drei90-Kommentare

In diesem Bereich dieser schmierigen kleinen Webpräsenz geht es um alberne Hobbys. Eines meiner Hobbys (diese Pluralbildung gilt im Deutschen als korrekt, so absonderlich dies ist) ist bekanntlich das weghören unsinniger, aber launiger Fußballpodcasts von Menschen mit wenig Kenntnis und viel Meinung. Und da es den Flatterball leider nicht mehr gibt, höre ich seit seiner Entstehung recht sklavisch drei90. Und was ich höre, das pflege ich auch gelegentlich zu kommentieren. Ich weiß, das überrascht Euch alle, aber es ist so.

Nun ist der Gastgeber im Hause drei90 jedoch Herr Axel Goldmann, dem ob der jüngsten Entscheidungen des EU-Gesetzgebers vor Panik massiv die Hosenträger vom Daumen gerutscht sind. Oder wie es dem hiesigen Gastgeber (Robert, Dir war doch klar, dass ich das stehen lasse?) als spaßigen Entwurf zu bebildern beliebte:

#DSGVO

 

Nunja. Große Fresse, kleine Website. Hier ist sie also:

Die – bis auf Widerruf offizielle – Kommentarspalte zum kommentieren der jeweiligen Ausgabe von drei90. Habt Spaß, redet Quatsch, redet schlaues Zeug, empört Euch, empört Euch über das Empören oder macht sonst irgendwas. Es ist ein bisher ungenutztes Hinterzimmer einer ohnehin zwielichtigen Spelunke. Nehmt also keine unnötige Rücksicht, nur weil Ihr jetzt – um im Duktus des Herrn Goldmann zu bleiben – in den Räumen “Eurer Selbsthilfegruppe” seid.

Ich möchte Neuankömmlinge am Tresen trotzdem darauf hinweisen: Wie in jeder ordentlichen Kneipe herrschen hier zwar lockere, gleichwohl aber robust durchgesetzte Regeln. Nachzulesen sind sie z.B. hier.

Außerdem halte ich es für sinnvoll, wenn der jeweils erste, der zu einer Folge drei90 kommentiert, die jeweilige Folge erwähnt und einen Link zu ihr setzt. Hier für jede Einzelfolge eine Unter-Unterseite aufzumachen habe ich nämlich absolut keinen Bock auf. Bitte respektiert dies.

Und Euch gegenseitig. Soweit es sich nicht vermeiden lässt.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen und viel Spaß, liebe Mit-Bekloppte.

161 comments

  1. thedishguy

    Stark. Ich dachte schon, ich müsste etwaige Kommentare ab jetzt per Leserbrief an den Volkskurier Mittelstadt schicken.

  2. Thorben

    Ich würde ja eher die mittelstädter Kreiszeitung nehmen. Die lesen mehr Leute ;-)

  3. Sorry Axel, ist mir im Text so durchgerutscht. Aber der Username “Herr Goldmann” ist hier selbstredend auf ewig reserviert, falls mein tatsächlicher Held (schmacht) doch mal vorbei schauen sollte.

    Ich lasse dies für heute so stehen. Beim nächsten Besuch aber bitte anderen Nick wählen, vielen Dank für das Verständnis.

  4. Embolado

    27. August 2029 – Mit Facebook hat nun auch das letzte Internet Medium seine Kommentarfunktion geschlossen. Die Facebook Unterseite von AAAAS hat mittlerweile schon 37.643.845 Kommentare in der ersten Stunde erhalten. AAAAS Gründer und Mäzen bei Borussia Mönchengladbach Sternburg sieht seine Seite weiterhin als lokale Kneipe „Unauflösbar“ bei der jeder kommen und gehen kann, sofern er sich wie ein Gast verhält. Selbst DFB Präsident Philipp Lahm tauscht sich vor der Spielplanpräsentation mit Spielplanexperte Dr. Veniat-Wasserzieher aus, damit auch Meppen an keinem Samstag spielen muss, nach einem Europapokalspiel in der Interkontinental-League, dem Europapokal der Amateurvereine. Im kommenden Jahr wird auch erstmal ein Fußballspiel ohne Kommentar, sondern nur mit AAAAS-Kommentaren ausgestrahlt. Es wird gemunkelt, dass erstmals Frank Buschmann auf AAAAS erscheinen wird. Die CAPS Taste wurde aus Sicherheitsgründen erstmals deaktiviert.

  5. @Embolado: Völlig wirklichkeitsfern. Hätte ich die Kohle, die Borussia wäre das letzte, wo ich sie versenken würde. Weniger der Kohle, als der Borussia zu liebe.

    Der Rest klingt plausibel.

  6. Embolado

    Stimmt, du würdest ja ein NHL Team in Württemberg aufmachen. Sorry, für diese Ungenauigkeiten.

  7. Hahaha, sehr stark, Embolado. Selbstredent impliziert das, dass der SVM dann ein Amateurverein ist, was mich traurig werden lässt. Aber solange es keine Champions League der Amateure gibt….

  8. Peter

    Super Sache wenn es hier bleibt werde ich es auch regelmäßig hören um den Gesprächen folgen zu können.

  9. So. Jetzt haben wir Stammpublikum das neue Separee aber nun wirklich mit genügend Albernheiten eingeweiht.

    Ab hier wollen wir bitte den schüchternen Neu-Gästen entweder den Tisch freihalten oder Ihr Thema behandeln.

    Ich gehe mal mit gutem Beispiel voran:

    Ich habe eine Meinung zur Folge 73 von vorletzter Woche. Die Meinung lautet:

    Ich amüsiere mich über den Unfug in Hattrick – Elfmeter für die Liebe so wie jeder andere. Trotzdem ist mir – so wie jedem anderen, der halbwegs bei Verstand ist – klar, dass sehr viel dieses Unfugs völlig natürlich den Produktionsbedingungen, in denen diese Buchstaben angeordnet wurden, geschuldet ist. Wertungsparallelen zu dogfood oder meinen eigenen Ergüssen sind rein zufällig.

    Und dass der Autor offensichtlich weder die allergeringste Ahnung vom Fußball, noch von seinem Ligensystem hat, geschenkt. Er wird wohl nicht schuld daran sein, dass er für diese (wohl nicht herausragend bezahlte) Auftragsarbeit ausgesucht wurde. Der Freiberufler nimmt im Zweifel, was er kriegt.

    Wo mir aber selbst bei allem Wohlwollen der Kamm schwillt: Wenn dem Herr Buchstabenmonteur die alleralltäglichsten Dinge unbekannt zu sein scheinen. Jetzt mal ganz im Ernst: Kann das sein, dass Heiko Lucas nicht weiß, was eine Werft ist? Eine fucking Werft? So ein Ort, wo Dinge, die schwimmen gebaut und/oder repariert werden? Und kein Ort, in denen Container umgeschlagen werden? Eine Werft halt? Eine Werft? Du meine Güte.

  10. Oder natürlich zur Folge75.

    Wobei ich dazu ganz persönlich anmerken möchte: Weißt Du Bastian, Du kommst diese Woche in meine Stadt. Wollen wir doch erst mal sehen, wer wem eine Schelle verpasst.

    Oder ein Bier ausgibt.

    Im Zweifel bin das nämlich ich. Jeweils. Weil in beiden Gesichtspunkten stabiler.

    Ansonsten möchte ich als ganz normaler Hörer kurz ansagen, dass auch mir dieser ganze kleine Quatsch diese Saison über einen Heidenspaß bereitet hat, ich mich ganz ernsthaft nur bei Euch vier großartigen Leuten bedanken kann und dass auch ich dies “ausnahmsweise sogar ernst” meine.

  11. BSI

    Ich hab jetzt erst mal – natürlich vor allem der Uhrzeit geschuldet – auf keinen einzigen link geklickt. Und würde mich trotzdem über eine kurze Antwort auf folgende Frage freuen: Ist es sehr schlimm und peinlich, wenn ich keine Ahnung habe, worum es hier geht? Und könnte mich Unwissenden vielleicht netterweise in drei Sätzen jemand darüber aufklären?

  12. moris1610

    @BSI Drei90 ist ein Podcast von einem FC Köln, SGE, SCF/D98 und VfB Fan über Fußball. Basti und Axel kennt man auch aus ihren eigenen Podcasts die sich nur mit ihrem eigenen Verein beschäftigen. Den Eintracht-Podcast höre ich immer gerne egal was da gerade so läuft. Drei90 ist ein sehr meinungsstarkes Format und man sollte es vermutlich nicht immer ganz so ernst nehmen, was nicht böse gemeint ist. Manche Folgen finde ich gut bis ganz ok aber immer trifft es meinen Humor nicht. Aber gut ich kann es schlecht nicht hören wenn @sternburg in guter Regelmäßigkeit dafür penetrant Werbung macht. Stört mich aber auch nicht weiter. Dadurch höre ich immerhin mal ab und zu rein. Die Unterseite gibts jetzt hier da Axel die Kommentare auf drei90.de abgeschaltet hat wegen DSGVO was oben auch alles steht.

  13. Wir sind hier nicht bei twitter. Das “@” gehört in alter, scrollfingerfreundlicher aas-Tradition an den Anfang einer Antwort. Mitten im Text hingegen kann und sollte es weggelassen werden.

  14. BSI

    Danke, moris! Aus irgendeinem Grund wurde heute Nacht auf meinem Handy der Einleitungstext von sternburg nicht angezeigt und es ging gleich mit dem ersten Kommentar von dishy los. Das sollte meine Ratlosigkeit zumindest zum Teil erklären ;-)

  15. @Drei90
    Vielen Dank für die tolle Saison. Das war ein wirklich sehr schönes Staffelfinale. Und bitte: Ich wünsche mir #SummerofManfred Sonderfolgen zur WM.

  16. Meinung zur Folge 74:

    Wie man ernsthaft gegen Enzos erfrischend ehrliches Häme-Argument argumentieren kann, bleibt mir schleierhaft.

    Auch wenn ich natürlich a) im Detail dem VfL Wolfsburg noch viel mehr Häme als dem HSV entgegenbringe und b) mir selbstredend klar ist, dass dies mehr über meinen miesen Charakter als über irgendetwas anderes aussagt:

    Ey, das ist doch der Sinn des ganzen Schwachsinn? Oder etwa nicht?

    Ich will jedenfalls Häme aller Nicht-Gladbacher für diese beschissene Saison und für Hecking und überhaupt. Oder damals für die Abstiege. Oder für was auch immer.

    Wenn wir uns als Fußballfans gegenseitig keine Häme mehr überhelfen können, was bleibt dann bitte vom ganzen Konstrukt Profifußball? Spaß am tollen Sport? Also bitte.

    Dessen ungeachtet: Was war denn hier los? Kriegt die übergriffig-neugierige Liga der lahmärschigen auf Twitter nicht alles Mitkrieger dazu noch eine Aufklärung oder wenigstens klandestine Andeutung? Hier, wo es (*streichelt Schnauzbart*) sowieso niemand mitkriegt?

  17. Noch eine Anmerkung zur Folge 75:

    Axel und David, Eure Ausführungen zu Datzen hätten so oder so ähnlich – bis auf Details – 1:1 von mir kommen können.

    Und wenn jemand meiner Meinung ist, dann ist dessen Podcast natürlich super. Geht ja gar nicht anders. Außerdem finde ich es löblich, dass Ihr (zumindest zu Anfang) den Namen auch wirklich – wie es sich gehört – als “Datzen” aussprecht.

  18. “Dessen ungeachtet: Was war denn hier los? Kriegt die übergriffig-neugierige Liga der lahmärschigen auf Twitter nicht alles Mitkrieger dazu noch eine Aufklärung oder wenigstens klandestine Andeutung? Hier, wo es (*streichelt Schnauzbart*) sowieso niemand mitkriegt?”

    @sternburg

    Es war “nur” ein Online-Artikel von der Welt (? bin nicht zu 100% sicher), die sich mit Fußball-Podcasts beschäftigt haben und MML, den mMn relativ langweiligen Sky Podcast, in den Himmel gelobt haben und ihm ungefähr alle Eigenschaften zugeschrieben haben, die drei90 hat. Klang halt so als wäre MML der beste Podcast aller Zeiten und ansonsten gibt es nichts hörenswertes, was halt echt ziemlicher Quatsch ist.

    Artikel habe ich leider nicht gefunden im World Wide Web…

  19. Irgendein Autor auf irgendeiner Verlags-Website empfiehlt persönlich sechs Podcasts, von denen ich persönlich fünf nicht kenne und einen albern finde. Okay, ich lege mich wieder hin.

    Hier in der Fanbase des coolen Podcasts aus der Blogger-Szene ja wohl völlig unbeachtlich.

  20. Ich kann zumindest sehr gut verstehen, dass die Seitenhiebe auf andere Fußball-Podcasts (“Amateur-Liga”) bei gleichzeitigem Hochgelobe eines inhaltsleeren Podcasts, dem dann wiederum unterstellt wird, seine Macher hätten “mehr Ahnung, als die Fans in der Kurve” – dass all dies zu erhöhter Schnappatmung führen kann.

    Solange nicht geklärt ist, ob der Verfasser jener Zeilen in irgend einer Art und Weise Ahnung von Fußball hat (meine Vermutung: in etwa so viel wie Heiko Lukas), sehe ich eine solche Einschätzung in der Tat als irrelevant ein.

  21. Nunja, es ist ja ein Sky-Produkt. Und wenn diese “Fans in der Kurve” ihre Ahnung aus dem sonstigen Sky-Programm beziehen, dann stimmt die Aussage wahrscheinlich sogar.

    Ansonsten habe ich durchaus Verständnis. Aber mich tangiert es halt nicht.

  22. BrudaschlagdenBall

    Frage im Lessingschen Sinne bezüglich “Lob der Faulheit”:
    Ob’s denn ohne größeren technischen Aufwand möglich seie, in diesem Thread die Reihenfolge umzukehren (Neueste oben). Grüße!

    Lob der Faulheit

    Faulheit, jetzo will ich dir
    Auch ein kleines Loblied schenken,
    Käm es nur gleich aufs Papier
    Ohne lange nachzudenken
    Doch, ich will mein bestes tun,
    Nach der Arbeit ist gut ruhn.

    Höchstes Gut! wer dich nur hat
    Dessen ungestörtes Leben
    Wird – ich gähn – ich werde matt –
    Nu – so – magst Du mir vergebens,
    Daß ich dich nicht loben kann;
    Du verhinderst mich ja dran.

    Gotthold Ephraim Lessing

  23. @BrudaschlagdenBall: Den Vorschlag nehme ich natürlich Ernst.

    Die technische Seite kann ich nicht recht beurteilen. Soweit ich das inhaltlich durchdrungen habe (und das ist nicht sehr tief) ist dies für eine Einzelseite eines WordPress-Auftritts aber nicht trivial.

    Inhaltlich hätte ich damit gewisse Bauchschmerzen. Weil auf dieser schmierigen kleinen Website – wie auch auf drei90.de (aber gut, die haben Baumstruktur) – immer überall der neueste Kommentar unten steht. Und ich das mag.

    Was ich aber super beurteilen kann, das ist der Aspekt Faulheit. Ein Tipp an alle neuen Gäste: Auf jeder Seite dieser Website findet sich oben links ein “Letzte Kommentare”-Kasten. Einfach immer erst dort nachschauen, ob es im Eintrag drei90 etwas bisher unbekanntes gibt. Und dann auf das Datum hinter dem Kommentarschnipsel klicken. Das ist eine Sprungmarke zu eben diesem Kommentar. Weniger Aufwand geht nicht.

    Unter uns: Das machen hier alle so. Kein Mensch liest die Tageseinträge.

    Vielleicht hilft das dem Problem ja bereits ab. Das wäre fein. Ansonsten freue ich mich übrigens, wenn technische Probleme und/oder Vorschläge auf unserer dafür eingerichteten Unterseite kommentiert werden. Ihr neuen Gäste im drei90-Separee mögt etwas regelmäßiger duschen als die Kaputten im großen Gastraum. Aber auf dem Weg zu den Toiletten habt ihr freies Geleit, versprochen.

