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Freitag, 10.04.2020

Guten Tag. Ich bin ein Platzhalter, an dem bis heute niemand nichts ergänzt hat.

Listing

10.04.2020

10:00Fit durch Yoga - mit Yogatherapeutin HannahSportdeutschland.tv
10:00Norddeutscher Regatta Verein: Sportstudio #37Sportdeutschland.tv
10:00Trainiere mit den Stars: Startet mit deutscher 800-Meter Mehrfachmeisterin Christina Hering in den TagSportdeutschland.tv
10:20Straßenradsportplanet e.: Vermüllt und verseucht - Böden in GefahrZDFinfo+

In unseren Böden verbirgt sich bis zu 20 Mal so viel Mikroplastik wie im Meer. Granulate aus Sportplätzen, Müll im Kompost und der Abrieb von Autoreifen sind inzwischen überall zu finden.

Hauptproblem sind falsch entsorgte Verpackungen, aber auch Folien aus der Landwirtschaft sowie Dreck aus dem Straßenverkehr. Etwa 8000 Tonnen Mikroplastik gelangen so jedes Jahr in Gärten und auf die Äcker.

In der EU sind Trinkhalme aus Plastik künftig nicht mehr erlaubt. Viele Städte denken über ein Verbot von Plastiktüten und Coffee-to-go-Bechern nach. Dennoch feiert die Kunststoffindustrie neue Absatzrekorde. Dabei ist das Problem von zu viel Plastikmüll in der Umwelt längst erkannt. Und nicht nur das: Kleinste Plastikpartikel lassen sich auch im Körper des Menschen nachweisen. An der Universität in Wien haben Forscher Kotproben untersucht - und Erschreckendes festgestellt: Bei allen Probanden waren Mikroplastikpartikel zu finden. Folglich sind Kunststoffe längst in der Nahrungskette des Menschen angekommen. Wie sie sich auf die Gesundheit auswirken, ist noch unklar.

An der Universität Bayreuth untersucht eine Forschungsgruppe Bodenproben aus der Landwirtschaft. Fast überall wurden Plastikpartikel gefunden. Haupteintragsquelle ist vermutlich Kompost aus den Recyclingbetrieben und Biogasanlagen. Bis zu 900 Partikel fanden die Bayreuther Forscher in einem Kilogramm. Verursacht wird das vor allem durch falsch sortierten Müll in Biotonnen sowie die mangelhafte Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Supermärkten und der Industrie: Diese werden in der Regel inklusive Verpackungen geschreddert, sodass jede Menge Plastik mit in den Kompost gelangt.

Dabei gelten Kompost und Dünger als umweltfreundliche Alternative zu Kunstdüngern. Viele Gemeinden, wie die Stadt Soest, schicken inzwischen "Mülldetektive" durch die Siedlungen, die in Biomülltonnen herumschnüffeln, um Plastiksünder zu ertappen. Meist pappen sie nur eine Ermahnung an die Tonne, wenn sie fündig werden - oder die Müllabfuhr lässt die falsch gefüllten Tonnen einfach stehen.

Auch der Breitensport trägt zur Verseuchung der Ressource Boden bei: Gerade Kunstrasenplätze geraten immer mehr in die Kritik. Winzige Plastikkörner werden von dort massenhaft in die Umgebung getragen - und belasten die Böden. "planet e." dokumentiert, wie viel Mikroplastik inzwischen in unsere Böden eingedrungen ist und welche Auswirkungen das dauerhaft haben kann.

11:00Turngemeinde Bornheim - Virtuelles Gym - Yoga Rückbildung und Yoga SchwangereSportdeutschland.tv
12:15Leschs KosmosZDFinfo+

Einst hochbejubelt, werden wir es heute nicht mehr los: Plastik. Es findet sich überall, sogar als kleinste Teilchen in der Luft. Welche Gefahr besteht für Mensch und Umwelt durch Kunststoffe?

Fieberhaft forschen Wissenschaftler nach Ersatz für herkömmliches Plastik. Haltbar soll es sein und sich nach Gebrauch komplett auflösen. Harald Lesch zeigt, warum sich ein Blick in die Natur lohnt und welche neuen Wege aus der Plastik-Krise führen könnten.

Plastik ist günstig herzustellen, vielfältig einsetzbar, robust und langlebig. Doch genau das wird immer mehr zum Problem: Unmengen an Plastik treiben in den Ozeanen, und auch im heimischen Boden finden sich Rückstände von Kunststoffen.

Selbst in der Luft schweben kleinste Plastikpartikel, das Mikroplastik, produziert vor allem durch Abrieb von Autoreifen, Kleidung und Teppichen. Mittlerweile ist in nahezu jedem noch so entlegenen Winkel Mikroplastik zu finden. Und in Zukunft wird die Belastung noch weiter ansteigen. Mit welchem Risiko?

Noch ist nicht bekannt, wie gefährlich Plastik für die Gesundheit des Menschen ist. Dennoch werden einige gesundheitliche Beeinträchtigungen auf den hohen Gebrauch zurückgeführt. Auch fanden Forscher heraus, dass der Plastik-Zusatzstoff Bisphenol A möglicherweise die Bildung von sogenannten Kreidezähnen bei Kindern beeinflusst: empfindliche und poröse Zähne ohne Zahnschmelz im bleibenden Gebiss - trotz guter Pflege.

Sogar im Unrat und in Abwässern suchen Wissenschaftler nach der Lösung des Plastik-Problems. Die Hoffnung: Bakterien zu finden, die Plastik abbauen. Und tatsächlich gibt es hier eine spannende Spur.

Welche Alternativen könnte es zu der herkömmlichen Produktion von Kunststoffen aus Erdöl geben? Neben der Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf oder Holzfasern scheint vor allem die künstliche Spinnenseide vielversprechend zu sein. Das aus Seidenproteinen gewonnene Material ist elastisch und reißfest. Schon jetzt gibt es Prototypen von Sportschuhen aus Spinnenfasern. Selbst die Konstruktion von Flugzeugen soll in Zukunft mit künstlicher Spinnenseide möglich sein. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

13:00Titel Turngemeinde Bornheim - Virtuelles Gym - BBP und FitnessworkoutSportdeutschland.tv
16:00Norddeutscher Regatta Verein: Sportstudio #38Sportdeutschland.tv
17:00SportBildungswerk Essen: TabataSportdeutschland.tv
18:00FT-CLUB München City: Burn mit Coach StephanSportdeutschland.tv
18:00Live Workout by Original Bootcamp | STAY STRONG & TRAIN HOMESportdeutschland.tv
18:00SportBildungswerk Solingen: Yoga FitnessSportdeutschland.tv
18:45BasketballZalgiris Kaunas - FC Bayern MünchenMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 10.04.2020 09:05 Uhr)
19:00Trainiere mit den Stars: Workout mit Gummersbach-Youngster Luis VillgrattnerSportdeutschland.tv
19:15BasketballAnadolu Efes Istanbul - Fenerbahce Beko IstanbulMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 10.04.2020 09:05 Uhr)
20:30BasketballALBA BERLIN - Khimki MoskauMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 10.04.2020 09:05 Uhr)
20:30BasketballNBARockets @ Celtics (01.03.2020)DAZN
20:45BasketballKIROLBET Baskonia Vitoria-Gasteiz - Panathinaikos OPAP AthenMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 10.04.2020 09:05 Uhr)
20:45BasketballReal Madrid - Zenit St. PetersburgMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 10.04.2020 09:05 Uhr)
00:00TennisAustralian OpenAustralian Open 2019: N. Osaka - P. Kvitova (Finale im Damen-Einzel)DAZN
02:00WWE SmackDown LiveDAZN
Übertragung für den 10.04.2020 hinzufügen+

11.04.2020

06:30Straßenradsportplanet e.: Vermüllt und verseucht - Böden in GefahrZDFinfo+

In unseren Böden verbirgt sich bis zu 20 Mal so viel Mikroplastik wie im Meer. Granulate aus Sportplätzen, Müll im Kompost und der Abrieb von Autoreifen sind inzwischen überall zu finden.

Hauptproblem sind falsch entsorgte Verpackungen, aber auch Folien aus der Landwirtschaft sowie Dreck aus dem Straßenverkehr. Etwa 8000 Tonnen Mikroplastik gelangen so jedes Jahr in Gärten und auf die Äcker.

In der EU sind Trinkhalme aus Plastik künftig nicht mehr erlaubt. Viele Städte denken über ein Verbot von Plastiktüten und Coffee-to-go-Bechern nach. Dennoch feiert die Kunststoffindustrie neue Absatzrekorde. Dabei ist das Problem von zu viel Plastikmüll in der Umwelt längst erkannt. Und nicht nur das: Kleinste Plastikpartikel lassen sich auch im Körper des Menschen nachweisen. An der Universität in Wien haben Forscher Kotproben untersucht - und Erschreckendes festgestellt: Bei allen Probanden waren Mikroplastikpartikel zu finden. Folglich sind Kunststoffe längst in der Nahrungskette des Menschen angekommen. Wie sie sich auf die Gesundheit auswirken, ist noch unklar.

An der Universität Bayreuth untersucht eine Forschungsgruppe Bodenproben aus der Landwirtschaft. Fast überall wurden Plastikpartikel gefunden. Haupteintragsquelle ist vermutlich Kompost aus den Recyclingbetrieben und Biogasanlagen. Bis zu 900 Partikel fanden die Bayreuther Forscher in einem Kilogramm. Verursacht wird das vor allem durch falsch sortierten Müll in Biotonnen sowie die mangelhafte Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Supermärkten und der Industrie: Diese werden in der Regel inklusive Verpackungen geschreddert, sodass jede Menge Plastik mit in den Kompost gelangt.

Dabei gelten Kompost und Dünger als umweltfreundliche Alternative zu Kunstdüngern. Viele Gemeinden, wie die Stadt Soest, schicken inzwischen "Mülldetektive" durch die Siedlungen, die in Biomülltonnen herumschnüffeln, um Plastiksünder zu ertappen. Meist pappen sie nur eine Ermahnung an die Tonne, wenn sie fündig werden - oder die Müllabfuhr lässt die falsch gefüllten Tonnen einfach stehen.

Auch der Breitensport trägt zur Verseuchung der Ressource Boden bei: Gerade Kunstrasenplätze geraten immer mehr in die Kritik. Winzige Plastikkörner werden von dort massenhaft in die Umgebung getragen - und belasten die Böden. "planet e." dokumentiert, wie viel Mikroplastik inzwischen in unsere Böden eingedrungen ist und welche Auswirkungen das dauerhaft haben kann.

08:25Leschs KosmosZDFinfo+

Einst hochbejubelt, werden wir es heute nicht mehr los: Plastik. Es findet sich überall, sogar als kleinste Teilchen in der Luft. Welche Gefahr besteht für Mensch und Umwelt durch Kunststoffe?

Fieberhaft forschen Wissenschaftler nach Ersatz für herkömmliches Plastik. Haltbar soll es sein und sich nach Gebrauch komplett auflösen. Harald Lesch zeigt, warum sich ein Blick in die Natur lohnt und welche neuen Wege aus der Plastik-Krise führen könnten.

Plastik ist günstig herzustellen, vielfältig einsetzbar, robust und langlebig. Doch genau das wird immer mehr zum Problem: Unmengen an Plastik treiben in den Ozeanen, und auch im heimischen Boden finden sich Rückstände von Kunststoffen.

Selbst in der Luft schweben kleinste Plastikpartikel, das Mikroplastik, produziert vor allem durch Abrieb von Autoreifen, Kleidung und Teppichen. Mittlerweile ist in nahezu jedem noch so entlegenen Winkel Mikroplastik zu finden. Und in Zukunft wird die Belastung noch weiter ansteigen. Mit welchem Risiko?

Noch ist nicht bekannt, wie gefährlich Plastik für die Gesundheit des Menschen ist. Dennoch werden einige gesundheitliche Beeinträchtigungen auf den hohen Gebrauch zurückgeführt. Auch fanden Forscher heraus, dass der Plastik-Zusatzstoff Bisphenol A möglicherweise die Bildung von sogenannten Kreidezähnen bei Kindern beeinflusst: empfindliche und poröse Zähne ohne Zahnschmelz im bleibenden Gebiss - trotz guter Pflege.

Sogar im Unrat und in Abwässern suchen Wissenschaftler nach der Lösung des Plastik-Problems. Die Hoffnung: Bakterien zu finden, die Plastik abbauen. Und tatsächlich gibt es hier eine spannende Spur.

Welche Alternativen könnte es zu der herkömmlichen Produktion von Kunststoffen aus Erdöl geben? Neben der Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf oder Holzfasern scheint vor allem die künstliche Spinnenseide vielversprechend zu sein. Das aus Seidenproteinen gewonnene Material ist elastisch und reißfest. Schon jetzt gibt es Prototypen von Sportschuhen aus Spinnenfasern. Selbst die Konstruktion von Flugzeugen soll in Zukunft mit künstlicher Spinnenseide möglich sein. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

10:00SportBildungswerk Solingen: Fit, Fun, FamilySportdeutschland.tv
12:00Turngemeinde Bornheim - Virtuelles Gym - Yoga und DeepWorkSportdeutschland.tv
Europa LeagueFußball
13:00FußballEuropa LeagueBELARUS Vysshaya Liga: FK Slutsk - FK VitebskYouTube!!!+ BELARUS Vysshaya Liga youtube Channel
15:00FußballEuropa LeagueBELARUS Vysshaya Liga: Torpedo-BelAZ Zhodino - Energetik-BGU MinskYouTube!!!+ BELARUS Vysshaya Liga youtube Channel
17:00FußballEuropa LeagueBELARUS Vysshaya Liga: FK Gorodeya - Dinamo MinskYouTube!!!+ BELARUS Vysshaya Liga youtube Channel
3. LigaFußball
13:45Fußball3. LigaChemnitzer FC - SC Preußen MünsterMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:23 Uhr)
13:45Fußball3. LigaFC Bayern München II - SV MeppenMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:23 Uhr)
13:45Fußball3. LigaFC Hansa Rostock - FC Carl Zeiss JenaMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:23 Uhr)
13:45Fußball3. LigaFC Ingolstadt - Eintracht BraunschweigMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:23 Uhr)
13:45Fußball3. LigaFC Viktoria Köln - 1860 MünchenMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:23 Uhr)
13:45Fußball3. LigaFC Würzburger Kickers - 1. FC KaiserslauternMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
13:45Fußball3. LigaHallescher FC - 1. FC MagdeburgMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
13:45Fußball3. LigaKFC Uerdingen - MSV DuisburgMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
13:45Fußball3. LigaSG Sonnenhof Großaspach - FSV ZwickauMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
13:45Fußball3. LigaSpVgg Unterhaching - SV Waldhof Mannheim 07Magenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
14:00Turngemeinde Bornheim - Virtuelles Gym - Bodyworkout und RückenfitSportdeutschland.tv
BundesligaFußball
15:00FußballBundesligaBL: hisTOOORische Sky Konferenz, VorberichteSky Sport Bundesliga 2
15:00FußballBundesligahisTOOORische Sky Konferenz VorberichtMagenta Sport
15:30FußballBundesligaBL: hisTOOORische Sky KonferenzSky Sport Bundesliga 2
15:30FußballBundesligahisTOOORische Sky KonferenzMagenta Sport
17:30FußballBundesligaAlle Spiele, alle ToreMagenta Sport
17:30FußballBundesligaBL Alle Spiele, alle Tore: Die Highlight-ShowSky Sport Bundesliga 2
15:30FIFA Bundesliga Home Challenge - 3. Spieltag, Tag 1Sport1+Die Bundesliga Home Challenge geht weiter. Heute steht der 3. Spieltag des von der DFL organisierten FIFA 20 eFootball-Turniers an. Erneut stellen sich dabei 29 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga sowie ein Schiedsrichterteam der virtuellen Herausforderung. Die Teams bestehen dabei aus zwei Spielern - einem eSportler und einem Profi des jeweiligen Bundesligisten. Für die Schiedsrichter treten Deniz Aytekin und Daniel Schlager an.
15:30FußballChampions LeagueJuventus - SV Werder Bremen (2005/06) [In voller Länge & neu kommentiert]DAZN+Im Champions-League-Achtelfinale der Saison 2005/06 bekam es Werder Bremen mit Juventus Turin zu tun, deren Kader mit Superstars, wie Pavel Nedved, bestückt war. Mit einem 3:2-Heimerfolg ging es für die Bremer nach Turin, wo sie denkbar knapp am Weiterkommen scheiterten. Begleitet wird dieser Klassiker in voller Länge von unserem Kommentatorenduo aus dem heimischen Wohnzimmer. // Kommentator: Uwe Morawe / Experte: Patrick Owomoyela
15:30Virtual Bundesliga: Home Challenge - 3. Spieltag (Session 1)DAZN
15:45TennisZDF-HistoryZDFinfo+

Wunderkind, Weltranglistenerste, Weltstar: Steffi Graf hat dank ihrer eisernen Disziplin Tennisgeschichte geschrieben und private Krisen überstanden.

