich denke an die Nürnberger Schülerin, die wegen einer Plakette stoppt Strauß der Schule verwiesen wurde und sich mit größten Mühen wieder einklagen musste. Die als Rechtsreferendare und später als Anwältin immer noch mit dem Makel zu kämpfen hatte.
    Ich denke an eine Demo in München, wo die Demonstranten ewige Zeit den Ort nicht verlassen konnten und der bayerische MP Streibl auf unsägliche Polizeigewalt mit dem lapidar, das ist die bayerische Art beantwortet hat.
    Otto Wiesheu hat besoffen einen Menschen tot gefahren, er wurde später bayrischer Verkehrsminister. Aber wie sagte der damalige Innenminister Günther Beckstein: nach zwei Maß Bier Auf der Wiesen kann man doch noch Autofahren!
    Die CSU in Bayern ist eine Ansammlung von geldgierigen skrupellosen frauenfeindlichen Menschen, ohne jeder Achtung für normale Menschen, für die Umweltschutz oder Klimaschutz ein Fremdwort ist. Siehe gerade Andrea Tandler, die Abermillionen ergaunert hat und ja weinend um Begnadigung bittet.
    Spahn hat meines Erachtens die Richter Wahl mit Absicht sabotiert: er tut alles, um der Regierung zu schaden und träumt von einer Kanzlerschaft, dank AfD Unterstützung
    Wir haben eine Bundestagspräsidentin, die offen für das Nazi-Hetzorgan Nius Werbung macht. Julia Klöckner ist eine Frau, für die ich keine Worte mehr habe, die mich nicht sofort ins Gefängnis bringen würden.
    Spahn und Klöckner und Dobrindt und Reiche und all die anderen Hetzer hat Bundeskanzler Merz mit vollem Bedacht ausgesucht, um zu spalten. Die wenigen gemäßigten, wie gerade Außenminister Wadephul werden (an die Wand gestellt (sinnbildlich nur, immerhin). Und natürlich will Dobrindt an Afghanistan (nach Verhandlungen mit den Taliban Terroristen) und nach Syrien abschieben.
    Merz selber ist ein Rassist, andauernd sagt er rassistische Dinge, wo dann mit größter Mühe überlegt werden muss, ob sie nicht doch anders gemeint sein könnten. Was meines Erachtens nicht mehr gelingt.
    Dobrindt, Scheuer und einige andere mehr haben durch ihr katastrophales Bahn Management diesen so umweltfreundlichen Verkehrsweg nahezu unbrauchbar gemacht. Meines Erachtens mit voller Absicht, dafür gerade in Bayern, so viel Autobahnen und ausgebaute Straßen, die keine Sau braucht.
    Ich wäre mit den ganzen Sauereien noch längst nicht am Ende, aber ich glaube, es reicht erst mal.
    Nur eines noch: der manchmal reaktionäre Markus Lanz ist vieles, aber ganz bestimmt kein Linksfreundlicher Journalist. Das zeigt er Sendung für Sendung.

  102. @NoBlackHat: Der kluge Move wäre hier vermutlich, Deine Replik einfach stehen und existieren zu lassen. Und das will ich auch tun. Aber wie es mit guten Vorsätzen so ist: ich hab dann doch ein paar Anmerkungen im Detail, vielleicht auch ein paar mehr. Dem Rest stimme ich weder zu, noch widerspreche ich. Der existiert einfach.

    – First things first, re “Respekt”: Für diese Worte danke ich Dir und möchte auch mit Dir anstoßen.

    “dass du manchmal weit über das Ziel hinausschießt. Ein Beispiel: ich bin dir eine Zeit auf Twitter gefolgt, habe das dann aber entnervt storniert. Grund waren deine damals häufigen und schlimmen Ausfälle gegen Autofahrer, die ich völlig überzogen und viel zu verallgemeinernd fand.”