  24. Brgealor

    “In mittlerweile rund 40 Folgen hat sich eine klare Aufgabenverteilung zwischen den Dreien abgezeichnet. Nöcker fungiert meist als Anmoderator der Schlagabtäusche zwischen Beisenherz und Vogelsang, die sich darum drehen, wem von beiden ein besserer Sprachwitz einfällt.”

    Hui, da kriege ich aber richtig Lust auf den Podcast….

  25. Habe ich eine kurze und eine lange Meinung zu.

    Die kurze lautet: Ist mir scheißegal.

    Die lange lautet: Natürlich stört mich das als Hörer. Reklame ist an sich eine Zumutung und die eines Wettanbieters nochmal extra. Und selbst, wenn man aus seinem hemmungslosen Hang zum Ausverkauf des Podcasts und seiner Freude an Sportwetten so wenig Hehl gemacht hat, geht da trotzdem auch ein Stück Glaubwürdigkeit. Geht halt gar nicht anders. Und nebenbei erwähnt, ich hoffe sehr, die haben dafür einen ordentlichen Batzen echtes Geld bekommen. Wenn sie nur was pro Verwender des Bonuscodes bekommen (was ich befürchte), dann sehe ich schwarz. Denn den Neukunden-Köder finde ich, mit Verlaub, eher lächerlich (bin aber auch nicht Zielgruppe). Das große “Aber”: Das geht mich jedoch alles nichts an. Und zwar nicht nur (das auch), weil ich ihnen nicht bezahle, es nicht zu tun. Sondern auch, weil es mich einfach mal einen Scheißdreck angeht, wie die mit Ihrem eigenen Produkt umgehen. Ich sehe überhaupt nicht, wieso ich mir anmaßen sollte, darüber ein Urteil zu fällen. Am besten noch ein moralisches (wie ich es teilweise auf Twitter wahrnehme). Das ist für mich als Hörer keine moralische, sondern allenfalls eine Geschmacksfrage: Würde es mir irgendwann zu viel werden, würde ich vielleicht meinen Spaß dran verlieren und nicht mehr einschalten. Aber davon bin ich weit entfernt.

    Und deshalb ist es mir scheißegal.

    ps: Ich bin hier allerdings in dem Dilemma, dass Robert und ich uns geschworen haben, dass niemals ein Teil von aaaas merkantilisiert wird. Hier findet das also (bis auf diesen einen dokumentarischen Link) bitte nicht statt. Aber das werden sie verschmerzen.

  26. Paparazzo Orange

    “Pöbel-Pirlo: An die @drei90 Hörer, stört es euch dass wir Werbung machen oder stört es euch dass wir Werbung für einen Wettanbieter machen? Ernstgemeinte Frage”

    Klar ist es völlig ok, dass ihr nach Lösungen sucht, um die Kosten des Podcasts zu decken. Dass ihr dabei Werbung für einen Wettanbieter macht, fühlt sich gerade vor dem Hintergrund Eurer klaren Position bei anderen Themen falsch an. “RB ist doch nur ein Sponsor”, “RB ist für die Region wichtig”, “50+1 muss fallen um wettbewerbsfähig zu bleiben”, und “Doping im Fußall bringt nichts” – bei all diesem Schwachsinn habt ihr klar Position bezogen und da will die Werbung für Glücksspiel, dessen Auswirkungen gerade im Amateurfussball alles andere als unumstritten ist, irgendwie nicht passen.

  27. mik

    Alkoholmissbrauch abfeiern, Spielsucht promoten habt Ihr vorher schon gemacht.
    Für 5€ mehr bestimmt geil.

  28. Okay, nochmal (aber hey, das ist jetzt zwar transparent-peinlich für mich, kann trotzdem jeder andere auch selber):

    Link, Enzo, hier.

  29. Und wo ich bei der Gelegenheit nochmal durch die Antworten auf diese Frage scrolle: Wer diesbezüglich ernsthaft Angst um die Kinder/ unbedarften Erwachsenen hat, bei dem frage ich mich schon, ob der jemals eine Sendung gehört hat.

    Ich hab vielleicht bei manchem Beitrag von Logo Angst um die Kinder. Aber doch nicht bei Drei90.

    Wer Gefahr läuft, von einem Podcast zum Glücksspiel oder anderen ungesunden Tätigkeiten verleitet zu werden, der soll das bitte, bitte nicht hören. Völlig ironiefrei bemerkt.

  30. Klar ist es völlig ok, dass ihr nach Lösungen sucht, um die Kosten des Podcasts zu decken. Dass ihr dabei Werbung für einen Wettanbieter macht, fühlt sich gerade vor dem Hintergrund Eurer klaren Position bei anderen Themen falsch an. “RB ist doch nur ein Sponsor”, “RB ist für die Region wichtig”, “50+1 muss fallen um wettbewerbsfähig zu bleiben”, und “Doping im Fußall bringt nichts” – bei all diesem Schwachsinn habt ihr klar Position bezogen und da will die Werbung für Glücksspiel, dessen Auswirkungen gerade im Amateurfussball alles andere als unumstritten ist, irgendwie nicht passen.

    Wir haben das in der aktuellen WM-Folge recht ausführlich diskutiert, und ich bin für kontroverse Diskussionen auch immer offen, aber diese Art Einwand hier, die ein paar Mal von Hörern geäußert wurde, verstehe ich nicht.

    Ja, wir haben klare Meinungen. (Wobei es sehr, sehr wenige Themen gibt, bei denen wir alle komplett identische Meinungen haben.) Wir sind uns aber auch durchaus bewusst, dass es selbstverständlich Dinge im Leben gibt, die wir einfach gerne genießen möchten. Zum Beispiel Fußball. Denn zu Ende gedacht darf man den Fußball angesichts seiner Probleme (Kommerz, Doping, Verbandskorruption, Spieler taugen nicht als Vorbilder…) im Grunde gar nicht mehr anschauen. Die konsequente Schlussfolgerung wäre, Fußball komplett zu boykottieren und zum Dauerboykott aufzurufen. Sport ist Mord. Sport ist Opium für das Volk!

    Für Basti, Axel und Enzo gehört “Sportwetten” zu dieser Kategorie der lüsterlichen Laster oder lästerlichen Gelüste. Machen sie gerne, haben sie Spaß dran. Haben sie nie einen Hehl daraus gemacht, das Thema taucht ständig im Podcast auf, auch unter Nennung diverser Wett-Anbieter. Insofern verstehe ich nicht, wieso man angeblich nicht die Art und Weise, wie RedBull den Sport als Vehikel für Werbung nutzt, nicht kritisieren kann, wenn man gerne wettet. Meinetwegen kann man auch als Kettenraucher vor den Gefahren des Rauchens warnen. Ist halt vielleicht dann nicht so überzeugend, aber es ist noch lange nicht automatisch “heuchlerisch”, wenn man selbst eben davon nicht loskommt. Auch solche Positionen haben wir zum Teil sehr offen diskutiert (“Warum gebe ich noch Geld für den Fußball aus, wenn ich damit bestimmte Dinge finanziere?”). Wir haben uns meines Wissens auch nie über Trikotwerbung oder Bandenwerbung beschwert, sondern über sehr konkrete Auswüchse im Fußball, die drohen, bestimmte Grundfesten von “sportlicher Gerechtigkeit” einzureißen oder mit Füßen zu treten. Ich halte nichts von Sportwetten, es interessiert mich nicht, ich sehe es auch eher suspekt, und im Zweifelsfall nerven mich die Fernseh-Werbespots extrem, aber es gibt für mich trotzdem einen sehr großen Unterschied zwischen “Klarer Standpunkt bei Thema A” und “Persönliche Freude am Wetten.”

    Ich wiederum habe mich mehrmals klar geäußert, dass mich z.B. Werbung bei Sky extrem nervt und verärgert. Warum? Weil ich für Sky einen Abo-Preis zahle und zusätzlich mit Werbung zugemüllt werde. Und weil mir der Sender auch klar das Gefühl gibt, dass er aggressiv versucht, noch jede Minute mehr mit Werbung vollzustopfen. Insofern habe ich persönlich auch kein Problem damit, gleichzeitig Werbung für ein Gratis-Produkt zu akzeptieren. Mein bevorzugter Weg ist es nicht. Mir wären andere Modelle lieber. Die Debatte dazu ist eröffnet. Darf sich jeder äußern.

  31. 7 weiße Würschtl und ein braunes Würschtl. Die weißen Würschtl symbolisieren Deutschland, das braune Würschtl symbolisiert Brasilien. Leute auf die Hautfarbe reduzieren. Nein, gaaaaanz sicher kein Rassismus.

    Zur Tipico-Debatte: Realrap, wo soll Tipico Werbung machen, wenn ned bei drei90? Ihr redet dauernd über Sportwetten und stellt das ja auch durchaus ned nur als ausschließlich lustig dar, insofern joah passt doch eh.
    Der “Countdown” war insofern etwas nervig, da ich eine neue Folge oder eine neue Website oder so erwartet habe, aber mein Gott, es kam ja dann eh eine neue Folge etwas später, insofern whatever.
    Jeglicher Discomfort mit Werbung an sich kann dann bitte an den Kapitalismus an sich herantragen, der macht das notwendig. Wer den Kapitalismus an sich ein Problem findet, darf es mir gerne gleichtun und in Gewerkschaft und Partei eintreten ;)

  32. Dimitri

    Geile WM-Folge. Kam überraschend – umso schöner. Herrlich, dass ihr als Nazis bezeichnet werdet. Das ist soooo geil (und traurig zugleich). Total weit weg von der Realität; zeigt aber auch (unter Anderem), wieso die Nazikeule abstumpft und dann in “berechtigten” Fällen dadurch nicht mehr “wirkt”.

    Allein für Axels Kommentar mit dem “Erbfeind” bei Davids Kind…sowas auf Twitter und der Shitstorm wäre sicher. Mann, sind die Leute unentspannt geworden. Wird nur getoppt davon, dass die Asta der Uni Bochum jetzt den “Cro” nicht auftreten lassen will wegen Sexismus. Heilige Kuh…verbietet Social Media…”früher” in den Internetforen gabs ja wenigstens ne Moderation…

    Zu Özil: Obwohl ich ihn absolut nicht mag (Gündogan hat sich ja wenigstens versucht irgendwie zu “entschuldigen”): Er war nicht der schlechteste. Wenn er im Strafraum verteidigt und dabei scheiße aussieht dann stell ich mir die Frage “warum muss er überhaupt soweit zurückrennen und da hin, was nicht seine Stärke ist? Wo ist Khedira? Wo ist Kroos etc…?” Als “Nicht-Özil-Möger” kotzt es mich an, wenn dann Leute Özils Strafraumverhalten als “Grund” nennen warum er scheiße ist (oder besser gesagt: Vorwand ihn zu bashen), obwohl er gerade DA IN DEM SPIEL einer der Lichtblicke war. Da geb ich doch dem Özil lieber Kudos when it is deserved: Er war der Einäugige unter den Blinden an dem Tag.

  33. Peter

    Großartige Folge. Wenn man mit Tränen in den Augen im Zugabteil sitzt habt ihr alles richtig gemacht.

    Bin auch schon seit Anno Pief bei tipico. Vernünftiger Partner!!

    Generell gibt es für die Fraktion der Werbekritiker ein Zitat für unters Kopfkissen: “

    Das Problem vom Sozialismus ist, dass Dir irgendwann das Geld anderer Menschen ausgeht

    ” – Margaret Thatcher.

  34. Slevin

    Ganz ehrlich: Ich bin auch kein Fan von Werbung und sehe vor allem Werbung für Wettanbieter auch kritisch.

    ABER

    Man muss einfach mal sehen, dass ihr im Jahr ca. 40 Folgen raushaut, die im Schnitt bestimmt über zwei Stunden lang sind. Rechnen wir mit 2,5 Stunden und durchschnittlich einer Dreier-Besetzung, sind das 300 Arbeitsstunden. Richtig, es ist keine Arbeit, aber es ist ein Zeitaufwand. Ganz zu schweigen von möglichen Materialkosten. Um das einigermaßen zu decken, habt ihr vier Möglichkeiten:

    1) Ihr verkauft etwas. Habt ihr gemacht mit den Shirts. Ist eine richtig geile Idee, aber wird nur geringfügig Einnahmen generieren.
    2) Ihr sammelt Spenden. Macht ihr laufend, aber wenn 98,2 Prozent nichts spenden, habt ihr auch hier nur geringfügige Einnahmen.
    3) Ihr macht den Podcast kostenpflichtig. Das will garantiert niemand.
    4) Ihr holt euch immer mal wieder einen Sponsor ins Boot, wie eben jetzt zum ersten Mal geschehen.

    Die Punkte 1 und 2 bringen nicht genug Geld und Punkt 3 ist mit Sicherheit der unbeliebteste. Also bleibt nur Punkt 4. Ich finde es daher absolut in Ordnung, wenn ihr hin und wieder einen Sponsor habt. Wichtig dabei ist nur, dass dieser nicht in den Inhalt eurer Sendung eingreift. Ich will jeder alle zehn Minuten einen Werbejingle hören – den müsste ich sonst pro Jahr über 600 Mal hören – noch will ich, dass ihr irgendein Unternehmen künstlich lobt, mit dem ihr nix anfangen könnt. Denn auch wenn ihr keine Moral-Instanz seid, so seid ihr für garantiert alle Hörer irgendwie offene, ehrliche und glaubwürdige Typen. Und diesen Ruf verliert ihr nicht, wenn ihr für t. Werbung macht, ihr würdet sie aber bei Werbung für r.b. verlieren. Daher bitte ich euch, bei der künftigen Auswahl der Werbepartner ein bisschen wählerisch zu sein. Ansonsten: Holt euch die Kohle, die euch zusteht.

  35. Dimitri

    Zur Werbung:

    Paywall, Paywall, Paywall.

    Ich zahle meinen obligatorischen einen Euro…soweit zum eigenen Gewissen. *Gg*

    Richtig ist aber, dass die “Generation Napster” alles digitale für “Klopapier” hält, was das bezahlen angeht, es aber gleichzeitig ungemein entstresst, wenn man diese “Gratisjäger” AUSSCHLIESST. Ich sehs doch selber beruflich: Ebooks, gratis = 2-3 Sterne Amazon-“Mimimi”-Rezis. Paid = 3-5 Sterne “Hat mich weitergebracht-“Rezis. Ganz andere Kundschaft…oder in eurem Fall Zuhörerschaft. Davids Stayforevereinwurf ist fucking gut. Darüber solltet ihr vllt. ernsthaft nachdenken, z.B. Drei90 weekly und dann 4x30min zu eurem Lieblingsvereinen hinter ner Paywall. Wäre mir persönlich alle mal lieber als Fußball MML Kommerzkacke mit pseudolustigen “dieses Gelaber wird präsentiert von mydirtyhobby””-Sprüchen.

    Oh, und weniger auf die Twittermeckerer hören. Twitter ist Gift fürs Gehirn.

  36. Dirk

    Unterhaltsame Folge – doch die “Rechtfertigung” für Werbung deutlich zu lang.

    Es ist euer Podcast – wenn ihr also finanzieren müsst, entscheidet ihr, wie ihr das macht.

    Werbung ist nicht pe se nervig.