Bis heute ist Steffi Graf für viele Deutsche ein Vorbild, während und auch nach ihrer Karriere. Skandalfrei stand sie über Jahrzehnte im Blitzlichtgewitter der Weltöffentlichkeit. Doch der Star aus der badischen Provinz hat auch die Schattenseiten des Erfolgs erlebt.

Zu Steffi Grafs 50. Geburtstag blickt "ZDF-History" zurück auf eine einzigartige Sportlerkarriere: 1969 wird Stefanie Maria Graf in Mannheim geboren. Ihr Vater schenkt ihr mit vier den ersten Schläger. Schnell ist klar: Steffi Graf ist ein Jahrhunderttalent. Im Laufe ihrer Karriere gewinnt sie alles, was man nur gewinnen kann. 1988 sogar den Golden Slam - die vier großen Grand-Slam-Turniere in Folge und dazu die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul: fünf Siege für die Ewigkeit. Die Sportwelt ist von der stillen Effizienz der Deutschen begeistert.

Doch bald lernt Steffi Graf auch die dunklen Seiten des Ruhms kennen. Bei einem Turnier in Hamburg sticht 1993 ein fanatischer Graf-Fan Monica Seles nieder, damals ihre härteste Konkurrentin. Ein Anschlag, der die Tenniswelt verändert. Schlagzeilen machen auch die Skandale um ihren Vater. Die Steueraffäre geht an ihr nicht spurlos vorüber.

Seit diesen Tagen schützt sie ihr Privatleben, so gut es geht. Auch die Gesundheit macht ihr zu schaffen. Trotzdem gewinnt sie 1999 noch einmal die French Open, kurz darauf gibt sie ihren Rücktritt bekannt. Ihre sportlichen Siege haben Steffi Graf unsterblich gemacht. Ihr schönster Erfolg aber ist ihr privates Glück. Mit ihrem Mann Andre Agassi und den beiden Kindern lebt sie heute in Las Vegas. Angeblich "streiten" die Eheleute allenfalls über die Handhabung von Zahnpastatuben und verknotete Ladekabel. Den Tennisschläger nimmt sie nur noch selten in die Hand.

16:00Fußball/FeaturesUnser Westen, Unsere Fußball-GeschichtenWDR+Aus, Aus, Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister! So endet die wohl bekannteste Fußballgeschichte aus unserem Westen. Helmut Rahn, der Kicker von Rot-Weiß Essen wird zum Helden von Bern. In Gelsenkirchen und Dortmund schreiben die größten Konkurrenten gemeinsam Fußballgeschichte: 1997 erschüttert die Stahlkrise das Ruhrgebiet, aber Schalke gewinnt den Europapokal und die Dortmunder die Championsleague. Ein großer Erfolg für den Pott. Der Geißbock dagegen bringt den Kölnern 1963 kein Glück. Nach 300 Minuten und drei Viertelfinalbegegnungen gegen Liverpool entscheidet ein Münzwurf - gegen die Kölner.
16:30FußballFootball Around The WorldSPORTDIGITAL FUSSBALL HD
16:35BMXKann es Johannes?44-teilige deutsches Sportmagazin 2012-2019KiKA+Ob BMX, Kart fahren,Parcours oder Rollstuhlbasketball - Kann man so etwas in nur 48 Stunden lernen? Johannes, bekannt aus "neuneinhalb" und der "Sendung mit der Maus", ist sich sicher und probiert es gleich selbst aus. Aber er sucht sich Hilfe. In den sechs Folgen wird er von einem jugendlichen Sportcrack in der jeweiligen Sportart trainiert. Danach muss er in einer Prüfung zeigen, dass er die Sportart beherrscht: Kann es Johannes? 28. Folge
17:00Trainiere mit den Stars: Fit wie U23 Weltmeisterin im Rudern Katharina KötherSportdeutschland.tv
BBLBasketball
17:45BasketballBBLBasketball Löwen Braunschweig - RASTA VechtaMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
17:45BasketballBBLratiopharm ulm - HAKRO Merlins CrailsheimMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
20:15BasketballBBLHamburg Towers - FRAPORT SKYLINERSMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
20:15BasketballBBLJobStairs GIESSEN 46ers - BG GöttingenMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:24 Uhr)
20:15BasketballBBLTelekom Baskets Bonn - EWE Baskets OldenburgMagenta Sport!!!+ (Manuell gelöscht am 11.04.2020 10:25 Uhr)
17:45FeaturesGroßputz im StadionEine Reportage von Rütger HaarhausHR+Direkt nach dem Schlusspfiff legen sie los und sorgen dafür, dass die Commerzbank Arena wieder in Schuss ist für die nächste Großveranstaltung.
18:00Logged in Festival - 24/7 Channel mit Coach Esume, Rolf Fuhrmann, Daniel Baier & Co.Sportdeutschland.tv
18:00Fußball/TriathlonSportschauDas Erste+* Story: Geheimsache Doping - Herr der Heber (Teil 2) * Story: FIFA * Story: Gefangen in Katar - Corona und die WM 2020 * Story: Triathlon - Jan Frodenos Home-Ironman Moderation: Jessy Wellmer
18:20Fußball/FeaturesSportschau: FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014Finale: Deutschland - ArgentinienDas Erste+Wiederholung und Zusammenfassung des Spiels aus Rio de Janeiro vom 13.07.2014 * Reporter: Tom Bartels
18:30SPORT@HOME Köln mit Haie-Spieler Lucas Dumont Sportdeutschland.tv
20:30BasketballNBACeltics @ Lakers (24.02.2020)DAZN
23:00FußballNICARAGUA Liga Primera: Deportivo Las Sabanas - Managua FC YouTube!!!+ Liga Primera youtube Channel
00:00FußballNICARAGUA Liga Primera: ART Municipal - DiriangénYouTube!!!+ Liga Primera youtube Channel (Manuell gelöscht am 12.04.2020 00:11 Uhr)
02:00FußballNICARAGUA Liga Primera: Juventus Managua - Real MadrizYouTube!!!+ Liga Primera youtube Channel
Übertragung für den 11.04.2020 hinzufügen+
Dies ist ein Versuch das legendäre Listing von allesaussersport.de zu ersetzen. Eine Maschine liest Sendungen aus. Die Leserinnen dürfen diese ergänzen. Mit Doppelklick auf eine Sendung kann ein Kommentar hinzugefügt werden.
Die Auswahl ist vollkommen unvollständig. Ein Tag geht von 6:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Die Machine wird trainiert, wird aber nie perfekt sein. Das Listing hier zerstört sich in dem Moment selbst, in dem dogfood wieder Zeit für allesaussersport.de findet. Eine Vorschau über den aktuellen und den Folgetag hinaus gibt es hier. Dort können außerdem Wünsche und Anmerkungen hinterlassen werden.

125 comments

  1. Standuhr

    Kannste ja heute nochmal auf der Straße nachfragen, gibt bestimmt keine anderen Antworten!

  2. Heiner

    “In Dresden gibts sowas nicht” wird man auf jeden Fall wieder als Antwort erhalten.

  3. NoBlackHat

    Und die Virologen fetzen sich weiterhin ;)

    …ein etwas schlampiger Bericht der taz
    https://taz.de/Corona-Epidemie-in-Deutschland/!5677835/

    … und die Antwort dazu von Prof. Drosten
    Liebe #taz, wenn ein Wissenschaftler um Vorlage eines Manuskripts bittet, ist das kein “Verriss” oder “Disput”. Es gibt keinen Vorwurf an die Kollegen, nur eine Nachfrage. Diskurs ermöglicht wissenschaftliche Meinungsbildung. Auch wenn sich manche einen Gelehrtenstreit wünschen.

    Hatte gestern abend Lanz gesehen und dort trat neben dem o.g. Prof. Hendrik Streeck auch Prof. Klaus Püschel auf. Und der hatte Erstaunliches zu berichten, in seiner Pathologie gab es unter den (wenigen) vermeintlichen Corona-Toten keinen einzigen Fall, bei dem das zweifelsfrei zutraf. Eher Corona in Verbindung mit aktuellen oder Vorerkrankungen, die zum Tode führten. Das Ganze nicht mehr als ein Fingerzeig, dazu waren die FAllzahlen zu gering (30?).

    Diese Informationen/Diskussionen sind natürlich berechtigt, kommen aber mE auch zur Unzeit, da bald eine Entscheidung über den Fortgang des Lockdowns fallen wird. Mal sehen, ob Merkel das richtige Maß finden wird.

  4. @NoBlackHat irgendwie sie die Ergebnisse aus Gangelt jetzt nicht soo positiv. Wenn jetzt die Demographie nur leicht verschoben ist, sind es gegenüber der früh genannten Morbidität von 0,56% keine Abweichung.

  5. fak

    @Markus: “Mein Schwerpunkt ist sozusagen das Feld- und Leidenschaftstraining” – Hyballa ist echt der Schwurbelmeister unter den mir bekannten Fußballtrainern. Ich finde bei ihm auch immer mal gute Gedanken, aber halt auch eher theoretisch. Praktisch habe ich in seinen Büchern in einer Konsequenz nur unbrauchbare Übungen gefunden wie nirgendwo anders. Vielleicht lag es aber auch an mir. Ich würde gerne mal einem Training beiwohnen, einfach um zu sehen, ob die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fähigkeiten da tatsächlich so groß ist, wie mir scheint.

  6. Ausgerechnet zwischen Streek und Drosten eine persönliche Fehde sehen zu wollen, ist selbst für Journalisten, die das Weltgeschehen ausschließlich als Personen-Konfrontationen beschreiben, eine mutige Interpretation des Beobachtbaren.

    Und zu Püschel wiederhole ich gerne das gestern gesagt:

    Derweil nehmen die üblichen Verdächtigen jetzt die Wortmeldung eines Rechtsmediziners auf die Headlines.

    Das ist natürlich die Expertise, die wir jetzt brauchen. Waren keine ehemaligen Lungenärzte aufzutreiben?

  7. In New York hat man jetzt mehr Infizierte als in ganz Spanien oder Italien und verscharrt die Toten in Massengräbern (BBC).

    Das muss natürlich nicht auf die Situation in Deutschland übertragbar sein. Trotzdem motiviert mich das, für eine gewisse Vorsicht der Politik gegenüber vorschnellen Schlüssen Verständnis aufzubringen.

  8. Koreanisches Seuchenschutzzentrum: Vormals Infizierte, die für virusfrei und immun erklärt wurden, erneut positiv getestet. Virus reaktiviert sich nach der Erkrankung im Körper.

    … wird gerade weltweit auf die Titelseiten gehoben. Und ja, das klingt beunruhigend. Um eine zurückhaltende Formulierung zu verwenden.

    Ich empfehle trotzdem, statt der lauten Websites die Meldung von Reuters zu lesen, die genau all die kleinen Anmerkungen hat, die einem eigentlich sofort kommen sollten:

    Die Ursache dafür ist unklar.

    Es könnte sich um Messfehler oder Probleme des Tests handeln.

    Der Chef des Korean CDC hat nicht gesagt, der Virus hat sich reaktiviert. Er hat gesagt, dafür spreche mehr als für eine erneute Infektion.

    Ja, mir macht das Angst. Ich glaube trotzdem, man sollte erst einmal abwarten, was dort noch an Erkenntnissen raus fällt. Denn zunächst ist die einzige gesicherte Erkenntnis dieser Meldung: Wir können nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass Menschen, die Covid-19 überlebt haben, stabil immun sind. Und das wussten wir vorher auch schon. Wir haben jetzt erstmal einen weiteren Anhaltspunkt dafür, dass wir das derzeit nicht sicher wissen können. Nicht mehr, nicht weniger.

  9. Original

    Vor allem gab es die Meldungen doch schon vor einem Monat aus China und Korea?

  10. Bregalor

    So, wird langsam wieder Zeit für den Sportbezug. In einer halben Stunde beginnt der vierte Spieltag der weiß russischen Liga mit dem Duell des 9. Neman gegen den Tabellenletzten Belshina.

  11. Herr Holle

    Ich mache mir ehrlich gesagt gerade eher Sorgen darüber dass es nach Ostern kaum zusätzliche Infektionsrisiken gibt die über Lockerungen hier und dort verteilt werden können.

    Viele Menschen scheinen mir im öffentlichen Raum gestern und heute bereits ein wenig sorgloser und weniger diszipliniert geworden zu sein und ich hoffe nicht dass da schon die zweite Infektionswelle auf uns zurollt…

  12. fak

    @Kombüse: da sind auch manchmal gute Sachen dabei. Die fallen dann aber meines Erachtens ganz oft in den theoretischen Bereich. Es gibt zum Beispiel ein Buch von ihm und te Poel, da klassifizieren sie unterschiedliche Arten von Pässen. Das ist eine Herangehensweise, die mir anderweitig noch nirgendwo begegnet war und die tatsächlich mein Verständnis des Spiels verbessert hat. Gleichzeitig herrscht aber in dem Buch so ein schwurbeliger Ton, dass es ein wirkliches Ärgernis ist und die Umsetzung der Theorie in praktische Übungen scheitert meines Erachtens komplett. Deshalb, wie ich schon oben schrieb: da sind manchmal interessante Dinge dabei, aber den Ton finde ich enorm anstrengend. Und ich wüsste halt gerne mal, ob seine Übungen Sinn ergeben, wenn sie von ihm umgesetzt werden. Ein Trainerkollege, der wesentlich mehr drauf hat als ich, hat mal einen Workshop bei ihm gemacht und fand es auch alles Murks, aber das ist natürlich zu wenig, um das wirklich einschätzen zu können. Ich finde halt immer wieder diese Diskrepanz zwischen den Elementen von dem, was er macht, faszinierend.