    ‘tschulje, wenn ich da lachen musste. Bruder, Twitter ist Twitter und Leben ist Leben. Wärst Du mir weiter gefolgt, dann wärst Du auf zwei meiner stehenden Formulierungen gestoßen: a) meine anstrengende Radfahrer-Bubble und b) ich habe jedes Verständnis für jeden, der mich wegen meiner Wortwahl blockt. Also das sind schon meine Überzeugungen und ich stehe auch dazu. Aber würden sie jemals in Politik umgesetzt werden, als erstes wird meine hochverehrte Frau Mutter an die Wand gestellt und ich liebe meine Mama und ich will das nicht. Nimm nicht alles so ernst, was Leute entnervt ins Internet schreiben. Oder tu das doch, wie Du magst. Mir dort zu entfolgen war definitiv der richtige Schritt, ich kann da nichts schlechtes dran finden.

    Ein anderer Punkt wäre btw meine stehende Forderung, willentlich nicht geimpfte Personen (nicht auf Covid beschränkt) sollten in einem ernsthaften Staatswesen jederzeit damit rechnen müssen, dass ein Kleinbus mit verdunkelten Scheiben neben ihnen hält. Wer das versteht, der hat mich dafür angezählt und zwar zu recht. Ich meine das so, wie es da steht und ich stehe dazu. Aber möchte ich in einem Staat leben, wo man diesbezüglich auf mich hört? Nein, auf gar keinem Fall. Niemand sollte auf mich hören, das wäre ein Albtraum. Das wäre das schrecklichste, was man tun könnte. Als Forderung stehe ich trotzdem dazu.

    Wiederum ein Gegenbeispiel – zurück zum Thema Auto – wäre meine Forderung, die Fahrerlaubnis sollte wie jede andere Genehmigung, gefährliche Maschinen bedienen zu dürfen, behandelt werden, und also alle paar Jahre einer neuen Prüfung ob der medizinischen, charakterlichen und regelkenntnismäßigen Eignung zugeführt. Das ist in Autoland seltsamerweise eine extreme Forderung – und es ist ja auch extrem vom Status Quo abweichend. Ich kann darin aber nichts extremes erkennen.

    Drei sehr unterschiedliche Beispiele und alle wurden im selben Tonfall von derselben Person geäußert. Man kriegt den Vibe oder man kriegt ihn nicht, sag ich mal.

    “Du bist sicher nicht linksextrem”

    Okay, festhalten und ggfs den Scrollfinger aufwärmen:

    Jetzt mal unter uns: Ne, bin ich nicht? Finde ich auch?

    Ich bin links, weil mir Empathie und Solidarität als Gemeinwesen wichtig sind.

    Aber ich habe gewisse Grundüberzeugungen. Und strukturell sind die alle an sich super konservativ:

    Ich finde es wichtig und angenehm, in einem Staat zu leben. Insbesondere, wenn der als Rechtsstaat organisiert ist.

    Einen Staat definiert als allererstes und vor allem anderen das staatliche Gewaltmonopol. Damit ist das vielleicht ein schlechter Staat, aber ohne ist es gar kein Staat. Das ist der Anfang. Das setzt schon mal einen autoritären Tonfall, aber so ist das halt.

    Innerhalb dessen sollten die Bürger Abwehr-Grundrechte und Teilhabe an Entscheidungsprozessen haben, damit diese Gewalt fair und sinnvoll ausgeübt wird. Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Würde des Einzelnen, Diskriminierungsverbot – der ganze Zoo den ich persönlich noch nie viel besser als in Art 1 bis 20 GG formuliert gesehen habe.

    Soweit so … linksliberal?

    Und damit das funktioniert, brauchen wir Bürokratie. Viel, viel Bürokratie, denn wir sind ein großes Land voller Unmengen an Sachverhalten. Und die wollen alle fair und vor allem sauber behandelt werden. Bürokratie ist für alle Beteiligten nervig (insbesondere für die Bürokraten), aber in sich erstmal was gutes.

    Das ist … links? rechts? konservativ? Jedenfalls erstmal langweilig I guess.

    Hinzu kommt noch der ganze Öko-Quatsch. Ich persönlich fänds cool, wenn wir als Gesellschaft übereinkommen, als allererste Prämisse alle Handlungen zu unterlassen, welche unsere Biosphäre in einem Maße fickt, dass darunter unsere Kinder, Enkel und Nachkommen für Dutzende von Generationen unendlich leiden werden. Und zwar auch dann, wenn – and I can’t stress this enough – wenn es für uns erstmal geil ist. Anscheinend ist das … links? Ist das nicht eigentlich konservativ im Wortsinne? Sollen andere beurteilen.