    Deutlich nerviger finde ich da die oft sinnfreien Themenwechsel von David (es wird z.B. über den HSV geredet und plötzlich unterbricht David und sagt sowas, wie “In Frankreich hat Spieler X von Verein Y (kennt btw. keine Sau) ein Baquette mit auf den Platz gebracht.,…) und sein – imho – häufiges Unterbrechen anderer…

    Wäre durchaus bereit zu spenden und das aus genau 2 Gründen:
    1. Ihr seid unterhaltsam und die Kohle kommt euch allen zugute.
    2. Siehe 1 – beim rasenfunk stört mich bei dem Modell, dass er eigentlich “nur” aus Max (am Mikro) besteht und ansonsten sich immer Gästen bedient. Die Kohle streicht aber nur er ein. Find ich daneben – ist bei euch anders – und deshalb paywall – von mir aus,#

    Grundsätzlich:
    Podcasts sind i.d.R. Hobbyprojekte – wenn Kosten für Infrastruktur / Hosting entstehen, kann man die sicher umlegen. Aber gerade dieser Hobbycharakter – und die Tatsache das man dann auch reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist, machen den Charme aus.

    Hoffe das verliert sich nicht – bei euch und bei allen anderen….

  37. Peter

    Ich höre euren Podcast so gerne eben weil ihr das sagt was ihr denkt. Das führt dazu das ich bestens unterhalten werde. Dieses “Comedy”-Element gibt es bei keinem vergleichbaren Podcast. Abseits des Klamauks erfahre ich aber auch eine Menge an Insider-Details von Vereinen, die leicht Abseits des Bundesliga-Mainstreams schwimmen.

    Was die Finanzierung angeht: Eine Paywall ist bei der in Deutschland herrschenden Bezahlnix-Mentalität denke ich eher kontraproduktiv. Ein Podcast der sich ebenfalls gut trägt ist meiner Meinung nach GotNexxt von Dre Voigt. Er schaltet neben 2 wöchentlichen Gratis-Episoden die Premiumfolgen für Supporter frei. Ihr könntet wahrscheinlich noch viele andere Wege beim Bezahlprozess ausprobieren. Sei es ein Iban-Dauerauftrag oder Patreon oder was auch immer. Da gibt es bestimmt noch mehr Wege.

    Zudem hat der Rasenfunk (zu aalglatt, nicht mein Ding) natürlich auch eine große Reichweite weil er immer sehr prominent bei Spox platziert wird. Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit euch irgendwo in eines der gängigen Portale reinzuschmuggeln. Kicker und Co haben ja Podcasts bzw. Daily-News aber es gibt ja bestimmt aufstrebende Nischenseiten, denen es derzeit an einem eigenen Podcast mangelt.

  38. Ich werde immer latent aggressiv, wenn man bei Podcasts von “Hobby” spricht. Ich kenne das aus der Musiker-Perspektive. Nur, weil das nicht der Hauptberuf ist und das Spaß macht (Was Arbeit vielleicht per Definition nicht machen darf) … Ihr produziert etwas, was jemand anderes konsumieren kann. Das hat einen Wert. Ein Hobby ist für mich, wenn ich in einen Sportverein gehe, Briefmarken sammele oder einen Garten bepflanze.

    An der Stelle tappt Ihr (unzulässige Verallgemeinerung für alle Podcaster) aber auch oft in die Falle, indem Ihr selbst so redet. Und mit dem “Kosten decken” Argument macht Ihr Euch zusätzlich noch selbst angreifbar. Der Hörer hört “Kann ja nicht so viel sein, ein Server kostet fast nix, Mikrofone kauft man einmal, den Rechner brauchst Du sowieso”. Ihr denkt vermutlich in Zeitaufwand und dann kommt wieder “Ist doch Hobby”.

    Klar, wenn ich eine Band gründe, weiß ich auch nicht, was daraus wird und wie hoch der Wert irgendwann ist. Wenn ich nie aus dem Proberaum rauskomme, ist es wohl ein Hobby (oder ein Vorwand zum wöchentlichen Bier Trinken) Wenn ich aber regelmäßig live spiele und sehe, dass das Leuten etwas gibt (vgl. regelmäßige Folgen und X Hörer) muss man da auch über Geld (Wertschätzung) reden.

    PS. Ich finde Werbung und Sportwetten scheiße, ihr sollt trotzdem machen, was ihr wollt.

    PPS. Das Twitter Hin und Her zu dem Thema wirkte auf mich wie die typische “finnische Clubs” Diskussion. Was für ein Mimimi. Twitter ist wohl nicht der Ort, um da ernsthaft drüber zu reden.

  39. mik

    @robert: „Typische „finnische Clubs“ Diskussion? Fußball oder Veranstaltungsorte, inhaltlich sowieso? Löse Bitte auf.

  40. Ich war ja schon Fan von YXZ als sie noch in finnischen Klubs gespielt haben, damals waren die toll. Jetzt nach der 2. Platte und nachdem sie mehr als 10 Zuschauer haben, ist das Kommerzkacke.

    Wahrscheinlich Kategorie “Musikerwitze”. Finnland möglicherweise, weil lebendige Rock/Metalszene mit viel Nerdkram.

  41. Die alte Sachen fand ich ja ganz gut
    Die neuen nich

    @robert: Sportverein? Selber Hobby, Du Kleinkünstler. Ich bin Bundesliga-Spieler!

  42. Ansonsten hat Robert natürlich völlig Recht.

    Wer gerne nur so viel vom Publikum haben möchte, dass er nicht (unzumutbar) drauf zahlt, der mag gerne mit den Kosten argumentieren. Bei allen anderen finde ich das anstrengend, etwas würdelos und völlig unnötig. Selbstbewusstsein und Stolz gegenüber dem eigenen Produkt ist angesagt.

    Aber das sage ich ja auch alles nicht zum ersten Mal.

  43. ATBeck

    Irgendwie ist es ein wenig skurril, dass ein Podcast seine Kommentarfunktion aus Angst vor der DGSVO auf eine private Nerd-Kommentar-Seite auslagert, deren Betreiber dann die Hauptkommentarschreiber sind.

    Aber zum Thema „Werbung und Finanzen“:

    Ich stimme Robert völlig zu:
    Wenn Ihr von Drei90 in Bezug auf euren Podcast als Hobby redet, dann geht es beim Thema Finanzierung nur um die Deckung der eigentlichen Produktionskosten. Einen Gegenwert für die von Euch eingesetzte Zeit werde ich als Hörer nicht ansetzen. Ein Hobby ist eine angenehme Freizeitveranstaltung, die ich zum eigenen Vernügen mache. Ein Sponsor ermöglicht mir, diesem Hobby nachzugehen, bezahlt mich aber nicht dafür. Wenn Drei90 für Euch ein Hobby wäre, könntet ihr einfach die laufenden Kosten des Podcasts quantifizieren auf die Website stellen und jede Spende davon abziehen. Das wäre eine klare Sache für die Hörer und Spender. Sie wüssten, dass ihr Geld in den Podcast fließt und nicht für Mexico-Prä-WM-Partys ausgegeben wird.

    Wenn ihr aber der Meinung seit – und das aus meiner Sicht völig zurecht – dass ihr mit dem Podcast ein werthaltiges Produkt anbietet, das die Hörer würdigen sollen, indem sie dafür bezahlen, dann geht es natürlich auch um eine Entlohnung für die von Euch eingesetzte Zeit. Dann müsst ihr das aber auch knallhart sagen. In dem Moment wird der geneigte Hörer sich nicht mehr fragen, was haben die 4 Freunde für Kosten, sondern, was ist mir der Podcast wert?
    Die Antwort darauf kann eine völlig andere sein.

    Ich glaube, dass ein Teil der Ursache für Euer Finanzierungsproblem und Eurer Unzufriedenheit mit den Podcasteinnahmen, wie man in Folge 76 heraushören könnt, genau darin liegt, dass ihr selbst unsicher seid, was Drei90 eigentlich ist und es Euren Hörern nicht selbstbewusst genug verkauft.

    Max vom Rasenfunk macht das m.E. sehr gut. Er sagt, dass sein Ziel ist, den Rasenfunk hauptberuflich zu machen und dass er dafür Geld von seinen Hörern braucht. Und er macht auch eine klare Vorgabe: 1 Euro pro Monat.

    Wie könnte ein transparentes Finanzierungskonzept für Drei90 als werthaltiges Produkt aussehen:
    1. Spenden: Macht konkrete Vorgaben wie Max. Sagt, was ihr für einen fairen Preis für euer Produkt haltet.
    2. Werbung: Für mich völlig okay. Ich habe auch mit Werbung für einen Wettanbieter überhaupt keine Probleme. Ihr zahlt aber einen Preis dafür. Der Preis ist, dass eure Hörer, immer wenn ihr über Fussballwetten in eurem Podcast redet, immer im Kopf haben, dass ihr damit, Geld verdient und eure Aussagen zu diesem Thema immer unter „Werbeverdacht“ stellen. Das bliebe Euch erspart, wenn ihr – wie viele andere Podcasts – Werbung für Produkte macht, die außer im Werbespot am Anfang und am Ende des Podcast, ansonsten in der Sendung nicht vorkommen.
    3. AdOns: Das sind eure T-Shirts, Aufkleber, das könnten aber auch Drei90Partys mit Eintritt sein oder irgendwelche anderen Events, die Einnahmen generieren. Vielleicht gibt es auch wirklich Leute, die für „Premiumfolgen“ Geld zahlen würden.

    Was m.E. nicht funktionieren würde, wäre eine Paywall. Euer Podcast lebt auch von der Reichweite, davon dass viele Menschen Euch hören und darüber sprechen, twittern oder sich sonstwie darüber austauschen. Hinter einer klassischen Paywall, würdet ihr relativ schnell im eigenen Saft schmoren und aus 10000 Hörern pro Folge würden vielleicht noch 100-500 werden.
    Was vielleicht stattdessen funktionieren könnte, wenn es denn sein müsste, wäre es, euch auf einer Plattform wie Spotify zu präsentieren: Große Reichweite und trotzdem Einnahmen.

    Eine kleine Bemerkung am Ende zu eurem Frust über die schlechte Spendenquote eurer Hörer:
    Ich finde das Argument der „Napster-Generation“ geht völlig an den Realitäten vorbei.
    Wir leben doch mittlerweile in einer Medienwelt in der das Angebot an werthaltigen Medienangeboten ins Unermessliche geht und viele Menschen für viele Inhalte bezahlen.
    Z.B. 17,50 Euro Beitrag im Monat für die Öffentlich-Rechtlichen, 10 Euro im Monat für Musikstreaming wie Spotify, 11 Euro / Monat für Netflix, 30 Euro /Monat für Sky, 20 Euro/Monat für die Digitalausgabe einer Tageszeitung, 20 Euro im Monat für SPON+ und was noch immer sonst, dabei sind Konzertbesuche, die im Vergleich zur Vornapsterzeit auch viel teurer geworden sind, oder Theater und Kino noch unberücksichtigt.

    Jeder Mensch hat ein explizites oder vielleicht auch nur implizites Budget für Medieninhalte. Das heisst nicht, dass er sich nicht mehr leisten könnte. Es heisst aber, dass er sich eine Grenze setzt, wie viel und für was er im Monat für Unterhaltungsmedien ausgeben will. Ich bin sicher – ohne genaue Zahlen zu kennen – dass dieses Budget in den letzten Jahren eher größer geworden ist, aber trotzdem wird jeder Konsument immer abwägen, für was er bereit ist zu bezahlen.

    Dass es dabei für einen der vielen kleinen Fische in diesem riesigen Medienteich – und das ist eurer Podcast nun mal – schwierig ist, einen relevanten Teil dieses Budgets abzubekommen, liegt in der Natur der Sache. Fazit: Das Problem liegt weniger im Geiz eurer Hörer, als darin, dass ihr einer von vielen Anbietern seid, die um das Medienbudget eurer Hörer konkurrieren.

    Ich bin aber sicher, ihr werdet das schaffen, traut Euch selbstbewusst Geld von Euren Hörern einzufordern. Ihr macht eine tolle Arbeit!

  44. Dimitri

    Was ist denn mit dem Marvin los? Überall AFD, Nazis, Mondverschwörung, Özil. Mal halt Dynamo Dresden im Facebook-Feed deabonnieren und schon ist Ruh’. Man muss nicht jedem Spacko seinen Krampf auf den sozialen Medien mitlesen, das tut einem nicht gut. Sonst wird aus den 13% schnell 87% in der eigenen Wahrnehmung.

  45. Peter

    @ATBeck:

    Wir leben doch mittlerweile in einer Medienwelt in der das Angebot an werthaltigen Medienangeboten ins Unermessliche geht und viele Menschen für viele Inhalte bezahlen.
    Z.B. 17,50 Euro Beitrag im Monat für die Öffentlich-Rechtlichen, 10 Euro im Monat für Musikstreaming wie Spotify, 11 Euro / Monat für Netflix

    Du vergleichst aber jetzt nicht die Zwangs-Unterhaltungspauschale der öffentlichen mit dem monatlich kündbaren Beitrag für Streaming-Dienstleister die hochwertige Produkte anbieten, oder?

    @Dimitri: Ja, stimme ich dir zu 100% zu. In der letzten Woche war es sehr erfrischen zu hören, dass ihr auch differenziert über die Özil-Debatte sprechen könnt (z.B. bzgl des Kommentars bei SPON aka Clickbaithausen). Ich finde die Hysterie von beiden politischen Außenlagern gerade echt anstregend. Entweder man ist Nazi oder man ist kein Naturdeutscher. Eine Grauzone gibt es nicht mehr…

  46. ATBeck

    @Peter: Ja, ich halte die Öffentlich-Rechtlichen für ein werthaltiges Medienangebot und ja, ich zahle dafür, wie alle anderen auch. Und wiederum ja, dieses Geld ist Teil meines persönlichen Medienetats und nur darauf habe ich in meiner Argumentation abgezielt. Ob ich jetzt die ÖR, Netflix, die Zeit oder evtl. ein Bild-Abonnement für qualitativ werthaltiger halte, ist in diesem Zusammenhang völlig irrelevant.

  47. Blauer Elefant – Nächste Iteration

    Drei90 ist die Speerspitze gegen die Kernerisierung* des Fußballs!

    Manche Eurer herbei fabulierten Szenarien in den Tippspielen sind so exzellent und detailverliebt beschrieben; man denkt sich hinein, und – wie durch ein Wunder – fühlt sich mittendrin. Als wenn man selbst dabei gewesen wäre!

    Grüße [auch an die Anderen]

    * “Kernerisierung meint: den Ersatz ressortspezifischer Kenntnisse durch die Bereitschaft zur guten Laune, den Ersatz von Information durch inszenierte Einfühlung, den Ersatz republikanischer Gesprächskultur durch autoritäre Kumpelei und den Ersatz des Gedankens durch den Affekt. Meister all dieser Surrogate ist Johannes B.Kerner.” schrieb Alexander Kissler 2009 im Cicero.

    PS: All diese Müllers – Dilettanten, elende Nichtskönner, erbärmliche Schlappschwänze.

  48. Interessant, wie schnell das einschläft. Nur um mal einen Anknüpfungspunkt zu setzen eine Sparmeinung zu Folge 78:

    Ihr habt beim Schicksal des Herrn Nöll natürlich Recht. Ich glaube aber, diese riesigen Unterschiede zwischen Profis und Hobbys resultieren beim Fußball schon auch in Teilen daraus, dass Fußball a) so riesig ist und b) so viel Platz auf dem Feld ist.

    Ein-Personen-Statistik: Ich durfte in meiner Prime (fragt nicht, ist lange her) als Eishockey-Spieler mal in unserer damaligen Zweitliga-Mannschaft “hochspielen” (Verletzungssorgen etc). Ich war eigentlich rechter Verteidiger. Und habe als rechter Stürmer quasi den ersten Verteidiger gegen den einen echt krassen Spieler der Wolfsburger (ja, war damals schon so) gegeben. Irgend so ein preisgünstig eingekaufter Tscheche, der für die Liga viel zu gut war. Bei weitem zu gut. Er kam über unsere rechte Bande. Meine einzige Aufgabe war, diese rechte Bande gegen ihn zuzumachen.

    Ich will es kurz machen: Der krasse Tscheche hat in dem Spiel nicht viel gerissen.

    Hatte er wahrscheinlich übermorgen wieder vergessen. Aber ich hab dieses Erlebnis. Kann man mir nicht mehr wegnehmen. Während Herr Nöll seine Wunden leckt.