  13. Bregalor

    Das, was die Menschen an diesem langen Wochenende machen (oder vielmehr nicht machen) werden wir in 10-14 Tagen in den Entwicklungszahlen erkennen können. Es kann also eigentlich keinen Einfluss auf das Gespräch der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten haben, außer sie betrachten die Anzahl der OWI-Verfahren bundesweit an diesem Wochenende. Und da ist, analog zu Covid-19, die Dunkelziffer wohl sehr hoch.

  14. Also hier geht man aus dem Haus, um mit seinem Roller ein bisschen frische Luft zu schnappen, dabei immer die sternburgsche Begründung mit dem “zum Park fahren” im Kopf, und das erste was ich sehe ist ein Mannschaftswagen der Polizei, auf den gerade vier Polizisten zulaufen mit einem Eis aus dem natürlich auch an Karfreitag geöffneten Eisladen in der Nähe. Ja gut, so kann es passieren. Es sei ihnen genauso gegönnt wie allen anderen, sofern die auch an anderen Tagen geltende Regelung des Abstandes eingehalten wird. Corona > Karfreitag, dit is Berlin wie ich es mag.

  15. moris1610

    Sportlich nicht relevant, aber einige der Regeländerungen darf die NFL gerne übernehmen insbesondere beim Kickoff.

  16. Embolado

    TerraX gerade mit dem Orientexpress (ohne WLAN). Veniat, einschalten ;-)

  17. Embolado

    In Speyer musste ein Eisladen 4000€ Strafe zahlen weil er letzten Sonntag geöffnet hatte. Würde er mal in Berlin leben.

  18. Der Eis Laden hier verkauft auch Kirchen und Kaffee, alles außer Haus aktuell natürlich. Aber Eis nehmen ja ohnehin häufig die Leute auf die Hand. In Berlin also kaufen die Menschen inkl. der Polizei an Karfreitag ein Eis und in Speyer kassiert man 4.000€ Strafe. Tja, ich weiß nicht wie es anderen hier geht, aber ich bin froh, mir eben ausnahmsweise keines gekauft zu haben (einfach, weil ich sonst heute noch nichts gegessen habe und natürlich nicht wegen Karfreitag), denn da wird mir schlecht, wenn ich sowas höre. Diese in Einheitlichkeit ist zum Haare raufen.

  19. Embolado

    Eis ist ein Genussgut so die Argumentation im Südwesten.

    TerraX mit dem ersten Orientexpress kann man schon empfehlen.

  20. Paul Herrmann

    So jetzt habe ich mir in den vergangenen drei Wochen aus Langeweile etwa 6-8 weißrussische Erstliga-Fußballspiele angeschaut, um wenigstens ein bisserl Live-Sport zu haben.
    Damit ist Weßrussland in meinem ganz persönlichen Ranking an Ländern wie Frankreich, Holland, Belgien oder Dänemark vorbeigezogen, aus denen ich in meinem gesamten Leben noch keine drei kompletten Erstliga-Fußballspiele gesehen habe…
    Experte bin ich leider noch keiner für weißrussischen Fußball, weil ich bislang immer serbisches oder ukrainisches Fernsehen geschaut habe und nichts vom Kommentar verstehe…
    Frohe Ostern!

  21. Original

    Wir hatten die Diskussion hier schon hundertfach, aber so ganz begreife ich weiterhin nicht, wieso ein Eisladen in Speyer irgendwie von Relevanz in Berlin sein sollte? Wenn dem Berliner Eis wichtiger ist als dem Pfaelzer, ist doch alles gut? Und die werden doch auch eher nicht alle nach Berlin kommen, um sich noch irgendwo ein Eis besorgen zu koennen.

  22. @Original: Es geht um die Einheitlichkeit, mit der Maßnahmen getroffen werden. Berlin ist sicherlich mehr bedroht als Speyer und die gegenteilige Logik wird praktiziert. Es geht bei der Relevanzfrage also um a) die Verhältnismäßigkeit, b) die Einheitlichkeit und somit c) um das so erzeugte Verständnis der Menschen für die Maßnahmen. Genauso wie die verschiedenen Baumarktreglungen Unverständnis erzeugt haben, passiert dies mit solchen Maßnahmen genauso. Denn in der heutigen, vernetzten Welt bekommt man das in Speyer mit, genauso umgekehrt.

  23. Embolado

    ZDFneo nun passend mit Mord im Orientexpress (alte Verfilmung von 1974)

  24. moris1610

    Der Sky Judge ist längst überfällig. Mal schauen ob die Saison regulär startet. Aktuell würde ich eher mit einem Nein rechnen. Mit Fans sowieso nicht.

  25. Embolado

    NFL Saison kann man verschieben, da es ein halbes Jahr Pause gibt. Super Bowl im Mai 2021 wäre theoretisch kein Problem.

  26. Herr Holle

    @veniat: Versuche bitte mal nicht so vorschnell Deine Meinungen über vermeintlich ungerechte oder ungleiche Entscheidungen in den öffentlichen Raum zu kippen. Nach Speyer wurden viele Kranke aus dem elsässischen Notstandsgebiet mit dem Hubschrauber und Krankenwagen gebracht. Jede geschlossene Eisdiele vor der sich niemand zusätzlich ansteckt kann dort wirklich Leben retten.

    Danke für Dein Verständnis. Und danke für die europäische Solidarität in der Pfalz.

  27. Heiner

    Bei uns auch kein Eis. Es ist hart. Ein paar Wochen kann man aber noch durchhalten.

  28. Mal provokativ, als statistisches Gedankenspiel, in die andere Richtung…

    In Deutschland halten sich die Leute sehr gut an Ausgangsbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen um die Ausbreitung zu bremsen.

    Vielleicht sogar zu gut, um eine Immunisierung in der Gesellschaft voran zu bringen?

    Die meisten Krankenhäuser sind glücklicherweise weitestgehend von Kapazitätsengpässen entfernt und haben noch Möglichkeiten zur Versorgung.
    Also z.B. die Schulen wieder öffnen um Kinder und deren Eltern (von den Altersgruppen ja anscheinend geringer gefährdet) “langsam” durchzuinfizieren (grausames Wort), damit die Quote der Erkrankten und dann vermutlich Immunisierten steigt?

    Menschlich gesehen ist das natürlich im Einzelfall nicht schön, wissenschaftlich und statistisch eher gut, oder?

  29. Uwe

    Wer Eis isst, hat die Kontrolle über seine Bikini-Figur verloren.

    Muss man wissen.

  30. @Herr Holle: Ausnahmen gibt es immer wie in Speyer wo es unter den Umständen gerechtfertigter erscheint. Erscheint, mehr auch erstmal nicht. Und wo schreibe ich denn, dass sie in Speyer aufhaben sollen? Ich schreibe von Uneinheitlichkeit, die letztlich das Verständnis bei der Bevölkerung torpediert. Heißt also genauso, dass genauso Eisdielen überall geschlossen haben könnten. Das kann man genauso aus meinem Kommentar rauslesen.

  31. Torpediert es die Bevölkerung oder torpediert es Dich?
    Mir isses doch egal, ob in Speyer oder in Berlin die Eisdielen offen haben. 2 Kilometer über die Grenze in der Schweiz dürfen die Kinder auf den Spielplatz? Ich kann mit dem aktuellen Zustand gut leben und eine gewisse Unschärfe aufgrund des Föderalismus nehme ich auch gerne in Kauf.

    Wir werden vermutlich noch viel mehr Uneinheitlichkeit sehen, wenn die Begrenzungen regional unterschiedlich gelockert werden. Und dafür gibt es gute Gründe.

  32. MarioP

    Klar, weil in Speyer Krankenhäuser etwas voller sind sollte man in Berlin aufs Eis verzichten. Das würde zum Verständnis beitragen…

  33. Mein Verständnis torpediert das in der jetzigen Form nicht, seltsam.

    Dafür rebelliere ich jetzt gegen den stillen Feiertag und schaue Promis unter Palmen. Ich bin sehr gespannt, was Embolado so bemerkenswert fand. Ich meine, schlimmer als die zweite Ausgabe kann es doch nicht mehr werden, oder? Oder?

  34. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass nicht eine Eisdiele in Speyer vs. eine in Berlin, sondern die ganzheitlichen Unterschiede, siehe Baumärkte und auch das, was bei Lockerungen irgendwann kommen wird, das Problem sind? Und ich das meine? Es geht um den ganzheitlichen Eindruck. Und es geht auch nicht darum, wir es auf euch oder mich wirkt, sondern wie es auf die Bevölkerung insgesamt wirkt.

    Was Karfreitag angeht, bin ich natürlich wieder voll bei sternburg, auch ohne das zu schauen.

  35. trempot

    Das einzige, was das Verständnis für Maßnahmen torpediert, sind Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Warum sollte man sich selbst dran halten, wenn andere es auch nicht tun? Darum ist es nicht schlimm, wenn eine Eisdiele in Treuenbrietzen geöffnet haben darf, sondern dass ein Betreiber in Speyer seine Eisdiele aufmacht, obwohl er es nicht darf.

  36. MarioP

    Wenn das ein Problem wäre, wie erklärst du dann die allgemeine Zufriedenheit im Land was die getroffenen Maßnahmen angeht. Die regionalen Unterschiede müssten ja zu Verdruss führen.

  37. Embolado

    Ich meine, schlimmer als die zweite Ausgabe kann es doch nicht mehr werden, oder? Oder?

    Ich habe die zweite Ausgabe nicht komplett gesehen, deshalb kann ich das nicht beantworten. Nur was ich am Mittwoch gesehen habe. Nunja. Schau selbst. Ich sag mal so: Genügend Popcorn würde nicht schaden.

  38. @MarioP: Ich bezweifle wie schon häufig angemerkt die Umfragen, die von den ÖR-Anstalten und auch den privaten in Auftrag gegeben werden. Diese haben einen massiven Bias was Alter, gesellschaftliche Durchdringung angeht und schwanken in ihrer Tendenz unfassbar schnell. Das nur als Anmerkung, falls du dich auf diese Umfragen beziehst mit der “allgemeinen Zufriedenheit”.

    Und sie wir mal ehrlich, eine Umfrage, die Jens Spahn und Peter Altmaier als beliebte Minister anpreisen, sollte man zunächst zweimal in Frage stellen. Und dazu kommt, dass es schon sehr komisch ist, dass immer genau die Minister in diesen Umfragen “beliebt” sind, die gerade mit einem Thema in der Diskussion stehen. Medial wahrgenommen = beliebt, alleine das ist schon sehr, sehr kritisch zu beäugen, was die Befragungstechnik angeht. Logischer wäre die Beziehung “medial präsent” zu “politisch wahrgenommen”. Dass in diesen Umfragen fast immer präsent = beliebt bedeutet, ist frappierend. Und es ist bezeichnend, dass das so in den Politbarometern dieser Welt verkündet wird ohne mit der Wimper zu zucken.

  39. Doch veniat, ich verstehe Dich und Dein persönliches Empfinden schon. Ich verstehe aber nicht, warum Du Deinen Unmut mit den Uneinheitlichkeiten partout auf die Gesamtbevölkerung überträgst. Ich sehe keine Belege dafür, dass das alle so sehr stört.

  40. Okay, das hat sich jetzt überschnitten. Ich fasse also zusammen: Du hast eine Meinung. Umfragen, zu den Themen, die andere Ergebnisse präsentieren, werden von Dir grundsätzlich angezweifelt. Anderslautende Belege hast Du aber auch nicht. Es bleibt also Deine Meinung – und die vertrittst Du ziemlich vehement und mit allgemeingültigem Anspruch. Das finde ich gelinde gesagt schwierig.

  41. @Dudel: Ich zweifle die Ergebnisse nicht per se an, kritisiere aber massiv die Erhebungstechnik. Und dazu kommt, dass ich persönlich auch nicht sehen, dass es keinen außer mir gibt, der sich darüber ärgert, dass es uneinheitlich ist. Auch das ist ja schlicht nicht war, denn selbst in den Tagesthemen wird ja manche Entscheidung im Alleingang inzwischen kritisiert. Und die halten sich tatsächlich sehr mit Kritik zurück, wie neulich ja schon angemerkt wurde von jemand anderem.

    Mehr als wie auch NoBlackHat immer wieder betonen, dass ich nicht gegen den Föderalismus per se bin, sondern einige seiner aktuell und generell existierenden Umsetzungsprobleme, hervorgerufen durch Machtgehabe und -erhaltungstrieb, kann ich auch nicht.

  42. Stan

    Ich kennen niemanden aus der Gesamtbevölkerung, denn es interessiert, ob in Berlin und München andere Regeln herrschen. Jeder weiß doch wo er sich befindet, daher setzt sich auch jeder mit den Regeln auseinander die für ihn gelten. Wenn du deinem Kind sagst, es muss um 20 Uhr daheim sein, dann interessiert es auch nicht, wenn das Nachbarskind erst um 21 daheim sein muss.

  43. Linksaussen

    hier haben die eisdielen auch auf – nur zum mitnehmen, eh klar, und kein verzehr in 50m umkreis. die kinder sind trotzdem gebrieft, dass es bis zum ende der”krankheit” kein eis außer haus gibt. dafür halt häufiger mal ne gemischte langnese-box im gefrierschrank.

    @berni: nein. nein. nein.es gibt auch risikogruppen von kinder . von lehrer*innen. von eltern. die krankenhäuser sind von kapazitätsgrenzen entfernt? warum hat die politik dann gerade 12h-schichten dort “erlaubt”?
    und wenn die lehrer*innen dann alle krank werden, wer macht dann überhaupt den unterricht? wir wissen ja alle, wie üppig die personalsituation dort ist.

    und welche risikogruppen gibt es so? über 60 müssten so ca. 15 mio menschen sein (alle zahlen aus dem gedächtnis). diabetiker zw. 5 und 10 mio. raucher zw. 10 und 20 mil. übergewichtige? tja, 20 mio vielleicht?
    dazu die herzerkrankungen, immunschwächen, chemo-patienten uswusf.
    alle mit erhöhtem mortalitätsrisiko. diese leute werden leiden, wenn irgendjemand meint, aktive durchseuchung wäre eine gute idee. diese leute werden sterben. nicht alle. nicht 50%, auch nicht 25%. aber zigtausende.

  44. moris1610

    Eis gibts hier auch nur zum mitnehmen. Die kleineren Regelunterschiede die es hier und da gibt sind mir völlig egal, da sie größtenteils eh sehr ähnlich sind.