    Und dann kommen wir zum Wirtschaftsystem, in dem wir leben. Aus irgendeinem Grund der wichtigste Anhaltspunkt, ob jemand links oder rechts oder sonstwas ist. Nebenbei bemerkt: Unsere Verfassung trifft dazu keine Aussage. Eine der vielen sehr klugen Entscheidungen, als sie geschrieben wurde.

    Don’t get me wrong: Ich würde voll gerne in so einem Star-Trek sozialistischem Utopia leben, in dem Armut und Kriege und Geld als Konzept überwunden wurden und alle ihren Lebensweg nach persönlicher Eignung und Interesse entscheiden dürfen. Nunja, in Star Trek haben sie dafür den Replikator _und_ eine unendliche Energiequelle.

    Mit Automatisierung und Solar- und Windenergie sind wir 2025 davon gar nicht so wahnsinnig weit weg, würde man das mal ernsthaft angehen. Aber schon noch ein entscheidendes Stück tbh.

    Und ich kaufe auch nicht die “Sozialismus hat noch nie funktioniert”-Sprüche oder “Planwirtschaft tötet jeden menschlichen Unternehmensgeist”. Ein tatsächlich demokratischer Sozialismus wurde on Scale (und ohne Einmischung von außen) noch nie ausprobiert, schon gar nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten. Und Planwirtschaft … Unsere Wirtschaft wird in erster Linie von großen Konzernen beherrscht und bestimmt (und for some reason damit auch unsere Wirtschaftspolitik). Und intern laufen diese Konzerne alle auf Planwirtschaft. Anders ginge das auch nicht. Gibt keinen logischen Grund, warum man das nicht auch systemweit tun könnte.

    Und trotzdem … also ich fänds cool, wenn jemand mal so einen echten demokratischen Sozialismus ausprobiert. Aber ginge es nach mir, dann bitte woanders.

    Ich bin okay mit dem Kapitalismus. Ich bin nicht dafür, aber auch nicht dagegen. Arbeitsteilung ist die eine Sache, die noch lange vor jedem Staatenwesen eine menschliche Gesellschaft möglich macht. Und Kapitalismus ist ein bis heute unerreicht praktikabler Weg, das zu organisieren.

    Aber wenn schon Kapitalismus, dann will ich auch, dass man den Ernst nimmt. Das ist ja nicht der Fall. Unser Kapitalismus wird in erster Linie geprägt von leistungslosem Einkommen, Oligarchentum und völligen Ignorieren des einen großen Problem des Kapitalismus, dass sich über Zeit alles Kapital an einer Stelle konzentriert.

    Ich bin, relativ zu meiner Ausbildung, in der deutschen Gesellschaft relativ arm. Das finde ich okay. Ich bin für das ganze Handel und Wandel im Kapitalismus nicht geschaffen, skill issue. Ein Freund von mir ist relativ reich. Der hat gar keine in Deutschland anerkannte formale Ausbildung, der kam hierher als Geflüchteter, der hat sich mit seiner Händlervergangenheit angeguckt, wo die Deutschen ihm Lücken zum reingehen anbieten, und der hat sich die Finger blutig gearbeitet. Der hat jetzt schönes Geschäft, dickes Haus, Mietshaus, dickes Auto und alles. Finde ich okay. Kapitalismus. Nur fair.

    Sein Haus, dass er für 300k gekauft hat, ist jetzt 2 Millionen wert. Ohne dass er dafür einen Finger gerührt hat. Und ohne, dass er dafür einen müden Cent an die Stadt zurückgibt, die das ermöglicht hat. Das finde ich nicht okay.

    Für sein Mietshaus hat er unter dem Strich keinen Pfennig bezahlt. Das haben ihm die Mieter finanziert und jetzt zahlen sie weiter Miete. Das finde ich nicht okay.

    Sein Sohn startet mit diesem ganzen Vermögen ins Leben. Multipliziert mit Aktiengeschäften aus überhitzten Hype-Märkten, denen kein reeler Wert zugrunde liegt. Dieser Sohn müsste schon sehr viel falsch machen, um jemals in Armut zu landen.