  49. Der BFC Dynamo muss laut Berliner Morgenpost tatsächlich ins Olympiastadion ausweichen, weil im Jahn-Stadion die Para-Leichtathletik-EM stattfindet. Warum da nicht z.B. das Poststadion eine Alternative wäre, nobody knows…

    Zum Angeln fällt mir tatsächlich wenig ein (unter anderem weil’s kaum offene Streams gibt, sonst hätt ich’s mir sicher schon mal angesehen), dafür ist mir in einem alten österreichischen Sportalmanach mal die schöne verwandte Sportart “Casting” begegnet:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Casting_(Sport)

    Hab mir aber aus Geographie-Interesse-Gründen mal angesehen: dieser Hayfield Fishing Lake is ja winzig… Und anscheinend gar ned in Doncaster selber, sondern in Auckley. Aber an der Stadtgrenze anscheinend.

    Ansonsten ist gerade ja Wasserball-EM, falls jemandem langweilig ist. Ist auch im Wasser, aber geiler: http://www2.len.eu/?p=12158

    Und… geht’s nur mir so, oder reicht’s auch wem anderen langsam mit den Witzen über Behinderte?

  50. Mich deucht, Richard redet über die Folge 79.

    @Richard: Als das damals Thema war, wurden hier einige Stadien durchgespielt. Das Poststadion war nicht dabei.

    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Fantrennung da nicht ausreichend geht. Das Poststadion hat ja nur noch eine Tribüne. Zwar mit mehreren Zugängen, aber trivial dürfte das nicht sein. Zumal bei einem Spiel des BFC Dynamo gegen einen Verein mit Fanfreundschaft zum FC St. Pauli. Das ist schon brisanter als BAK gegen Mainz oder 18,99 Hoffenheim (oder dürfte zumindest mehr entsprechende Checkboxen bei der Polizei abkreuzen).

    Vielleicht ist ihnen das Stadion auch zu klein. Wobei ich nicht weiß, ob sich das bei den sicher hohen Kosten im Olympiastadion am Ende ausgeht.

    Vielleicht auch eine Kombination aus beidem: Das Poststadion soll 10.000 Plätze haben. Wenn Du da großzügig Bereiche zur Fantrennung sperrst, bleiben vielleicht noch 7000 übrig (wenn überhaupt). Da kann man im Olympiastadion sicher mehr Karten verkaufen. Zum Vergleich: Dem legendären Sieg des BAK gegen SAP haben ganze 1468 Zuschauer beigewohnt.

  51. Dubioser_Clown

    Zu Folge 79

    Mal wieder eine sehr launige Ausgabe, so wie jede in der Enzo nicht vorkommt, auch wenn ich von der Kürze des Angelsportteils etwas enttäuscht war.
    So ein Problembarsch, wie er u. a. in Offenbach zu finden ist, kann schon mal so große werden, dass er ganze Dackel verschlingt. Daher sollte eine Ente gar kein Problem für ihn darstellen.
    Einen Wunsch würde ich gerne zur neuen Staffel von drei außen: Bitte führt doch den #drei90buchclub falls irgendwie möglich fort, ganz Mittelstadt wartet auf eine Fortsetzung des Erfolgsromans von Heiko L.
    Grüße!

  52. Bregalor

    Sportfischen wurde bisher zu unrecht mit Missachtung gestraft. Ich freue mich auf die nächsten Live-Events

  53. Felix

    Hallo Axel,

    hast du irgendeinen Beleg dafür das die Liebesschlösser die Statik der Brücke gefährden? Und jetzt bitte keinen Express link ;)
    Die Schlösser wiegen geschätzt 3-4 Tonnen, eine Lokomotive 300 Tonnen. Sehe da nicht so die Gefahr. Für die Brücke ist übrigens meines wissens nach die Bahn und nicht die Stadt zuständig, aber was wäre eine drei90 Folge ohne einen Rant über die Unfähigkeit der Stadtverwaltung ;)
    Nix für ungut

    Felix

  54. Ich vermute ins Blaue hinein, diese Folge zeigt ganz gut, wer tiefere Erfahrungen mit dem Synchronisieren von Ton und Bild zweier grenzlegaler Streams hat und wer nicht. Grüße!

  55. Mal so außer der Reihe (und die Große 1860-Soap war bei Drei90 doch durchaus schon Thema):

    Premium-Journalist Oliver Griss empört sich – so man unbestätigten und unglaubwürdigen Gerüchten zufolge hört – bitterlich, keinen Gratis-Parkplatz zu bekommen.

    Premium-Blogger Axel Goldmann empört sich öffentlich, keinen Gratis-Parkplatz zu bekommen.

    Zufall?

  56. [bevor mir das um die Ohren fliegt: Es gibt natürlich entscheidende Unterschiede.

    – Öffentlich vs man hört davon vielleicht (könnte sein)

    – Ein völlig anderes Level an Dreistigkeit

    – Herr Griss unterstreicht (würde unterstreichen, man weiß es ja nicht) damit alles, wofür ich ihn persönlich – mit Verlaub – von tiefstem Herzen verachte. Während Axel damit für mich damals allenfalls einen Reibungspunkt gesetzt hatte. Was ja nichts daran ändert, dass ich ihn von tiefstem Herzen mag.]

    Aber davon mach ich mir doch keinen billigen Gag kaputt.

  57. Es tut so weh, dass Du das IMMER NOCH nach Gutdünken verdrehst. Ich forderte keinen Gratis-Parkplatz, ich wusste nur nicht, dass es keiner ist.

    HERRGOTT!

  58. Ach Mist. Stimmt. Vergessen. Wieso speichert mein Hirn das ständig falsch ab? Entschuldige bitte.

    Immerhin habe ich Deinen Vornamen hinbekommen. Vielleicht ist noch Hoffnung.

  59. Embolado

    Haha. Du wirst es nicht glauben, aber ich hatte erst Rick Goldmann gelesen und mich schon gewundert warum er den GOAT (aus Sternburgs Sicht) mit OMG in irgendwelchen „Vergleich“ überhaupt zieht.

  60. Conejero

    sternburg ist in diesem Kommentarstrang schlicht und ergreifend eskaliert… ;-)

  61. Rick Goldmann gebührt jederzeit und überall jeder Premiumparkplatz. Rick Goldmanns Füße sollten nirgendwo den Boden berühren, ohne dass vorher Blüten gestreut wurden (Ausnahme: Hallengummi/Eis).

    Aber klar, hier habe ich mich eher wie OMG verhalten. Ich bin auch unironisch aufrichtig zerknirscht. Wie sagen die jungen Leute? Es ist warm.

  62. AxelMO

    Meine Lieben, der Beitrag über‘s Sportangeln war großartig. Weitere Sportarten die sich meiner Meinung nach aufdrängen, sind Curling, Dressur und Golf. Ich finde das Team am unterhaltsamsten, wenn es nicht um Fußball geht. Kein Vorwurf- Fußball ist einfach häufig ein bisschen dröge. Herr Goldmann (wo ich einmal hier bin), Sie sind ein hervorragender Interviewer. Meine Lieblings Bockcast Episoden waren die mit Gästen. Vielleicht gibt es nochmal Möglichkeiten Ihr Talent in dem Bereich zu nutzen. Gruesse

  63. Gabbo

    *pustet Staub von der Threadoberfläche*
    *hustet kräftig*
    *pult die Kopfhörer rein*

  64. Nur mal so: Man kann aus der CDU jederzeit wieder austreten, § 9 Statut der CDU (PDF) – wäre ja auch noch schöner.

    Der Mindestmitgliedsbeitrag (alles drüber ist freiwillig) beträgt 6 € pro Monat.

    Aus rein finanziellen Gründen also kein völlig unzumutbarer Wetteinsatz.

  65. Embolado

    @sternburg – Kannst du vielleicht nochmals den HTML Code überprüfen? Bei mir wird bei gabbo nichts verlinkt. Einfach nur ein roter Text.

  66. Justin

    Wenn nur Axel und Basti beim Tippspiel mitmachen, könntet ihr Enzo und David rausschmeissen um zwei Hörern die Teilname zu ermöglichen

  67. mik

    Spiekeroog , aber Langeoog.
    “Is das denn so schwer herrje?”

    Irgendwie ripuarisch trifft auf ostmittelbairisch, macht gerne weiter.

    Potter war selbst bei meinem ersten Schlagaufschlag wohl nur latent in den Windungen von Rowlings präsent. #Grundschuleebendort

    In Schriftform ist Buam auch nicht schön.

  68. thedishguy

    #VAR:
    Ich war bei besagtem Hertha-Spiel im Stadion. Während der Review wurde das VAR-Logo auf der Anzeigetafel eingeblendet. Nach der Entscheidung wurden Details auf der Anzeigetafel gezeigt. Wenn ich das noch richtig auf die Reihe kriege, gab es drei Bullets (aus dem Gedächtnis, nicht wortgenau): Entscheidung auf dem Platz, Reviewgrund, Entscheidung nach Review.
    Bei dem Ibisevic-Tor wurde als Grund “Foul vorher?” (wieder aus dem Gedächtnis) genannt.

  69. Seit Richard um 18:58 Uhr geht es um Folge 81: Urbane Millenials.

    ich hatte völlig unironisch viel Spaß mit der IIHF WM Division II Group B (“5. Liga”; Round Robin; verlinkt ist der Abstiegsknaller Nordkorea – Luxemburg, in der Seitenleiste sind die anderen Spiele anwählbar; sportlich mit Abstand am höherwertigsten ist das letzte und entscheidende Spiel um den Aufstieg Spanien – Neuseeland mit völlig überdrehtem spanischen Kommentator) und mit der Blindenfußball-EM. Falls Euch das absurd genug ist.

  70. Ich bin übrigens mittel schockiert darob, dass niemand von Euch weiß, wie man einen Youtube-Link mit Timecode generiert. Hat der Herr Google das doch mittlerweile sogar zum klicken bereit gestellt.

    Und ich freue mich sehr darüber, was dieser Abend aus meinen Youtube-Suchergebnissen gemacht hat. Grüße!

    Im Übrigen finde ich, wenn Ihr schon Rollschuhfahren kommentiert, dann doch bitte Roller Derby. Geile Sportart. Und natürlich die GWF. Cash Money Erkan, Alter, Cash Money Erkan.

  71. Vergesst alles, was ich bisher gesagt habe. Was Ihr wirklich gucken wollt: Das legendäre Springreiten innerhalb des Modernen Fünfkampf der Damen im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in Rio 2016.

    Zunächst das “Wie kann man das gucken?”:

    Es gibt (soweit ich das sehe) leider keinen einfach zugänglichen Youtube- oder Mediatheken-Link. Statt dessen diesen “Direkt-Link”:

    https://vod.olympicchannel.com/NBCR_Production_-_OCS/991/252/GCDG-RIOREPS29E006-_E16093001_master_stream_xef668b250146484283908dc2a55b16c3_1920.m3u8

    Das ganze funktioniert (für mich, aber ich bin auch doof, bestimmt geht das besser) folgendermaßen:

    a) Einen Videoplayer wie VLC starten.

    b) Dort Stream öffnen. In VLC: “Medien” -> “Netzwerkstream öffnen” oder [ctrl]+[n].

    c) Den Text des obigen Links komplett markieren und in die Zwischenablage kopieren [strg]+[c]. Dann in das Eingabefenster vom VLC (“Bitte geben Sie eine Netzwerkadresse ein”) einfügen [strg]+[v]. Dann auf “Wiedergabe” klicken.

    Ich weiß, ist etwas fummelig. Aber belohnt wird man mit einer technisch einwandfreien Original-Aufzeichnung, die nach meinem Verständnis völlig legal ist (das ist ein im Web nicht mehr so recht zu findendes Angebot des IOC-eigenen Olympic Channel).

    Ich übernehme dafür auch gerne die Verantwortung. Solltet Ihr diesem Vorschlag folgen, dann verlinkt in Eurem Blog einfach diesen Kommentar und sagt, dort wird das weitere Vorgehen erläutert.

    Kommen wir zum Was ist das eigentlich und warum sollte man das schauen?

    Vertraut mir bitte, bitte (bitte) einfach und guckt Euch das nicht vorher an. Auch ich kam damals völlig ahnungsbefreit einfach so dazu, weil das in dieser schmierigen Internetpräsenz von wirklich jedem kommentiert wurde. So macht das am meisten Spaß. Ein paar Dinge, die ich damals so für mich rausgefunden habe:

    – Das ist eine olympische Kernsportart und was Ihr da seht sind die ihre weltbesten Sportlerinnen, bitte nicht drüber lustig machen.

    – Eine der Disziplinen des Modernen Fünfkampf ist Springreiten. Dazu braucht es Pferde. Die Pferde werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, sind den Sportlerinnen unbekannt und werden ihnen zugelost.

    – Ziel der Disziplin ist es, den Hin­der­nis­par­cours mit Pferd innerhalb eines Zeitlimits mit möglichst wenig Minuspunkten zu bestreiten. Minuspunkte gibt es z.B. für das Abräumen eines Hindernisses.

    – Wenn das Zeitlimit naht, wird eine Glocke geschlagen.

    Mehr muss man aus meiner Sicht nicht wissen, um die Ästhetik dieser wunderschönen Sportart würdigen zu können.

    Noch ein paar Hinweise zum Video:

    Das Springreiten beginnt (kommentarfreundlich mit einer Übersicht über den Stand bisher, aber das ist völlig wurscht) bei 1:01:00. Eine Stunde, eine Minute. Sagt das Euren Hörern. Im VLC komfortabel erreichbar über [ctrl]+[t].

    Natürlich ist es aus vielen (u.a. urheberrechtlichen) Gründen richtig, dass Ihr bisher nur gemutete Videos kommentiert habt. Sollte es Euch technisch möglich sein, dass Ihr (oder zumindest einer von Euch) den Ton des Videos hört, ohne dass dies Teil der Podcasts wird, dann möchte ich sehr empfehlen, hier anders zu verfahren. Die sehr wohlwollenden Reaktionen des Kommentators und des Publikums sind hier Teil des Spaßes. Außerdem natürlich die Glocke für die Zeitüberschreitung.

    Das Springreiten endet bei 2:35:12 mit einer Zwischentabelle. Ja, das sind 1,5 Stunden. Müsst Ihr natürlich nicht alles gucken. Fangt einfach vorne an und hört nach einer von Euch gesetzten Zeit auf (30 Minuten oder so). Macht keinen Unterschied. Wobei ich wetten möchte, dass Ihr das trotzdem privat zu Ende guckt. Und das sich anschließende… aber das ist ein ganz anderes Thema.

    ps: Dank an veniat für das raus popeln des Links.

  72. [Der Hörer Felix wollte anscheinend folgenden Kommentar zur Folge 80 äußern:]

    —-Beginn Kommentar von Felix———-

    Guter Einstig in die neue Saison!
    Als ihr über die Polizei Aktion gesprochen habt, ist mir gleich der Einsatz in Freiburg gegen die Dynamo Fans eingefallen. Ich glaube jemand von euch ist sogar beim Spiel gewesen.
    Falls es euch interessiert, anbei sind drei Links. Ist sehr interessant, wie die Polizei „vermutlich“ sogar versucht Zwischenfälle zu provozieren.

    Macht weiter so.

    Dynamische Grüße

    Deutschlandfunk

    Fanprojekt

    Welle1953

    —-Ende Kommentar von Felix—————

    [ich mache mir dies nicht zu eigen, ich verschiebe es nur hierher. Um ganz ehrlich zu sein: In meiner Eigenschaft als Moderator muss ich ganz dringend die Links klicken und eine Wertung besitzen. Nunja, “morgen”.]