  45. Klappflügel

    @Linksaussen
    Und wie viele der Lehrer gehören zu Risikogruppen?

    Rechnen wir mal deine Risikogruppen zusammen,. dann sind wir bei 125 Mio die zu einer Risikogruppe gehören, Also sind damit alle über 10 Jährigen Risikogruppe?

  46. Linksaussen

    überschneidungen, mehrfachkriterien. dann gehören halt “nur” 30 mio zu einer risikogruppe.

  47. rheinländer

    Zu der Diskussion um die Liquidität von Luftfahrtunternehmen (und Reiseveranstaltern). Der Standard berichtet, dass Austrian Airlines aktuell bis Ende Mai mit den vorhandenen Mitteln auskommt und 750 Mio. EUR benötigt, um das 3. Quartal, welches in der Regel das stärkste ist, zu überstehen. Das werden interessante nächste Jahre.

    Ich bleibe dabei, ich finde es richtig, dass die Länder und zum Teil die Kreise/Städte für sich entscheiden, wie sie Maßnahmen umsetzen und es hier zu unterschieden kommt. Zum einen können in den Bundesländern die Vorraussetzungen unterschiedlich sein, so dass unterschiedliche Regelungen sinnvoll seien können. Zum anderen führt es dazu, dass über die Regelungen diskutiert wird und Regeln korrigiert werden. Wenn es von oben herab oder einheitlich festgelegt wird, dauert es länger bis es zu korrekturen kommt.
    Am Ende wird es Wahlen geben und jeder Bürger kann für sich entscheiden, inwiefern die Bewältigung der Pandemie eine Bestätigung oder Abwahl der jeweiligen Regierung erfordert.
    Für mich gibt es keinen Grund, Eisdielen zu schließen wenn der Döner-Laden, der Asiate oder McDonalds offen hat. Und es gibt keinen Grund Baumärkte zu schließen, wenn Vollsortimenter wie Real offen haben.
    Was für mich schleierhaft ist, wie ein Hochfahren der Wirtschaft im Exportland Deutschland funktionieren soll, wenn jeder Deutsche nach Wiedereinreise zunächst 14 Tage in Quarantäne/Absonderung muss und Europäische Arbeitskräfte, egal ob in der Landwirtschaft saisonal oder als festangestellte mit Wohnsitz in der EU nur unter höchstem Aufwand einreisen dürfen.

  48. Ist das ernsthaft ein Argument, rheinländer, dass die verschiedenen Regelungen dann in zukünftigen Wahlen dem Votum unterliegen? Das kann ja kein Grund sein, es unterschiedlich zu machen. Denn niemand kann ja abstimmen, was er besser fand. Ich kann für oder gegen das, was in meinem Wahlkreis abging, votieren. Aber nicht, wie ich das im Vergleich zu anderen fand.

    @Stan: Welches Kind interessiert denn bitte nicht, was andere Kinder dürfen, und nehmen das als Argument, etwas zu dürfen? Jedes Kind hat doch schon mal “alle aus meiner Klasse dürfen da hin” als Argument vorgetragen. Genauso unter Geschwistern. ” Ich durfte früher auch nur bis 20 Uhr aufbleiben”, etc.. Genau das passiert.

    Der einzige Grund vielmehr, so meine Behauptung und Vermutung (mehr nicht, das verheimliche ich aber ja auch nirgends) ist, dass momentan jeder mit sich beschäftigt ist und viele kleine Kapazitäten haben, um das Große und Ganze zu sehen.

  49. @Linksaussen

    Wenn eine weitere, vorsichtige Erweiterung der Immunisierung/Infizierung der Bevölkerung kein Weg ist und ein vernünftig getesteter Impfstoff/Medikament frühestens in 1-1 1/2 Jahren verfügbar ist, wie soll man dann weitermachen und worauf zu steuern?

  50. Linksaussen

    keine ahnung. infektionsraten so niedrig halten wie möglich. ich bin kein virologe und kein politiker und über beides gerade nicht unglücklich.

  51. NoBlackHat

    Unterschiedliche Öffnungsmodalitäten für Eisdielen als Hort des Föderalismus – darauf muss man auch erst mal kommen.

  52. Peter Pan

    @Linksaußen

    “und wenn die lehrer*innen dann alle krank werden, wer macht dann überhaupt den unterricht?”

    was soll diese schwarz/weiß-Malerei? Ist das billig…

    und selbst wenn die gesamte Lehrerschaft krank wird, würden immer noch 80-90% arbeiten gehen und zwar weil sie können und wollen (da nur milde oder keine Symptome).

    Das war übrigens auch schon vor der CV-Krise so, denn wenn jeder Lehrer bzw. Lehrerin (gilt auch für Erzieher/Erzieherinnen etc.) bei einem Schnupfen, trockenen Hals oder leichter Erkältung (geht primär im Herbst/Winter ganz schnell durch die Arbeit mit vielen KIndern) nicht zum Dienst erscheinen würde, dann wäre nicht nur das dt. Schulsystem schon immer kaum handlungsfähig…

    das die Öffnung der Kitas/Schulen trotzdem schrittweise erfolgen wird, ist aus verschiedenen Gründen wohl sinnvoll.
    Evtl. erstmal die älteren Schul-Jahrgänge, da sie sich normaler Weise besser an diverse Verhaltenswegeln halten können (auch wenn ich da bei diversen Realschulklassen oder selbst Gymnasialklassen meine Zweifel habe, aber das ist dann wieder ein anderes Thema…)

  53. Peter Pan

    @Berni
    Wenn eine weitere, vorsichtige Erweiterung der Immunisierung/Infizierung der Bevölkerung kein Weg ist

    genau das ist der Weg und zwar so, dass man immer schön unterhalb der Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser bleibt…

  54. Peter Pan

    @LInksaußen

    “infektionsraten so niedrig halten wie möglich”

    und das ist auch ein möglicher Weg.
    Könnte man erreichen, indem man ab morgen eine komplette Ausgehsperre für alle Menschen weltweit anordnet (ausgenommen die Obdachlosen)! Merkste was?

  55. Linksaussen

    ja, ich merke was. ich habe einen schwiegervater, der eine infektion nicht überleben würde. ich habe eltern, die zwar sonst über ein recht gutes immunsystem verfügen, aber qua alter zur risikogruppe gehören. alle möchte ich, auch für meine kinder, noch ein bisschen länger um mich haben.

    80-90% der lehrer*innen würden krank arbeiten gehen? auch die, die selber zur risikogruppe gehören? das ist kein verfickter schnupfen! liest du berichte aus new york?
    oder hier, paris: https://mobile.twitter.com/helleringer143/status/1248331521100058636

  56. Peter Pan

    die 80-90% wären NICHT krank, die wären infiziert! Das sollte als erste Erklärung reichen, denn dieser grundlegende Unterschied ist die Basis für alles weitere…

  57. Thor

    Ausgangspunkt jeder zulässigen Grundrechtseinschränkung sollte das doch das dem gegenüberstehende Risiko für die Gesellschaft sein. Und wenn in Meck-Pomm oder Schleswig nunmal deutlich weniger Infizierte leben, die Corona weiterverbreiten können, dann dürfen die halt gerne Eis essen gehen. Und in München und anderen Subhotspots von Ischgl oder anderen Keimzellen halt nicht.

    Juckt die Menschen weniger als Du denkst, veniat. Oder vielmehr: als Dich.

  58. @Thor: Den würde ich sofort zustimmen. Nur ist Berlin ein Hotspot und hier haben die Eisdielen offen. Genau das ist doch dann absurd!

  59. Niemand in der Bevölkerung stört sich an regional unterschiedlichen Regelungen?
    Nun, ich musste als Hamburger mein Ladengeschäft schließen. Würde ich im anderen Stadtstaat namens Berlin leben, dürfte ich dagegen munter weiter verkaufen und Kunden ohne irgendeine Begrenzung reinlassen.
    Das wirkt dann doch sehr willkürlich und erschwert ein wenig die Bereitschaft zur Akzeptanz, wenn es immerhin um die berufliche Existenz geht.

  60. Leute, kommt mal runter. Kontrollierte Durchseuchung (obligatorische Bemerkung: so ist nun mal der Fachbegriff) ist keine Option. Weil exponentielles Wachstum sich halt jeder Kontrolle entzieht und man als Infizierter (egal, wie gut oder schlecht man das verarbeitet) locker eine Woche rumläuft und Viren verteilt, bevor man überhaupt Symptome merkt.

    Und wir sollten auch nicht vergessen:

    Es geht nicht um meine geehrte Frau Mutter (so wichtig sie mir ist) oder Deine Großtante, es geht um die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems als Ganzem. Du bist jung und fit und hast Covid-19 als leichte Erkältung durchlebt? Viel Spaß mit dem offenen Bruch, nachdem Du beim Fensterputzen von der Leiter gefallen bist, wenn Dir niemand hilft.

    Und dabei geht es auch nicht nur im die “Risikogruppen”. Denn der Begriff ist maximal missverständlich: Wer zu Risikogruppe gehört, der hat nicht etwa das Risiko exklusiv. Wir alle, alle Menschen haben exakt das gleiche Risiko. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos, die ist in einigen Bevölkerungsgruppen höher oder niedriger als in anderen. Elendig daran krepieren können wir alle. Und sobald man die Bevölkerung “durchseucht” wird diese individuell höhere oder niedrigere Eintrittswahrscheinlichkeit in der schieren Masse bedeutungslos. Dann wird es in jedem Familien- und Freundeskreis jemanden treffen.

    Und nebenbei bemerkt, der Blick auf die Todeszahlen verengt auch etwas den Blick auf ein unfassbares Martyrium, dass denjenigen erwartet, der diese Krankheit in einem funktionierenden Gesundheitssystem als wochenlang intubierter Intensivpatient überlebt. Vielleicht seit ihr härter im Nehmen als ich; ich hätte da echt keinen Bock drauf.

    Wir müssen halt irgendwie zurück zu der Situation kommen, wo wir wieder einzelne Erkrankte identifizieren und deren Kontakte nachverfolgen können, um bis zum Impfstoff durchzuhalten. Wie und auf welchem Wege wir das erreichen können, das zu beurteilen kann und mag ich mir nicht anmaßen. Und ganz ehrlich: Bei jedem, der glaubt, dies beurteilen zu können, klingelt mein Grütze-Detektor. Ich persönlich nehme mir heraus, die jeweilige Umsetzung der Maßnahmen kritisch zu begleiten und ich empfinde mich dabei schon als anmaßend (so anmaßend, wie es sich in der Demokratie gehört). Aber die Grund-Annahmen zu hinterfragen? Puh. Was sollte das bringen? Wer möchte das jetzt ernsthaft für sich in Anspruch nehmen? Ich bin sehr froh, dass mich dazu niemand fragt.

  61. @Embolado: Um ehrlich zu sein, ich war fast enttäuscht. Das war die logische Fortschreibung der zweiten Folge. Ich bleibe aber bei: Nach dieser Sendung ist das Konzept Reality-TV so tot, wie es der Film-Topos “Polizei-Verfolgungsjagd” nach Blues Brothers hätte sein sollen. Und ich merke an mir, dass ich für meine zweite Folge Tiger King – auf die ich mich eigentlich sehr freue – wohl schon wieder weitere drei Tage brauche, um meine begrenzte Fähigkeit, mit Fremdschämen im Fernsehen umzugehen, neu aufzuladen.

    Mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Sollte Deine Bemerkung auf meine Erfahrungen im Blindenfußball gezielt gewesen sein, dann mag ich gerne andeuten, dass nach meinem Empfinden ausnahmslos alle Beteiligten offensichtlich nicht kapiert haben, wie schwierig diese Aufgabe in diesem einen “Spiel” war und dass selbst diese hahnebüchen miese Performance eigentlich entschuldbar wäre und die Vorwürfe ziemlich unfair, wären die nicht alle in ihrem Gehabe so abstoßend. Aber die Spiele sind doch komplett egal.

    @veniat: Bei aller Liebe zum Misstrauen gegenüber voll repräsentativen Umfragen. Wenn die zum Ergebnis gelangen, dass 80+ % der Bevölkerung die derzeitigen Maßnahmen bereitwillig mittragen, welchen Fehlerbalken nimmst Du dafür denn an?

    @Millern-Tor: “Nun, ich musste als Hamburger mein Ladengeschäft schließen. Würde ich im anderen Stadtstaat namens Berlin leben, dürfte ich dagegen munter weiter verkaufen und Kunden ohne irgendeine Begrenzung reinlassen.”

    Ich muss zugeben, ich hab mich mit den Hamburger Vorschriften nicht weiter beschäftigt. Magst Du das ausführen? Rein interessehalber fände ich das sehr spannend. Das bringt Dir natürlich nichts, aber ich würde das gerne wissen.

    @Embolado: “NFL Saison kann man verschieben, da es ein halbes Jahr Pause gibt. Super Bowl im Mai 2021 wäre theoretisch kein Problem.”

    Wäre halt ein Problem für die XFL, nunja.

    Ich glaube übrigens weiter nicht an die nächste NFL-Saison, aber das habe ich ja schon mal gesagt

  62. @sternburg: Ich weiß nicht, ob aktuell 80% einer solchen Umfrage dem zustimmen. Wenn wir aber mal (weil es so ist oder sonst hypothetisch) von folgendem Szenario ausgehen: Infratest oder Allensbach oder ähnliches fragen im Auftrag der Tagesthemen, damit Ellen Ehni ein paar simples deskriptive Prozentzahlen kund tun kann die folgenden Fragen:

    1. “Wie zufrieden sind sie mit den aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung?” und es gibt diese Antwortoptionen:
    a) Sehr zufrieden
    b) Eher zufrieden
    c) Weniger zufrieden
    d) Gar nicht zufrieden

    Dann macht Ellen Ehni bzw. ihre Redaktionsmitarbeiter daraus dies: a und b heißt “tendentiell zufrieden” und c und d heißt “tendentiell unzufrieden”.

    2. “Wie zufrieden sind sie mit dem Aufteten von
    a) Jens Spahn
    b) Peter Altmaier
    c) Angela Merkel
    ggf. noch
    d) Markus Söder
    e) Armin Laschet
    auf derselben Zufriedenheitsskala wie Frage 1.

    Die Idee von Frage 1 ist, die Zufriedenheit der Maßnahmen zu erfragen und bei Frage 2, die Zufriedenheit bezüglich einzelner Politiker zu erfragen. Soweit also das fiktive bzw. ggf. sogar genau getroffene Setup der Umfrage am Beispiel von zwei so oder ähnlich sicher schon Mal gefragten Sachen.