    Mein Sohn startet ohne dies, aber auch nicht mittellos. Und mit einer intellektuellen Betreuung, die keine deutsche Schule als Vorteil auffängt. Mein Sohn ist nicht auf Rosen gebettet, aber ihm steht die Welt offen. Er muss nicht mal am Kapitalismus groß teilhaben, aber er kann.

    Der Sohn meiner Nachbarn hingegen … nun, ich wohne in Neukölln.

    Diese Söhne unterscheidet nichts. Und trotzdem ist ihr Weg vorgezeichnet. Das finde ich nicht okay.

    Das hat alles nichts mit Kapitalismus ja oder nein zu tun. Das ist einfach nur nicht Kapitalismus zu Ende gedacht.

    Und dazu kommt ja noch, dass wir als Gesellschaft unsere Verfassung als Gemeinwesen nicht von der Wirtschaftsform diktieren lassen sollten. Sonst wäre ein Mad Max Szenario das perfekte für den Kapitalismus in Reinform. Nein, wir wollen sinnvollerweise, dass alle privaten Akteure die möglichst perfekte und passende Infrastruktur bereitgestellt bekommen, um innerhalb des gewählten Wirtschaftssystems so wohlhabend, glücklich und frei zu sein, wie es eben geht.

    Und daraus folgt … btw, der Kapitalismus besteht aus Ausbeutern und Ausgebeuteten. Das ist keine Wertung, das ist dieser Wirtschaftsform immanent. /Exkurs

    Daraus folgt also, dass man den Ausbeutern eine staatliche Infrastruktur an die Hand gibt, die ihnen das ausbeuten so einfach wie möglich macht. Verkehrswege, Gerichte, Inhaber des Gewaltmonopols, Bürokratie etc, alles muss auskömmlich finanziert und bewirtschaftet sein, von deren Geld, weil das für sie sinnvoll ist. Und Regularien. Für das Kapital ist fast völlig egal (hier u.a. der Wurf zurück zur Öko-Scheiße), welche Regularien gelten. Nur verlässlich müssen sie sein.

    Und die Ausgebeuteten sollten fair an der – letztlich von ihnen erbrachten – Wertschöpfung beteiligt werden. Durch auskömmliche Löhne, gute Arbeitsbedingungen und, da haben wir es wieder, staatliche Infrastruktur. Verkehrswege, Kitas, Parks und Plätze usw.

    Und daneben noch Absicherung. Egal ob man Ausbeuter, Ausgebeuteter, Bürokrat, Vertreter des Gewaltmonopols oder Aufrechterhalter von Infrastruktur ist: 99,999 % der Bevölkerung sind eine übersehene Teppichkante, eine falsche Geschäftsentscheidung, einen falschen Vater für die eigenen Kinder oder ein Jahr Depression und nicht den Briefkasten aufmachen entfernt von Kosten, die allein für das aufrechterhalten der eigenen Existenz kein Mensch allein erwirtschaften kann. Solidarität, Baby. Dafür lebt man in einer Gesellschaft. Sonst könnten wir alle auch einfach in den Wald ziehen und Eichhörnchen jagen. Wir stehen füreinander ein. Das ist der Sinn der ganzen Sache.

    Und wenn ich diese paar Grundprinzipien zuende denke, dann führt mich das beständig zu Forderungen, die in diesem Deutschland als extrem links codiert sind und/oder extrem liberal. Die so nichtmal die sogenannte Linkspartei vertritt (oder die ehemalige Bürgerrechtspartei Die Grünen). Das macht mich zum Linksextremisten. Weil wie könnte man das nicht sein, wenn man linke Forderungen vertritt und wenn die extrem vom Status Quo abweichen?

    Dabei will ich einfach nur in einem ernstzunehmenden Kapitalismus leben, der sich selber ernst nimmt, ich will unsere Verfassung ernst genommen sehen und ansonsten meine Ruhe haben. Skurril imho.