  73. Bregalor

    Apropos Folge 80: Nein, Niedersachsen ist nicht fast Osten, das gilt nur fürs Eichsfeld, aber ja uns ist alles egal. Grüße

  74. Folge 82 gogogogo

    WIE KANN MAN KEINEN FISCH MÖGEN ERNSTHAFT JETZT
    (na gut bleibt mehr für mich)

    Ich verbinde Bastis Hertinho mittlerweile so viel mehr mit den Namen Hertinho als das tatsächliche Viech, dass ich völlig vergessen habe, dass das ein Bär is.

  75. Sind Hertinho und Berlinho (das Leichtathletikteil) eigentlich Brüder? Ich finde Berlinho eigentlich viel schlimmer immer bei den Leichtathletik Events und wünsche mir da noch mal ein aufeinandertreffen der beiden im Podcast. ;-)

  76. Aufgrund Sternburgs wiederholter Werbung hier, und obwohl ich nun wahrlich kein Hardcore Fusballfan bin, habe ich heute wirklich mal reingehört und fühlte mich großartig unterhalten. Recht herzlichen Dank für diese humorige Einleitung ins Wochenende :)

  77. Peter

    Habe gerade die Nr 80 durchgehört…kriegt mich kaum ein vor Kringeln wie sich die Jungs über die Migrantenschlägerei beim Rewe lustig machen…und dann:
    “und jetzt stellt Euch mal vor, so was wär in der Flüchtlingsherberge”

    Und selbst als dann der Zeitungsartikel sich um das Thema windet, dämmert’s nicht?

    Merkbefreiungsschärpe in gold.

  78. Folge 83: Null Problemo, Reinhart.

    Wie alle in purer Panik sind, sie könnten auch nur einen Satz zweimal lesen müssen. Und wie enttäuscht Axel dann ist, am Kühlschrank nichts verpasst zu haben.

    @Axel: Ich konnte mich an die betreffende Stelle nicht erinnern. Vielleicht sollte Peter mal eine Zeitmarke nennen. Damit man wenigstens nachprüfen kann, wovon er redet.

    Übrigens kann die Effzeh sein Vereinsvermögen an seine Mitglieder auskehren, so viel er Lust hat. Er könnte allerdings ein Problem mit seiner Gemeinnützigkeit bekommen. Ach, und natürlich widerspricht dies der Satzung (§ 3.1 und 3.2, PDF). Ich behaupte, diese Ausgaben kann der Verein von den Mitgliedern des Vorstandes zurück fordern, zur Not gerichtlich. Nach Eurer Satzung darf dies übrigens gegenüber einem noch im Amt befindlichen Vorstand der Mitgliederrat. Dessen Wahl habt Ihr also aus mehreren Gründen korrekt als Dreh- und Angelpunkt erkannt. Das bringt aber nichts, wenn der Vorstand auf der Mitgliederversammlung entlastet wird. Denn dann sind Regressforderungen für die Vergangenheit ausgeschlossen (das ist der einzige Sinn der Entlastung, wird oft völlig falsch verstanden – 1880, in Deine Richtung schaue ich). Auf der JHV müsste man also in beide Richtungen agieren.

    Aber wie Enzo schon so schön festgestellt hat: Euer Problem sind nicht 100k Mitglieder. Euer Problem ist die Anzahl der Express-Leser unter ihnen. Als Effzeh-Mitglied wäre ich auch völlig desillusioniert.

    Und was ich auch schon mal sagte: Eure Satzung ist im Bereich der Vereinsorganisation und Binnen-Demokratie so dermaßen umfassend im Arsch, mit Anträgen auf einzelne Detail-Änderungen – so löblich sie auch sein mögen – ist da im Grunde nichts mehr zu erreichen. Das ganze Ding müsste von Grund auf neu geschrieben werden.

    @Basti: Zu dem immer wieder gehörten Argument, selbst wenn die Motivation verwerflich sei, mehr Teilnehmer und größere Wahlbeteiligung sei doch trotzdem der Demokratie förderlich: Wenn das so ist, wieso verteilen wir eigentlich bei der Bundestagswahl keine Geschenke?

    [@Axel: Und nur, weil ich den (vielleicht falschen) Eindruck hatte, Du hast das Konzept “Tagessätze (Geldstrafe im Strafrecht)” nicht verstanden und die anderen konnten es Dir auch nicht erklären (dies wäre kein Vorwurf, alle Medien schreiben immer von Geldstrafen in Höhe x €, was einfach Quatsch ist):

    Es fehlen natürlich wesentliche Informationen für eine seriöse Prognose. Aber nach dem von Dir geschilderten Sachverhalt scheint mir, 30 Tagessätze Geldstrafe würde einem deutsches Gericht für den “Fahnenklau” angemessen erscheinen. Das kann durchaus eine Strafe von 14.000 € sein, wenn Dein Monatseinkommen 14.000 € ist (also lass das besser).

    Wobei ich Dich beruhigen kann, Dein Argument “Pfandfinderstreich” wurde vom Gesetzgeber in seiner unendlichen Weisheit erkannt: Die “Fahnenklau” ist nur auf Antrag des Geschädigten verfolgbar (§§ 263 Abs. 4, 248a StGB). Weshalb das auch nie ein Fall für die Strafgerichtsbarkeit wurde. Warum der BGH den Scheiß hingegen als Thema für die zivile Gerichtsbarkeit empfindet, erschließt sich mir übrigens auch nicht.]

  79. Ach, und eins noch: Die dritte Kategorie ist “weiter lesen” und darauf ist – von all den vielen Leuten, die Tipps abgaben – niemand gekommen? Ernsthaft?

    #drei90survey: Ich finde die Rotation angenehm und glaube, die drei Kategorien geben noch genug her.

  80. Und neben meinen ganzen anderen Rechtschreib- und Grammatik-Fehlern (Du meine Güte, was war denn da los?) meinte ich natürlich 1860 und nicht 1880. *schäm*

  81. Peter

    egal, treibt nur den Puls hoch

    Anderes Thema. Drei90 betting, Anleitung gefolgt “Neukundendaten eingegeben, Eingezahlt, nochmal auf Einzahlen geklickt” -> kein Bonuscode-Feld.
    Support angeschrieben

    >>>>>
    Guten Tag , 
    vielen Dank, dass Sie unseren Kundendienst kontaktiert haben. 
    Dieser Bonus ist in Ihrem Account nicht zu erkennen.
    Beachten Sie bitte, dass jeder Bonus ausschließlich per Email an unsere Kunden versandt wird. 
    Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht uns erneut zu kontaktieren, gerne auch über unseren Live-Chat. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag. 
    Mit freundlichen Grüßen, 
    <<<<<<<
    Live-Chat schiesst mich direkt ins Nirvana. Was ist das denn für ne Butze?

  82. Peter

    So. LiveChat hat mich Cache+Cookies löschen lassen, Tipico-Bonus-Button wird quasi als “Einzahlungsoption” angezeigt, DREI90! wurde akzeptiert, alles gut.

    Wenn ich mit dem Krempel gewinne kriegt ihr … naja sagen wir 50% des Gewinns. Ich hab ja auch meine Kosten ;)

  83. Peter

    Re #84

    Energielösung lautet natürlich Photovoltaik/Wind. Axel hat bzgl der EEG-Umlage recht, aber irgendwo musste man halt anfangen. Mittlerweile jetzt ist die PV auch dank der Umlage so günstig, dass man sie rentabel installieren kann. Vergütung ist 11C/kwh, das ist deutlich unter dem Strompreis, die Panels lohnen sich sogar, wenn man nur einspeist und nicht selbst verbraucht.
    Ein bisschen schade ist aus deutscher Sicht, dass die Industrieförderung letztlich doch in China gelandet ist. Aber aus Sicht der Menschheit ist das schon okay.

    Problem ist Speicherung. Da ist schon vor mehr als 10 Jahren von Norwegen angeboten worden, Wasserspeicher zur Verfügung zu stellen. Aber das Oligopol in Deutschland ist natürlich dagegen. Die Profite der großen Vier würden halt nicht mehr ganz so exorbitant ausfallen, das geht natürlich gar nicht. Natürlich wird nicht ins Netz oder Trassen investiert, natürlich wird nichts in Speicherung investiert und dann steht man halt heute da und sagt “Kohle ist alternativlos”.
    Es ist bewußt gegen die Wand gefahren worden: Niemand zahlt so gut wie Leute in Notlage.
    Achja, man hätte durchaus auch eigene Wasserspeicherwerke aufbauen können.

    Bzgl Windkraft -. wenn der nächste Vogel gegen den Rotor prallt, bitte eine Schweigemicrosekunde für durch Lichtverschmutzung getötete Insekten abhalten. Wer die abschafft braucht auch weniger Strom. An den Anblick der Räder gewöhnt man sich eh, so wie an Asphalt-Straßen.

    re Dahlmann: Nicht schlecht erklärt, David, ich stimme dir auch fast zu, aber woher willst du denn wissen, dass die Spieler mit kongolesischen Wurzeln zu dir gehören wollen? Die meisten (gesunden) Leute sind stolz auf ihre Wurzeln. Was du da an Approbation abziehst ist schon dreist. Du nimmst den Leuten ihre Wurzeln. Du tust so, als ob das etwas Schlimmes wäre, Kongolese zu sein.
    NEIN, NENNT SIE NICHT SO!
    Merkst du’s noch? Du bist der Ober-Rassist. Du führst dich päpstlicher auf als der Papst und fühlst dich moralisch mindestens so rein, überlegen und unfehlbar in deinen Weisungen ans Volk, aber merkst nicht wie dein Assimilation alles andere entwertet.
    Kolonisation 2.0, Respekt.
    [edit 21:10 Uhr: Einzelsatz gelöscht. Das ist hier nicht Facebook, Peter. sternburg /edit]

    Nein, ich mein es nicht persönlich, aber so wie Dahlmann mal in sich gehen sollte appelliere ich an dich: Gehe in dich!

  84. Peter

    Ach und das hat nichts mit der Hautfarbe zu tun, damals bei Cottbus wurde sich auch ein Spaß draus gemacht die Osteuropäer zu benennen. Rassismus mein Arsch.

    Kann man so bringen wenn man jegliche Unterschiede einwalzen will, dann hast du aber auch keine Fussballclubs mehr, weil Grenzen, Unterschiede, Stolz, grundlose Emotionen ja evil sind und sich die Badener verletzt fühlen könnten, wenn die Schwaben sie Badener nennen. Und nicht zugehörig. Welch Skandal!

  85. Es kann jemand sehr stolz sein auf seine Wurzeln, und trotzdem genervt, von außen ständig darauf reduziert zu werden. Es ist auch ein Unterschied, wenn Dahlmann zu Mateta sagt: “Der Franzose, übrigens mit kongolesischem Vater, der mit 20 Jahren… blabla”, oder ob er in einer ausführlichen Reihe aufzählt, wo diese ganzen dunkelhäutigen Spieler herkommen, dann aber ausschließlich darauf abhebt, wer ihre Väter sind, oder wo ihre “Wurzeln” sind – nämlich in Afrika. Hätte er wenigstens noch ihre tatsächlichen Staatsbürgerschaften erwähnt, wäre es auch nochmal was anderes gewesen.

    Das ist eine Herangehensweise, die sehr vielen anders aussehenden Menschen bitter bekannt vorkommt und sauer aufstößt, weil es eben nicht einmal passiert, und nicht zehn Mal, sondern weil sie diese Fragen nach ihrer “Herkunft” und ihren “Wurzeln” schon unzählige, unzählige Male gehört haben in ihrem Leben. Und weil es irgendwann nervt.

    Wenn du möchtest, können wir es auch gerne auf eine abstraktere Ebene heben: Ich bin in Karlsruhe geboren, das steht in meinem Pass, ich habe da drei Jahre lang gelebt, an die ich mich nicht erinnern kann. Ich fände es extrem albern und lächerlich, wenn ich ständig und überall als “der Karlsruher” tituliert werden würde. Und wenn jemand Axel fragt: “Sag mal, wo kommt denn der David her?”, und der dann sagt: “Aus Karlsruhe.” Das wird aber auch niemand machen, niemand würde auf diese Idee kommen, weil in dieser Situation allen Leuten klar ist, dass die Stadt, in der ich aktuell lebe (oder meinetwegen noch den größten Teil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe) viel prägender und aussagekräftiger ist, als die Stadt in der ich geboren bin (oder mein Vater). Sobald du aber “anders” aussiehst, spielt das plötzlich ständig eine Rolle in deinem Leben, es begleitet dich konstant, du wirst, wie von mir oben geschrieben, zum Teil regelrecht auf diesen einen Aspekt reduziert. Ein Mensch ist aber nicht nur ein Aspekt, ein Mensch ist viele Aspekte.

    (Bei der WM hatten wir ja einen ähnlichen Fall, als diese Liste kursierte, wo die ganzen französischen Nationalspieler “eigentlich” herkommen, garniert mit lauter afrikanischen Flaggen, und einer aus dem Team dann eine korrigierte Liste postete mit lauter französischen Flaggen. Das war keine “Approbation” von außen, das kam von den Spielern selbst. Man kann ja auch einfach mal davon ausgehen, dass Menschen, die in einem Land leben, sich auch gerne mit diesem Land identifizieren, auch wenn sie gleichzeitig Sympathien und positive Emotionen gegenüber dem Land ihrer Eltern haben).

    Ich weiß auch nicht genau, wo bei dir der Eindruck herkommt, ich hielte mich “moralisch so rein, überlegen und unfehlbar in deinen Weisungen ans Volk” (vielleicht mal abgesehen davon, wenn ich Petersen verteidige, aber das meinst du hier ja offensichtlich nicht) und habe ganz generell das Gefühl, es wäre vielleicht ganz gut, wenn du mal ein klein bisschen Luft holst und dich beruhigst. Ich habe wortwörtlich gesagt, ich halte die Äußerung für “problematisch” und habe das begründet. Du darfst mir da auch gerne widersprechen, aber mit Schnappatmung und “Ober-Rassist!!” wirst du vermutlich bei mir auf wenig Gehör stoßen. Ich habe Dahlmann auch in Schutz genommen, weil seine Äußerungen falsch wiedergegeben wurden (interessanterweise aber von Axel in genau dem verkürzten Kontext erinnert wurden, der erst recht problematisch ist, nämlich im Sinne von “das ist ein Kongolose”, was auch schon ein Hinweis darauf ist, wie das Gesagte da draußen verstanden wurde). Ich will auch niemanden assimilieren, und ganz ehrlich, “ausländisch” aussehende Menschen müssen sich meiner Erfahrung nach deutlich, deutlich häufiger den Satz anhören: “Ja, aber du bist ja nicht wirklich Deutscher”, als dass sie in ihrem Leben mit dem Satz: “Ja, aber du bist ja Deutscher und gar nicht Kongolese!” belästigt werden.

    In der Rassismus-Theorie gibt es eine These, die da lautet, dass “Weißsein keine farbliche Kategorie, sondern eine soziale Kategorie ist”. Sprich, selbstverständlich können auch Osteuropäer darunter leiden, wenn sie gegenüber den Einheimischen als minderwertig eingestuft oder mit negativen Klischees belegt werden (“die immer alles klauenden Polen”). Es kommt halt auf den Kontext an. Ich empfand den Kontext und die Richtung von Dahlmanns Aussage für problematisch, dabei bleibe ich. Er bestärkt damit, sicherlich unbewusst, oder einfach auch nur für den Nutzen eines “kleinen Witzes” ein Narrativ, das ein sehr alltägliches Problem ist für viele Leute, die anders aussehen, als die Mehrheit um sie herum.

    Wo du hernimmst, dass ich “Unterschiede einwalzen” will, ist mir schleierhaft, ich habe aber ganz generell das Gefühl, dass du dich extrem in Rage geschrieben hast (dein Text fing ja mal an mit “ich stimme dir fast zu”, bevor du mich dann gegen Ende quasi in den Status eines kolonialistischen Monsters, kulturzerstörenden Nihilisten und Faschisten erhebst), und dich in Wirklichkeit irgendwas ganz anderes stört.

    Grüße.