    Mein Kritikpunkte sind in Kürze nun die:
    1. Generell bei der Art, wie diese Institute die Befragungen weitestgehend durchführen: Die Befragungsform per Festnetzanruf ist hochgradig anfällig für Biases aller Art. Zum einen erreicht man nur Personen mit einem Festnetzanschluss. Dies schließt schon einmal alle aus, die keinen besitzen. Man kann mit Hilfe von Zahlen belegen, dass prozentual eher jüngere Erwachsene keinen Festnetzanschluss mehr besitzen gegenüber prozentual viel mehr älteren Menschen, die einen besitzen. Dadurch wird automatisch bereits der Effekt erzeugt, dass du entweder eine Ungleichverteilung hast von mehr alt zu weniger jung, oder aber extremes Sampling betreiben musst, um auf eine einigermaßen Gleichverteilung jung/alt zu kommen. Dazu kommt weiterhin, dass es kulturelle Probleme bei diesen Befragungen geht, also ganz konkret Ausländer meistens generell extrem unterrepräsentiert sind oder auch wichtige Bevölkerungsgruppen wie Deutsche türkischer Abstammung um ein Beispiel zu nennen. Letztere sind aber (auch das kann man statistisch belegen, was ich jetzt um kurz vor 4 nicht mehr mache, aber gerne noch mal nachhole) sehr häufig auch Gründer bzw. selbstständig – und damit durchaus häufiger prozentual betroffen als andere Bevölkerungsgruppen. Seien es – um Mal Klischees zu bedienen, der italienische Eisverkäufer, der türkische Dönerrestaurantbesitzer oder der vietnamesische Fast-Food-Ladenverkäufer. (Hinweis nur zur Sicherheit, um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist nur, um das Mal ganz plakativ darzustellen, so von mir klischeebehaftet dargestellt, also was gemeint ist und nicht im Traum fiele mir ein, damit eine Stigmatisierung andeuten zu wollen! Aber das sollte hoffentlich eh klar sein). Was also da passiert ist, dass bei einem so extrem kleinen Sample, das diesen Umfragen zu Grunde liegt, mal 1.000, mal immerhin bis zu 10.000 (seltener, gerade bei den Blitzumfragen) der Effekte der Verzerrung nur noch stärker wird. Ich denke das ist logisch: Je weniger im Sample sind, desto mehr wiegt eine Stimme und desto mehr wirkt natürlich eine nicht vorhandene Gegenstimme. Kurzum: Fragst du als Unternehmen also tendentiell so, dass du eine Verzerrung zu Lasten dieser und anderer genannten Personengruppen hast, dann hast du eben auch ein immer entsprechend falsches Meinungsbild. Und wenn du es dann immer wieder fälschlich als “repräsentativ” (Fornow im ZDF macht das jedes Mal beim Politbarometer) titulierst, ist das schlicht falsch. Denn wie MillernTor ja so treffend beschreibt: Er wie auch andere Ladenbesitzer sind massiv davon Betroffen und gerade kleinere Läden wie Handyläden, Wettbüros halt auch, Imbissbuden, die zumindest noch halbwegs geöffnet haben als Takeaway, werden von dieser Bevölkerungsgruppe betrieben. Und die haben zu Hauf ganz sicher eine andere Meinung als (erneut Klischee) Oma Hertha, die nachmittags um 16 Uhr an ihr Festnetztelefon gehen kann. Denn das ist ein sehr häufiger Zeitpunkt, wo diese Anrufe stattfinden, damit es bis zur 21:45 Uhr bzw. 22:30 Uhr Nachrichtensendung noch fertig sein kann. Und damit hätte man direkt den zweiten Bias noch dazu, den Zeitpunkt des Anrufs. MillernTor hat sicher gerade anderes zu tun, organisieren Kurzarbeit anmelden, etc. als irgendwem Fragen zu beantworten.

    2. Neben der Art und Weise der Befragung ist der zweite wesentliche Hauptkritikpunkt natürlich die Frage selbst. Und da kann ich mich gerne auch nochmal detaillierter zu echauffieren, denn was da passiert, ist wirklich vollumfänglich wissenschaftlich zu einem großen Teil als unbrauchbar zu bezeichnen. Und das selbst wenn man bei Punkt 1 alles richtig machen würde, was das Sampling angeht. Wieso meine ich das? Zum einen sind die Fragen unfassbar tendenziös gestellt zu Hauf, sodass eine Aussagenrichtig vorgeben. Hier kann man gut und gerne bei vielen Fragen von Suggestivfragen sprechen. Es ist beispielsweise ein extremer Unterschied, ob ich frage “Wie zufrieden sind sie mit ….” oder neutraler “wie bewerten sie….” oder “wie kritisch sehen sie…” und dann Skalen derselben Güte wie unter der Beispielfrage 1 anbiete. Frage ich ich wie oben, bekomme ich tendentiell eher eine positivere Bewertung, frage ich neutraler, eher eine neutrale und frage ich nach dem “kritischen”, bekommen ich auch entsprechend häufiger vom Antwortgeber eine der negativeren Optionen als Antwort. Das ist einfachstes Fragebogendesign, was hier falsch gemacht wird.
    Bei der zweiten Beispielfrage fällt ganz extrem ein Problem auf: Es gibt nur Antworten zu den angegebenen Personen. Es gibt also keine Optionen, das ggf. viel wichtigere Verhalten anderer (hier Politiker) als Antwortgeber zu bewerten, indem man sie bittet, selbst einen Politiker zu bennen, der einem aufgefallen ist in der Diskussion. So fallen also die raus, die das Meinungsforschungsinstitut oder die ARD, das ZDF, o.ä, also der Auftraggeber nicht aktiv erfragen lassen will. Und das wiederum ist ein Problem, weil die Auftraggeber natürlich, um eine spannende, neudeutsch “catchy” Aussage durch Ehni oder Fornow präsentieren lassen zu können, diese vorgeben. Dann kann man halt schön Söder vs. Laschet bringen, aber niemanden interessiert dann Kretschmann oder Weil oder Schwesig, die auch durch ihre Entscheidungen im Coronakontext durchaus erfragenswert gewesen werden. Und das ist u. a. genau das, was ich kritisiere, also dass durch diese Art der Frage diese Personen in den Vordergrund gerückt werden. Und nicht immer wegen der Relevanz, sondern weil auch sowas wie “was wollen die Leute sehen” oder “was bringt am meisten Quote” mitspielt. Und das ist ein Problem.
    Umgekehrt gibt es dann noch das Problem: Es wird angenommen, dass jeder die angebotenen Personen kennt und eine Meinung dazu hat. Es wird aber nie überprüft, ob die befragte Person den Politiker überhaupt wirklich kennt und im Kontext zumindest ein bisschen einordnen kann. Jeder Umfrageteilnehmer kann also eine Bewertung vornehmen, auch wenn sie überhaupt keine Ahnung hat, was Söder oder Laschet oder so wirklich gerade gemacht haben oder wie sie aufgetreten sind. Das ist ein grob fahrlässiges Verfahren und wissenschaftlich nicht mal nur mehr zu kritisieren, sondern schlicht abzulehnen.

    3. Dazu muss man noch beachten, dass die Frage sehr undifferenziert gestellt ist, also eine Abstufung mit dem Holzhammer stattfindet und Äquidistanz mehr angenommen also wirklich immer eingehalten wird. Dann wird ein Zusammenfassen von Antwortoptionen, um weiter für eine Nachrichtensendung vereinfachen zu können, noch problematischer. Option a) und b) zu “tendenziell zufrieden” zu aggregieren und c) und d) zu “tendenziell unzufrieden” (und das wird so gemacht ab und an) ist dann nochmal fahrlässiger und verzerrt immer weiter. Und diese Verzerrung erhöhen sich nicht linear, sonder ähnlich wie Corona exponentiell, werden also in Summe stark ansteigend schlimmer, machen also das Ergebnis exponentiell verzerrter und mit hoher Wahrscheinlichkeit falscher.

    4. Abschließend ist es dann noch ein netter Trick, eine gerade Anzahl an Antwortoptionen bei diesen Fragen anzubieten. Denn damit erzwingst du eine

    Wie gesagt, an anderer Stelle gerne noch weiter ausgeführt, aber um deine Frage zu beantworten basierend auf diesen Ausführungen:
    1. Ich halte diese Umfragen von nicht im Ansatz “voll repräsentativ” und sie sind es de facto auch nicht.

    2. Es ist schwer, alle über einen Kamm zu scheren und das wirklich genau zu beziffern. Da ich aber unter anderem in dieser Branche arbeite, würde ich mal nicht ganz unfundiert aber vorsichtig diese Aussage wagen: Wenn wir die von dir kolportierten 80% Zufriedenheit annehmen und die Befragung in etwas in der Art wie ich sie angerissen habe stattfand (dazu mit heißer Nadel noch gestrickt, weil Blitzumfrage), dann würde ich locker 20%-25% Fehlertoleranz einräumen nach unten, weil die Verzerrung in dem Fall zu Lasten von weniger Zufriedenheit gehen, wenn nicht mehr, und ca. 5% nach oben. Bei 25% weniger wären dann nur noch etwas mehr als die Hälfte zufrieden und das Ganze sähe komplett anders aus.

    Dazu muss man immer auch die Stimmungsschwankungen beachten, die eine Bewertung in der Situation massiv beeinflussen. Kommt beispielweise zufällig am Mittag ein Statement von Jens Spahn, bekommen das die Befragten tendenziell mit und haben den bei der Befragung im Hinterkopf. Ist aber zufällig an dem Tag Altmaier dran, dann er, und so weiter. Um dies abzufangen, müsste man die Befragung über ein paar Tage strecken, was aber auch nie passiert, da man schnell Ergebnisse haben will, möglichst tagesaktuell. Und dann als ARD/ZDF/RTL/BILD/younamethem das auch noch obendrauf in Kauf nimmt.

    Das mal in Kürze, mehr gerne die Tage.

  63. MarioP

    Mich würde eine Umfrage unter alten Menschen interessieren. Ich habe schon von einigen gehört, denen die Einsamkeit mehr zusetzt als die Sorge vorm Virus.

  64. fak

    @veniat: Zustimmung zu fast allem (auch wenn ich glaube, dass das grundsätzliche Bild der Zufriedenheit in diesem speziellen Fall stimmt). Das Problem, dass Leute keine Ahnung von dem Gegenstand haben, über den sie da abstimmen, sehe ich zwar, halte es aber so für realitätsnah, da das ja für die meisten Wahlen und Abstimmungen bei uns auch so ist (Grüße von jemandem, der versucht, der formal gebildeteren Hälfte der jungen Bevölkerung politisches Grundwissen nahe zu bringen).

  65. MarioP

    @ millern-tor

    “Niemand in der Bevölkerung stört sich an regional unterschiedlichen Regelungen?”

    Natürlich stören sich Menschen daran. Und das führt dann zur Überprüfung “unsinniger” Maßnahmen. Siehe die Baumarktposse in Niedersachsen. Hamburger dürfen ja glaube ich auch wieder die “Mauer” zu Schleswig-Holstein überwinden.

    Und so sorgt der Föderalismus mit verschiedenen Herangehensweisen für unterschiedliche Erkenntnisse die im Idealfall dann allen zu nutze sind.

  66. MarioP

    @ millern-tor

    Nachtrag: Die Zerstörung beruflicher Existenzen, mit kaum einschätzbaren gesundheitlichen Nachwirkungen spielt zu meinem großen Erstaunen in der gesellschaftlichen Diskussion kaum eine Rolle. Die Politik scheint zu glauben Geld drucken (was aber irgendwann mal erarbeitet und zurückgezahlt werden muss) würde diese Probleme lösen.

    Ich wünsche dir das du die Krise durchstehst.

  67. rheinländer

    @veniat

    dass die verschiedenen Regelungen dann in zukünftigen Wahlen dem Votum unterliegen? Das kann ja kein Grund sein, es unterschiedlich zu machen. Denn niemand kann ja abstimmen, was er besser fand. Ich kann für oder gegen das, was in meinem Wahlkreis abging, votieren. Aber nicht, wie ich das im Vergleich zu anderen fand.

    Das war nicht mein Argument. Mein Argument ist, dass es Wahlen geben wird, in dem jeder Bürger seine (Un-)zufriedenheit mit der Bewältigung der Corona-Pandemie in die Wahlentscheidung einfliessen lassen kann und es damit zu einer Kontrolle der Regierungen und Parlamente kommt.

    , so meine Behauptung und Vermutung (mehr nicht, das verheimliche ich aber ja auch nirgends) ist, dass momentan jeder mit sich beschäftigt ist

    Wenn du mit jeder die einzelnen Landesregierungen meinst, dann ist das doch genau der Zweck des Förderalimus, das Laschet so entscheidet, wie er es für NRW am besten hält. Mit der Folge, dass er sich dafür einsetzt, dass die Grenzen zu den Niederlanden offen sind.
    Wohin gegen die Grenzen zu anderen Staaten geschlossen werden.
    Länder schließen Eisdielen, weil sie kein Personal haben, die Auflagen durchzusetzen oder lassen Eisdielen offen, weil sie kein Personal haben, die Schließungen zu überwachen, nur mal zwei daherkonstruierte Gründe für Unterschiede.
    Regionale Unterschiede und die Diskussion darüber sind Zweck des Förderalismus und nicht ein negativer Effekt. Das soll so sein. Auch in einer Pandemie.
    Was wären die Alternativen? Entscheidungen auf Grundlage von Stimmungsbildern, die wie du sagst einen hohen Messfehler haben können. Oder Entscheidungen alleine von Experten in ihrem Fachgebiet.

  68. Dominik

    Wenn die Kritikpunkte ernsthaft die Eisdielen und die Baumärkte sind, dann nehme ich das als Zeichen dafür gerade vieles richtig läuft. Hier ist jedenfalls jeder froh, dass er nicht den Zettel braucht, um vor die Tür zu gehen.

    @MarioP: Warte die nächste Verlängerung der Maßnahmen bis Anfang Mai und die Zahlen der Arbeitsagentur zum Monatswechsel ab. Ich denke, dann wird das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Effekte wachsen, insbesondere dafür, dass Kurzarbeit kein Urlaub ist. Zur Zeit ist es noch zu leicht, Wirtschaft als Veranstaltung von gierigen Leuten (und Leute sind freilich die anderen) zu betrachten.

  69. Ich finde auch die hohe Unsicherheit, die veniat aufgrund diverser Gründe – über die man sicher im Detail diskutieren kann – anführt, stark überschätzt. Es gibt ja immer einen guten Vergleich, das ist die Sonntagsfrage und das tatsächliche Wahlergebnis. Und da schneiden Deutschlandtrend und Politbarometer nie im Bereich von 20% – 25% Abweichung ab. Eher um die 5%. Und das ist für Zufriedenheitswerte mit der Politik, die sich in enormen Höhen derzeit bewegen, absolut vertretbar.

    Wo ich auch immer so meine Bauchschmerzen habe, sind so Aussagen wie “Partei XY ist im Vergleich zur Vorwoche um 1% gefallen.” Das ist nun definitiv im Bereich der Fehlertoleranz und absolut nichts aussagend. Aber dass es generell eine überdurchschnittliche und grundlegende Zustimmung zu den derzeitigen Maßnahmen gibt, das kann man glaube ich mit ziemlicher Sicherheit schon annehmen.

    Kleiner Einschub: Ob Likert Scales ein Mittelwert haben sollten oder nicht, darüber kann man ganze Bücher schreiben und wird zu keinem Ergebnis kommen.