    “Wenn es um die Causa FBG geht, dann verstehe ich es nicht wirklich”

    Aus dem Gedächtnis: Ich sagte irgendwas zynisches, sowas wie “Sehr gut, damit ist das auch erledigt.” Und Du hast darauf irgendwas in die Richtung erwidert wie “keine Ahnung, wie man das gut finden kann”. Ich könnte es raussuchen, aber damit gewinnt das nichts. Du hast damals nichts in der Sache gesagt. Der Punkt ist gerade, dass Du meine Verzweiflung nicht bemerkt hast, mithin nicht selber fühltest.

    Hätte ich vielleicht klarer machen sollen.

    “und mich in die Entourage von Peter Thiel zu stecken, muss ich mir verbitten.”

    Hilf mir mal: Wo habe ich Thiel erwähnt?

    “Hier liegt eben unser Dissens, du bist ideologisch fixiert und ich bin, auch beruflich, eher pragmatisch eingestellt und versuche machbare Lösungen zu finden, auch wenn diese nicht immer optimal sind.”

    Nun, da haben wir tatsächlich einen Dissenz (bzw: wusste ich nicht, aber er ist nicht exotisch). Ich bin volle Kanne für machbare Lösungen. Ich bin – kleiner Leak – strukturell stinkfaul und großer Freund machbarer Lösungen. 80 % der Erfolge werden mit 20 % des
    möglichen Efforts erreicht, das ist meine Ideologie (ich weiß, das sagt man auf LinkedIn anders, aber so ist die Wahrheit).

    Aber es gibt halt Probleme, für die Aufwand kein sinnvoller Maßstab ist. Wenn das, was wir tun, für mindestens viele Dutzende Generationen nach uns unendliches Leid bedeutet, dann kann für die Frage, ob und wie man das unterlässt, Machbarkeit nicht der Maßstab sein. Wenn das, was wir tun, für viele Millionen, ja einige Milliarden Menschen genau jetzt unendliches Leid bedeutet, dann kann für die Frage, ob und wie man das unterlässt, Machbarkeit nicht der Maßstab sein.

    Das hat mit Ideologie nichts zu tun. Das ist Ursache und Wirkung. Einfachste Physik. Die einzige Ideologie, die da ins Spiel käme, wäre die Überzeugung, Verantwortung fürs eigene Handeln zu übernehmen.

    Aber das ist ja das schöne an der Kausalität: Auf Dauer spielt das keine Rolle. Man kann jetzt Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Oder man wird später in Verantwortung genommen.

    “Im Jahr 2020 erbrachte eine Umfrage unter Volontären der ARD und des Deutschlandradios, dass diese zu 57 Prozent Grün wählen, 23 Prozent neigen der Linkspartei zu. Weniger als 5 Prozent würden ihr Kreuz bei der CDU machen (Quelle SPON)”

    Darauf hab ich als Widerspruch gewartet (und hätte ihn früher erwartet?). Ich hab das damals zur Kenntnis genommen und auch den Diskurs darum und war selten so irritiert. Weil ähm ja selbstverständlich? Wer sich für den Beruf des Journalisten entscheidet, der sollte ja im Grundsatz schon so ein bisschen ein Interesse für diesen Beruf und sein Handwerkszeug haben. Und Journalismus an sich und sauberer Journalismus im besonderen bedeuten in erster Näherung genau zwei Dinge:

    a) Auf der Seite der Sprachlosen stehen und ihnen ein Sprachrohr sein (vierte Gewalt dies das Ananas)

    b) Auf der Seite der Wahrheit stehen (wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn, seriöse Recherche, investigative Recherche, PR nicht für bare Münze nehmen, das ganze langweilige Zeug)

    Journalist sein zu wollen ist also per se links. Oder nennen wir es in diesem Fall eher progressiv (gerade das Ding mit der Wahrheit sollte nicht links-rechts gecoded sein). Journalist sein zu wollen und nicht progressiv eingestellt zu sein, das schließt sich für mich denklogisch aus.

    Und wir reden hier ja nicht über Journalisten an sich. Wir reden über Nachwuchs-Journalisten. Und auch nicht über Nachwuchs-Journalisten an sich, sondern über Volontäre. Wer kommt heutzutage (2020) überhaupt noch über ein Volo in den Job, das ist ja schon ne Spitze eines Eisbergs. Und dann noch nen Volo bei der ARD (und sorry beim DLF), und nicht bei Springer, beim Spiegel oder sonstwo. Das ist eine super enge Auswahl. Nichts davon trifft eine Aussage über die Leute, die diesen Beruf ergreifen, leider. Um ehrlich zu sein: ich finde erschreckend, dass von diesen Leuten ein Zwanzigstel jetzt schon CDU wählen. Wo wollen die hin mit ihrer Berufsentscheidung?