  86. Die Rassismusdiskussion in der Folge war eigentlich okay, ich spar mal mein Nitpicking, weil pfrt passt eh

    Den schwarzen Panther von ASSE gibt’s leider nicht als Stofftier, dafür gibt’s einen ASSE-Teddybär. Aber das is nicht true. Aber Basti bekommt trotzdem bald Maskottchen geschickt. Glaube ich.

    Jessas, Joe Fischler is ja sogar Tirouler. Wäre ja fast a Überlegung mal a Werk von dem anzutesten.

  87. Der Link nachgetragen: Folge 84: Wortfetzen für Blender.

    Haha.

    Kernenergie ist grüne Energie. Und ohne Braunkohle gehen hier die Lichter aus. Na klar, Axel.

    Ich mochte übrigens Deinen Hinweis auf die Umverteilung von arm zu reich durch die EEG-Umlage. Next bitte: Ausnahmen für die Industrie, KFZ-Förderung, Mehrwertsteuer, Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuer, Deckelung bei diversen progressiven Steuern, Abgaben und Sozialversicherungskosten, etc. Die vielleicht größte Umverteilung von arm zu reich unserer Tage ist übrigens der menschengemachte Klimawandel. Weil er tendenziell die armen Kaum-Verursacher deutlich härter trifft als uns reiche Größtenteils-Verursacher. Aber das nur am Rande.

    Was ich hingegen sehr mochte, das war die Rassismus-Debatte. Ich muss verschämt zugeben: Ich bin sehr froh, an dieser Unterhaltung nicht beteiligt gewesen zu sein. Weil ich sie wohl kaum so sachlich und einsichtig hätte führen können, wie Ihr es gemacht habt (mit Sonderlob für Axel). Ist mir charakterlich einfach nicht gegeben. Und das gilt übrigens für das Vertreten beider Positionen (die ich grundsätzlich erstmal beide für legitim halte). Dass ich das mal über Euch drei Typen sage, hätte ich mir auch nicht ausgemalt.

    Zum einzig wichtigen Thema: André tötet natürlich Horst. Weil Horst sich weigert, der ursprünglichen Vereinbarung, nach einigen Tagen Spaß die Rollen wieder zurück zu tauschen, Folge zu leisten. Einfach, weil es sich so ungewohnt angenehm anfühlt, nicht mehr Horst Heldt zu sein.

    Wird später verfilmt. Mit Arnold Schwarzenegger in einer gefeierten Doppelrolle. Die Sympathien des Publikums sind verteilt: Einerseits klare Notwehr des Hauptcharakters André, dem übel mitgespielt wird. Andererseits kann man die Motivation des Antagonisten Horst schon auch verstehen.

    Wie dem auch sei: Ich bin erstmal einfach erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, der Breitenreiter und Heldt nicht auseinander halten kann.

    Dumme Klugscheißer-Bemerkung der Woche: “Fick Dich, DFB!” war schon immer straffrei. Der DFB ist kein beleidigungsfähiger Adressat.

  88. @Peter: btw, es gibt in dieser schmierigen Kneipe schon einen anderen Gast mit den Namen “Peter”, der seit langem hinten im Haupt-Gastraum an der Theke rumlungert. Wäre das okay für Dich, wenn Du Deinen Nickname zukünftig in z.B. Peter_Drei90 oder sowas ändern würdest?

    Ich verlange dies nicht (solange Du in diesem Separee bleibst). Es ist nur eine Bitte. Es soll Leute geben, die sich in beiden Räumen aufhalten und vielleicht verwirrt sind. Danke ggfs. im Voraus.

  89. Kurzer Hinweis: Trotz zwei Spielen 163 in der MLB, fällt drei90 heute nicht aus. Ich konnte mich nicht durchsetzen. Ihr seid daran auch Schuld. Ich hasse Euch. Liebe Grüße.

  90. Macht das für die Aufnahmequalität denn so einen Unterschied, wenn Du nebenbei Datzen laufen lässt? Hör einfach immer dann nicht hin, wenn sich die anderen über richtigen Fußball unterhalten.

    Und wäre nicht außerdem ohnehin wieder die Kommentierung eines skurrilen Sportereignisses an der Reihe? Das ließe sich doch verbinden.

  91. Cityfans reisen super. Wie das Frauenteam in St. Pölten gespielt hat in der WCL waren da auch einige. War ein lustiger Abend.

    Aus der persönlichen Erfahrung mit sportdeutschland.tv kann ich nur bestätigen, dass der Server schnell überlastet ist und die Seite gern mal nur so mittelfunktioniert.

    Das Hundesportding war tatsächlich ziemlich spannend.

    Was ich auch gelernt habe: es gibt eine extended drei90 Gruppe in welche Enzo Videos postet und ich bin nicht dabei :'(

  92. Zu Bastis Frage, welche Botschaften in den Kurven man denn bringen könne, die gerade noch so nicht strafbar seien:

    Was soll das denn bringen?

    Ihr erinnert Euch noch daran, dass dem Chemnitzer FC (muss man nicht mögen, aber das tut hier nichts zur Sache) vom DFB mehrfach Geldstrafen für einen Doppelhalter mit der Aufschrift “Scheiß Red Bull” auferlegt wurden?

    Das ist bereits eine absolut unzweifelhaft nicht strafbare Äußerung. Es ist kein Aspekt denkbar, unter dem diese Äußerung unter irgendeinen existierenden Straftatbestand fallen könnte. Und Du wirst auch keinen Juristen finden, der diese Bewertung auch nur am Rande zweifelhaft findet.

    Und zumindest von einer Privatperson ist dies auch sonst eine absolut legale Meinungsäußerung.

    Ich kann dies gerne unter Beweis stellen:

    Ich finde Red Bull scheiße.

    Ich mag deren Produkt nicht und habe es noch nie gemocht. Ich finde schon seit den späten Neunzigern, deren damaliger Energy Drink (andere Produkte habe ich nie probiert) schmeckt fürchterlich süß-klebrig und wird zudem zu einem absurd hohen Preis angeboten.

    Außerdem finde ich die Tätigkeit des Red Bull Konzerns im Fußball scheiße. Deren Handeln widerstrebt vielem, was ich am Fußball mag und wie er aus meiner Sicht strukturiert sein sollte.

    Ich finde Red Bull scheiße.

    Steht da jetzt so. Und da dran steht hier ein Name und eine ladungsfähige Anschrift. Gut, ist jetzt nicht mein Name (höhö). Trotzdem kann ich damit sehr gut schlafen. Denn das ist eine legale Meinungsäußerung. Auch klagefreudige Juristen könnten sich nicht einbilden, dagegen mit Aussicht auf Erfolg vorgehen.

    Aber schreibe ich das auf ein Banner, dann bestraft die DFB-Sportgerichtsbarkeit meinen Verein. Der dagegen im Zweifel nicht vorgehen wird.

    Man müsste sich also wenn, dann daran orientieren, was das DFB-Sportgericht für gerade noch nicht bestrafenswürdig hält. Die besagten Chemnitzer haben damals mit einem “Also wir finden Red Bull jetzt nicht so dufte!” reagiert. Auch ein “Wir mögen Red Bull nicht” sollte noch durchgehen. Oder “Gekaufter schöner Fußball ist uns egal”. Ich muss aber zugeben, dass ich Prognosen über die Rechtsansichten des DFB-Sportgerichts bezüglich zulässiger Aussagen auf Bannern im Stadion nach den bisherigen Erfahrungen nicht mehr so recht wagen mag.

    Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, dann ist Axels ironischer Ansatz vielleicht wirklich der bessere. Auch wenn ich Deine Zweifel, Basti, dass dies funktioniert, nachempfinde.

    Wobei ich allerdings noch sehr viel heftigere Zweifel gegenüber Deinem Wunsch verspüre, ausgerechnet der Dortmunder Anhang könnte doch auch mal zu Witz und Subtilität greifen.

    Übrigens hat mich sehr gewundert, dass Ihr die Namensgebung der tollen neuen Multifunktionshalle in München so am Rande gestreift habt. Immerhin handelt es sich um die gemeinsame Halle des EHC Red Bull München und des FC Bayern Basketball mit dem Namenssponsor SAP. Da steht so dick drei90 dran… veranstaltet Ihr jemals wieder ein Hörertreffen, dann doch bitte dort. Oder wie es Uli im November den Journalisten in die Blöcke diktiert hat:

    „Wichtig war, dass die Halle nicht den Namen Red Bull Arena trägt, weil wir auf die Empfindlichkeiten bestimmter Fangruppen unbedingt Rücksicht nehmen wollten“, sagte Hoeneß damals. Des Weiteren verriet er: „Es ist uns auch gelungen, dass ein sehr namhaftes Unternehmen zugesagt hat.“

  93. @Axel: Ich hatte großen Spaß mit der Rubrik “absurde Sportereignisse”. Auch und gerade damit, wie diese Rubrik in dieser Folge behandelt wurde. Es ist halt live, baby.

    Nur eine passiv aggressive Frage zum Verständnis: Hast Du eigentlich mitbekommen, dass es unter anderem hier diverse Vorschläge für diese Rubrik gab?

    Wobei ich zugeben muss, dass gerade mein Vorschlag einen Grad an Vorbereitung erfordert, den Du Deinen Mitstreitern wohl nicht abverlangen kannst. Aber es gab ja noch andere (und btw, Ihr verpasst da echt was).

  94. @Axel: Ach, und* ich finde es etwas schade, dass Du diese Gelegenheit ausgelassen hast, dem Pritlove nachzueifern. Hätte ich gerne gehört.

    *ja, ich höre gerade Eure Sendung und bin hart am Youtube-Zeitregler. Ist alles okay, kann man so machen, kriegen wir Hörer alles hin. Habt Ihr – man muss auch mal loben – bei den vielen kleinen und dem einen großen Anlass zum Uhrenvergleich gut wegmoderiert. Aber falls Du es irgendwann hinkriegen könntest, dass Deine Mitstreiter wenigstens ein Device mit einem fucking Adblocker benutzen, also das wäre schon nett.

  95. @sternburg: Ja, bekommen wir schon mit. Wir brauchen aber ja ein bestimmtes Ereignis oder Spiel. Also von mir aus gerne mal einen link zu einem Video mit einem konkreten zu kommentierenden Event und nicht: Macht halt mal xy. Wir freuen uns über alles, was uns Zeit spart. Dass der sportdeutschland-Server nicht mitgespielt hat ist halt doof aber nicht planbar.

  96. Peter_drei90

    Moin!

    @ngungonvn
    Eigentlich wollte ich nur was über erneuerbare Energien schreiben, mein “Text” war eigentlich nur ein Absatz, und so sehr in Rage geschrieben habe ich mich nicht, das war leicht pointiert.

    1. Du magst es auch nicht als Rassist bezeichnet zu werden. Das mag niemand. In 99% der Fälle ist das auch völlig daneben. Tschuldige.

    2. >von außen ständig darauf reduziert zu werden.
    Das wird von Fall zu Fall variieren.
    Stell dir mal vor, du gehst zum Brötchenverdienen nach München. Du wirst wahrscheinlich weder katholisch noch Lederhosenträger noch heimattrunken von Almen und Rindern und was es sonst noch für Klischees gibt. “Waschechter Bayer” dürfte kein so großes Kompliment sein wie sich der Inklusionsbeauftragte das vorstellt.
    Oder wenn Basti seiner Flamme nach Berlin folgt, wird er doch nicht Herthinho in die Arme fliegen “einer von uns”. Wobei… :)

    Es wird Leute geben die es nervt, es wird Leute geben denen es egal ist, es wird Leute geben die wollen gar nicht dazugehören. Das wird dich vielleicht schockieren, aber die Attraktivität von moralinsauren Eiferern hält sich in Grenzen. Oft wird nur gute Mine zum immensen Geldbeutel gemacht.

    Aber ich habe ein prinzipielles Problem mit einer gewissen Herangehensweise:
    “Wir dürfen Fremde nicht ausgrenzen.” Würdest du das so unterschreiben? Ja, oder?
    Da gibt es aber Untertöne. Da liest du vielleicht nichts, aber ich lese eine Unterstellung an jeden Fremden zur Krönung der Schöpfung (UNS!) gehören zu wollen.
    Als ob jeder Schwarze tief im Herzen weiss sein will.

    Dahlmann hat übrigens auch nicht “die faulen Neger” gesagt – was ja auch Blödsinn wäre da die mehr rennen und schaffen (und Steuern zahlen) als Otto Normalo, sondern nur die Anzahl der Spieler und ihre Herkunft konstatiert. Du konstruierst dir das “wenn sie gegenüber den Einheimischen als minderwertig eingestuft oder mit negativen Klischees belegt werden” dazu.
    Du implizierst eine Wertung die es gar nicht gab, die er nicht geäußert hat.
    Von dem nachvollziehbaren “bitte keine Vorurteile gegenüber XY” gehst du zum “nenn sie nicht XY” und das geht mir viel zu weit. Und es ist m.E. extrem … problematisch.

    Und wenn ich noch einen Schritt weiter gehe lese ich:
    Die können ja nichts dafür schwarz zu sein. Wir sollen sie so akzeptieren als ob sie echte (lies: “bessere”) Weisse wären! Noch problematischer.

    Bist du dir sicher nicht derartigem Denken verfallen zu sein? Das baupinselt einen selbst so schön, das tut auch gar nicht weh.

    PS: Auch ich bin schon rassistisch behandelt worden, ist nicht schön. Aber damit komme ich zurecht. Genauso wie ich mit allen anderen körperlichen Macken und Unzulänglichkeiten klarkomme.
    Nerven täte mich wenn ich für die Taten anderer Leute belangt werde, aber ändern kann man’s eh nicht.

    PPS: mir ist klar, dass ich da mehr über Fremde rede. War bei Dahlmann aber auch der Fall.
    Für Leute die hier geboren sind ist es ungleich schwieriger. Auch da: Es gibt Deutsche die sich als Deutsche fühlen, Deutsche die sich als Ausländer fühlen und noch zig andere. Da gibt es kein Universalrezept.
    Ich glaube auch nicht, dass das gewünscht wird.
    Dass die Herkunft angesprochen wird ist okay. So wie aufs Tattoo angesprochen zu werden oder sein Band-Shirt. Da braucht’s keinen Schiri der Befindlichkeiten schützt.

  97. Hallo Peter,

    jemand, der eine rassistische Aussage macht, ist nicht zwangsläufig ein Rassist. Genauso wenig wie jemand, der eine ausländerfreundliche Aussage macht, zwangsläufig ein Ausländerfreund ist. Ich habe Dahlmann nicht als Rassisten bezeichnet, ich halte ihn auch nicht für einen Rassisten, ich habe allenfalls gesagt, dass er eine rassistische Aussage getätigt hat (ich glaube, ich habe sogar nur “problematisch” gesagt, aber egal). Ich hätte kein Problem damit, wenn mir jemand sagt: “Was du da gerade gesagt hast, halte ich für rassistisch.” Oder sexistisch. Oder sonstwie beleidigend. Dann würde ich eben darüber nachdenken, und prüfen, ob da was Wahres dran ist, und wenn ich es ebenfalls problematisch finde, ändere ich künftig meinen Sprachgebrauch. Nichts anderes wirfst du mir ja auch gerade vor. Ich habe mit deinem Vorwurf kein Problem. Ich halte ihn allerdings für falsch.