    Und by the way: Die Aussage, dass man nur Festnetzteilnehmer heranzieht, ist schlicht und einfach falsch. Ich glaube einfach mal der angegebenen Methodik:
    https://www.forschungsgruppe.de/Umfragen/Politbarometer/Methodik/

    Es werden sowohl Festnetz wie auch Mobilfunknummer angerufen, zudem werden die Antworten dann noch so gewichtet, dass Ausfälle bei den Befragungen ausgeglichen werden. D.h. sehr vereinfacht: Wenn von 10 Rentnern alle am Telefon waren, von 10 Arbeitnehmern aber nur 5, dann werden die Antworten der letzteren doppelt gewichtet.

  70. Und als letztes noch zwei Links:

    https://www.forschungsgruppe.de/Umfragen/Politbarometer/Langzeitentwicklung_-_Themen_im_Ueberblick/Politik_II/Fragetext_PB_2019.pdf

    https://www.forschungsgruppe.de/Umfragen/Politbarometer/Archiv/Politbarometer_2020/April_I_2020/FraboPB_KW15_2020.pdf

    Wenn man sich die Fragetexte anschaut, dann gibt es eben genau diese Suggestivfragen nicht. Die Fragen sind neutral. Die Frage ist nicht Wie zufrieden sind sie mit der Regierung? sondern Sind Sie mit den Leistungen der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD eher zufrieden oder eher unzufrieden? Das ist exakt die eingeforderte neutrale Fragestellung.

    Natürlich geht es bei Politbarometer und Deutschlandtrend auch immer um eine Vereinfachung und plakative Darstellung, aber fachlich sind die Umfragen durchaus in Ordnung und man sollte nicht den Eindruck erwecken, da stelle der Praktikant ein paar Fragen an drei Rentner und bastelt daraus ne schöne Powerpoint.

  71. @sternburg: Das was ich da bei Massengeschmack.tv so treibe ist ja nur ein Nebenbei-Steckenpferd das kein Geld abwirft. Ich lebe von meinem Comic- und Manga-Laden, laufe also unter Buchhandlung.
    Die stehen ja so ein bisschen an der Grenze zur Kategorie “Grundedarf” (daher auch wie bei Lebensmitteln die reduzierteMehrwertsteuer von 7%). Und dürfen in Berlin und Sachsen-Anhalt geöffnet bleiben, im Rest der Republik nicht. Und das meine ich mit “willkürlich”, denn wo ist der große strukturelle Unterschied zwischen den beiden größten Städten des Landes?
    Wobei ich die Sinnhaftigkeit der Maßnahme an sich gar nicht in Frage stelle, ich kann die Schließungen schon nachvollziehen und halte meinen bunten Manga- und Animekram auch nicht für lebensnotwendig (einige Kunden sehen das sicher anders :) ). Aber man ärgert sich halt doch etwas, dass einen die ganze Sache deutlich härter trifft wenn man eben Pech hat und sein Geschäft im falschen Stadtstaat betreibt.

    Das soll aber kein grundsätzliches großes Jammern sein. Die Summen die den Kleinunternehmen schon nach wenigen Wochen als Entschädigung gezahlt werden sind durchaus stattlich, da wird es sogar ein paar geben die sonst im Monat weniger (netto) einnehmen als sie nun auf einen Schlag bekommen. Und ich persönlich halte das im Zweifelsfall auch ein paar Monate durch, da es erfreulicherweise in den letzten Jahren sehr gut lief und ein paar Reserven da sind.

  72. MarioP

    #Grenze zur Niederlande

    Die Niederlande und auch Belgien mit den großen Häfen sind für NRW wichtiger als das Geschehen in Sachsen oder Bayern. Und deshalb hat Laschet bisher dafür gesorgt, das diese Grenzen offen bleiben. Die anderen konnten ihre Grenzen aus nachvollziehbaren Gründen schließen.

  73. Ich bleibe ja bei meinem unbeliebten utilitaristischem Ansatz
    https://medium.com/@strub_81933/welchen-preis-sind-wir-bereit-zu-zahlen-corona-9e595550fbe9
    Wenn man jetzt sagt für die Hälfte ist die Einschränkung nicht schlimm und für die andere geht’s ja noch so halb, dann sind wir bei etwa 9 Monaten, die im jetzigen Zustand den Break-even im worst-case bedeuten.

    Zu den Umfragen wundert es mich wieso eine relevante Frage nicht gestellt wurde. WIE LANGE? Also so etwas:
    Um den Virus komplett in Deutschland einzudämmen, wie lange dürften nach ihrer Meinung nach die Beschränkungen aufrecht erhalten werden?
    a) 20.April 2020
    b) 30. Juni 2020
    c) Ende Sommerferien 2020
    d) 31.12.2020
    e) unbefristet

  74. Embolado

    In der Schweiz gab es eine Frage, die in diese Richtung ging. Diese war jedoch schon Ende März. Also schon eine Weile her.

    Frage: «Was denken Sie, wann werden wir uns in der Schweiz wieder ohne Einschränkungen bewegen können?»

    Ergebnis:
    02,2% April 2020
    15,7% Mai 2020
    27,6% Juni 2020
    19,7% Juli 2020
    12,9% August 2020
    07,1% September 2020
    03,8% Oktober 2020
    00,8% November 2020
    01,8% Dezember 2020

    https://www.srf.ch/news/schweiz/umfrage-der-srg-so-denkt-die-schweiz-ueber-die-corona-krise

  75. Dominik

    @Embolado: das könnte man zusammenfassen als “jetzt noch nicht, aber danach bestimmt”.

    So optimistisch bin ich zur Zeit nur noch an den sehr guten Tagen.

  76. Embolado

    Ja, das stimmt. Die Umfrage ist vom 24. März. Ich denke, wenn man die Umfrage jetzt wiederholen würde, würde das Ergebnis auch anders aussehen.

  77. Herr Holle

    Strubbi, Deine Fragestellung birgt einen ganz wesentlichen Widerspruch in sich: Du willst die Bevölkerung um eine Meinung bitten wofür Mediziner und Volkswirte zu einer Entscheidungsunterstützung der politischen Entscheidungsträger hochkomplexe mathematische Ursache-Wirkungs-Modelle mit einem enormen Unsicherheitsraum erstellen? Und es hohe intellektuelle Vor- und jahrelange universitäre Ausbildung bräuchte um eventuelle Fehler und Unzulänglichkeiten in diesen Modellen zu finden und deren Ergebnisse und Aussagefähigkeit fehlerfrei interpretieren zu können?

    Solche Umfragen fände ich gelinde gesagt höchst heikel. Die von Embolado zitierte Frage ist da etwas anders formuliert, weil es ein Bauchgefühl der Bevölkerung abfragt wie lange die Beschränkungen wohl noch dauern könnten. Nicht sollten oder dürften.

    @MarioP:

    Die Zerstörung beruflicher Existenzen, mit kaum einschätzbaren gesundheitlichen Nachwirkungen spielt zu meinem großen Erstaunen in der gesellschaftlichen Diskussion kaum eine Rolle.

    Da täuschst Du Dich. Aber sehr. Es gibt natürlich von interessierter Seite absichtliche, und von uninformierter Seite unabsichtliche Versuche, dies der Allgemeinheit zu suggerieren und den Entscheidungsträgern vorzuwerfen. Ich hoffe sehr dass Du nicht zu dieser ersten Gruppe der “interessierten Seite” gehörst. Gleichwohl ist diese freie Meinungsäußerung natürlich erlaubt, ich fände es nur sehr schade wenn aaaas.de mittlerweile auch Ziel von politischen Trollfabriken, deren Auftraggebern und ideologischen Unterstützern geworden wäre.

    Ich wäre übrigens mittlerweile sehr froh wenn die Versuche der Interessensvertreter einzelner Sportarten oder Sportart-Gruppen im deutschen Vereinssport, sich irgendwelche Sondererlaubnisse herauszuhandeln ins Leere laufen würden. Loela, als Ruderer bin ich da mit Tischtennisspielern solidarisch. Denn wer will denn ernsthaft sagen dass eine Loela die mit dem Auto zur Tischtennishalle fährt ein höheres Infektionsrisiko der Allgemeinheit aufbürdet, als ein Herr Holle der mit dem ÖPNV quer durch die Stadt zum Ruderverein fährt oder als Radfahrer auf dem Weg dorthin an den roten Ampeln irgendwelche Krankenpfleger und Katastrophenhelfer ankeucht?

  78. @Dudel: Ich habe nie gesagt, dass alle Frage so sind, aber es gibt genug Fälle, in denen das so gefragt wurde. Und das Sampling auf Basis von Gewichtung ist beim Beispiel 10 Renter vs. 5 erreichte jüngere am Handy hochgerechnet immer noch hochgradig wacklig. Auch wenn es sich dann so darstellt.

    Was die Sonntagsfrage angeht: Die ist unter anderem deshalb meistens sehr akkurat, weil die Hauptparteien in Deutschland im Vergleich zu spezifischeren Fragen (dazu gehören schon Politiker der 1,5ten-Reihe wie Söder und Laschet) fast jeder kennt. Und fast jeder Wahlberechtigte konnte bei einer Wahl schon einmal zwischen CDU/SPD/etc. wählen und hat sowas wie eine Grundidee, welcher Partei er ggf. näher steht. Das und die hohe Robustheit gegen Verzerrung durch über die Jahre gewachsener Erfahrung lässt die Meinungsforschungsinstituten sehr leicht eine akkuratere Prognose erstellen. Man sieht aber, wie es auch da schwankt, wenn immer wieder jüngst (siehe Hamburgwahl zuletzt) das AfD-Ergebnis unterschätzt wird. Weil genau diese Erfahrungswerte über Jahrzehnte fehlen, verzerrt es hier schon deutlich mehr und zwar so, dass es eine Relevanz hat bereits in Hamburg. Das hochgerechnet auf Deutschland und auf deutlich weniger bekannte Personen/Sachverhalte – und schwups bist du schnell im zweistelligen Prozentbereich der Abweichungen. Und wenn dann noch der Effekt mit einer schlampigen Fragestellung und einen Statement eines Politikers kurz vorher dazukommt, steigt es eben in Summe auch durchaus auf die 20% an. Natürlich nicht immer und ganz sicher nie auf Sonntagsfrage. Aber auf spezifischere Fragestellungen und solche, die sehr volatile Sachverhalte adressieren. Und dazu wiederum gehört das Thema Corona zuvorderst.

    Was die hohe Unsicherheit angeht: Nunja, dein Empfinden der Überschätzung ist bei allem Respekt aber auch nur ein Empfinden von dir. Das ist etwas wert und ich möchte das auch nicht diskreditieren. Aber es ist eben auch nicht mehr als das. Es kommt ja auch auf das Umfeld an. Ich sehe in meinem Umfeld, wo auch viele Selbständige aktiv sind, dass die gerade mit maximaler Unsicherheit und Sorge in die Zukunft blicken. Und zwar in die kurzfristige, nicht mittel- oder langfristige Zukunft und auf eigentlich soliden Beinen stehend. Wenn ich Peter Altmaiers Aussagen höre, dass Selbständige ja nicht in alle Sozialsystem einzahlen würden und das so selbst entschieden hätten (diesen Karriereweg), also quasi selbst Schuld sind, dieses Risiko jetzt zu haben, wird mir ehrlich gesagt ganz anders.

    @fak: Ohja, das ist ein echte Aufgabe die du und andere da haben. Aber sie ist wichtig und wenn auch nur ein bisschen was hängen bleibt, ist schon was gewonnen. Was den speziellen Fall der Zufriedenheit angeht: Mich würde da eine dezidierte Unterscheidung nach Kategorien wie “Alter” und vor allem “Berufsgruppe” interessieren. Denn da prognostiziere ich heftigste Unterschiede zwischen Rentern und Arbeitnehmern, zwischen Selbständigen und Angestellten, zwischen Klein- und Mittelstand vs. Großunternehmen.

  79. MarioP

    @ Herr Holle

    “Gleichwohl ist diese freie Meinungsäußerung natürlich erlaubt”

    Danke dafür

    “Trollfabriken”

    Vorsicht mit solchen Unterstellungen, Troll ist für manchen hier eine Beleidigung.

    Momentan müssen sich Millionen Menschen Sorgen um ihre Existenz machen und wir werden sehen ob diese in der kommenden Woche berücksichtigt werden. Geld drucken allein reicht nicht…

  80. Herr Holle

    Veniat, als Selbständiger kann man sehr wohl in das Sozialsystem einzahlen (oder eine beliebige private Versicherung zur Absicherung von Einnahmeausfällen abschließen) und dann auch davon in der Krise profitieren. Viele Selbständige wie Millerntor haben auch vorgesorgt indem sie Einnahmen beiseite gelegt haben. Die kurzfristige Zukunft ist durch das “Helikoptergeld” für diese Berufsgruppe außerdem adressiert. Wenn Du Altmaiers Aussage interpretierst als

    quasi selbst Schuld sind, dieses Risiko jetzt zu haben

    dann ist nicht Altmaiers Aussage das Problem sondern Deine Interpretation. Verbunden mit der erneuten Bitte mal Deinen inneren Kompass sorgfältig darauf zu überprüfen ob Du mit Deinen missgünstigen und wenig wohlwollenden Interpretationen/Mutmaßungen wie schon zu den Umfragen im öffentlichen Raum nicht das Wort derer redest denen Du grundsätzlich nicht nahestehen möchtest.

    Wie gesagt, mache gerne weiter und Meinungsfreiheit gilt auch für Dich. Ich erlaube mir dann aber auch mal humorvoll in die Runde zu fragen ob nicht doch irgendwo gerade eine Bäckereifachverkäuferin für Deine persönliche Stimmungsaufhellung verfügbar ist.

    Oder roller’ mal zur Zionskirche und zünde dort eine Kerze an. Und danke dem lieben Herrgott oder sonstwem dass Du Dich in dieser Stadt in pandemielosen Zeiten wieder frei bewegen darfst. Wenn Du dort den Pastor antriffst dann frage ihn doch mal wieviele Überstunden er in den letzten Tagen und Wochen mit seelsorgerischen Tätigkeiten auch für Nicht-Glaubende und Nicht-Kirchensteuerzahler verbracht hat. Kirche besteht nämlich auch nicht nur aus Kinderschändern, Peter Hahne und evangelikalen Spinnern wie dem amerikanischen Vizepräsidenten. Sagt ein freiwillig evangelisch-lutherische Kirchensteuer zahlender überzeugter Nicht-Glaubender. Und gesetzlich krankenversicherter Immer-mal-wieder-zwischendurch-Selbständiger.

  81. Schade veniat,

    ich habe ganz konkrete Frageformulierungen als Gegenargument gebracht, die sich explizit auf die Frage der Zufriedenheit beziehen. Du weichst aus, indem Du auf andere Fragen Bezug nimmst, die unsauber waren. Ja, mag es bestimmt gegeben haben. Darum geht es aber nicht.