    Wie dem auch sei: Natürlich sind die Mehrheit der Leute, die dort arbeiten, grundsätzlich eher progressiv eingestellt. Wäre auch sehr verwunderlich, wenn nicht. Aber das ändert doch nichts dran, was als Programm am Ende rauskommt?

    Jeder einzelne mir bekannte Mensch, der bei Sky arbeitet, ist ein absoluter Supertyp und hoch sympathisch. Trotzdem ist das Programm beschissen.

  103. Linksaussen

    Würde gerne angesichts der auch hier diskutierten Bubble-Thematik darauf hinweisen, dass hier nach wie vor Online-Personae miteinander diskutieren. Klar, über die inzwischen vielen Jahre auf aaaas bekommt man vom Stammpersonal mitunter einen breiteren Ausschnitt, aber es bleibt ein Ausschnitt.
    Ich persönlich z.B. kann ganz gut einschätzen (wir halten uns ja alle für reflektiert, ne?), welches Bild ich auf twitter oder hier projiziere. Zwei verschiedene mit gelegentlichen Überschneidungen natürlich, aber bspw. auf Twitter sind immer wieder von mir aufgegriffene Themen Fahrrad/Autos/Verkehrswende, natürlich Pflege/Medizin, Genderfragen und anderes Zeugs (Impfung!), was mich sehr leicht in die “linksgrünversiffter Gutmensch”-Schublade bringt (womit ich wenig Probleme habe). Warum? Weil das halt die Topics sind, die aufgrund echter oder gefühlter Ungerechtigkeiten Meinungsverschiedenheiten provozieren. Das fatale Grundprinzip von Social Media: Tatsächlicher Konsens bringt keine Likes. Differenzierte Meinungen sind mit Zeichenbegrenzungen schwierig darstellbar. Ohne all die nonverbalen Bestandteile menschlicher Kommunikation bleibt oft nur das geschriebene Wort (Sender/Empfänger-Problematiken, 4 Ohren-Prinzip etc…)

    Ich diskutiere diese Themen übrigens auch im “echten Leben” vehement und, hüstel, meinungsstark. Aber berufsbedingt komme ich ja mit sehr unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Kontakt und ich schaffe es auch als politisch deutlich Linker, mit allen respektvoll und angemessen zu diskutieren. Weil all das, was auf den sozialen Medien (aaaas dazugezählt) Reichweite erzeugt und bekommt, ein dann doch überraschend kleiner Teil der Lebenswirklichkeit der Menschen ist (und, klar, auf meinen Krebsstationen noch viel weniger Relevanz hat).

    In diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass man problemlos eine aaaas-Vollversammlung ohne größere Konflikte veranstalten könnte. Weil sich hier doch im Grunde nur normale, zivilisierte Menschen rumtreiben (leider aus einer recht homogenen Gruppe,
    angefangen beim Geschlecht).

  104. Uwe

    @Linksaussen
    Twitter?
    Warum kommst Du nicht rüber zu uns auf Bluesky? Dort gibt es die Likes für Deine Themen.

  105. Uwe

    Was ist der Grund für die Inaktivität?
    Zu kleine Bubble und nur Selbstvergewisserung der Teilnehmenden ergo Langeweile?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Erlaubtes HTML in den Kommentaren:
Link: Beschreibung <a href="URL mit http:// vorne dran">Beschreibung</a>
Fett <b>Fettgeschrieben</b>
Kursiv <i>Kursiv</i>
Durchgestrichen <strike>Durchgestrichen</strike> oder <del>Durchgestrichen</del>
Spoiler: [spoiler title="Überschrift"] Gespoilerter Text [/spoiler]
Zitat mit hübschen Anführungsstrichen
<blockquote>Zitat mit hübschen Anführungsstrichen</blockquote>
< und > ausgeschrieben &lt; (less than) &gt; (greater than)