    Du interpretierst in meine Worte hinein, ich würde unterstellen, dass ein “Schwarzer” in Wirklichkeit “weiß” sein will. Das ist insofern interessant, als ich davon gesprochen habe, dass jemand “Franzose” oder “Deutscher” ist. Von hellhäutig war niemals die Rede. Du implizierst also, dass ein Deutscher zwangsläufig weiß sein muss. Dem widerspreche ich. Entschieden. Du implizierst weiterhin, ich hielte irgendwie eine afrikanische Abstammung für problematisch. Das tue ich nicht. Hätten bei Mainz 05 tatsächlich drei Kongolesen gespielt, habe ich absolut kein Problem damit, wenn der Reporter sagt, dass da drei Kongolesen spielen. (Ich finde es trotzdem ein wenig albern, eine Rechnung gegenüber Rheinland-Pfälzern überhaupt aufzumachen, denn die Zeiten, in denen in Fußballclubs vor allem Menschen aus der eigenen Stadt spielten, sind nun wirklich lange vorbei, und selbst die clubeigenen Fußball-Akademien fischen ziemlich weiträumig. Insofern bleibt “Mehr Kongolesen als Rheinland-Pfälzer” sowieso ein billiger Witz.)

    Ich empfinde es als problematisch, dass ein halbes Dutzend Spieler, weil sie über ihre Hauptfarbe als “anders” zu identifizieren sind, mir, dem Zuschauer auch direkt als “anders” verkauft werden. Und ja, natürlich hat das etwas mit der Hautfarbe zu tun. Klose und Podolski wurden meines Wissens nie als “die Polen” bezeichnet. Es wurde darauf verwiesen, dass sie polnische Wurzeln haben, aber kein Kommentator wäre jemals auf die Idee gekommen zu sagen: “Mehr Polen als Schleswig-Holsteiner in der deutschen Nationalmannschaft.” Dahlmanns Satz ergibt sich aus der Hautfarbe, und die Hautfarbe besagt im Kopf der Zuschauer: “Afrikaner”. Diesen Gleichklang halte ich für gefährlich, und es gibt zig Menschen ausländischer Abstammung, die schon mal den Satz gehört haben: “Du wirst nie ein Deutscher sein, egal was dein Pass sagt.”

    Dein Vergleich mit Bayern und Berlinern hinkt etwas, aber selbstverständlich ist für einen aus Hessen nach Bayern Gezogenen nach einigen Jahren der Satz: “Du bist ein waschechter Bayer” vermutlich ein Kompliment. Weil er eben nicht, wie du suggerierst, irgendwas darüber aussagt, ob jemand Lederhosen und Kirche mag (es gibt genug Bayern, die das auch nicht tun), sondern weil er aussagt: “Du gehörst zu uns. Du verstehst uns. Wir verstehen dich.” Ich glaube nicht, dass sich irgend jemand über so einen Satz ärgern würde. Vielleicht würde er kokettieren und sagen: “Nein, nein, ich bin Hesse!”, aber er würde es sicherlich nicht als fiese Assimilierung ansehen. Außerdem wissen Menschen, die umgezogen, weggezogen oder sonstwie herumgezogen sind, sowieso, dass man mehr als einer Heimat verbunden sein kann. Nichts davon negiere ich. Ich wäre ja bescheuert.

  98. @BastiRed: Sag mal, Basti, nach dem tollen 1:0 der Eintracht gegen 18,99 Hoffenheim, eingeleitet von diesem wunderschönen Einwurf von Grillitsch zu Jovic – bewertest Du jetzt eigentlich den legendären Einwurf der Eintracht gegen Freiburg anders?

    Ich hab extra nochmal nachgezählt: Da standen mindestens vier Hoffenheimer hinter dem Ball. Also kann die Überraschung der noblen Nagelsmänner über das groteske Grillitsch-Geschenk keinen Anteil an diesem Tor gehabt haben, habe ich das richtig verstanden?

  99. Buttersack

    Am Anfang wird irgendwas angedeutet und dann heißt es Basti müsse kleine Brötchen backen. Was ist dem Armen denn widerfahren? Kann man spenden?

  100. Buttersack

    Ne, den Arbeitgeber hatte er doch gewechselt, wenn ich mich recht erinnere.

  101. Carsten Jancker ist übrigens weiterhin Trainer des SV Horn, der gerade knietief im Abstiegskampf in der 2. Liga steckt. Und am Freitag gegen meinen glorreichen FC Blau-Weiß Linz spielt.

    Die Ö-2. Liga läuft übrigens jetzt bei LAOLA. Keine Ahnung, ob eventuell gegeoblockt tho.

  102. @Basti, wenn Dir Neuer, Hummels, Müller tatsächlich so unsympathisch sind, dass sie Dir – völlig unabhängig von den Vorgängen im und um den DFB – schon ganz alleine den Spaß an der Nationalmannschaft versauen. Während Matthäus, Lahm, Buchwald, Ziege, Lehmann, Kahn, Wörns, Strunz, Linke, Ballack, Heinrich, Effenberg, Marin, Ricken und Prinz Peng, der alte Pissequatscher, dies nicht vermocht haben. Dann, ja dann liegt der Gedanke, es könnte etwas mit dem Alter und/oder einer anderen Herangehensweise zu tun haben, schon sehr nahe.

  103. btw: Witzigerweise habt Ihr Marin ja später sogar selber noch (das eine oder andere Mal) erwähnt.

    Aber die Vermutung, dessen Probleme lägen wohl eher neben den Platz, teile ich nicht. Ich hab dessen Frühphase (als er in der Gladbacher-Zweitliga-Mannschaft zur Hoffnung des deutschen Fußballs wurde) recht intensiv verfolgt. Und es gibt – neben Sascha Rösler vielleicht noch – keinen zweiten Spieler, bei dem ich so oft so den Kaffee auf hatte. Unerträglich selbstgerechter, unfairer Schwalben-Spieler.

    Vielleicht hat er sich seither geändert, das kann ich nicht beurteilen. Ich muss zugeben, sein Wirken doch etwas aus den Augen verloren zu haben.

  104. Ach, eins noch: Ich hätte gerne Dieter Hecking als frischen neuen Nationaltrainer.

    Oder halt irgendwo anders. Aber mit dem DFB könnte ich leben.

  105. Peter_drei90

    @ngungonvn
    Hi!

    >Du interpretierst in meine Worte hinein, ich würde unterstellen, dass ein “Schwarzer” in Wirklichkeit “weiß” sein will. Das ist insofern interessant, als ich davon gesprochen habe, dass jemand “Franzose” oder “Deutscher” ist. Von hellhäutig war niemals die Rede. Du implizierst also, dass ein Deutscher zwangsläufig weiß sein muss. Dem widerspreche ich. Entschieden.

    Ich sage, Ausländern zu unterstellen deutsch sein zu wollen, Fremden zu unterstellen dazugehören zu wollen, ist so überheblich wie Schwarzen zu unterstellen weiss sein zu wollen.
    Vielleicht ist dir das nicht bewusst, deswegen versuche ich es ja bewusst zu machen.

    Wenn Dahlmann keine Tatsachen ansprechen soll weil er ja irgendwelche Befindlichkeiten verletzen könnte, dann ist das genau diese Unterstellung.
    Diese Unterstellung dass da überhaupt Befindlichkeiten sind. Die Unterstellung die da lautet: Nein, nenn die Wurzeln nicht, die schämen sich doch dafür, die wollen doch gar nichts anderes sein als [porentief reine] Deutsche, die können doch nichts dafür, afrikanische Eltern zu haben. Ich überspitze das, damit es deutlich wird.

    Wenn da 6 offen homosexuelle Spieler auf dem Platz stehen – soll man es nicht sagen? Klar soll man. Und wenn man Angst hat es zu sagen, dann impliziert man doch dass die sich dafür schämen. Dann impliziert man, dass es etwas Schlimmes wäre.
    Dieses ängstliche Feigenblatt der political correctness richtet mehr Schaden an als Nutzen.

    >Und ja, natürlich hat das etwas mit der Hautfarbe zu tun.
    Hatte ich schon mit Cottbus Gegenbeispiel geliefert. Seh ich nicht.
    Die Problematik konstruierst du in deinem Kopf.
    Wenn bei einem Verein die Hälfte der Spieler türkische oder albanische Wurzeln hat würde die Hautfarbe eh entfallen.

    >“Du wirst nie ein Deutscher sein, egal was dein Pass sagt.”
    Weil der Pass eben nicht das Kriterium dafür ist. Ist doch klar.

    Mal wieder was zum Fussball – die Diskussion zur Nationalmannschaft fand ich gut.
    Es geht m.E. viel um Gerechtigkeit. Als Neuer aufgestellt wurde, war es Ter Stegen gegenüber ungerecht. Nichts gegen Neuers Leistung, als der bei der WM im Tor stand hatte ich nie Angst, sondern war heilfroh dass er spielt wie immer. Ungerecht war es trotzdem.
    Niemand sagt doch bei den arrivierten, verdienten Spielern dass sie schlecht sind. Aber sie hatten ihre Chance und haben sie versemmelt. Jetzt muss man auch den Jungen eine Chance geben. Und siehe – das letzte Spiel war das Beste seit langem. Ohne Hummels, Boateng, Kroos und Neuer wäre es wahrscheinlich exzellent geworden.
    Ich weiss noch wie ich auf Ballack geflucht habe der die Jugend getriezt hat – wird Kroos so nicht machen, aber ein bisschen den Chef raushängen lassen wird er doch.
    Aber das Entscheidende: er kann einfach nicht mehr so schnell rennen wie es manchmal nötig ist.

  106. Ich kann Euch ganz genau sagen, was die Videoprüfung dem Fußball gebracht hat:

    Abgesehen von den komplexen Charakteren Papadopoulos und Heiko Herrlich gibt es so gut wie keine so richtig bescheuert dreisten Schwalben mehr.

  107. Bregalor

    Bin ich eigentlich der Einzige der sowohl “Babylon Berlin” als auch den Song “Zu Asche zu Staub” gar nicht mal so doof findet?

  108. Peter_drei90

    re: Fussballfans, Presse, Polizei

    Ich kann Euch sagen, warum solche Artikel erscheinen, warum Fussballfans zunehmend gegängelt werden. Ihr seid der Feind. Der Staatsfeind.
    Ultras sind protorevolutionäre Zellen. Organisiert, ideologisch, gewaltbereit, in der Gesellschaft verwurzelt. Alles hochgradig gefährlich.
    Beweis? In Chemnitz wurde der Protest von Fussballfans losgetreten. Ei, ei ei. Da war’s ja schon 5 vor 12, nicht wahr.

    Da ist es dann völlig egal, ob 50% unschuldig (im Sinne der Organisation, Ideologie, Gewalt) sind, oder 90% unschuldig sind. Selbst wenn 1% in den Verdacht geraten politisch zu denken, wird der Staat mit aller Macht zurückschlagen und alles andere ist Kollateralschaden. Er wird versuchen die Fans zu isolieren und aus der Gesellschaft zu entwurzeln. Er spielt normale Fans im Stadion gegen Ultras aus (kann denn mal einer an die Kinder denken?)
    Der Staat wird die Fans kriminalisieren und schikanieren. Besonders beliebt: sie sind kriminell, weil sie sich nicht in die Schikanen fügen!

    Es gibt definitiv rechtsradikale Hools. Es gibt auch linke Hools. Es gab Krawalle zwischen englischen und russischen Fans. Das reicht.
    Euer Bestreben sich von denen zu distanzieren wird vom Staat in etwa so ernst genommen wie wenn das Neue Deutschland sich von der SED distanziert oder Hoeneß sich vom Aktienmarkt.

    Rührend ist immer wieder der Vergleich mit dem Oktoberfest. Oder anderer Kriminalität, wo es ja schlimmer wäre als im Stadion. Aus Sicht des Staates ist es das nicht.
    Je nach Zynismusstadium findet man noch Entschuldigungen und Gründe warum der Staat kaum gegen Alltagskriminalität vorgeht. Ab einem gewissen Stadium sagt man: die reale Kriminalität gegen seine Bürger ist dem Staat egal. Ganze Stadtviertel versinken in Kriminalität? Meh. Nachts wird sich weniger rausgetraut? Wurscht. Was ihm aber nicht egal ist, ist potentielle Kriminalität gegen den Staat. Oho! V-Männer, Verfassungschutz, Hundertschaften, SoKos, Bundespolizei, Landespolizei, Lippenleser, das volle Programm.

    Das hängt dann noch ein wenig von der jeweiligen Regierung ab, von welchem politischen Spektrum die sich besonders bedroht fühlt und was sie wegtoleriert/wegrelativiert, da gibt es ein Nord-Süd bzw. Süd-Nord-Gefälle. Aber letztlich sind das Details denn kein Angriff auf den Staat kann geduldet werden, egal aus welcher Ecke er kommt. Da sind sich dann auch alle Innenminister völlig einig.
    Und Fussballfans sind ein Angriff. Denkt RAF. Lächerlich? Vielleicht.

    Ich denke man macht es nicht besser, indem man verbal aufrüstet. Mit Wortwahl wie Frechheit, Unverschämtheid, faschistoid – damit bestätigt ihr ihnen doch nur dass sie Recht haben.
    Unaufgeregt bleiben, gute Gegenargumente finden und ruhig artikulieren. Durchaus die Kompetenz der Gegenüber untergraben, so ein Wasserwerfer ist ja eine Steilvorlage.
    Euer Vorteil: der gesunde Menscheverstand ist auf Eurer Seite. Solidarisiert Euch mit den normalen Fans. Ultras helfen Familien, Ultra-Polizei-Freundschaft gründen. Solche Sachen.

  109. Why don’t you talk to me
    Why don’t you talk to me
    I’m standing here alone
    I know you’ll never phone
    Why don’t you talk to me
    Why don’t you talk to me
    Come say it to my face
    So we can leave this place
    Why don’t you talk to me?

  110. Folge 91:

    Vielleicht ging das ja an mir vorbei. Aber Ihr seid innerhalb meines kleinen Realitätsausschnitts das einzige, nunja, Medium, welches das Thema “Boa” abgebildet hat. Und dafür bin ich Euch sehr dankbar.

    Zunächst aus offensichtlichen humoristischen Gründen. Und nach dieser Betrachtung von David auch aus inhaltlichen.

    Ich muss zugeben: Wenn Boateng dort seine Kohle und seine Reichweite dafür einsetzt, um ein Bling-Bling-Magazin für die Bling-Bling-Kundschaft rauszudrücken, das der Bling-Bling-Kundschaft gefällt (und deswegen wahrscheinlich sogar wirtschaftlich funktioniert – sei ihm gegönnt bzw. ist mir egal) und dieser Bling-Bling-Kundschaft neben und mit dem Bling-Bling gleichzeitig ein ganz klein wenig tiefere Inhalte zumindest in die Hand legt, dann finde ich das super. Denn jemandem Inhalte zumindest in die Hand legen ist immer die allerhöchste Hürde vor auch wirklich lesen, verstehen und damit auseinander setzen. Denn ganz im Ernst: Warum sollten die Bling-Bling-Leute in ihren Bling-Bling-Magazinen kein Interview mit Herbert und Boa bekommen? Nur weil sie meine Medien genauso scheiße finden wie ich ihre? An sich ein wirklich guter, ja urdemokratischer Ansatz.

    Sollte man wirklich mal weiter verfolgen. David, ich wäre Dir dankbar, wenn Du das weiter verfolgst. Weil mir wäre dieses Magazin zu kaufen ernsthaft zu peinlich (und ich habe “sternburg” als nickname).

    Was mich daran allerdings besorgt: Wir reden schon seit Jahren darüber, dass die Anbieter der Sparte Unterhaltungsindustrie namens Profi-Fußball ihre Außendarstellung mehr und mehr dem unabhängigen Journalismus entziehen und in eigene Kanäle verlagern. Unabhängig vom Zustand des sogenannten Sportjournalismus eine Besorgnis erregende Entwicklung. Wenn jetzt aber bei (objektiv) besonders interessanten Protagonisten wie Jerome Boateng deren endliche Ressource Medienarbeit nicht mehr nur auf FC-Bayern-TV et al umgelenkt wird, sondern zusätzlich auch noch auf sein eigenes Medium – was bleibt dann noch dem Journalismus? Schaut der Journalismus zukünftig nur noch Fohlen-TV und liest Christoph Kramers viel beachtete Fachzeitschrift “Menschenhandel Aktuell”*? Ich bin dagegen.