    Dein falscher Fakt, dass es sich nur auf Festnetzanschlüsse reduziert, da hätte man ja zumindest mal eingestehen können, dass man falsch lag. Stattdessen werden auch hier die anerkannten statistischen Methoden zum Sampling diskreditiert. Ja, man kann über Sampling lange diskutieren, aber Deine Ursprungsthese der Unschärfe ging ja unter anderem von der Annahme aus, dass nur am Festnetz gefragt wird. Wenn man das widerlegt, dann muss die Unschärfe deutlich geringer werden, weil ein wichtiger Faktor eliminiert wurde. Mit dem Sampling nähert man sich dann tatsächlichen Werten an.

    Das Hamburgwahl – Beispiel war auch nur deswegen relevant, weil es um die 5% Hürde ging. Wenn die AFD z.B. bei 9 statt bei 11% gesehen worden wäre, hätte das keinen interessiert. Das wurde doch erst dadurch spannend, dass die naturbedingte Unschärfe genau um die Hürde lag. Bei den Zufriedenheitswerten diskutieren wir dann meinetwegen, ob es sich um 65% oder 75% Zustimmung handelt. Ich glaube zwar, dass die Unschärfe geringer ist – wie gesagt, ich glaube – aber wir bewegen uns da immer noch in dem Rahmen, dass die Zustimmung deutlich überwiegt.

    Man kann Demoskopie für Humbug halten, aber das was dort gemacht wird, ist durchaus fundiert.

  82. Herr Holle

    @MarioP: Gern geschehen. Und lies’ bitte sorgfältig nach dass ich niemanden hier als Troll bezeichnet habe – ich weiß meine Worte sehr sorgfältig auszuwählen. Falls Du Dich dennoch angesprochen fühlst dann entschuldige ich mich dennoch ausdrücklich, das war nicht meine Absicht.

    Ich wollte nur kundtun dass ich als Betreiber/Auftraggeber einer Trollfabrik grundsätzlich aber auch diesen sehr sympathischen öffentlichen Meinungsraum auf dem Radar hätte um ihn mit polarisierenden und Zweifel an unserer gesellschaftlichen Grundordnung schürenden Kommentaren zu versehen.

    Und dass wir alle deshalb trotz oder gerade wegen aller Meinungsfreiheit derzeit bitte noch etwas sorgfältiger darauf achten was wir so in der Öffentlichkeit von uns geben.

  83. MarioP

    Als Troll habe ich vor kurzem einen bei manchen hier beliebten Teilnehmer bezeichnet. Wurde vom Betreiber dann mit der Bezeichnung Fascho gleichgesetzt. Ich fühlte mich nicht persönlich beleidigt.

    Mit Zweifeln an unserer gesellschaftlichen Grundordnung hat es aber nichts zu tun, wenn ich bei Frau Merkel und bei einigen anderen Entscheidungsträgern das Gefühl habe sie erfassen die langfristigen Folgen nicht richtig. Aber natürlich bin ich Laie…

    “Und dass wir alle deshalb trotz oder gerade wegen aller Meinungsfreiheit derzeit bitte noch etwas sorgfältiger darauf achten was wir so in der Öffentlichkeit von uns geben.”

    Da kann ich dir nicht zustimmen. Das kenne ich aus der DDR. Falsch laufende Dinge nicht anzusprechen, weil es dem “Klassenfeind” nützen könnte. Nein, alles gehört auf den Tisch.

  84. @Dudel:
    Zum zweiten Teil -> Es hätte keinen interessiert ist ein erheblicher Unterschied zu es hat kein Fehler stattgefunden.
    Zum ersten Teil -> Ja, inzwischen werden nicht nur Festnetzanschlüsse angerufen, daher war meine pauschale Einordnung nicht (mehr, früher war es so) richtig. Daher habe ich aber das Problem mit dem hochrechnen von den von dir genannten 5% in Form der Gewichtung kritisiert. Quasi die Reaktion der Forschungsinstitute auf die Verzerrung “nur Festnetz” kritisiert. So wie sie es jetzt machen ist es es also besser als vorher, aber immer noch nicht gut. Daher habe ich als Replik auf dein Argument dieses angeführt, nicht, weil ich ausweichen wollte. Dass oder wie viel die Unschärfe so geringer wird, ist aber übrigens mit Verlaub genauso Spekulation, wie du sie mir vorwirfst.

    @Herr Holle: Natürlich kann man das und man kann immer privat vorsorgen. Das habe ich auch nie bezweifelt. Es ist aber faktisch so, dass die Hilfen für Selbständige zum einen erst verzögert kamen (vor allem für Solo-Selbständige) und dann auch teilweise wegen Missbrauchs und teilweise wegen voll ausgeschöpft nicht weiter verfügbar waren. Dazu gehört eben genau jenes Helikoptergeld. Und gerade Solo-Selbständige können auch wenn sie super wirtschaften und seriös agieren nicht immer 6-8 als Rücklage bilden, bzw. ist das das Maximum. Und dann fressen einen Fixkosten und mangelnde Aufträge eben schnell auf. Der Staat hat hier ganz eindeutig zunächst Angestellte und Unternehmenstrukturen gestützt mit vereinfachten Mitteln wie schneller zu beantragender Kurzarbeit etc., was auch völlig richtig war das zu machen. Aber Selbständige wurden verzögert und mit weniger Priorität behandelt, was grundfalsch und ungerecht ist. Ich werde – bin leider gerade auf dem Sprung und kann daher auch auf Dudels Argumente nur kurz antworten – versuchen, dass Statement von Altmaier zu finden. Ich meine es wäre bei Anne Will gewesen, aber da kann ich auch falsch liegen. Dann wirst du sehen, dass das alles andere als nur meine Interpretation ist.

    Und was deine nicht ausgesprochene Meinungsdeckung mit zu in der Tat mir mehr als fern liegenden Personenkreisen bzw. Parteien angeht: Hier gibt es höchstens das Problem, dass sich aus völlig anderen Beweggründen und Motiven zufällig eine ähnliche Position entwickelt. Ich bitte das zu bedenken, denn wenn man aus vernünftigen und logischen Motiven heraus, und nicht durch Hetze und VTs wie die von dir nichtgenannten häufig, zu bestimmten Positionen kommt, muss das zulässig sein. Sonst würde das ja bedeuten, dass man aus Prinzip nicht Positionen einnehmen könnte, die diese Akteure wieso auch immer sie in ihrem kruden Weltbild entstehen, auch einnehmen. Und außerdem sei natürlich darauf verwiesen, dass die ganz grundsätzlichen und wirklich hochrelevanten Grundpositionen von einer solchen Überschneidung nie gedeckt sind. Das werden sie auch nicht, so viel ist sicher. Das hast du mir nicht vorgeworfen, das habe ich auch mehr als einen nettgemeinten Tipp gegeben, nicht aus Versehen in die Bredouille zu geraten. Danke dafür, und das ganz ohne Ironie. Aber basierend auf den Ausführungen besteht die Gefahr ganz sicher nicht. Die besteht als philanthropisch veranlagter Mensch aber ohnehin eigentlich nicht. Und der bin ich zum Glück.

    Achso, bevor ich los muss noch das: Ich habe nie die seelsorgerischen Tätigkeiten von egal welchen Kirchen kritisiert, oder dass diese Kirchensteuer verlangen. Ich habe kritisiert, dass sie sich das Recht rausnehmen, über die Freiheiten von Nichtanhängern zu bestimmen und das auch noch durch den säkularisierten Staat hofiert bekommen, u. a. in Form von Eintreibung der Steuer durch das Finanzamt frei Haus. Das eine, meist positive, hat rein gar nichts mit dem anderen, negativen zu tun. Da kann ich absolut differenzieren.

    Und was die Krankenversicherung angeht: Sei froh, dass du nicht jetzt gerade als Solo-Selbständiger in der PKV bist und die horrenden Beiträge bei 0 Einnahmen weiterbezahlen musst und keine Chance hast, selbst bei Arbeitslosigkeit da rauszukommen. Das ruiniert nämlich auch gerade viele und längst nicht jeder hat die Chance, durch die Art seiner Selbständigkeit noch in dem Fall dankenswerterweise gesetzlich versichert zu sein.

  85. Die Annahme, das Geld, dass Deutschland drucken lässt, müsse ” irgendwann mal erarbeitet und zurückgezahlt werden”, ist so nahe liegend wie sie falsch ist.

    @veniat: Sei mir bitte nicht böse. Aber mit Verlaub und leicht genervtem Tonfall; das trifft exakt die Frage, die ich unlängst einem anderen Gast hier gestellt habe:

    Glaubst Du im Ernst, dass ich mir diese Gedanken nicht schon längst gemacht habe?

    Aber der Reihe nach. Ich bezog mich z.B. auf das hier am Donnerstag von mir bereits erwähnte ZDF-Politbarometer. Unter anderem: “Sind die geltenden Ausgangsbeschränkungen angemessen?” Ja: 90 %. Nein: 10 % (interessanterweise kein “Weiß nicht”). Klare Frage, klare Antwort.

    Mir sind alle gängigen Kritikpunkte an diesen Umfragen bekannt (und wäre das nicht der Fall, dann hättest Du mir die über die letzten Jahre schon ausreichend reingereicht, wenn ich das anmerken darf). Nebenbei erwähnt und jetzt mal unter uns: Ich habe als mittelloser Student vor vielen, vielen Jahren mal ein Semester bei einem dieser “Institute” als Telefoninterviewer gearbeitet und… wie soll ich das sagen: Du vergisst in all Deinen Aufzählungen sogar noch eine “Fehler”-Quelle. Aber das nur am Rande.

    Ich entnehme all Deinen Buchstaben, dass Du meine Frage beantwortet hast: Du siehst einen Fehlerbalken von im Extremfall bis zu 25 %. Finde ich – als bekennender Kritiker dieser Art von Umfragen – etwas anmaßend, aber bitte. Bleibt aus meiner Sicht – selbst, wenn man den maximal negativen Ausschlag deines Fehlerbalkens zu Grunde legt, wozu es keinen Anlass gibt – immer noch eine überwältigende Zustimmung der Bevölkerung.

    btw: Es tut in diesem Zusammenhang überhaupt nichts zur Sache, aber wo Du es schon angesprochen hast: Dass die beliebten Umfragen zur “Zufriedenheit” mit bzw. der “Beliebtheit” eines/r Politikers/in eigentlich reine Umfragen zur Bekanntheit der jeweiligen Person sind, scheint mir nicht nur zwischen uns beiden, sondern auch im gesamten ernst zu nehmenden Politikjournalismus Konsens zu sein.

    @Standuhr: “XFL is nich mehr, sternburg!”

    Schon klar, hatte ich gesehen. Aber nach meinem Verständnis lies die Berichterstattung eine Tür dafür auf, dass die XFL vielleicht doch noch auf eine zweite Saison hofft. Und wenn die Konkurrenz ihre Saison verschiebt, dann verschwindet für die das Terminfenster.

    Ich sag es übrigens gern nochmal: Für mich sind das ohnehin alles hypothetische Überlegungen. Ich glaube nicht an eine NFL-Saison 2020.

    @rheinländer: Ich mag Deinen Ansatz.

    Ich will trotzdem bitte kurz mal rumschlaumeiern: Die Überprüfung durch die nächsten Wahlen ist zwar “richtig und wichtig”, in der repräsentativen Demokratie aber nicht mal der wesentliche Anker. Alle jetzt gerade in Deutschland handelnden Personen sind durch die letzten Wahlen fortlaufend demokratisch legitimiert und alle Vertreter der Exekutive, die uns diese Maßnahmen aufdrücken, können jederzeit von ihren Parlamenten in die Schranken gewiesen werden [hier alten sternburg-Rant darüber einfügen, warum man sich nicht gleichwohl einfach aus Gründen der demokratischen Hygiene die ausdrückliche Zustimmung der Parlamente einholt]. Die Zustimmung des Souveräns zu selbst so einschneidenden Maßnahmen ist im Einzelfall in unserem System weder vorgesehen noch erforderlich (solange sie sich auf dem Boden des GG bewegen; was wiederum nicht der Souverän zu entscheiden hat, sondern die Justiz).

    Kann man mögen oder nicht mögen. Wer das nicht mag, der muss aber klar stellen, dass er das System ändern möchte.

    @MarioP: “Die Zerstörung beruflicher Existenzen, mit kaum einschätzbaren gesundheitlichen Nachwirkungen spielt zu meinem großen Erstaunen in der gesellschaftlichen Diskussion kaum eine Rolle.”

    Die Unterstellung, die Entscheidungsträger würden bei allen Maßnahmen nicht jederzeit und fortlaufend bedenken, was das andererseits selber für Schäden verursacht und ob das alles wirklich sein muss, fände ich a) infam, b) widerspricht meinem Menschenbild und c) würde jeder einzelnen Maßnahme verfassungsrechtlich die Nichtigkeit auf die Stirn schreiben.

    Und mit Verlaub, wer diese These vertritt, der darf sich über eine behauptete inhaltliche Nähe zum Konzept “diskursdisruptive Trollfabriken” nicht beschweren.

    Völlig überraschend ist es so nicht. Und wem es nicht reicht, dass nicht jedes Hadern kommuniziert wird, der kann es aus den Rechtstexten raus lesen. Nur als Beispiel § 20 Absatz 2 CoronaEindVBerlin:

    Der Verordnungsgeber wird fortlaufend evaluieren, ob die Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung dieser Grundrechtseinschränkungen weiter Bestand haben.

    “fände”. Konjunktiv. Denn ich stelle gerne fest: Das hast Du nicht gesagt.

    Ich frage mich aber, was Du mit Deiner Äußerung sonst gemeint haben solltest. In der von mir wahrgenommenen “gesellschaftlichen Diskussion” in den Medien spielt nämlich eigentlich kaum etwas anderes eine Rolle, als die Frage, wie schlimm das alles (für die Deutschen) ist und wohin das alles noch führen kann und wann und wie wir das bitte endlich wieder loswerden können. So wie hier übrigens auch.

    @veniat: Ich bin überrascht, dass Du als Berliner die Solo-Selbständigen anführst.

    Ich persönlich habe im Bekanntenkreis und medial vermittelt eigentlich nur Stimmen wahrgenommen, die positiv überrascht waren, dass in dieser Krise endlich auch an die Solo-Selbstständigen gedacht wurde (die z.B. bei der “Finanzkrise” noch komplett im Regen stehen gelassen wurden) und wie schnell gerade in Berlin die Leute das Geld auf dem Konto hatten.

    Probleme höre ich eher aus dem Kreis der mittelständischen Betriebe zwischen 10 und 50 Mitarbeitern (und drüber), die zwischen Senat und Bund zwischen die Stühle zu fallen scheinen.

  86. @Millern-Tor: Erstmal danke für die Antwort. Vorweg: Ich wusste schon noch, dass Du einen Laden mit so Zeug hast (wenn auch nicht mehr ganz genau, was für einen).

    Ja, die Privilegierung des Buchhandels in Berlin. Hatte ich völlig verdrängt. Dabei war das einer der Aspekte, die ich in meinen länglichen Beschäftigungen mit der Berliner Eindämmungs-Verordnung hier mit am skurrilsten fand. Und zwar von beiden Seiten betrachtet: Ich habe weder verstanden, warum die aufhaben dürfen, noch, warum sie dies nach meiner Beobachtung nicht tun (btw: analog zu den Blumenläden, die in Berlin nach einer aus meiner Sicht geradezu hanebüchenen Begründung offen sein dürfen, in meinem Umfeld aber alle geschlossen sind).