    *btw: Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber mir drängt sich da ein Vorschlag zu einem Tippspiel auf.

    @drei90: Was soll ich dazu sagen? An mir liegt es nicht. Ich hab dazu die Tage rein zufällig hier und hier etwas vor mich hin geäußert. Es ist, wie es ist. Und wäre ich an Eurer Stelle, ich wäre ich mit dem derzeitigem Zustand durchaus zufrieden.

  111. Es gab tatsächlich eine Verletzungsstudie im britischen Quidditch. Verletzungsrisiko is anscheinend so groß wie im Rugby.
    Hab die aber tbh ned gelesen, ich mach nur Turnierorganisation und Kommentar.

  112. Folge 92:

    @FrauMiema (herzlich willkommen): Man kann dem feinen Hörrn Goldmann viel vorwerfen. Nicht aber, dass er es unterließe, zuverlässig die Links in den (zwei Zeilen über diesen Buchstaben verlinkten) Blogpost zur Sendung zu packen (ich weiß nicht, ob man das schon Shownotes nennen kann, aber ich bin ja auch kein Podcaster).

    Alternativ darfst Du gerne auch einfach hierauf klicken.

    Ich hab die Sendung übrigens noch nicht gehört. Aber die Beschreibung klingt verlockend.

  113. jkhh

    Ihr Lieben, danke für eure wöchentliche Unterhaltung. Ich genieße es jede Woche. Ich kann Basti in der Diskussion der letzten Stunde nur beipflichten. Keine Ahnung, wie man auf die Idee kommt, man hätte ein Recht auf Geld, weil man habe ja jetzt journalistischen Content hochgeladen. Ich finde es gut, wenn man so wie Max Jakob Ost oder beispielsweise Tilo Jung dieses Medium (Audio, Internet) nutzt, um davon zu leben, das dabei auch offensiv kundgibt und um Spenden bittet. Man könnte sich halt auch in die Fußgängerzone setzen und behaupten, man würde für den WWF Geld sammeln, dabei geht es nur um Schnaps.

    [edit 25.11.2018: hinterlegte url gelöscht /edit]

  114. @jkhh: Wenn Du diese URL hinter Deinem Usernamen hinterlegst – und also wünscht, dass Deine Äußerung einer konkreten Unternehmung zugeordnet wird -, dann wäre ich Dir dankbar, würdest Du kurz erklären, wer dort Du bist und/oder einen Usernamen wählst, dem dies zu entnehmen ist. Bevor hier Äußerungen Menschen zugeordnet werden, die sie nicht getätigt haben.

    Der URL ist übrigens gerade eine E-Mail von einem klandestinen Account zugegangen mit der Bitte um Bestätigung. Wäre nett, wenn Du die beantwortest (wahrscheinlich im Spam-Ordner). Sonst müsste ich das löschen, und das muss ja nicht sein.

    Kommt alles voll wichtigtuerisch rüber, ist aber nur der guten Form halber. Einer muss sich halt um solchen Quatsch kümmern.

  115. jkhh

    Aloha, was denn für eine URL? Mein Username war einmal ohne zu schauen auf die Tastatur gehauen. Email und website sind meine Standard will-ich-nich-sagen-Antworten. Wenn das ein Problem ist, dann lösch ruhig meinen Post. So wichtig oder gehaltvoll war der auch nicht.

    [edit 25.11.2018: hinterlegte url gelöscht /edit]

  116. jkhh

    Achso, ich sehe gerade, was du meintest. Website ist gar nicht mandatory und mein username wird automatisch mit den dort angegebenen Daten als Link verknüpft… Entschuldige.

  117. jkhh

    So, das alles geklärt, schreibe ich jetzt nochmal meine Meinung und bitte dich, lieber sternburg, einfach alle vorherigen posts zu löschen. Ich möchte mich bei den 3,90-Leuten dafür bedanken, dass sie wöchentlich ihre Meinung zu aktuellen Fussballthemen mit dem Internet teilen. Es amüsiert mich immer sehr und ich freue mich auf jede neue Folge. Die Diskussion am Ende der Nummer 92 (etwa die letzte Stunde, irgendein Zeitungsheini kannte Rasenfunk nicht) fand ich sehr gut und auch sehr wichtig.
    Wir Anfang-40er gucken doch alle kein lineares TV mehr. Das stimmt, wenn wir uns hier im Internet darüber unterhalten. Es gibt eine Realität ausserhalb des Internets, in dieser leben wirklich viele Leute.
    Und ich kann Basti nur beipflichten, man kann seine eigene Wirkung auch schnell überschätzen, wenn man hauptsächlich im Internet unterwegs ist. Da gibt es natürlich immer Menschen, die einem beipflichten. Alle Anderen sind sowieso “Hater”.
    Dazu noch: Wenn mir Inhalte gefallen und sie mir wichtig sind, dann spende ich gerne auch 1-2 € oder 3,90 pro Monat. Das ist Kapitalismus pur, loide! Wenn ihr von den Spenden für eure Sendungen euren Lebensunterhalt bestreiten wollt, dann wird es wahrscheinlich nicht ausreichen, dass ihr euch Sonntag-Abend für 4 Stunden auf Skype oder Discord oder whatever trefft und über die Fussballwoche quatscht. Andere Leute machen das freiwillig und ohne Geld dafür zu bekommen. Die laden das dann sogar ins Internet hoch. ;)

  118. “und bitte dich, lieber sternburg, einfach alle vorherigen posts zu löschen”

    Sehe ich keine Notwendigkeit für. Missverständnisse sind kein Verbrechen!

    Und um ehrlich zu sein: Ich habe im Nachgang dazu ob der Vorstellung, wie oft wohl die zuerst so geile Idee, sich die url abc-punkt-de zu krallen, ähnlich backfirete, schon etwas geschmunzelt.

  119. Zur Folge 92: Habe jetzt mit Euch das Pyramiden-Bauen angeschaut.

    Formales Feedback: Auch wenn es dem Audioformat an sich fremd ist; das mit dem “Ab hier drückt Ihr bitte mal auf Pause und hört erst weiter, wenn Ihr Euch vor Eurem Youtube-Device befindet und mit uns mitguckt” ist als Kapitel und Kategorie völlig okay. Führt halt manchmal dazu, dass ich die Folge wirklich erst Tage später zu Ende höre (und dann auch gucke). Und bestimmt mag es manche Hörer geben, die sich das dann gar nicht geben. Aber es wird ja niemand gezwungen und es ist ein Mehr gegenüber dem was es sonst gäbe (schließlich habt Ihr zu Recht erkannt, dass Ihr als Yps mit Gimmick auf Dauer nicht immer das gleiche machen könnt). Ich glaube, Ihr solltet daran nicht zweifeln. Oder um genau zu sein (Fußball-Kommentatoren-Floskel): David sollte daran nicht zweifeln.

    Inhaltliches Feedback: Alter. Ich wusste vorher abstrakt um die Existenz dieser Sportart, aber das mal wirklich zu sehen… Ich weiß nicht, ob man Nachwuchs besitzen muss, um daran so richtig keinen Spaß zu haben. Aber ich kann von mir behaupten: Als Vater hat mir das ernsthafte Probleme bereitet.

    Inhaltliches Feedback meiner primitiveren kognitiven Prozesse: Großer Spaß.

  120. Early U2 is unfuckwithable. Boy, War, Unforgettable Fire, Joshua Tree – alles unkaputtbare Alben. Und über die Pet Shop Boys müssma hoffentlich wirklich ned diskutieren.
    Und lustigerweise hab ich die “This is the Beautiful South” erst vor a paar Täg erstanden für relativ günstig.

    Unterwasserrugby klingt zwar geil (und is sicher auch wahnsinnig anstrengend) is aber irl relativ unanschaubar.

    Es klingt zwar blöd, aber ja, letztlich sind Männer- und Frauenfußball durch ihre Entwicklung, die halt immer getrennt stattfand wirklich wie zwei verschiedene Sportarten. Das an sich ist jetzt relativ unbestritten.

  121. Die kuriosen Sportarten gucke ich z.B. nicht. Höre den Podcast gar nicht mit normaler Geschwindigkeit, was schon mal unmöglich mit dem Video vereinbar ist. Zudem höre ich Podcasts zu 90% unterwegs, wo ich eh kein richtiges Netz habe und da gucke ich sicher nicht noch nebenbei Youtube über meine 2GB Datenvolumen.

    Aber muss auch nicht sein. Dafür freue ich mich aufs Lesen/die Tippspiele und habe alle drei Wochen eben 30 Minuten weniger Podcast. Damit kann ich leben und habe nicht das Gefühl etwas zu verpassen.

  122. Wir sind seit Richard von gestern bei Folge 93.

    Und ich finde, Ihr tut Heiko Lukas Unrecht. Der Satz “Wer macht denn sowas?” gehört nämlich nicht zum inneren Monolog des Busfahrers. An der Stelle durchbricht Lukas die vierte Wand. Das ist sein eigenes Entsetzen, das er da äußert. Gleichzeitig ein Hilferuf. Schließlich protokolliert er doch auch nur, was diese Menschen da machen, sagen und tun. Und verzweifelt ganz offensichtlich von Seite zu Seite mehr darüber, wie seltsam die sich dabei anstellen.

    Ganz gemäß meinem alten Motto: Ich hab ja überhaupt nichts gegen die Stimmen in meinem Kopf. Ich bin ein gastfreundlicher Typ. Aber warum sind das alles Idioten?

    Zur “Fußball und Frauenfußball” Diskussion werde ich mich schön raushalten. Nur zwei völlig wertfreie Anmerkungen:

    – Als jemand, der sehr, sehr (sehr) viel mehr Unterhaltungen zwischen Tennis-Fans zumindest überfliegt, als er sich je erträumt hätte, kann ich Euch versichern: Niemand sagt “Tennis und Damentennis”. Das sind drei verschiedene Worte: Tennis, Herrentennis, Damentennis. Und wird auch genau so verwendet. Oder halt “bei den Herren” und “bei den Damen”. Letzteres sagt auch der Producer recht häufig, meine ich.

    – In meiner Sportart (Eishockey) sind die Männer- und die Frauen-Variante tatsächlich verschiedene Sportarten. Es gibt nämlich unterschiedliche Regeln (bei den Frauen ist der Bodycheck ein Foul). Interessanterweise wachsen wir aber nicht so auf: Bei den Kindern wird überhaupt nicht nach dem Geschlecht getrennt, ab den Jugendlichen kommt so langsam das zusätzliche Angebot der Frauenmannschaften hinzu. Wohin manche Mädchen dann komplett wegwechseln, viele wohl auch erst dort anfangen. Aber nach meiner unrepräsentativen Beobachtung bleiben die besseren Spielerinnen mindestens auch zusätzlich bei den Männern. Ich würde mich zu der Aussage versteigen: Unter den (nord-) deutschen gar nicht bis so mittel ambitionierten Ligen im Eishockey, Inlineskaterhockey und Streethockey gibt es nicht eine einzige, in der nicht in mindestens zwei Mannschaften mindestens eine Frau mitspielt. Man könnte also tatsächlich von “Eishockey und Fraueneishockey” sprechen. Weil die erste Variante grundsätzlich gemischtgeschlechtlich ist.

    Im Eishockey können Frauen also zumindest ohne weiteres mit den Männern auf unterem bis mittlerem Voll-Amateur-Niveau mithalten. Soweit mir zugetragen wurde, ist auch dies im Fußball ganz und gar nicht der Fall. Warum nicht und ob man daraus Schlussfolgerungen ziehen kann, das überlasse ich aber gerne Euch. Oder am besten Axel.

  123. jkhh

    Warum jetzt Frauenfußball nicht mit (alt-)Herrenfußball vergleichbar sein soll verstehe ich nicht. Die Regeln sind dieselben, das Ziel ist das selbe. Unterschiede sehe ich halt in der Physis zwischen Frauen und Männern und natürlich im Geld, welches investiert und auch damit verdient wird. Drittliga-Mannschaft gegen Frauennationalmannschaft, da wäre ich schon auf das Ergebnis gespannt.

  124. BSI

    Wenn die Herren Ernst machen – zweistellig. Und zwar bereits in der ersten Hälfte. Völlig wertfreie Feststellung.

  125. Völlig wertfrei transportierte Beobachtung aus zweiter Hand: Jährliches Trainingsspielchen zwischen ambitioniertem Frauen-Drittligisten als Abschluss dessen knackiger Saisonvorbereitung gegen mäßig ambitionierte B-Jugend im selben Verein zwecks Herstellung der nötigen Wettkampfhärte: Jährliches Schützenfest. Und nicht für die Damen.

    Was das Leistungsvermögen angeht sind das halt zwei verschiedene Sportarten. Was sehr viele strukturelle Gründe hat (man muss die hier nicht alle aufzählen, denke ich). Aber halt offensichtlich auch biologische.

    Ich finde, wenn man das irgendwie hin bekommt, dabei weder sexistisch noch paternalistisch zu klingen (ich persönlich weiß nicht, ob ich das kann – aber ich kann immerhin selber gar nicht Fußball spielen; also wer, wenn nicht ich?) dann kann man schon zu dem Schluss kommen, Frauenfußball einfach als Sportart für sich zu betrachten, dortige Leistungen relativ zu anderen dortigen Leistungen zu bewerten und sich den ständigen Vergleich mit dem Männerfußball einfach zu schenken. Ich habe im Übrigen den Verdacht, den Akteurinnen in dieser Sportart käme dies sehr entgegen. Mein Eindruck von weitem ist nämlich, die sind davon genervt. Sehr.

    Und wenn man diesen Standpunkt erst einmal eingenommen hat, dann kann man auch wertfrei feststellen, dass im Frauenfußball im Gegensatz zum Herrenfußball richtige Sportler unterwegs sind. Die nicht aus jeder Berührung eine Nahtoderfahrung machen und nicht selbst bei völlig klaren Entscheidungen wie bescheuert empört die Spielleitung vollquatschen (also so wie bei anderen Sportarten beide Geschlechter). So jedenfalls meine persönliche Beobachtung.

    Ich schaue trotzdem selten Frauenfußball. Bockt mich halt nicht.

  126. … aber ich musste schon etwas grinsen, als David behauptete, der Frauenfußball werde viel zu wenig im TV übertragen.

    Man nenne mir eine einzige Randsportart mit ähnlichen Zahlen an Zuschauern vor Ort, die auch nur annähernd so viel Screentime hat.

  127. Sexismusdiskussionen bei drei90. Da hätte ich mittlerweile gerne Kapitelmarken zum Überspringen, weil’s eh immer gleich läuft. Axel regt sich auf, dass sich Leute aufregen. Enzo versucht anzumerken, dass Sexismus irgendwie eigentlich das wahre Problem ist. David versucht es en detail zu erklären und Basti sitzt uncomfortable dazwischen und versucht zu vermitteln. Is außer anstrengend eigentlich genau gar nix. Speziell, weil du ja eh weißt, dass sie das alle scheiße finden.

    Dafür was das Tippspiel mal wieder perfekt. Speziell wie Axel selbst beim Magaritten-Witz verreckt :D

    (Adi Hütter redet als Allemanne übrigens definitiv kein bairisches Österreichisch. Eher so Ostschweizerisch. Aber das is Nitpicking)

  128. Danke für das Feedback, Richard. Wobei ich die Debatte diesmal eigentlich sehr wenig klischeehaft fand. Und wir haben ja auch nicht über Sexismus an sich diskutiert, sondern über die Frage, ob und wie man auf Provokationen reagieren soll. Ich halte das nach wie vor für eine interessante Frage, auf die ich ehrlich gesagt auch keine eindeutige Antwort weiß, weil es, wie in der Diskussion ja auch herausgeschält, irgendwo zwischen “Nicht über jedes Stöckchen springen” und “Nicht ignorieren und den Diskurs den anderen überlassen” liegt.

    Dasselbe kannst du auch auf zahlreiche andere Provokations-Themen anwenden.

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