    Mit Ausnahme der bayerischen Verordnung hatte ich mich nie damit beschäftigt, wie diese Einzelheiten eigentlich anderswo geregelt sind. Ich hab mich jetzt dank Deiner Bemerkung zum ersten Mal mit der Hamburger Regelung beschäftigt und das war spannend. Ich will nicht ins Detail gehen, aber ihr macht so einiges anders. Dem Buchstabe nach.

    Und ich hatte eigentlich vor, meinen Eindruck, dass die Buchhandlungen in Berlin irgendwie trotzdem alle zu sind, mal im Stadtbild zu überprüfen. Hatte ich immer wieder vergessen. Ich hab stattdessen jetzt mal das Internet bemüht und ich glaube, Du musst Dich nicht grämen. Aber der Reihe nach:

    Man muss sowas natürlich mit Thalia beginnen. Einige Läden sind geschlossen, die anderen öffnen stundenweise für die Abholung von Bestellungen.

    Der Laden um die Ecke ist gar nicht zu (schau an), sondern öffnet gleichfalls stundenweise für die Abholung von Bestellungen.

    Der Media Markt Dussmann hat zu, bearbeitet aber weiter Bestellungen.

    Schleichers hat normal offen und freut sich darüber sehr (wenn man mal die ganzen Hinweise darauf weggeklickt hat, dass sie per Boten liefern).

    Obszön viel Geld habe ich in meinem Leben bei Kieperts gelassen und – das war mir neu – es gibt noch einen und er hat zu, bearbeitet aber weiter Bestellungen.

    Für Dich natürlich besonders interessant (und bestimmt auch schon bekannt): Die Comic-Buchläden. Ein Ausriss:

    Modern Graphics hat einen der drei Läden geschlossen (dessen Existenz an mir bisher vorbei ging) und die anderen beiden.. naja, steht ja dort. tl;dr: Verkürzte Öffnungszeiten, bitte lasst liefern oder holt ab.

    Der legendäre Grober Unfug hat – bei leicht verkürzten – Öffnungszeiten offen. Einfach so.

    Die Comic Base ist geöffnet bei “eingeschränkten Verkauf” (was immer das heißt).

    Nur für die Lolz: Ein random Google-Treffer hat offen, aber irgendwie doch nicht, und bearbeitet (wir können es mittlerweile mitbeten) aber weiter Bestellungen.

    Ich hab das jetzt mehr für mich zusammengestellt als für Dich, denn Dir war das wahrscheinlich alles schon bekannt. Gleichwohl: Bis auf den Ausreißer Grober Unfug scheinen mir die Berliner Buchhandlungen in erster Näherung (jetzt mal egal, ob freiwillig oder nicht) faktisch alle mehr oder weniger auf einen Notbetrieb mit dem Schwerpunkt auf Abholung und Versand umgestellt zu haben. Und sie sind in Berlin und nicht wie Du (Achtung: billiger Populismus) im gepuderten Hamburg, wo das Geld der Kundschaft locker und die kulturelle Konkurrenz woanders sitzt und man sich in fetten Jahren eine schöne Rücklage anfuttern kann. Hm. Bist Du sicher, dass Du Deinen Berliner Branchengenossen ihren Standort neidest?

    Okay, weg vom billigen Populismus. Ernsthafte Frage:

    Die Hamburger Verordnung (geile url btw) sagt in § 8:

    Der Betrieb von Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr ist untersagt, soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist.

    Ausgenommen bleibt die Auslieferung von Gütern auf Bestellung sowie deren Abverkauf im Fernabsatz zur Abholung bei kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume unter Wahrung des Sicherheitsabstands von 1,5 Meter.

    Für den Publikumsverkehr dürfen die nachfolgenden Betriebe oder Einrichtungen einschließlich ihrer Verkaufsstellen geöffnet bleiben:

    Abhol- und Lieferdienste

    Du hast doch sicher eine Website und/oder eine Telefonnummer, auf der Deine Hentai-Süchtigen ihren Bedarf anmelden und bei Dir abholen oder liefern lassen können? Findet das nicht statt? Und wenn nein, warum nicht?

    Und bevor der Populismus falsch rüber kommt: Ich bin persönlich sehr erleichtert zu hören, dass Du finanziell anscheinend halbwegs klar kommst und wünsche von Herzen nur das Beste und dass Du den ganzen Irrsinn gut überstehst.

    [btw: Du dürftest diese Versorgungsquelle mit lebenswichtigem Kulturgut nach all den Jahren hier ruhig auch mal werbend erwähnen. wenn Dir danach sein sollte]

  87. Lurker

    Gar nicht mitbekommen, dass sternburg wohl einen neuen Vertrag bei aaaas unterschrieben hat. Wird jetzt wie veniat nach Anzahl der Worte bezahlt. Glückwunsch.

  88. MarioP

    #sternburg

    Nur mal nebenbei bemerkt, ich habe mich über die unterstellte Nähe zu einer “Trollfabrik” nicht beschwert.

    Ansonsten fühle ich mich geehrt, in deinem Wortschwall auch bedacht zu werden. Lass doch aber einfach den Konjunktiv weg.

  89. Nee, Sternburg, so genau und ausführlich hab ich nicht nachgeschaut welche Läden in der Hauptstadt tatsächlich geöffnet haben sondern bin davon ausgegangen, dass die das auch sind wenn sie denn dürfen. Wobei mein Angebot auch eher mit dem von Läden wie dem J-Store oder Neotokyo vergleichbar ist als mit dem klassischer Comicladen. Und es ist auch klar, dass selbst wenn Ich öffnen dürfte der Umsatz trotzdem deutlich schwächer wäre , da die Straßen eben ziemlich leer sind und vielezuhause bleiben.

    Es ist auch weniger Neid als halt das Unverständnis über die unterschiedliche Handhabung weshalb ich “schwer zu akzeptieren ” schrieb. Ist nicht nachvollziehbar diese unterschiedliche Behandlung und daher schon kritikwürdig,wie ich finde.

    Nein, ich komme tatsächlich ohne eigene Website und Online-Shop zurecht, die Kommunikation mit der überwiegend jüngeren Kundschaft läuft über Instagram und Facebook. Natürlich gibt es auch bei mir ein paar Leute die was bestellen oder abholen, aber ganz ehrlich: Diese ganzen Not-Aktionen wie auch das persönliche Beliefern per Fahrrad usw. sind nur Tropfen auf den heißen Stein, eher uneffektiv und können den normalen täglichen Kundenverkehr nicht annähernd ersetzen.

    Aber ist jetzt halt so und ich kann, wie gesagt, schon noch ruhig schlafen. Bin aber natürlich dennoch gespannt was denn wohl kommende Woche verkündet wird in Sachen Lockerungen.

  90. @sternburg: Sorry, habe das erst jetzt wahrgenommen und ich wollte sicher nicht offensichtliches nochmal wiederholen. Wenn es also langweilig bzw. repetetiv war, bitte ich das zu entschuldigen.
    Zu den Solo-Selbstständigen habe ich in meinem Umfeld von bis gehört, ja, auch explizit gute Sache, das muss auch gesagt werden.
    Aber zu deiner Aussage “Klare Frage, klare Antwort.” Eben das ist sie nicht. Denn jeder versteht unter dieser Frage etwas anderes. Welche Ausgangsbeschränkungen sind denn gemeint bei der Fragestellung? Die im Bundesland, die krude Mischung von Einzellösungen im Staat, die Insellösung für die eigene Stadt? Oder denkt vielleicht sogar der visionäre Europäer an den Flickenteppich in der EU bei Abgabe der Antwort? Und was bedeutet angemessen? Das ist nicht definiert. Angemessen bezogen auf die Wirkung der Kurvenverlängerung? Angemessen bezogen auf die wirtschaftlichen Effekte? Angemessen bezogen auf die persönliche Einschnitte? Da ist echt nichts klar und jeder Teilnehmer nimmt da etwas anderes als Basis.

    Und damit kommen wir zu der von mir genannten Verzerrung. Natürlich ist das genannte Maximum nur ein Extremfall nur sehr geringer Wahrscheinlichkeit. Die Zustimmungswerte weichen eher nicht um 25% ab, aber es ist auch nicht komplett unrealistisch, nur unwahrscheinlich. Durch alle zuvor genannten Aspekte, die eben nicht klar definierte Fragestellung (also was konkret gemeint ist) und wie du richtig sagst noch der weitere Bias, dass da Menschen andere Menschen anrufen und völlig unklar ist, wie jeder einzelne Telefonist sich wirklich verhält, muss man aber deutliche Verzerrungen annehmen, die auf Grund des hohen Angabewertes für Angemessenheit (whatever that means hier) nach unter höher sind als nach oben. Und du wirst dich vielleicht wundern, wie schnell du da im zweistelligen Bereich ankommst bei 1.000 Befragten und unter Berücksichtigung all dieser Faktoren. Da sind 15-20% durchaus schnell erreicht ausgehen von den Anfangswerten, der kolportiert hohen Zustimmung. Dass es eine Mehrheit derer gibt, die was auch immer sie darunter subsumiert haben, die Maßnahmen für angemessen, was auch immer die darunter subsumiert haben, halten, habe ich aber ja auch nie bestritten. Lediglich die Höhe der Zustimmung.
    Und was man dann nicht vergessen darf: Der Mensch ist ein Subjekt der Gewohnheit. Soll heißen, dass Änderungen und Abweichungen nur äußerst trage wahrgenommen und akzeptiert werden. Wenn also Woche für Woche eine falsche, zu hohe Zustimmung medial präsentiert wird, steigt zusätzlich nochmal der Grad der Neigung, sich der Mehrheit abzuschließen. Das geht dann auch ganz schnell in die Richtung eines Bias der Sorte sozialer Erwünschtheit.

    Ich finde, dass da inzwischen so viel an statistischen Problemen bzw. Problempotential zusammen kommt, dass sich ein Umfrageunternehmen wirklich die Frage stellen muss, wie bzw. nach welchen wissenschaftlichen Maßstäben es agiert, oder ob sie auch (zu sehr) von wirtschaftlichen Aspekten und natürlich durch die mediale Präsenz gewonnene Reputation beeinflusst wird.

  91. @MarioP: “Lass doch aber einfach den Konjunktiv weg.”

    Gut, mach ich mal (*scrollt hoch*). Okay. Nur zur Klarstellung, Du fühlst Dich also von dieser Formulierung korrekt zitiert?

    Die Entscheidungsträger bedenken bei allen Maßnahmen nicht jederzeit und fortlaufend, was das andererseits selber für Schäden verursacht und ob das alles wirklich sein muss.

    Das ist Deine Ansicht?

    Und wenn ich zu dieser Ansicht äußere:

    Diese Unterstellung finde ich infam, sie widerspricht meinem Menschenbild und sie würde jeder einzelnen Maßnahme verfassungsrechtlich die Nichtigkeit auf die Stirn schreiben.

    … dann bin zwar anderer Ansicht, habe Deine Meinung aber korrekt verstanden?

    Dann ist ja gut. Ist es wirklich. Jetzt mal frei von Konjunktiven: Das ist eine legitime Ansicht. Du darfst die äußern und Du darfst die auch hier äußern.

    Man braucht dazu natürlich ein spezielles Weltbild. Ein Weltbild, in dem jede Einzelperson, die hierzulande Maßnahmen beschließt, komplett verblödet und willentlich inkompetent ist, reicht dazu übrigens nicht aus. Man braucht schon ein Weltbild, in dem sämtliche Verfassungsorgane in Bund und Ländern konspirativ böswillig zusammenarbeiten. Um… was auch immer zu erreichen.

    Frei von Konjunktiven: Das ist eine 9/10 auf der Ken-Jebsen-Skala für kreatives Querdenkertum.

    Du darfst dieser Ansicht sein.

    Und jeder hier darf bei jeder Deiner Wortmeldungen zum Thema dies mitdenken.

    Nur mal nebenbei bemerkt, ich habe mich über die unterstellte Nähe zu einer “Trollfabrik” nicht beschwert.

    Ohne Worte.

  92. MarioP

    Laß den Konjunktiv weg, heißt natürlich leg mir nicht Sachen in den Mund und schreibe dann etwas von “Konjunktiv” dazu. Hast du aber sicher auch so verstanden.

    Und sollte ich mich tatsächlich über das Wort “Trollfabrik” beschweren. “Mutti, Mutti der Junge hat etwas böses gesagt.”

    Wiederum aber meinen herzlichen Dank, dass du deine wertvolle Zeit mit einem “Querdenker” wie mir abgegeben hast. In früheren Zeiten wurden solche Leute an die Wand gestellt. Und es soll Leute geben die von so etwas auch heute noch träumen.

  93. Nur kurz als Rückmeldung als unbeteiligter Leser: Bei mir schrillen automatisch Alarmglocken bei Vergleichen, die mit “Leute an die Wand stellen” und “früher” zu tun haben. Ist das wirklich nötig, um deine Position einzuordnen? Wenn nicht, fänd ich es super, wenn man tunlichst auf solche Vergleiche verzichten würde. Nicht nur im Konjunktiv 2 Futur, sondern in echt.

  94. MarioP

    Einen solchen Hinweis hätte ich mir auch von dir gewünscht als dieser Spruch mit an die Wand stellen von jemand anders hier kam. Da hast du geschwiegen, sicherlich überlesen….

  95. So ist es, das habe ich ziemlich sicher überlesen, gilt für den aber natürlich gleichermaßen. Einen Links hast du nicht zufällig?

  96. @Dudel: “Das stimmt alles, aber”

    re: “ständig überprüfen”: Ich finde nicht, dass es wichtig ist, das nochmal festzuhalten. Ganz im Gegenteil erweckt das beim Publikum (und Adressat ist ausweislich des eigenen Leitbildes die Gesellschaft als ganzes) den Eindruck, dies stünde in Frage (schau Dich hier um). Dabei ist das seit Jahrzehnten für einschneidende Grundrechtseinschränkungen einhellige Meinung und selbst für unsere Situation kürzlich vom BVerfG nochmal festgeschrieben worden. Würdest Du eine Arztpraxis betreten und hinter dem Tresen hinge ein Zettel mit der Aufschrift “Achtung! Nicht in die Blutproben spucken!” wärst Du wahrscheinlich auch irritiert. Da fehlt, wenn man es denn als argumentative Ausgangslage festhalten will, der Nachsatz, dass dies offensichtlich auch passiert (und meinetwegen, dass die Gesellschaft gehalten ist, im Auge zu behalten, dass dies auch so bleibt). So ist das im besten Falle überflüssig, im Zweifel aber schädlich.

    re: “Studie”: Das mag sein. ich hab damals aber keinen Laut der Leopoldina wahrgenommen, mit der sie der Bertelsmann-Stiftung in den Arm gefallen wäre, weil man ihre Wortmeldung so nicht instrumentalisieren könne.

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